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Kulturelle Identität in einer globalen Welt

Title: Kulturelle Identität in einer globalen Welt

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sabine Krieg (Author)

Communications - Intercultural Communication
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Kellenberger zitiert Georg Christoph Lichtenberg in Allmende (S. 123) mit den Worten: „Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, daß es vorhanden ist.“ Die Identität der Deutschen fällt genau in diese Kategorie der Dinge, die gefunden werden wollen. Überlegt man sich, was als „typisch deutsch“ gilt, kommen einem Begriffe in den Sinn wie Autos, Bier, Urlaub auf Mallorca. Ich als Deutsche erwidere, ein Auto habe ich noch nie besessen, ich trinke lieber Wein anstatt Bier und auf Mallorca war ich auch noch nicht. Demnach steckt eine gemeinsame kulturelle Identifikation wohl tiefer in uns drin. Graf von Krockow widmet in seinem Buch „Über die Deutschen“ ein Kapitel dem deutschen Wald und behauptet, er sei für die Deutschen ein Sinnbild des Bleibenden und biete der Seele einen Ankergrund (S. 100). Aber womit identifizieren sich die Deutschen?
Diese Arbeit soll deutlich machen, dass, ausgehend von der derzeitigen Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten, kulturelle Identität in Deutschland nicht so leicht zu definieren ist, und wir mit unserer eigenen Kultur sowie mit fremden Kulturen in Bezug auf Identifikation eine Problematik darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KULTURALISMUS UND KULTURELLE IDENTITÄT

2.1 Kulturalisten und Universalisten

2.2 Kulturelle und kollektive Identität

3. DEUTSCHE IDENTITÄT

3.1 Womit wir uns identifizieren

3.2 Identitätsprobleme

4. KULTUR ALS STOLPERSTEIN?

4.1 Kultur und Globalisierung

4.2 Kulturschmelze

4.3 Angst vor dem Fremden

5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen kultureller Identität in Deutschland vor dem Hintergrund globaler gesellschaftlicher Prozesse. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Spannungsfeld zwischen Kulturalismus und Universalismus sowie die damit verbundene Identitätsproblematik im Kontext eines modernen Einwanderungslandes definieren und bewältigen lassen.

  • Die Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten
  • Herausforderungen der nationalen und kulturellen Identität in Deutschland
  • Die Rolle der Globalisierung als potenzieller "Stolperstein" für das kulturelle Selbstverständnis
  • Der Umgang mit Fremdheit und Integration in einer globalisierten Welt
  • Perspektiven für eine Identitätsbildung jenseits starrer Grenzziehungen

Auszug aus dem Buch

4.1 Kultur und Globalisierung

Die uns heute beschäftigende Globalisierung bezieht sich auf die weltweite Expansion der kapitalistischen Marktwirtschaft. Da der Begriff „Globalisierung“ immer mehr gebraucht wird, und um die Risiken, die mit dem Prozess der Globalisierung verbunden sind, diskutieren zu können, bedarf es einer begrifflichen Erklärung. Breidenbach / Zukrigl (S.11) gelang mit der Unterscheidung von Globalität, Globalisierung und Globalismus eine treffende Definition. Globalität bezeichnet demnach einen „faktischen und irreversiblen Ist-Zustand, der durch Technologien, Medien, Ideen, Reisen, Märkte und Finanzen miteinander vernetzten Welt“.

Globalisierung beschreibt den „sich ständig ändernder Prozess der Vernetzung, den wir gestalten können und müssen“. Und Globalismus behandelt die „Ideologie des Neoliberalismus, wonach der Weltmarkt alleiniger Motor und Maßstab der weltweiten Veränderungen ist, der alle anderen Dimensionen der Globalisierung bestimmt.“

Ist im Folgenden von Globalisierung die Rede, ist damit die fortschreitende Verflechtung und Vernetzung der Welt gemeint. Allerdings weist die Diskussion um Globalisierung ein Manko auf: In diesem Zusammenhang wird oft nur auf die politische Ebene eingegangen und die kulturelle außer Acht gelassen. Dabei sind es die Menschen und ihre Alltagspraktiken und nicht die Politik, in denen sich Spannungen und Widersprüche der Globalisierung spiegeln, und die unsere Kultur bestimmen. Doch wenn Kultur mit der Globalisierung nicht fertig wird, stellt sie dann einen Stolperstein dar?

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit einer klaren Definition deutscher Identität und führt in die zentrale Debatte um kulturelle Identität in Deutschland ein.

2. KULTURALISMUS UND KULTURELLE IDENTITÄT: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Gegenpole von Kulturalisten und Universalisten sowie die wissenschaftlichen Definitionen von kultureller und kollektiver Identität.

3. DEUTSCHE IDENTITÄT: Hier werden die Identifikationsmerkmale der Deutschen sowie die spezifischen Identitätsprobleme im Kontext gesellschaftlicher Erwartungen und der Historie analysiert.

4. KULTUR ALS STOLPERSTEIN?: Das Kapitel untersucht den Einfluss der Globalisierung auf die Kultur, die Dynamiken der "Kulturschmelze" und die gesellschaftliche Angst vor dem Fremden.

5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Identitätsfindung Deutschlands in einem zusammenwachsenden Europa.

Schlüsselwörter

Kulturelle Identität, Deutschland, Globalisierung, Kulturalismus, Universalismus, Identitätsprobleme, Integration, Migration, kollektive Identität, Kulturschmelze, Fremdenangst, Nationalbewusstsein, Kulturkonflikte, soziale Identität, Wertegesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den komplexen Fragen der kulturellen und nationalen Identität von Deutschen in einer globalisierten Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Kulturalismus und Universalismus, die Identitätsproblematik im modernen Deutschland sowie die Auswirkungen der Globalisierung auf lokale kulturelle Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass kulturelle Identität in Deutschland aufgrund verschiedener gesellschaftlicher Debatten und historischer Vorprägungen schwer definierbar ist und zu Identifikationsproblemen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Literatur und Diskursen zur Kulturwissenschaft und Identitätsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Identität, die Spezifika deutscher Selbstverortung und die Herausforderungen durch Globalisierung und Einwanderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind kulturelle Identität, Globalisierung, Kulturalismus, Integration, nationale Identität und kollektives Gedächtnis.

Wie bewertet die Autorin die deutsche Wiedervereinigung im Kontext der Identitätsbildung?

Sie beschreibt die Wiedervereinigung als ein Ereignis, das zwar theoretisch zur Gründung führte, aber aufgrund mangelnder impulsiver Identifikationsmomente und einer eher kritischen Haltung der Bevölkerung als schwierig wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Integration von Einwanderern laut der Arbeit?

Das Erlernen der Sprache wird als eine notwendige Symbiose zwischen staatlicher Unterstützung und dem eigenen Willen der Einwanderer gesehen, die auch als Gelegenheit zum Abbau von Vorurteilen dienen sollte.

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Details

Title
Kulturelle Identität in einer globalen Welt
College
LMU Munich  (Interkulturelle Kommunikation)
Grade
2,3
Author
Sabine Krieg (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V19679
ISBN (eBook)
9783638237444
ISBN (Book)
9783638811644
Language
German
Tags
Kulturelle Identität Welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Krieg (Author), 2002, Kulturelle Identität in einer globalen Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19679
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