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Breitkopf & Härtel bis 1827 und die Allgemeine musikalische Zeitung bis 1865

Title: Breitkopf & Härtel bis 1827 und die Allgemeine musikalische Zeitung bis 1865

Seminar Paper , 2012 , 23 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Bachelor of Arts Steffen Peise (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart. Diese wohl wichtigsten Namen der Klassik sind in der Gegenwart noch ausgesprochen präsent in der Gesellschaft. Und das sogar unabhängig davon, ob jemand Gefallen an klassischer Musik findet oder nicht. Bemerkenswert ist vor allem der Umfang der Zeit, die seit der Schaffensphase jener Komponisten verstrichen ist. Aus anderen musikalischen Epochen hingegen haben sich vergleichsweise wenig Namen bis in das Bewusstsein der heutigen breiten Bevölkerung durchgesetzt. Welche Gründe sind also für diese Popularität der
Klassiker ausschlaggebend? Die wachsende Partizipation der llgemeinbevölkerung am musikalischen Leben sowie die damit verbundene veränderte Wahrnehmung am kompositorischen Schaffen der Zeit lassen gewisse Zusammenhänge vermuten. Jedoch geht diese gestiegene Anteilnahme nicht auf einen bloßen Wandel des Zeitgeistes der Menschen zurück, sondern wurde wesentlich durch das Verlagswesen sowie journalistische Tätigkeiten im Bereich der Musik begünstigt.
Musikverlage spielten schon weit vor dem späten 18. Jahrhundert eine wichtige Rolle, insbesondere was die Verbreitung von Noten für den häuslichen Gebrauch anging. Die Stadt Leipzig hatte sich in einem langen und kontinuierlichen Prozess zum Zentrum des Musikverlagswesens etabliert, was vor allem den bedeutendsten Verlagen C.F. Peters und Breitkopf & Härtel zu verdanken war. Letzterer kann auf eine jahrhundertelange Vorgeschichte zurückblicken. Außerdem haben dessen Eigentümer neben den Verlagstätigkeiten zu unzähligen Verbesserungen beigetragen, sei es in rein musikalischen oder das gesamte Verlagswesen betreffenden Belangen. Diese Verlagsgeschichte bis ins eingehende 19. Jahrhundert darzustellen, soll ein Ziel der vorliegenden Arbeit sein. Hierbei wird der Schwerpunkt besonders auf die Wegbereiter, deren wichtigste Entwicklungen sowie die grundsätzlichen verlagsbezogenen Voraussetzungen gelegt.
Um Antworten auf die Ausgangsfrage zur Berühmtheit klassischer Komponisten geben zu können, wird die Entstehung und Entwicklung sowie der Einfluss der Allgemeinen musikalischen Zeitung (AmZ) im Zentrum der Betrachtungen stehen. Musikalische Zeitschriften haben auch heute eine prägende Funktion bezüglich der weiterführenden Vermarktung und Etablierung bereits bekannter bzw. aufstrebender Künstler...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Breitkopf & Härtel

2.1 Vorbetrachtungen (1542-1719)

2.2 Breitkopf-Zeit (1719-1795)

2.3 Übernahme durch Härtel (1795-1827)

3 Allgemeine musikalische Zeitung

3.1 Gründung und Entwicklung

3.2 Bedeutung für das musikalische Leben

4 Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschichte des Musikverlags Breitkopf & Härtel bis zum Jahr 1827 sowie die Entstehung und den Einfluss der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" (AmZ) bis zu ihrem Ende im Jahr 1865, um Zusammenhänge zwischen Verlagswesen, Musikjournalismus und der Popularitätsentwicklung klassischer Komponisten aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des Leipziger Musikverlagswesens am Beispiel von Breitkopf & Härtel
  • Bedeutung von technologischen Innovationen wie dem Notensatz für den Musikalienhandel
  • Die Rolle der Allgemeinen musikalischen Zeitung als meinungsbildendes Medium
  • Einfluss des Musikjournalismus auf die Kanonbildung klassischer Komponisten
  • Spannungsfeld zwischen kommerziellen Verlagsinteressen und wissenschaftlichem Anspruch

Auszug aus dem Buch

Bernhard Christoph Breitkopf

Bevor Bernhard Christoph nach Leipzig kam und die Witwe Johann Caspar Müllers heiratete, absolvierte er in Goslar seine Lehre zum Buchdrucker. In Leipzig baute er die heruntergekommene Druckerei in einem neu erworbenen Gebäude wieder auf. Bei diesem Haus handelte es sich um den alten Gasthof „Zum Goldnen Bären“, der auch den Anlass dazu gab, den Bären als Wahrzeichen für den Verlag zu wählen. Sein wesentliches Gepräge bekam der Verlag in seiner Anfangszeit noch vom Verleger Gottsched, der 1726 dann das erste selbst verlegte Buch drucken ließ.

Breitkopf selbst engagierte sich vor allem in Fragen der Rechte und Verbote von Verlagen. So war es zu seiner Zeit üblich, dass jeder Verlag herausgeben konnte, was er wollte. Eine Art Verlagsrecht mit klar definiertem Verlagseigentum gab es noch nicht. Um diesen Umstand zu bekämpfen, setzte Breitkopf 1736 erstmalig ein Privileg durch, welches das Quellenbuch der Bachschen Lieder schützte und so dessen unberechtigten Nachdruck verhinderte. Drucke mit musikalischem Bezug fanden sich zu der Zeit ansonsten mehr in Texten zu Festmusiken. Diese Textbände wurden oftmals sehr prunkvoll gestaltet. Der Druck von Noten war auf gleichem Wege wie bei den Buchstaben noch nicht möglich, also konzentrierte man sich in der Hinsicht stärker auf Abschriften.

Das große Ansehen, welches der Verlag genossen hatte, zeigte sich u.a. darin, dass im Jahr 1765 der kurfürstliche Hof zu Besuch kam. Es wurden Gedicht- und Notendrucke überreicht und der Prinz nahm an der Grundsteinlegung des neuen Gebäudes teil. Diese Art der Ehrung war besonders bei handwerklichen Betrieben der Zeit sehr ungewöhnlich und unterstrich die herausragende Stellung der Breitkopfschen Druckerei. Bis 1769 hatte man insgesamt drei zum Betrieb gehörende Gebäude errichtet, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befanden. Die Namen wurden in Fortführung der Tradition gewählt und so bestand das Unternehmen aus dem Goldenen, dem Silbernen und dem Weißen Bären.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Popularität klassischer Komponisten und stellt die Hypothese auf, dass diese wesentlich durch das Verlagswesen und musikjournalistische Tätigkeiten gefördert wurde.

2 Breitkopf & Härtel: Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte des Verlags von den Vorbetrachtungen über die drei Generationen der Breitkopf-Ära bis zur Übernahme durch Gottfried Christoph Härtel nach.

3 Allgemeine musikalische Zeitung: Hier werden die Gründung, die redaktionelle Entwicklung unter Friedrich Rochlitz und E.T.A. Hoffmann sowie der Einfluss der AmZ auf das musikalische Leben und die Kanonbildung analysiert.

4 Zusammenfassung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Verlagsgeschichte und zum Wirken der AmZ zusammen und reflektiert deren historische Bedeutung sowie die Gründe für das Ende der Zeitung.

Schlüsselwörter

Breitkopf & Härtel, Allgemeine musikalische Zeitung, AmZ, Musikverlag, Musikjournalismus, Friedrich Rochlitz, Notensatz, Musikgeschichte, Klassik, Kanonbildung, Leipzig, Verlagsgeschichte, Musikästhetik, Komponisten, Notendruck.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Verlagsgeschichte von Breitkopf & Härtel sowie der Entwicklung und Bedeutung der Allgemeinen musikalischen Zeitung im 18. und 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Leipziger Musikverlagswesens, den technischen Neuerungen im Notendruck, der Rolle der Musikzeitschriften bei der Meinungsbildung und der Kanonbildung klassischer Komponisten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenwirken von Verlagswesen und Musikjournalismus die Etablierung und heutige Berühmtheit klassischer Komponisten wie Mozart, Haydn und Beethoven maßgeblich beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um die Verlags- und Mediengeschichte unter Einbettung in den zeitgenössischen Kontext zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung des Verlags Breitkopf & Härtel und eine detaillierte Analyse der Gründung, der inhaltlichen Ausrichtung sowie des Niedergangs der Allgemeinen musikalischen Zeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den Namen des Verlags und der Zeitung vor allem Musikverlag, Notendruck, Musikjournalismus, Kanonbildung und die historische Bedeutung für das Musikleben.

Welche Rolle spielte Friedrich Rochlitz für das Projekt?

Friedrich Rochlitz war als langjähriger Chefredakteur der AmZ maßgeblich für deren Erfolg verantwortlich und prägte durch seinen Schreibstil und seine Einflüsse, etwa auf das Gewandhaus, das Musikleben seiner Zeit.

Warum wird die Arbeit mit dem Jahr 1865 als Endpunkt abgeschlossen?

Das Jahr 1865 markiert das endgültige Erliegen der Allgemeinen musikalischen Zeitung, nachdem sie bereits 1848 einmal eingestellt worden war und auch ein Neubeginn 1863 nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen konnte.

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Details

Title
Breitkopf & Härtel bis 1827 und die Allgemeine musikalische Zeitung bis 1865
College
University of Leipzig  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Institutionen
Grade
2,7
Author
Bachelor of Arts Steffen Peise (Author)
Publication Year
2012
Pages
23
Catalog Number
V196808
ISBN (eBook)
9783656228462
ISBN (Book)
9783656230069
Language
German
Tags
breitkopf härtel allgemeine zeitung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Steffen Peise (Author), 2012, Breitkopf & Härtel bis 1827 und die Allgemeine musikalische Zeitung bis 1865, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196808
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