Im Zeitalter fortschreitender Globalisierung nimmt die Bedeutung von internationalen sowie interkulturellen Beziehungen zu. Mit der Internationalisierung wächst auch das Bewusstsein für die Interkulturelle Kommunikation, die durch tiefgreifende Kenntnisse anderer Sprach- und Kulturräume eine erfolgreiche Kommunikation ermöglicht. Aufgrund der Aktualität des Themas wird die Interkulturelle Kommunikation als Wissenschaft der wortlosen Sprache im Kulturkontakt in zahlreichen Büchern aufgegriffen. Äußerst lesenswert hierzu ist das Buch "Interkulturelle Kommunikation" von Prof. Dr. Hans Jürgen Heringer.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen der Kommunikation
2. Was ist Konversation
3. Nonverbale Kommunikation
4. [Weiteres Kapitel der Kommunikation]
5. Kultur und Sprache
6. Aufbau des Wissens
7. [Weiteres Kapitel zu Sprache und Kultur]
8. Analyse kultureller Unterschiede
9. [Weiteres Kapitel zu kulturellen Unterschieden]
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel des Buches ist die Vermittlung linguistischer Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, um Lesern ein tieferes Verständnis für die komplexen Prozesse und Herausforderungen bei der Begegnung verschiedener Sprach- und Kulturräume zu ermöglichen.
- Theoretische Modelle der Kommunikation und Konversationsanalyse
- Die Rolle von Mimik, Gestik und Paraverbalem im interkulturellen Kontext
- Die Wechselbeziehung zwischen Sprache, Wissen und Kultur
- Die Bedeutung von Kulturstandards, Stereotypen und dem kulturellen Relativismus
Auszug aus dem Buch
Die Komplexität interkultureller Kommunikation
Im einführenden Kapitel "Grundlagen der Kommunikation" werden die wichtigsten Kommunikationsmodelle vorgestellt. Der Leser wird unter anderem mit dem Sender-Empfänger- und dem Organon-Modell bekannt gemacht. Ausgehend von diesen theoretischen Grundlagen benutzt Heringer eine weite Definition der Kommunikation, die verbale wie nonverbale Elemente einschließt. Kommunikation beruht auf gegenseitigen Erwartungen und Annahmen: „Kommunikation basiert auf reziprokem Wissen“ (S.33).
Das Kapitel "Was ist Konversation" behandelt die Grundlagen der Konversationsanalyse, bei der entgegen allgemeiner Annahme nicht die Sprechakte, sondern der reale Verlauf einer kommunikativen Handlung untersucht wird. Im folgenden Kapitel "Nonverbale Kommunikation" geht es um die nichtsprachlichen Kommunikationsformen Gestik, Mimik und Paraverbales. Anhand von Beispielen veranschaulicht der Autor die Bedeutung von nonverbalen Kommunikationshandlungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Sprachen. Die zusammenfassende Feststellung im Hinblick auf die nonverbale Kommunikation ist, dass in der Konversation Verbales, Nonverbales und Paraverbales zusammenwirken.
Um die komplexe Beziehung von Sprache und Kultur zu verstehen, werden in Kapitel 5 die Begriffe Kultur und Sprache definiert. Anschließend wird die Sprache unter den Gesichtspunkten ihrer Entstehung, Entwicklung und des kindlichen Spracherwerbs betrachtet. Als zentraler Aspekt des Verstehens stellt sich das Wissen heraus. Und zwar brauchen wir Wissen über die Welt, um sprachliche Handlungen zu verstehen: „Wir verstehen uns, soweit das Wissen gemeinsam ist in dem Sinn, dass wir voneinander wissen, was wir wissen“ (S. 126).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen der Kommunikation: Vorstellung essenzieller Kommunikationsmodelle und Definition einer weiten, verbalen wie nonverbalen Kommunikation.
2. Was ist Konversation: Einführung in die Konversationsanalyse unter Fokus auf den tatsächlichen Verlauf kommunikativer Handlungen.
3. Nonverbale Kommunikation: Untersuchung nichtsprachlicher Formen wie Mimik, Gestik und Paraverbales im interkulturellen Vergleich.
5. Kultur und Sprache: Definition der Grundbegriffe und Analyse der Sprache im Kontext von Entwicklung und Wissensaufbau.
6. Aufbau des Wissens: Darstellung der Bedeutung von geteiltem Wissen und der Herausforderungen durch kulturelle Unterschiede.
8. Analyse kultureller Unterschiede: Analyse von Kulturstandards sowie deren Einfluss auf das Handeln und die Bildung von Stereotypen.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kommunikation, Linguistik, Kommunikationsmodelle, Konversationsanalyse, Nonverbale Kommunikation, Kulturstandards, Stereotypen, Sapir-Whorf-Hypothese, Sprachliche Relativität, Rich Points, Somatismen, Kultur, Sprache, Wissensaufbau, Kommunikationsprobleme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Werk grundsätzlich?
Das Buch bietet eine fundierte, linguistisch orientierte Einführung in die Thematik der interkulturellen Kommunikation und deren Grundlagen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf Kommunikationsmodellen, nonverbaler Kommunikation, der Beziehung zwischen Sprache und Kultur sowie der Analyse kultureller Standards.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Heringer möchte ein tieferes Verständnis für die linguistischen Voraussetzungen erfolgreicher Kommunikation zwischen unterschiedlichen Sprach- und Kulturgemeinschaften vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Der Autor nutzt linguistische Ansätze, die durch eine praktische Herangehensweise, zahlreiche Beispiele und die Analyse von Diskursen ergänzt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Kommunikationsmodelle, die Rolle von Konversation, die Bedeutung nonverbaler Signale sowie den Einfluss von kulturellem Wissen auf das Verständnis.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind interkulturelle Kommunikation, Kulturstandards, Stereotypen, Rich Points und die Sapir-Whorf-Hypothese.
Wie bewertet die Rezensentin den Einsatz englischer Fachtermini?
Sie kritisiert den häufigen Gebrauch englischer Begriffe in einer deutschen Einführung, da dies den Lesefluss stören kann, obwohl für die Begriffe meist deutsche Übersetzungen existieren.
Ist das Buch für das Selbststudium geeignet?
Nur bedingt, da zwar viele Diskussionsfragen gestellt werden, aber keine Lösungen oder vertiefende Hinweise für ein eigenständiges Lernen enthalten sind.
- Quote paper
- Christine Wolf (Author), 2012, Eine Rezension zu "Interkulturelle Kommunikation. Grundlagen und Konzepte" von Hans Jürgen Heringer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196813