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Angst im Sport

Title: Angst im Sport

Seminar Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Veronika Rauchensteiner (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Sporttreiben ist für viele die Möglichkeit, sich einen Ausgleich (vom Alltag) zu verschaffen. Gefühle, wie Freude, Erleichterung, Abschalten oder Spaß, sind hier vorrangig. Spricht man in Verbindung mit Sport von Angst, klingt dies erst einmal nicht gleich einleuchtend. Doch aus folgendem Grund spielt Angst, gerade im Schulsport, eine sehr große Rolle.

Wird man im Sport zum Beispiel mit Leistungssituationen konfrontiert, können Ängste entstehen. Der Grad an Freude über eine gute Leistung im Sport oder der Grad der Enttäuschung über eine Niederlage, hängt von der Bedeutung des Leistungsergebnisses für den Sportler ab. Dem Schüler beispielsweise bedeutet sein Leistungsergebnis normalerweise sehr viel, da er sich vor der Klasse nicht blamieren will oder gute Noten braucht. An dieser Stelle kann es passieren, dass der Schüler bzw. Sportler Angstgefühle davor entwickelt, was geschieht, wenn er diese Leistung nicht erbringt.

Doch was ist Angst und wie wird sie in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben bzw. erklärt? Warum haben wir Angst? Wie entsteht sie oder woher kommt sie? Ist sie in uns verankert oder wird sie erlernt? Warum hat eine Person vor etwas Angst, wovor andere keine Angst haben? Die Beantwortung dieser Fragestellungen kann höchst relevant werden und ist Inhalt der vorliegenden Arbeit.

Im Folgenden möchte ich auf die verschiedenen Ursachen und Arten der Angst im Sport allgemein eingehen und Möglichkeiten zur Überwindung im Sportunterricht darlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entstehung von Angst

1.1 Definitionen und Begriffsklärung

1.1.1 Unterscheidung zwischen Angst und Panik bzw. Furcht

2. Ursachen von Angst

2.1 Angsttheorie nach Sigmund Freud

2.2 Lerntheoretischer Ansatz

2.3 Angstentstehung während des Sozialisationsprozesses

3. Arten der Angst

3.1 Angst vor Verletzung

3.2 Angst vor körperlichem Versagen

3.3 Angst vor Misserfolg

3.4 Angst vor Blamage

3.5 Auswirkungen von Angst

4. Möglichkeiten zur Überwindung der Angst im Sportunterricht

4.1 Angst als soziales Problem

4.2 Die Rolle des Sportlehrers

4.3 Möglichkeiten zur Erkennung der Angst

4.4 Schaffen vertrauter situativer Bedingungen

4.5 Vertrauen zur Bezugsperson

4.6 Arbeit mit Kleingruppen

4.7 Körperkontakt

4.8 Klare Stellung der Aufgabe

4.9 Verlangsamung der Bewegung

4.10 Angst und Schwierigkeitsgrad

4.11 Praktisches Beispiel

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Angst im sportlichen Kontext, insbesondere im Schulsport. Dabei wird analysiert, wie Ängste entstehen, welche unterschiedlichen Arten von Angst bei Sportlern auftreten und welche pädagogischen Möglichkeiten Sportlehrkräfte haben, um diesen Ängsten entgegenzuwirken und ein angstfreieres Lernklima zu schaffen.

  • Psychologische Grundlagen der Entstehung von Angst
  • Differenzierung der Angstformen (Verletzung, Versagen, Misserfolg, Blamage)
  • Die Rolle der Sozialisation und des Umfelds bei der Angstentwicklung
  • Pädagogische Interventionsmöglichkeiten im Sportunterricht
  • Die Bedeutung von Lehrerverhalten und sozialer Atmosphäre

Auszug aus dem Buch

3.1 Angst vor Verletzung

Angst vor Verletzung ist eine zentrale Angstform im Sportunterricht. Beim Anfängerschwimmen z. B. kann sich der einzelne sogar lebensgefährlich bedroht fühlen. Dabei muss die Schmerzerwartung nicht unbedingt auf die persönliche Erfahrung des Sportlers zurückgehen. Auch nur die Beobachtung beispielsweise des Sturzes eines Kameraden vom Hochreck kann diese Schmerzerwartung entstehen lassen.

In den meisten Sportarten (z. B. Reiten, Ballsportarten, Wintersport) besteht die Gefahr, sich zu verletzen. Hierbei stellt Angst einen natürlichen Schutzmechanismus dar, der den Sportler davor schützt, zu große Risiken einzugehen. Sie bewahrt z. B. einen Skifahrer davor, beim Abfahrtslauf zu enge Kurven zu fahren, da sonst die Gefahr eines Sturzes und einer Verletzung höher ist. Zu viel Angst vor Verletzung führt allerdings dazu, unter den individuell prinzipiell möglichen Leistungen zu bleiben. Vor allem im Schulsport kann man das Phänomen der Angst vor körperlicher Verletzung beobachten. So sind allgemein ängstliche Schüler im Sportunterricht diejenigen, die furchtsam auftreten, da hier erhöhte Verletzungsgefahr besteht. Diese Schüler schöpfen deswegen ihre Leistungsfähigkeiten nicht voll aus, da sich durch das Angstgefühl das Bewegungsverhalten verschlechtert. Häufig versuchen diese Schüler, gestellte Aufgaben zu vermeiden. Unter den Schülern, die sich tatsächlich im Sportunterricht verletzen, befinden sie sich häufiger als nicht ängstliche Schüler, denn das Angstgefühl beeinflusst sie so negativ, dass dabei die Kontrollfähigkeit verloren geht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Angst im Sport ein und stellt die zentrale Fragestellung nach Ursachen, Arten und Bewältigungsmöglichkeiten dar.

1. Entstehung von Angst: Dieses Kapitel definiert den Begriff Angst, unterscheidet ihn von Furcht und Panik und erörtert verschiedene wissenschaftliche Definitionen.

2. Ursachen von Angst: Es werden die psychoanalytische Theorie Freuds, lerntheoretische Ansätze der Konditionierung und die Bedeutung des Sozialisationsprozesses (Familie/Schule) beleuchtet.

3. Arten der Angst: Die vier Hauptformen der Angst im Sport – Verletzung, körperliches Versagen, Misserfolg und Blamage – werden analysiert, ergänzt um eine Darstellung der physischen und psychischen Auswirkungen.

4. Möglichkeiten zur Überwindung der Angst im Sportunterricht: Dieses Kapitel bietet einen umfangreichen Katalog an pädagogischen Maßnahmen, von der Lehrerrolle und Gruppenarbeit bis hin zu methodischen Hilfestellungen wie Körperkontakt und Aufgabenstrukturierung.

5. Schluss: Ein Fazit, das betont, dass Sportpädagogik die Lust an Bewegung fördern sollte und eine angstfreie Atmosphäre für die Persönlichkeitsentwicklung essenziell ist.

Schlüsselwörter

Angst, Sportunterricht, Angstbewältigung, Leistungsangst, Sozialisation, Verletzungsangst, Versagensangst, Blamage, Sportlehrer, Angstdiagnostik, Konditionierung, Bewegungslehre, Schulsport, Angstreduzierung, psychologische Aspekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen und pädagogischen Thematik von Angst im Kontext sportlicher Betätigung, insbesondere im schulischen Sportunterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben den Ursprüngen und psychologischen Theorien zur Angst stehen die spezifischen Angstformen im Sport sowie konkrete pädagogische Interventionsmöglichkeiten im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lehrkräften ein besseres Verständnis für die Entstehung von Angst bei Schülern zu vermitteln und Strategien aufzuzeigen, um Ängste abzubauen und die Freude am Sport zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der vorhandenen psychologischen und sportpädagogischen Fachliteratur.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden die theoretischen Ursachen (Freud, Lerntheorie), verschiedene Angstarten (z.B. vor Verletzung, Versagen) sowie praktische pädagogische Lösungsansätze im Sportunterricht detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Angst im Sport, Angstreduzierung, Sportlehrer-Verhalten, soziale Angst und sportliche Leistungssituationen.

Wie unterscheidet sich Angst vor körperlichem Versagen von Angst vor Misserfolg?

Während sich die Angst vor körperlichem Versagen direkt auf die Unfähigkeit bezieht, eine bestimmte motorische Aufgabe auszuführen, ist die Angst vor Misserfolg stärker durch Konkurrenzdruck und die soziale Bewertung der Leistung geprägt.

Warum spielt das Verhalten des Lehrers eine so große Rolle bei der Angstentstehung?

Das Verhalten des Lehrers kann Angst durch Druck und Blamage verstärken, aber auch durch fachliche Kompetenz und ein wertschätzendes Klima maßgeblich zur Angstreduktion beitragen.

Was ist die Rolle des Körperkontakts bei der Angstbewältigung?

Gezielter, kompetenter Körperkontakt (z.B. Helfergriff beim Turnen) kann ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und dem Sportler helfen, Ängste vor Bewegungsabläufen zu überwinden.

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Details

Title
Angst im Sport
College
University of Regensburg  (institut für Sportwissenschaften)
Course
Sportpädagogik
Grade
1,7
Author
Veronika Rauchensteiner (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V196825
ISBN (eBook)
9783656229445
ISBN (Book)
9783656231851
Language
German
Tags
angst sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Rauchensteiner (Author), 2008, Angst im Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196825
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