Das Massaker von Oradour: Die deutsche Rezeption des Prozesses in Bordeaux 1953


Examensarbeit, 2012

54 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vernichtung Oradours - Akteure und Erklärungsansätze
2.1 Das Massaker
2.2 Die 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ in Frankreich
2.3 „Warum hat Oradour stattgefunden?“
2.4 Wer gab den Befehl?

3. Der Prozess in Bordeaux
3.1 Verzögerungen vor Prozessbeginn - „lex Oradour“ und die elsässische Frage
3.2 Prozessbeginn und die Intervention aus Paris
3.3 Urteilsverkündung und Amnestie

4. Die Rezeption des Oradour-Prozesses in der bundesdeutschen Presse
4.1 „Oradour wird erneut die Gemüter erregen“ - Erwartungen und Befürchtungen an den Prozess
4.2 Der Prozess wird politisch
4.3 Breite Zustimmung für die Urteile
4.4 Skandalöse Sonderamnestie
4.5 Zusammenfassung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Funktion eines Gerichtsverfahrens besteht aus juristischer Sicht primär in der „Durchsetzung der objektiven Rechtsordnung“.1 Das beinhaltet im Anschluss an die Feststellung des individuellen Straftatbestandes eine gerechte also rechtmäßige Bestrafung des Täters. Somit hat ein Gerichtsverfahren neben der juristischen Funktion ebenso eine gesellschaftliche Funktion: Es stellt die Sühne des Verbrechens durch den Täter sicher.

Der Oradour-Prozess 1953 in Bordeaux, bei dem Angehörige eines SS-Verbandes wegen Mordes an 642 Bewohnern eines kleinen französischen Dorfes - dem Massaker von Oradour - angeklagt waren, hatte große Schwierigkeiten diesen Anforderungen gerecht zu werden. Die Tatsache, dass in diesem SS-Verband Franzosen aus dem Elsass am Massenmord beteiligt waren, machte es dem Gericht, durch den sich daraus entwickelnden innerfranzösischen Eklat, beinahe unmöglich, ein von äußeren Umständen unabhängiges und vor allem rechtmäßiges Urteil zu fällen. Juristisch fußte der Prozess nämlich auf einem äußerst umstrittenen Fundament: der nach dem Oradour-Massaker benannten „lex Oradour“-Verordnung, die das Prinzip der Kollektivschuld ermöglichte. Die Elsässer sind zum Großteil in die SS zwangsrekrutiert worden, weshalb der Prozess in Bordeaux von Protesten von elsässischer Seite gegen die Gleichbehandlung mit den Deutschen begleitet war.

Die Frage, die der vorliegenden Arbeit zugrunde liegt, lautet: Wie reagierte die deutsche Öffentlichkeit angesichts dieser widrigen Begleitumstände auf das Gerichtsverfahren in Frankreich, bei dem die Hinterbliebenen der Opfer einhellig die Todesstrafe für alle deutschen und französischen Angeklagten forderten? Um diese Frage zu beantworten, wurden die Berichterstattung und die Kommentare in der bundesdeutschen2 Presse zum Oradour-Prozess untersucht. Lag der Fokus der deutschen Rezeption auf dem Schicksal der deutschen Angeklagten oder auf der Rechtmäßigkeit des gesamten Verfahrens? Zeigte man sich beschämt ob des von Nazideutschland zu verantwortenden Verbrechens? Wie wurde in Deutschland auf die elsässischen Proteste reagiert? Welcher Stellenwert wurde dem Prozess im Hinblick auf die zukünftigen deutsch-französischen Beziehungen beigemessen?

Die Forschung hat sich mit dem Massaker von Oradour erst in den letzten beiden Jahrzehnten intensiv beschäftigt. Hier sind im Besonderen die Monographien von Sarah Farmer und Jean-Jacques Fouché zu erwähnen, die das Verbrechen umfassend untersucht haben. In der deutschen Forschung gibt es auffallend wenige Arbeiten zu dieser Thematik. Lediglich Ahlrich Meyer und Peter Lieb sind hier zu nennen, die im Gegensatz zu Farmer und Fouché vor allem das Deutsche Militärarchiv in Freiburg auswerteten. Beide konzentrieren sich eher auf die Vorgänge innerhalb des beteiligten SS-Verbands, der das Massaker verübte. Aufschlussreich ist auch die Prozessdokumentation von Przybylksi/Busse, die den Prozess gegen einen der Hauptverantwortlichen des Massakers, Heinz Barth, 1983 vor dem Berliner Stadtgericht in der DDR ausführlich beschreibt. Erwähnenswert ist noch die Dissertation Henning Meyers, die sich jedoch in der Hauptsache mit der Erinnerungskultur von Oradour beschäftigt.

Der Oradour-Prozess in Bordeaux selbst ist dagegen weitgehend unerforscht, da die französischen Militärgerichtsakten einer Sperrfrist von 100 Jahren3 unterliegen. Jegliche Untersuchungen des Prozessgeschehens stützen sich daher auf die Aussagen von Prozessbeobachtern. Im deutschsprachigen Raum hat sich Claudia Moisel, im Zuge ihrer Arbeit „Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher“ - als bisher einzige mit dem Oradour-Prozess und dessen Rahmenbedingungen intensiver beschäftigt. Es bleibt also festzuhalten, dass insbesondere die nicht-französische Forschung in der Sache Oradour im Rückstand ist.

Die vorliegende Arbeit ist in drei Bereiche unterteilt:

Der erste beschäftigt sich mit dem Ablauf und den Hintergründen des Blutbades in Oradour. Hier wird zunächst durch eine Schilderung der bekannten Ereignisse am 10. Juni 1944 in Oradour das Ausmaß des Verbrechens verdeutlicht. Darauf folgt eine Skizzierung der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ in Frankreich, zu der die Einheit gehörte, die für die Vernichtung Oradours verantwortlich war. Der „Charakter“ dieser Kampftruppe wird dort ebenso abgebildet wie die Befehlslage zur Partisanenbekämpfung in Frankreich, denn das stellte zunächst die Hauptaufgabe dieser Division dar. Die beiden letzten Kapitel des ersten Bereichs beschäftigen sich mit den eigentlichen Hintergründen des Verbrechens, die aber bis heute nicht endgültig aufgeklärt sind: Warum mussten in Oradour 642 Menschen sterben und wer gab den eigentlichen Befehl. Da in den anderen beiden Bereichen der vorliegenden Untersuchung ständig auf die Ereignisse und Hintergründe von Oradour Bezug genommen wird, sind die hier behandelten Punkte essentiell.

Im Zentrum des zweiten Teils stehen die Hintergründe zum Prozess in Bordeaux 1953. Auf eine detaillierte Schilderung des eigentlichen Verhandlungsablaufs wurde verzichtet, da dieser für die deutsche Rezeption eine sehr untergeordnete Rolle spielte. Stattdessen werden zunächst die schwierigen Ermittlungen der französischen Justiz vor dem Prozess und die Gesetzesgrundlage „ die lex Oradour“, auf der die Verhandlung anfänglich basieren sollte, dargestellt. Eine kurze Erläuterung der historischen Besonderheit des Elsass als Teil Frankreichs schließt diesen ersten Abschnitt ab. Im Weiteren findet sich neben einer Beschreibung des Eingriffs durch das französische Parlament in den laufenden Prozess aufgrund der Änderung der „lex Oradour“ die entsprechenden Reaktionen im Bordelaiser Militärgericht. Der letzte Teil widmet sich der in Frankreich, und insbesondere im Elsass, äußerst umstrittenen Urteilsverkündung und skizziert abschließend die Reaktionen der Hinterbliebenen Oradours auf das Amnestiegesetz.

Der dritte Bereich befasst sich mit der eigentlichen Untersuchung von Reaktionen in der Presse4 der Bundesrepublik Deutschland auf den Prozess. Um die prozessbegleitenden Umstände besser nachvollziehen zu können und aus Gründen der Übersichtlichkeit, wurde dieser Bereich gesondert betrachtet. Alternativ hätte die Analyse der deutschen Rezeption auch direkt im zweiten Bereich erfolgen können. Die Struktur dieses Hauptteils der vorliegenden Arbeit ist grundsätzlich chronologisch, versucht aber durchgängig problemorientiert, die Äußerungen zu einzelnen Sachverhalten zu bündeln. Abschließend wird in einer Zusammenfassung des dritten Bereichs der Verlauf der deutschen Rezeption aufgezeigt.

2. Die Vernichtung Oradours - Akteure und Erklärungsansätze

2.1 Das Massaker

Das Dorf Oradour-sur-Glane befindet sich im westlichen Zentralfrankreich, 22 Kilometer nordwestlich von Limoges, der Hauptstadt der Region Limousin und des Départements Haute-Vienne. 1944 zählte die Gemeine Oradour-sur-Glane ungefähr 16505 Einwohner, von denen etwa 800 im Dorf wohnten. Am 10. Juni 1944, vier Tage nach der Landung der Alliierten in der Normandie, erreichte eine Einheit der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ gegen 14 Uhr den südöstlichen Eingang von Oradour. Die Soldaten umstellten das Dorf, riegelten alle Zufahrtsstraßen ab und begannen, die Einwohner auf dem Marktplatz zusammenzutreiben, indem sie systematisch jedes Haus durchsuchten und die auf umliegenden Höfen und Feldern arbeitenden, mit Panzerwagen einsammelten. Die Dorfbewohner kooperierten, in der Annahme, es handele sich nur um eine Routineüberprüfung. Nachdem alle Bewohner auf dem Marktplatz versammelt waren, wurden die Frauen und Kinder von den Männern getrennt, in die Kirche gebracht und dort eingesperrt. Mittels eines Dolmetschers wurden die verbleibenden 200 bis 250 Männer nach sich angeblich im Dorf befindlichen Waffen und Munition befragt. Als die Männer dies verneinten, wurde eine Durchsuchung des Dorfes verkündet. Auf ein Signal hin, fingen die SS-Soldaten an, die Männer zügig in kleinen Gruppen in umliegende Scheunen und Garagen zu bringen. Ein Maschinengewehr wurde auf dem Marktplatz in Stellung gebracht, und als von außerhalb eine Detonation zu vernehmen war, gab jemand den Befehl zu schießen. Die Soldaten der SS eröffneten das Feuer auf die eingeschlossenen Männer. Verwundeten wurde der „Gnadenschuss“ gegeben. Nachdem die Soldaten die Leichen mit Brennmaterialien und Phosphor bedeckt hatten, zündeten sie die Scheunen an.6

Etwa um 17 Uhr, stellten zwei SS-Männer eine große Kiste auf den Altar der Kirche, während ein Teil der SS-Soldaten die Männer von Oradour hinrichtete. Sie verlegten eine lange Zündschnur zum Eingang der Kirche, zündeten diese an und verriegelten von außen die Tür.7 Die Kiste explodierte, brachte alle Fenster zum Bersten und setzte erstickenden Rauch frei. Die circa 350 eingeschlossenen Frauen und Kinder versuchten in Panik, aus der Kirche zu fliehen. Als die SS- Soldaten merkten, dass der Sprengsatz nicht die erwartete Durchschlagskraft hatte, schossen sie mit automatischen Waffen in die offenen Fenster und warfen Handgranaten in das Kirchengebäude. Als der Rauch verzogen war und die Schreie aus der Kirche verstummten, schafften sie Holz und Stroh in die Kirche und legten Feuer. Es gab in der Kirche nur eine einzige Überlebende: Marguerite Rouffanche8. Sie konnte durch ein Fenster zunächst aus der Kirche fliehen, wurde dann von fünf Kugeln getroffen und überlebte schwer verletzt, indem sie sich im Garten hinter der Kirche versteckte. Von den Männern in Oradour überlebten lediglich fünf. Sie befanden sich alle in derselben Scheune und konnten, geschützt durch den aufsteigenden Rauch der brennenden Gebäude Oradours, über die Felder flüchten.9

Zwischen 21 Uhr und 22:30 Uhr postierte die SS-Kompanie Wachen im brennenden Oradour und verließ dann den Ort Richtung Nieul. An den beiden folgenden Tagen kamen Teile der Kompanie ins Dorf zurück, um die sterblichen Überreste der Dorfbewohner in Gruben zu verscharren.10 Nach Jean-Jacques Fouché handelte es sich hierbei für die SS nicht um eine „hygienische“ Maßnahme. Vielmehr ging es ihr um das Verwischen von Spuren: Niemand sollte die verbrannten Toten identifizieren können.11 An diesem Tag kamen in Oradour offiziell 64212 Menschen ums Leben.

Hauptquelle dieses Ereignisses sind Schilderungen von Augenzeugen: sowohl von den Überlebenden als auch von Personen, die nach dem Abmarsch der SS den Ort wieder betraten. Aufgrund der Tatsache, dass es für dieses Ereignis kaum andere Belege gibt, unterscheiden sich die verschiedenen Darstellungen der Geschehnisse vom 10. Juni 1944 in Oradour in der Fachliteratur nur geringfügig, da sie überwiegend auf diesen Augenzeugenberichten basieren.13

1946 billigte das französische Parlament in einer besonderen Gesetzgebung14 die Neuerrichtung von Oradour neben den zerstörten Ruinen des alten Dorfes. Gleichzeitig stellte es die Überreste der Siedlung unter Denkmalschutz. Die Association Nationale des Familles des Martyrs d ´ Oradour-sur-Glane (ANFM), in der sich die Überlebenden des Massakers zusammengeschlossen hatten, unterstützten das von der Regierung de Gaulle forcierte Projekt.15 Dieser erklärte kurz nach seinem ersten Besuch der Ruinen im März 1945 Oradour als Symbol für das, was Frankreich im 2. Weltkrieg erleiden musste.16 Das Massaker von Oradour löste in Frankreich ein nationales Trauma aus. Bis in die 70er Jahre hinein war für die französische Zeitgeschichtsforschung Oradour der Inbegriff für die Abgründe des Nationalsozialismus, nicht Auschwitz.17 Seit 1945 findet jedes Jahr am 10. Juni in Oradour-Sur-Glane eine große Zusammenkunft in Gedenken der Opfer statt. Bisher nahm noch kein deutscher Politiker daran teil; dies scheiterte stets am Widerstand der ANFM.18 Am 6. Juni 2004, bei der Gedenkveranstaltung für die Landung der Alliierten in der Normandie, entschuldigte sich mit Gerhard Schröder erstmals ein deutscher Bundeskanzler für die Untat von Oradour.19

2.2 Die 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ in Frankreich

Unter Befehl des SS-Brigadeführers Heinz Lammerding wurde die 2. SS-Panzer- Division „Das Reich“ im April 1944 nach Montauban, 50 Kilometer nördlich von Toulouse, verlegt. Ihre Aufgabe sollte darin bestehen, die Kommunikation zwischen den Armeegruppen G und B bei zunehmenden Maquisaktivitäten in der Region zu gewährleisten, sowie bei einer eventuellen Landung der Alliierten an der Nord- oder Südküste Frankreichs zu intervenieren.20 Die Division war vorher an der Ostfront eingesetzt und verfügte daher über umfangreiche Kampferfahrung, insbesondere in der Partisanenbekämpfung. Der Divisionskommandeur Lammerding war zu dieser Zeit Stabschef beim „Chef der Bandenkampfverbände“21, Erich von dem Bach-Zelewski. Für Peter Lieb steht es außer Frage, dass sich weiterhin unter den Offizieren dieser Division viele überzeugte Nationalsozialisten befanden und es nicht überraschend war, dass diese Division kurz nach der Verlegung nach Südfrankreich bei Kampfhandlungen mit dem Maquis mit für damalige Verhältnisse in Westeuropa sehr harten Methoden vorging.22

Die SS-Division „Das Reich“ war über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten in Frankreich in Kampfhandlungen mit dem Maquis verwickelt. Aufgrund ihrer massiven militärischen Überlegenheit gegenüber den nur unzureichend ausgerüsteten Partisanen, waren die Gefechte meist sehr einseitig23, sofern es überhaupt zu offenen Konfrontationen kam.

Im Gegensatz zu anderen SS-Panzer-Divisionen, die an der Ostfront beträchtliche Schäden erlitten oder fast vollständig aufgerieben wurden, war die Division „Das Reich“ auch nach ihrer Verlegung nach Frankreich noch funktionsfähig. Dennoch mussten ihre Verluste an Truppen ausgeglichen werden. Hierzu wurden in der Nähe von Bordeaux im März 1944 circa 9000 Rekruten notdürftig ausgebildet. Diese zum Großteil zwangsrekrutierten und auf den Militär- bzw. Kriegsdienst bis dato völlig unvorbereiteten Männer waren zumeist Volksdeutsche aus Rumänien, Ungarn oder dem Elsass24. Die meisten von ihnen waren nicht älter als 18. Im April 1944 ergänzten sie die Division „Das Reich“ in Mountauban.25

Waren die Divisionen der Waffen-SS zu Kriegsbeginn noch ein militärisch weitgehend homogener Eliteverband, dessen freiwillige Mitglieder sich in einem stark ritualisierten und langwierigem Aufnahmeverfahren26 beweisen mussten, so sind diese Rekrutierungsmaßnahmen für „Das Reich“ beispielhaft für die Entwicklung der Waffen-SS hin zu einem Massenheer. Da der steigende Truppenbedarf mit zunehmender Kriegsdauer nicht mehr durch Freiwillige gedeckt werden konnte, führten unter anderem die daraus resultierenden Zwangsrekrutierungen zu einer „bedingte[n] Erosion der SS als ideologischer Ordensgemeinschaft“27 und zu großen Divergenzen hinsichtlich militärischer Ausbildung und Fronterfahrung innerhalb der Truppe.28 Anfang 1944 zählte die Waffen-SS insgesamt knapp 600 000 Mann, unter denen sich circa 300 000 Volksdeutsche und „germanische“ Freiwillige befanden.29

Die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 war der Startschuss für eine Vielzahl von Maquisaktivitäten in Zentralfrankreich. So gelang es der bewaffneten Widerstandsbewegung unter anderem, die Hauptstadt des Départements Corrèze, Tulle, sowie die Städte Guéret, La Souterraine, Bellac und Saint-Junien zu besetzen. Bei der Erstürmung der Garnison Tulles kamen 120 Deutsche ums Leben. Die Maquisards verschonten zwar die gefangenen Deutschen, verstümmelten jedoch die Leichen der Gefallenen. Die 2. SS-Panzer- Division „Das Reich“, die am 8. Juni ihren Marsch in Richtung Normandie begonnen hatte, erhielt überdies den Befehl, die erstarkende französische Widerstandsbewegung im Limousin einzudämmen. Noch am selben Tag konnte sie die Stadt Tulle wieder besetzen. Zu Kampfhandlungen kam es dabei nicht. Am 9. Juni nahm sie Rache an der Zivilbevölkerung Tulles für die 2 Tage vorher getöteten Deutschen und deren Misshandlungen, wobei sie 99 scheinbar wahllos ausgesuchte Männer zwischen 18 und 45 Jahren30 auf den Straßen der Stadt erhängte.31

Divisionskommandeur Lammerding selbst hatte vier Tage vorher den ihm zu diesem Zeitpunkt vorgesetzten Wehrmachtsstellen vorgeschlagen, zur Abschreckung die an der Ostfront in der Partisanenbekämpfung verwendete Methode der öffentlichen Massenerhängung in Frankreich anzuwenden: Der Divisionsbefehl zu den Massenerhängungen in Tulle trägt seine Unterschrift.32 Einen Tag vorher, am 8. Juni, gab der Oberbefehlshaber West, Gerd von Rundstedt, die Erwartungen des Wehrmachtsführungsstabes weiter und ordnete in einem Tagesbefehl verschärfte Maßnahmen im Umgang mit den Maquisards an:

„[...] Der dauernde Unruheherd in diesem Gebiet muß endgültig ausgelöscht werden. Ausgang des Unternehmens hat größte Bedeutung für die weitere Entwicklung im Westen. Halbe Erfolge solcher Aktionen nützen nichts. Die Widerstandskräfte sind in schnellem und umfassendem Zupacken zu zerschlagen. Zur Wiederherstellung von Ruhe und Sicherheit sind schärfste Maßnahmen zu ergreifen, zur Abschreckung der Bewohner dieser dauernd verseuchten Gebiete, denen endlich die Lust vergehen muß, die Widerstandsgruppen aufzunehmen und sich von ihnen regieren zu lassen, und zum warnenden Beispiel für die gesamte Bevölkerung. Rücksichtslose Härte in diesem kritischen Augenblick ist unerlässlich, um die Gefahr im Rücken der kämpfenden Truppe zu beseitigen und größere Blutopfer der Truppe und in der Zivilbevölkerung für die Zukunft zu verhüten.“33

Dieser Grundsatzbefehl zur Partisanenbekämpfung - somit Devise für alle Truppen der Wehrmacht in Südfrankreich - war unmissverständlich. Nun wurde der von der Ostfront berüchtigte und gnadenlose Umgang mit Partisanen auch in Westeuropa von oberster Stelle formell gebilligt und erwartet.

Am 10. Juni machte sich gegen Mittag unter dem Kommando des Bataillonskommandeurs, SS-Sturmbannführer Adolf Diekmann, die 3. Kompanie des I. Bataillons des Regiments „Der Führer“ auf den Weg nach Oradour.34 Der Division „Das Reich“ unterstellt, sollte diese Kompanie wenige Stunden später das größte Massaker des 2. Weltkriegs in Westeuropa verüben.35

2.3 „Warum hat Oradour stattgefunden?“

Waren die Erhängungen von fast 100 willkürlich ausgesuchten Zivilisten in Tulle grausam und barbarisch, so hatte das Verbrechen der Waffen-SS in Oradour einen Tag später, eine ganz andere Qualität. Die Ereignisse in Tulle ließen sich als militärische Repressalie deuten, als Racheakt für die Verstümmelung von Leichen. Sie erfüllten zudem die Erwartungen des Wehrmachtführungsstabes, in denen „zur Abschreckung“ zu „schärfsten Maßnahmen“ aufgerufen wurde. Das bedeutet selbstredend nicht, dass diese Vorgehensweise gerecht oder angemessen gewesen wäre. Für die Katastrophe von Oradour fehlt solch ein direkter Kausalzusammenhang beinahe völlig. So ist es für Peter Lieb eine „ewige Streitfrage“36, wer den Befehl für dieses Blutbad gab, und Ahlrich Meyer bemerkt, dass es „keine zureichende Antwort auf […] die Frage nach dem Grund für die Auswahl des Ortes“37 gibt.

Die Geschehnisse von Oradour boten von Anfang an einen guten Nährboden für eine Vielzahl von „Legenden“38, Theorien und Spekulationen. Maßgeblichen Anteil daran haben die beteiligten SS-Soldaten, insbesondere der Bataillonskommandeur Adolf Diekmann. In direktem Anschluss an das Blutbad verbreitete dieser in Anwesenheit des Kompaniechefs Kahn und der Zugführer noch in Oradour die falsche Version des Tathergangs, dass man in Oradour auf Widerstand gestoßen wäre.39 Dies vermelden auch die ersten Dokumente von deutscher Seite. So heißt es im Kriegstagebuch des deutschen Hauptverbindungsstabes in Clermont-Ferrand in einem Eintrag vom 14. Juni 1944:

„Über Oradour, 30 km südw. Limoges, liegt eine frzs. Meldung vor: 600 Menschen sollen umgekommen sein. Unter-Sturmf. Der SS. Pz.-Div. „Das Reich“ war in Nieul (8 km n.w. Limoges) gefangen worden u. wurde nach Oradour verschleppt. Er konnte entkommen. Man fand die Leiche eines Oberzahlmeisters, die Spuren von Misshandlungen aufwies. Gesamte männliche Bevölkerung von Oradour wurde erschossen. Frauen u. Kinder waren in die Kirche geflüchtet. Kirche fing Feuer. In Kirche lagerte Sprengstoff. Auch Frauen u. Kinder kamen ums Leben.“40

Bemerkenswert ist hier zunächst die falsche geographische Angabe des Ortes. Oradour-sur-Glane liegt etwa 22 Kilometer nordwestlich von Limoges. Da es in diesem Gebiet mehrere Orte mit dem Namen „Oradour“ gibt, könnte es sich hier um eine Verwechselung mit „Oradour-sur-Vayres“ handeln, das 39 Kilometer südwestlich von Limoges liegt und ein bekannter Standort der Widerstandsgruppe

„Francs-tireurs et partisans“ war. Auf wen dieser Fehler zurückgeht, lässt sich nicht nachvollziehen. Er trug aber wesentlich dazu bei, dass sich auf lange Zeit hartnäckig das Gerücht hielt, die SS hätte sich schlichtweg geirrt und das falsche Oradour dem Erdboden gleichgemacht.41

Ebenso fehlerhaft erscheint, dass dieser Kriegstagebucheintrag vom 14. Juni auf eine französische Meldung zurück geht. Die erste französische Meldung42 zum Blutvergießen in Oradour stammt erst vom 15. Juni 1944. Eines ist jedoch sicher: es gab in Oradour-sur-Glane keine misshandelten (deutschen) Leichen und keinen Sprengstoff. Alle diesbezüglich eingeleiteten Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass es in Oradour während des 2. Weltkriegs keine Widerstandsaktivitäten gegeben hatte.43 Die Frauen und Kinder starben in der Kirche, weil sie von SS-Soldaten dort eingesperrt und aufs Grauenhafteste liquidiert wurden und nicht, weil dort gelagerter Sprengstoff Feuer fing. Hier wurde offenkundig der Versuch gemacht, die Schuld an den 642 Toten der französischen Widerstandsbewegung zuzuschieben. An dieser Version hielten Revisionisten44 zeitlebens fest.

Erschwerend für die Untersuchungen kam hinzu, dass der Großteil der Soldaten, die am Massaker in Oradour beteiligt waren, in den folgenden Wochen an der Normandiefront fiel. In der allgemeinen Aufregung des nahenden Kriegsendes gab es zunächst andere Prioritäten als die Strafverfolgung dieses Verbrechens.

[...]


1 Vgl. Sachs, Bärbel, Die Ex-officio-Prüfung durch die Gemeinschaftsgerichte, Tübingen, 2008, S. 204.

2 Eine Analyse der deutschen Reaktionen in der Deutschen Demokratischen Republik auf den Oradour-Prozess ist in einer eigenen Untersuchung mit einem klaren Augenmerk auf die Besonderheiten der DDR besser aufgehoben. Zur speziellen Situation der Presse in der DDR siehe z.B.: Zahlmann, Stefan(Hg.), Wie im Westen, nur anders, Medien in der DDR, Berlin, 2010.

3 Vgl. Moisel, Claudia, Résistance und Repressalien, Die Kriegsverbrecherprozesse in der französischen Zone und in Frankreich, in: Frei, Norbert(Hg.), Transnationale Vergangenheitspolitik, Der Umgang mit deutschen Kriegsverbrechern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, Göttingen, 2006, S. 247-282, hier 248.

4 Grundlage hierfür bildeten die damals größten bundesweiten Tageszeitungen und ausgewählte Regionalzeitungen im Untersuchungszeitraum: Januar 1953 bis einschließlich März 1953; Siehe Literaturverzeichnis.

5 1936 lebten einer Volkszählung zufolge 1547 Einwohner in der Gemeinde. Obwohl im Zuge der Mobilmachung zu Kriegsbeginn 168 Männer die Gemeinde verließen, wuchs die Einwohnerzahl bis zum Jahr 1944 durch die Aufnahme von französischen Flüchtlingen aus Lothringen und dem Elsass sowie spanischen Bürgerkriegsflüchtlingen. Vgl. Fouché, Jean- Jacques, Massacre at Oradour, France 1944: Coming to Grips with Terror, DeKalb, 2005, S. 100-101.

6 Vgl. Farmer, Sarah, Martyred Village: Commemorating the 1944 Massacre at Oradour-sur- Glane, Berkeley, 1999, S. 20-23.

7 Vgl. Ebd., S. 23-24.

8 Sie war somit auf Opferseite die einzige Augenzeugin für die Ereignisse in der Kirche. Daher waren ihre Aussagen für den Prozess in Bordeaux achteinhalb Jahre später, von großer Bedeutung.

9 Vgl. Fouché, Massacre at Oradour, S. 127-133.

10 Vgl. Meyer, Henning, Der Wandel der französischen „Erinnerungskultur“ des Zweiten Weltkriegs am Beispiel dreier „Erinnerungsorte“: Bordeaux, Caen und Oradour-sur-Glane, Dissertation, Universität Michel de Montaigne Bordeaux 3, 2006, S. 314.

11 Fouché verweist auf die Praxis der Nazis in Osteuropa, Leichen anzuzünden und in Massengräbern zu begraben. Vgl. Fouché, Massacre at Oradour, S. 144-145.

12 In Oradour konnten später lediglich 52 Leichen identifiziert werden. Allein das Ermitteln der genauen Zahl der Opfer dauerte mehr als zwei Jahre. 1946 erging ein Urteil des Zivilgerichts in Rochechouart, das die Zahl der Opfer auf 642 festlegte. Vgl. Ebd., S. 145.

13 Vgl. dazu: Meyer, H., Erinnerungskultur, S. 312-316.

14 Vgl. Farmer, Martyred Village, S. 59-66.

15 Vgl. Moisel, Claudia, Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher, Göttingen, 2004, S. 154-155.

16 Farmer, Martyred Village, S. 83.

17 Vgl. Gisinger, Arno, Vel’d’Hiv’ und Oradour sur Glane oder: La compétition des mémoires, in: Steininger, Rolf (Hg.), Der Umgang mit dem Holocaust, Europa - USA - Israel, Wien, 1994, S. 329-346, hier 331.

18 Vgl. Meyer, H., Erinnerungskultur, S. 425-445.

19 Die Tageszeitung, 10.6.2004: „Oradour - das ungesühnte Verbrechen“ von Christian Semler; http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2004/06/10/a0061 (abgerufen am 01.12.2011).

20 Vgl. Hastings, Max, Das Reich, The March of the 2nd SS Panzer Division through France, June 1944, London, 1983, S. 1-3.

21 Lieb, Peter, Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg?, Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/1944, München, 2007, S. 360-366.

22 Vgl. Ebd.

23 Vgl. Ebd.

24 Insgesamt dienten bis Kriegsende circa 100.000 Elsässer (10% der Gesamtbevölkerung) in der Wehrmacht oder der Waffen-SS. Vgl. Poloni, Bernhard, Frankreich und das Problem deutschsprachiger Minderheiten am Ende des Zweiten Weltkriegs, in: Kittel, Manfred/Möller, Horst/Pešek, Jiři/Tůma, Oldřich (Hg.), Deutschsprachige Minderheiten 1945, Ein europäischer Vergleich, München, 2007, S. 523-570, hier 541.

25 Vgl. Hastings, Das Reich, S.2-4; Vgl. Fouché, Oradour, S. 33-38.

26 Vgl. Wegner, Bernd, Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933-1945, Paderborn, 1997, S. 135-147.

27 Ebd., S. 294.

28 Vgl. Ebd., S. 263-295.

29 Vgl. Dülffer, Jost, Deutsche Geschichte 1933 - 1945, Führerglaube und Vernichtungskrieg, Stuttgart, 1991, S. 160-162; Die Unterscheidung zwischen „echten“ Freiwilligen und Zwangsrekrutierten gestaltet sich hier als äußerst schwierig, da es kaum aussagekräftige Zahlen gibt. Der aus Zwangsaushebungen stammende Anteil an Volksdeutschen aus Südosteuropa war jedoch „beträchtlich“. Vgl. Wegner, Waffen-SS, S. 292.

30 Kartheuser, Bruno, Die Erhängungen von Tulle - Ein ungesühntes Verbrechen, Vortrag auf der EU-Tagung „Europäische Perspektiven der Gedenkstättenpädagogik zur NS- Zeit“ vom 3. bis 5. November 2008 in der Gedenkstätte KZ Osthofen, http://www.eu-tagung- osthofen.eu/index.php/kartheuser.html (abgerufen am 01.11.11).

31 Vgl. Lieb, Konventioneller Krieg, S. 363-368; Vgl. dazu Fouché, Oradour, S. 43-66.

32 Vgl. Meyer, Ahlrich, Die deutsche Besatzung in Frankreich, 1940-1944, Widerstandsbekämpfung und Judenverfolgung, Darmstadt, 2000, S. 155-156.

33 Befehl Ob. West an röm. 66. Res. Korps vom 08.06.1944 BA-MA, RH 19/IV/133, Fotokopie abgedruckt in: Taege, Herbert, Wo ist Abel?, Weitere Enthüllungen und Dokumente zum Komplex Tulle + Oradour, Lindhorst, 1985, S. 42; Findet sich wortwörtlich u.a. in: Meyer, Die deutsche Besatzung, S. 153-154.

34 Vgl. Meyer, Ahlrich, Oradour 1944, in: Ueberschär, Gerd R. (Hg), Orte des Grauens, Verbrechen im Zweiten Weltkrieg, Darmstadt, 2003, S. 179.

35 Diese Frage richtete der Überlebende Robert Hebras, der durch das Massaker seine Mutter und zwei Schwestern verloren hatte, am 31. Mai 1983 an den Angeklagten Heinz Barth vor dem Berliner Stadtgericht. Barth wurde in der DDR fast 40 Jahre nach den Ereignissen in Oradour wegen seiner Mittäterschaft am Massaker angeklagt und im Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Vgl. Przybylski, Peter/Busse, Horst, Mörder von Oradour, Berlin, 1984, S.133-135;Vgl. Ebd., S. 79.

36 Lieb, Konventioneller Krieg, S. 368.

37 Meyer, A., Oradour, S. 183.

38 Meyer, A., Die deutsche Besatzung in Frankreich, S. 156.

39 Heinz Barth sagte am 30. Mai 1983 in der Hauptverhandlung in Berlin aus: „Diekmann befahl uns, über das Geschehen der letzten Stunden Stillschweigen zu bewahren. Falls es doch zur Sprache käme, sollten wir sagen, es habe Widerstand gegeben, im Zuge der Abwehr sei alles in Flammen aufgegangen und die Menschen getötet worden.“ Zit. nach: Przybylski/Busse, Mörder von Oradour, S. 96.

40 Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, Nürnberg, 14. November 1945- 1. Oktober 1946, Bd. XXXVII, Urkunden und anderes Beweismaterial, Nürnberg, 1949, S. 18; Bei dem „Unter-Sturmf[ührer].“ handelt es sich vermutlich um Gerlach, siehe Gerlach-Affäre, S. 15.

41 Vgl. Meyer, A., Die deutsche Besatzung in Frankreich, S. 156-158. Beim Prozess in Bordeaux 1953 stellte sich heraus, dass die SS sehr wohl zwischen den beiden Oradours unterscheiden konnte. Auf einer Wandkarte, die Regierungsbeamte in den fluchtartig verlassenen Räumen der SS- und Gestapokommandos fanden, war Oradour-sur-Glane nicht als Maquinest gekennzeichnet, wohl aber Oradour-sur-Vayres. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.1.1953.

42 Farmer, Martyred Village, S. 31; Der Regionalpräfekt der Limousin, Marc-Paul Freund- Valade, berichtete der Regierung in Vichy ausführlich, was sich in Oradour-Sur-Glane fünf Tage vorher ereignet hatte. Er begann bereits am 11. Juni damit, die aufkommenden Gerüchte über ein Massaker der Deutschen in Oradour-sur-Glane zu untersuchen, bekam jedoch von den deutschen Besatzern keinen Passierschein ausgestellt und erreichte daher das Dorf erst am 13. Juni; Vgl. Ebd.: S. 29-32.

43 Vgl dazu z.B.: Meyer, A., Oradour, S. 178-181.

44 Siehe z.B. Herbert Taege mit seinen Veröffentlichungen „Wo ist Kain?“ und „Wo ist Abel?“ oder der spätere Kommandeur des 4. Panzergrenadierregiments „Der Führer“, Otto Weidinger mit: „Division Das Reich“ und „Tulle und Oradour“.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Das Massaker von Oradour: Die deutsche Rezeption des Prozesses in Bordeaux 1953
Hochschule
Universität Kassel
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
54
Katalognummer
V196897
ISBN (eBook)
9783656228967
ISBN (Buch)
9783656229124
Dateigröße
658 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Oradour, Bordeaux, Rezeption, 1953, deutsche Öffentlichkeit, Tageszeitungen im Nachkriegsdeutschland, "Das Reich", Massaker
Arbeit zitieren
Lars Elliger (Autor), 2012, Das Massaker von Oradour: Die deutsche Rezeption des Prozesses in Bordeaux 1953, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196897

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