Seit der Verabschiedung der Maastrichter Verträge haben sich die industriepolitischen Verflechtungen in der Europäischen Union intensiviert. Durch die politische Einflussnahme sollen die ökonomischen Rahmenbedingungen von Gemeinschaftsprojekten
verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich
erhöht werden.
Den gemeinschaftlichen Zielen stehen nationale Interessen gegenüber, die eine fortschreitende Zentralisierung der Industriepolitik erschweren. Die gegenwärtigen Gemeinschaftsprojekte in der Rüstungsindustrie verdeutlichen die besondere Situation
der europäischen Industriepolitik.
Der Eurofighter Typhoon ist neben dem Transportflugzeug A400M das wichtigste militärische Gemeinschaftsprojekt in Europa. Die Herausforderungen des Typhoon Projektes und die entsprechenden Problemlösungen stehen stellvertretend für die Dynamik europäischer Rüstungspolitik, zwischen gemeinschaftlicher Integration
und nationaler Interessenpolitik.
Ziel dieser Seminararbeit ist es die Funktionsweise industriepolitischer Maßnahmen darzustellen und ihre spezielle Bedeutung für die europäische Rüstungsindustrie anhand des Eurofighter Typhoon abzuleiten.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Sinn und Zweck der europäischen Industriepolitik
2.1. Ökonomische Grundlagen
2.2. Industriepolitik in Europa
3. Die europäische Rüstungsindustrie
3.1. Allgemeine Entwicklungstendenzen
3.2. Das Eurofighter Typhoon Projekt
3.2.1. Verhandlungsverlauf
3.2.2. Projektorganisation..
4. Herausforderungen des Typhoon Projektes
4.1. Bedeutung für die nationale Industriestruktur
4.2. Der Produktionsprozess
4.3. Technologietransfer
4.4. Finanzielle Aspekte und Einfluss nationaler Politik
5. Die Folgen der Integration und die gegenwärtige Situation
6. Zusammenfassung
7. Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Eurofighter Typhoon?
Der Eurofighter Typhoon ist eines der bedeutendsten militärischen Gemeinschaftsprojekte in Europa, an dem Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien beteiligt sind.
Welche Ziele verfolgt die europäische Industriepolitik bei Rüstungsprojekten?
Ziel ist es, durch Kooperation ökonomische Rahmenbedingungen zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und technologische Unabhängigkeit zu sichern.
Warum sind Rüstungsprojekte oft politisch schwierig?
Nationale Interessen (Arbeitsplätze, Technologietransfer, Budgethoheit) stehen oft im Konflikt mit dem Ziel einer fortschreitenden Zentralisierung und Integration auf europäischer Ebene.
Welche Rolle spielt der Technologietransfer beim Eurofighter?
Der Austausch von hochmodernem Wissen zwischen den Partnerländern ist essenziell für den Erfolg, birgt aber auch das Risiko, dass nationale Industrien sensible Kompetenzen verlieren könnten.
Wie beeinflussen nationale Budgets das Typhoon-Projekt?
Änderungen in der nationalen Verteidigungspolitik eines Partnerlandes führen oft zu Verzögerungen, Kostensteigerungen oder Reduzierungen der Bestellzahlen, was das gesamte Projekt belasten kann.
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- Benjamin Köstler (Author), 2011, Eurofighter Typhoon: Herausforderungen und Problemlösungen europäischer Industriepolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196924