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Die Rezeption des Cantar de mio Cid: « Le Cid von Pierre Corneille »

Titel: Die Rezeption des Cantar de mio Cid: « Le Cid von Pierre Corneille »

Seminararbeit , 2010 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sophie Houriez (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit möchte ich mich auf die Rezeption des "El Cantar de
mio Cid" konzentrieren und unter anderem die Werke von Guillén de Castro mit "Las mocedades del Cid" und J.G. Herder mit "Der Cid. Nach spanischen Romanzen besungen" kurz behandeln, aber mein Hauptaugenmerk wird auf dem Werk Pierre Corneilles "Le Cid" liegen, dessen Wichtigkeit ich näher erläutern möchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Las mocedades del Cid (Guillén de Castro)

3. Johann Gottfried Herder: Der Cid. Nach spanischen Romanzen besungen

4. Le Cid (Pierre Corneille)

4.1. Inhaltszusammenfassung

5. Tragikomödie

6. Klassisches Theater

7. Wo widerspricht der Cid den Regeln der doctrine classique, was der bienséance ?

8. Die Rezeption des Le Cid

8.1. Querelle du Cid

8.2. Weiterverarbeitungen des französischen Le Cid

9. Resumen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rezeption des mittelalterlichen Heldenepos "El Cantar de mio Cid" in der europäischen Literaturgeschichte, mit einem besonderen Fokus auf die Adaption durch Pierre Corneille. Dabei wird analysiert, wie sich der Stoff von den ursprünglichen "Las mocedades del Cid" von Guillén de Castro über Herders Balladen bis hin zu Corneilles "Le Cid" wandelte und welche ästhetischen sowie moralischen Debatten diese Bearbeitungen auslösten.

  • Vergleichende Analyse literarischer Adaptionen des Cid-Stoffes.
  • Untersuchung der Gattungsmerkmale von Tragikomödie und klassischem Theater.
  • Analyse der "doctrine classique" und ihrer Anwendung auf Corneilles Werk.
  • Dokumentation der historischen "Querelle du Cid" und ihrer Auswirkungen.
  • Betrachtung späterer musikalischer Adaptionen, insbesondere in der Oper.

Auszug aus dem Buch

4.1. Inhalt des Stückes

Der Inhalt dieses Stückes folgt nun in einer knappen Zusammenfassung:

Chimène und Rodrigue lieben sich und möchten heiraten. Rodrigues Vater Diègues wird von Chimènes Vater geohrfeigt, denn dieser ist neidisch, dass der Vater von Rodrigue, sein größter Konkurrent, und nicht er selber zum Prinzen-Erzieher des Königs ernannt worden ist. Daher muss nach dieser Schmähung die Ehre wieder hergestellt werden: der alte Vater fordert seinen Sohn Rodrigue auf ihn zu rächen, er kann es nicht mehr selbst tun, da er zu alt und schwach ist, und es findet nun ein Duell statt indem er nun den Vater von Chimène tötet. Diese ist nun dazu verpflichtet den Mörder ihres Vaters zu verachten, gerät aber dadurch in einen inneren Konflikt zwischen Pflicht und Neigung, da sie Rodrigue immer noch liebt. Trotzdem kommt es zu einem Happy-End: Rodrigue ist in den Krieg gezogen, hat die Mauren besiegt und ist nun ein nationaler Held. Die private Rache Chimènes darf sich nun der Staatsraison unterordnen: durch die persönliche Vermittlung des Königs (Deus ex machina) willigt Chième in die Heirat mit Rodrigue ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema des spanischen Heldenepos "El Cantar de mio Cid" und Definition des Fokus auf die Rezeption durch Pierre Corneille.

2. Las mocedades del Cid (Guillén de Castro): Vorstellung des spanischen Theaterstücks als zentrale Inspirationsquelle und Analyse der Themen Ehre, Pflicht und Staatsräson.

3. Johann Gottfried Herder: Der Cid. Nach spanischen Romanzen besungen: Untersuchung der Herderschen Nachdichtung im Kontext der Weimarer Klassik und der Gattung der Volksballade.

4. Le Cid (Pierre Corneille): Überblick über die Entstehungsgeschichte des Stücks sowie dessen Einordnung als Wendepunkt zwischen Komödie und Tragödie.

4.1. Inhaltszusammenfassung: Detaillierte Darstellung der Handlungskonflikte zwischen Liebe, Ehre und Staatsräson im Corneilleschen Drama.

5. Tragikomödie: Theoretische Abgrenzung der Tragikomödie als hybride Form zwischen tragischem Scheitern und komischer Leichtigkeit.

6. Klassisches Theater: Erläuterung der "doctrine classique", der drei Einheiten und der ästhetischen Regeln wie Vraisemblance und Bienséance.

7. Wo widerspricht der Cid den Regeln der doctrine classique, was der bienséance ?: Kritische Auseinandersetzung mit den Regelverstößen des Stücks, insbesondere im Hinblick auf moralische Standards des 17. Jahrhunderts.

8. Die Rezeption des Le Cid: Darstellung des Publikumserfolgs und des einsetzenden Neids, der zur historischen "Querelle du Cid" führte.

8.1. Querelle du Cid: Analyse der literarischen Kontroverse um Regelkonformität, Plagiatsvorwürfe und die Schiedsrolle der Académie Française.

8.2. Weiterverarbeitungen des französischen Le Cid: Untersuchung der Rezeption in der Oper, insbesondere bei Jules Massenet und Georg Friedrich Händel.

9. Resumen: Zusammenfassendes Fazit zur bleibenden Bedeutung und der kulturgeschichtlichen Wirkung des Corneilleschen "Le Cid".

Schlüsselwörter

Cid, Pierre Corneille, Guillén de Castro, spanisches Mittelalter, Heldenepos, Tragikomödie, doctrine classique, Bienséance, Querelle du Cid, Literaturgeschichte, Rezeption, Staatsräson, Ehre, Oper, Dramaturgie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die literarische Rezeption des spanischen Heldenepos "El Cantar de mio Cid" und konzentriert sich dabei primär auf Pierre Corneilles Theaterstück "Le Cid" sowie dessen Quellen und spätere Adaptionen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsverhältnis zwischen Ehre und Liebe, die Anwendung der klassischen Theaterregeln ("doctrine classique") im 17. Jahrhundert sowie die literarische Kontroverse um die "Querelle du Cid".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wichtigkeit von Corneilles "Le Cid" herauszuarbeiten und zu analysieren, wie durch die Rezeption mittelalterlicher Stoffe neue ästhetische und dramaturgische Debatten entstanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primäre Quellentexte sowie sekundäre Fachliteratur heranzieht, um die Stoffentwicklung und die zeitgenössische Kritik zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorlagen (Guillén de Castro), die theoretische Einordnung des klassischen Theaters, die Diskussion der Regelverstöße im "Le Cid" sowie eine ausführliche Betrachtung der Rezeptionsgeschichte inklusive musikalischer Adaptionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "doctrine classique", "bienséance", "Querelle du Cid", "Tragikomödie" und "Staatsräson".

Warum spielt die "Querelle du Cid" eine so entscheidende Rolle für das Verständnis des Werkes?

Die "Querelle du Cid" war ein mediales und literarisches Ereignis, das die Akzeptanz und spätere Kanonisierung des Stücks maßgeblich beeinflusste, indem sie grundlegende Debatten über die Freiheit der Kunst und die Einhaltung formaler Regeln auslöste.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung des Helden bei Corneille von der bei Guillén de Castro?

Während bei Guillén de Castro die Heldentaten und das historische Vorbild dominieren, betont Corneille stärker die psychologische Komponente des Helden, insbesondere den amourösen Konflikt und die Zerrissenheit zwischen privater Neigung und gesellschaftlicher Pflicht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rezeption des Cantar de mio Cid: « Le Cid von Pierre Corneille »
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Romanistik)
Veranstaltung
SE Literaturwissenschaftliches Seminar (BA/MA) - Spanisch -Der Blick auf das spanische Mittelalter durch den 'Cantar de mio Cid'- „
Note
2,0
Autor
Sophie Houriez (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V196931
ISBN (eBook)
9783656230434
ISBN (Buch)
9783656231776
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cantar de mio Cid Heldenepos Cid Corneille Le Cid Rezeption Cantar Pierre Conreille Herder Guillén de Castro Querelle du Cid Las mocedades del Cid Uni Wien Romanistik Sophie Houriez
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sophie Houriez (Autor:in), 2010, Die Rezeption des Cantar de mio Cid: « Le Cid von Pierre Corneille », München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196931
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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