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Vor- und Nachteile kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen

Titel: Vor- und Nachteile kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen

Hausarbeit , 2012 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Doris Lidl (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Internetbasierte Lernangebote wecken derzeit in wirtschaftlicher und didaktischer Hinsicht große Hoffnungen, denn der Wandel von der Informations- zur Wissensgesellschaft macht den Erwerb von Wissen erforderlich. Wissen sichert die gesellschaftliche Entwicklung, das soziale Handeln und die gesellschaftliche Position des Einzelnen (vgl. Reinmann-Rothmeier/Mandl 2001, S.9f.). Mit herkömmlichen
Bildungsangeboten kann der Bedarf an kontinuierlicher,berufsbegleitender und flexibler Weiterbildung nicht realisiert werden (vgl. Hinze 2004a, S.10).
Beschränkt man E-Learning jedoch nur auf individuelles Lernen mit multimedialen Lernprogrammen, wird das didaktische Potential neuer Medien nur einseitig aufgegriffen. Die Formen des Lernens mit elektronischen Medien sind weitaus innovativer und vielfältiger (vgl. Iberer/Müller 2002, S.1).
So gilt kollaboratives Lernen als die Form der internetbasierten Aus- und Weiterbildung,mit der den Anforderungen der Wissensgesellschaft Rechnung getragen werden kann. Mit kollaborativem Lernen werden nicht nur inhaltliche Lernziele,sondern auch solche Fähigkeiten erworben, die erst in Interaktion mit Lernenden
und Lehrenden entstehen (vgl. ebd.).
Die vorliegende Arbeit stellt nun die komplexen und miteinander verbundenen Faktoren dar, die für eine gelingende Lernkooperation erforderlich sind. Hierzu zählt zunächst die computervermittelte Kommunikation, die netzbasiertes Lernen
zu einem kollaborativen Geschehen macht (vgl. Zumbach/Reimann 2001, S.4). Es werden Besonderheiten computervermittelter Kommunikation im Kontext von Gruppenarbeiten anhand des Vier-Seiten-Modells von Schulz von Thun beschrieben
(Kap.2).Die Bearbeitung wichtiger Rahmenbedingungen, die bei einem kollaborativen
Lernarrangement zu berücksichtigen sind, schließt sich an (vgl. Kerres/ Nattland /Nübel 2004, S.9): Nach der Darstellung verschiedener Gruppenfaktoren (Kap.3)folgen in Kapitel 4 Ausführungen dazu, in welcher Form und mit welchem Ziel
Lernen in der Gruppe – das sogenannte Computer Supported Collaborative Learning- stattfinden kann. Individuelle Faktoren des Lernenden finden ebenfalls Berücksichtigung.
Die Anforderungen, die im Hinblick auf die Rolle des Lehrenden erfüllt sein müssen,um einen erfolgreichen Wissenstransfer zu garantieren, werden unter Einbezug
der Aufgabenkonzeption (Kap. 5) sowie des Arbeits- und Betreuungsmodus in Kapitel 6 erläutert. Abschließend erfolgt eine Bewertung kollaborativen Lernens (Kap.7).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION

2.1. COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION IM LERNKONTEXT

2.2. DAS VIER-SEITEN-MODELL DER KOMMUNIKATION IN DER CVK

3 DIE GRUPPE

3.1. BESONDERHEITEN VIRTUELLER GRUPPEN

3.2. GRUPPENSTRUKTUR

3.3. GRUPPENPHASEN

4 LERNEN IN DER GRUPPE- CSCL

4.1. FORMEN KOLLABORATIVEN LERNENS

4.2. LERNZIELE

4.3. ANFORDERUNGEN AN DEN LERNENDEN

5 DIDAKTISCHE KONZEPTION

5.1. PROBLEMORIENTIERTES LERNEN

5.2. COMMUNITIES OF PRACTICE

5.3. BLENDED-LEARNING

5.4. LERNAUFGABEN

5.5. EVALUATION

6 ANFORDERUNGEN AN LEHRENDE

6.1. COGNITIVE-, SOCIAL- UND TEACHING PRESENCE

6.2. MODERATION

7 BEWERTUNG CSCL

8 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Rahmenbedingungen für gelingende kollaborative Lernprozesse in virtuellen Umgebungen (CSCL). Das primäre Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen, pädagogischen Konzepte und die veränderte Rolle der Lehrenden in solchen Szenarien darzulegen, um die Chancen und Herausforderungen für den Wissenstransfer in virtuellen Lerngruppen aufzuzeigen.

  • Besonderheiten computervermittelter Kommunikation (cvK) und ihre Analyse.
  • Dynamik und Struktur virtueller Lerngruppen.
  • Didaktische Konzepte wie problemorientiertes Lernen und Communities of Practice.
  • Veränderte Rollenanforderungen an Lehrende (Design, Facilitation, Direct Instruction).
  • Vor- und Nachteile kollaborativen Lernens in virtuellen Settings.

Auszug aus dem Buch

3.2. Gruppenstruktur

Die Gruppenstruktur lässt sich durch die Größe der Gruppe, die Kommunikationsstrukturen, den sozialen Status und durch soziale Rollen bestimmen (vgl. Collins / Raven 1968).

Ideale Gruppengröße hat eine Gruppe mit fünf Personen. Die Lernenden können so optimal einbezogen und beteiligt werden (vgl. Sader 1998, S.63).

Die Gruppenstrukturen können als Kommunikationsnetze veranschaulicht werden (vgl. Leavitt 1951). Damit wird es möglich, die zu erwartende Motivation und Produktivität der Gruppe bei verschiedenen Aufgabenstellungen zu beschreiben (vgl. ebd.). Eine typisierte Darstellung der Netzstrukturen findet sich in Abb.1.

Stark zentralisierte Netze wie das Rad, bei dem zentrale Personen Kommunikation und Arbeitsteilung koordinieren, eignen sich für einfache Aufgaben, die Informationssuche erfordern. Komplexere Aufgaben erfordern dagegen weniger zentralisierte Strukturen (vgl. Haacke et al. 2004, S.44).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Es wird die Bedeutung kollaborativen Lernens für die Wissensgesellschaft erläutert und die Notwendigkeit von computervermittelten Lernarrangements als Ergänzung zu individuellem Lernen hervorgehoben.

2 COMPUTERVERMITTELTE KOMMUNIKATION: Das Kapitel definiert computervermittelte Kommunikation im Lernkontext und analysiert diese mithilfe des Vier-Seiten-Modells von Schulz von Thun hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Herausforderungen.

3 DIE GRUPPE: Hier werden die Besonderheiten virtueller Gruppen, deren Struktur als Kommunikationsnetze und die typischen Phasen der Gruppenbildung nach Tuckman betrachtet.

4 LERNEN IN DER GRUPPE- CSCL: Dieser Abschnitt widmet sich den Formen, Zielen und den notwendigen individuellen Kompetenzen für das Computer Supported Collaborative Learning (CSCL).

5 DIDAKTISCHE KONZEPTION: Es werden verschiedene didaktische Ansätze wie problemorientiertes Lernen, Communities of Practice und Blended-Learning sowie die Gestaltung von Lernaufgaben und Evaluation diskutiert.

6 ANFORDERUNGEN AN LEHRENDE: Das Kapitel beschreibt die Rollenveränderung der Lehrenden hin zur Betreuung und moderierten Anleitung sowie die Konzepte der Cognitive, Social und Teaching Presence.

7 BEWERTUNG CSCL: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der Vor- und Nachteile des CSCL unter Berücksichtigung von Motivation, Kompetenzerwerb und technischen Herausforderungen.

8 FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Wichtigkeit einer fundierten didaktischen Planung für den Erfolg virtueller Lernszenarien unterstrichen wird.

Schlüsselwörter

CSCL, kollaboratives Lernen, computervermittelte Kommunikation, virtuelle Lerngruppen, Communities of Practice, E-Moderation, Teaching Presence, Selbstlernkompetenz, didaktisches Design, Blended-Learning, Gruppenstruktur, Wissenskonstruktion, Online-Sozialisation, problemorientiertes Lernen, Gruppenphasen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Voraussetzungen für kollaboratives Lernen in virtuellen Lernumgebungen, oft als CSCL (Computer Supported Collaborative Learning) bezeichnet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Kommunikation in virtuellen Räumen, die Dynamik von Lerngruppen, verschiedene didaktische Ansätze sowie die veränderte Rolle des Lehrenden als Moderator und Begleiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, die komplexen Faktoren für gelingende Lernkooperationen aufzuzeigen und Strategien zu benennen, wie Wissenserwerb und soziale Interaktion digital erfolgreich gestaltet werden können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden zur Analyse genutzt?

Die Arbeit stützt sich unter anderem auf das Vier-Seiten-Modell der Kommunikation nach Schulz von Thun, das Phasenmodell der Gruppenbildung nach Tuckman, das Konzept der Communities of Practice von Wenger sowie das Teaching-Presence-Modell.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kommunikation, Gruppenphänomenen, didaktischen Konzepten (z.B. problemorientiertes Lernen) und den Anforderungen an Lehrende sowie die Bewertung der Vor- und Nachteile von CSCL.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie CSCL, kollaboratives Lernen, virtuelle Lerngruppen, E-Moderation und didaktisches Design charakterisiert.

Warum ist eine "formative Evaluation" in virtuellen Lernumgebungen wichtig?

Die formative Evaluation ermöglicht es, das Gruppenklima und die Interaktionen laufend zu reflektieren und bietet den Teilnehmenden Gelegenheiten für informelles, direktes Feedback, was für den Lernerfolg essenziell ist.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle des Lehrenden bei CSCL vom traditionellen Unterricht?

Die Rolle verschiebt sich von der zentralen Wissensvermittlung hin zu einer betreuenden und moderierenden Funktion, die das Lernarrangement gestaltet und den Gruppenprozess unterstützt.

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Details

Titel
Vor- und Nachteile kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen
Hochschule
FernUniversität Hagen  (MA Bildung und Medien - eEducation)
Veranstaltung
(Bildungswissenschaftliche) Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr- und Lernformen
Note
2,0
Autor
Doris Lidl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
32
Katalognummer
V196938
ISBN (eBook)
9783656230373
ISBN (Buch)
9783656231547
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vor- nachteile gruppenarbeit lernumgebungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Doris Lidl (Autor:in), 2012, Vor- und Nachteile kollaborativer Gruppenarbeit in virtuellen Lernumgebungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/196938
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Leseprobe aus  32  Seiten
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