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Bram Stoker's "Dracula"

Die Titelfigur im Wandel vom Roman zum Film

Title: Bram Stoker's "Dracula"

Term Paper , 2011 , 27 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Norman Bos (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Figur des „Graf Dracula“ ist jedermann bekannt, hat sie doch längst ihren festen Platz in der Populärkultur gefunden. Sie taucht nicht nur in unzähligen Filmen auf, sondern begegnet uns auch losgelöst von ihrem Kontext in allen möglichen Varianten. Als „Count Chocula“ wirbt er auf Cornflakespackungen, in der Sendung „Sesamstraße“ bringt er Kindern das Zählen bei, wird mal zum Gegner, mal zum Helden in diversen Videospielen und dient als Inspiration für eine Menge andere Vampirfiguren. Fragt jedoch einmal nach, wer den 1897 erschienen Roman „Dracula“ von Bram Stoker eigentlich gelesen hat, sieht es meistens recht düster aus. Viele kennen ihn eben nur aus den Filmen. Gerade in der heutigen Zeit, in der Vampirgeschichten und –Filme einen neuen Boom erleben und die Vampire darin fast immer als missverstandene, tragische Gestalten zum Sympathieträger gemacht werden, halte ich es für spannend, zurück zum Quellmaterial zu gehen und Graf Dracula, den Archetypen der Vampire, mit seinen Neuinterpretationen zu vergleichen. Spätestens seit Friedrich Wilhelm Murnaus filmischer Interpretation „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ aus dem Jahr 1922 gibt es kein Jahrzehnt, in dem Dracula nicht in mindestens einem Film erschienen ist. Dabei halten sich nur sehr wenige Filme auch nur annähernd an die Romanvorlage.

Fast ein Jahrhundert nach der Erstveröffentlichung des Romans versucht sich Francis Ford Coppola am Stoff und ist so sehr von seiner Werktreue überzeugt, dass er sogar im Titel darauf hinweist. In dieser Hausarbeit möchte ich deshalb den Film „Bram Stoker’s Dracula“ aus dem Jahr 1992 mit der Romanvorlage „Dracula“ vergleichen und untersuchen, wie sich die Figur des Dracula durch die Adaption verändert und wie sich das auf die Message der Geschichte auswirkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Die Analyse der Handlung

2.1.1 Die Handlung des Romans „Dracula“

2.1.2 Die Handlung des Films „Bram Stoker’s Dracula“

2.1.3 Vergleich der Romanhandlung mit der Filmhandlung

2.2 Die Charaktere

2.2.1 Graf Dracula im Roman

2.2.2 Vlad Dracula im Film

2.2.3 Minas Beziehung zu Dracula

2.3 Bauformen

2.3.1 Kamera und Montage

2.3.2 Einsatz und Wirkung von Spezialeffekten

2.3.3 Licht, Schatten und Farben

2.3.4 Musik, Dialoge und Geräusche

2.4 Ideologie/Message

2.4.1 Blutsaugen als Symbol

2.4.2 Der Sieg der Wissenschaft über das Übernatürliche

2.4.3 Das Thema der Erlösung

3 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film „Bram Stoker’s Dracula“ aus dem Jahr 1992 im Vergleich zur gleichnamigen Romanvorlage. Das primäre Ziel besteht darin zu analysieren, wie sich die Figur Dracula durch die filmische Adaption verändert hat und welchen Einfluss diese Transformationen auf die zentrale Botschaft der Geschichte haben.

  • Vergleichende Analyse der Handlungsstränge in Roman und Film
  • Charakterisierung der Hauptfiguren (Dracula und Mina) und ihre Motivation
  • Untersuchung filmischer Bauformen wie Kamera, Licht, Schatten und Farbe
  • Analyse der ideologischen Botschaft und Symbolik (u.a. Blutsaugen und Erlösung)

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Die Handlung des Films „Bram Stoker’s Dracula“

Der Film unter der Regie von Francis Ford Coppola ist 122 Minuten lang und obwohl die Handlung an einigen Stellen deutlich verändert, wird er vielfach als eine der getreuesten Umsetzungen der Romanvorlage angesehen (vgl. Prüssmann 1993: 130).

Der Film beginnt mit einer Rückblende in das Jahr 1462 um die Vorgeschichte von Dracula zu erzählen. Hier ist er ein Feldherr, dessen Frau Selbstmord begeht. Aus Gram wendet sich Dracula von Gott ab und wir von ihm zum ewigen Dasein als Vampir verflucht. Jahrhunderte später, im Jahr 1897 wird Jonathan Harker als Nachfolger des wahnsinnig gewordenen Renfield nach Transsylvanien geschickt und Grundstückshandel mit einem uralten Dracula abzuschließen. Dort angekommen, fällt Draculas Blick auf ein Foto von Jonathans Verlobter Mina Murray. Diese sieht Draculas verstorbener Frau zum verwechseln ähnlich. Daraufhin wird Jonathan von Dracula auf dessen Schloss gefangen gehalten, während Dracula nach London reist um seine verlorene Liebe wieder zu finden. Zunächst wird dort aber Minas beste Freundin Lucy sein Opfer. Der verjüngte Dracula trifft auf Mina und beide beginnen, Zeit miteinander zu verbringen. Zwingen den beiden entsteht eine Romanze. Unterdessen zieht Lucys Arzt Dr. Seward seinen Mentor Professor Abraham Van Helsing zu Rate, da er selbst keine Erklärung für Lucys anhaltenden Blutverlust findet. Jonathan gelingt inzwischen die Flucht und Mina erfährt durch einen Brief von seinem Aufenthaltsort. Sie schreibt einen Abschiedsbrief an Dracula und reist nach Budapest um Jonathan Heim zu holen. Dracula gerät in Rage und verwandelt Lucy in einen Vampir. Van Helsing und die anderen Männer müssen sie töten. Nachdem Mina mit Jonathan zurück nach London gekehrt ist, will die Gruppe Dracula aufspüren und vernichten. Während die Männer Draculas Zufluchtsort Carfax Abbey für ihn unbrauchbar machen, sucht dieser erneut Mina auf und die beiden trinken Blut von einander. Bevor Dracula Mina ganz zum Vampir machen kann, wird er von den Männern gestört und flüchtet zurück nach Transsylvanien. Dort kommt es zum Endkampf in dem Dracula tödlich verwundet wird. Mina zieht sich mit ihm in den Schutz des Schlosses zurück und erlöst ihn letztendlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Vorstellung der Relevanz der Dracula-Figur in der Popkultur und Formulierung der Forschungsfrage zur Adaption durch Francis Ford Coppola.

2 Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der Handlungsunterschiede, der Charakterentwicklung, filmischer Gestaltungsmittel und der ideologischen Symbolik zwischen Roman und Film.

2.1 Die Analyse der Handlung: Gegenüberstellung der Handlungsabläufe in Roman und Verfilmung, um signifikante Abweichungen und deren Einfluss auf die Figur Dracula herauszuarbeiten.

2.1.1 Die Handlung des Romans „Dracula“: Zusammenfassung der erzählerischen Struktur und der zentralen Ereignisse von Bram Stokers literarischer Vorlage.

2.1.2 Die Handlung des Films „Bram Stoker’s Dracula“: Darstellung der filmischen Erzählweise und der spezifischen Ergänzungen der Filmversion im Vergleich zum Roman.

2.1.3 Vergleich der Romanhandlung mit der Filmhandlung: Analyse der narrativen Unterschiede, insbesondere der eingeführten Vorgeschichte und der Rolle von Nebencharakteren wie Renfield.

2.2 Die Charaktere: Untersuchung der Hauptfiguren Dracula und Mina sowie deren Beziehung zueinander, fokussiert auf Motivation und Darstellung.

2.2.1 Graf Dracula im Roman: Analyse der ursprünglichen literarischen Figur und ihrer animalischen Attribute.

2.2.2 Vlad Dracula im Film: Betrachtung der filmischen Transformation Draculas hin zu einer tragischen, motivierten Liebesfigur.

2.2.3 Minas Beziehung zu Dracula: Darstellung der Entwicklung von Minas Rolle und der Veränderung ihrer Bindung zum Vampir im Vergleich zur Vorlage.

2.3 Bauformen: Analyse der ästhetischen Mittel wie Kameraführung, Spezialeffekte, Licht und Ton.

2.3.1 Kamera und Montage: Untersuchung der visuellen Umsetzung und der Anlehnungen an frühere Horrorfilm-Klassiker.

2.3.2 Einsatz und Wirkung von Spezialeffekten: Diskussion der produktionstechnischen Ansätze, die auf praktische Effekte statt auf digitale Transformationen setzten.

2.3.3 Licht, Schatten und Farben: Bedeutung der Farbsymbolik (vor allem Rot und Schwarz) für die Stimmung und die Charakterisierung Draculas.

2.3.4 Musik, Dialoge und Geräusche: Untersuchung der auditiven Ebene und der Verwendung von Off-Stimmen zur Annäherung an die literarische Briefform.

2.4 Ideologie/Message: Analyse der zentralen Themen wie Sexualität, Wissenschaft und Erlösung.

2.4.1 Blutsaugen als Symbol: Deutung der Vampirthematik als Metapher für Sexualität und körperliche Begierden.

2.4.2 Der Sieg der Wissenschaft über das Übernatürliche: Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen moderner Ratio und archaischem Grauen.

2.4.3 Das Thema der Erlösung: Untersuchung der finalen moralischen Auflösung der Geschichte und Draculas Wandlung vom Monster zum erlösten Helden.

3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der filmischen Adaption als eigenständige, tragische Liebesgeschichte, die sich von der Werkstreue des Romans distanziert.

Schlüsselwörter

Bram Stoker, Dracula, Filmanalyse, Literaturadaption, Francis Ford Coppola, Vampirismus, Handlung, Charakterentwicklung, Farbsymbolik, Erlösung, Medientransformation, Gothic Horror, Intermedialität, Filmgeschichte, Romankritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die filmische Adaption „Bram Stoker’s Dracula“ von Francis Ford Coppola im Vergleich zum Originalroman von Bram Stoker.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Schwerpunkte sind die Handlungstransformationen, die Charakterentwicklung der Hauptfiguren, die filmischen Gestaltungsmittel und die ideologische Neuinterpretation der Vampir-Thematik.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Figur Dracula durch die filmische Adaption verändert hat und wie sich diese Anpassungen auf die Gesamtaussage und Message der Geschichte auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, die literatur- und filmwissenschaftliche Aspekte (wie Montage, Symbolik und Narration) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Handlung, der Charakterzeichnungen, der filmischen Bauformen und der ideologischen Konzepte wie Blutsaugen, Wissenschaft und Erlösung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Film-Roman-Vergleich, Charakterwandel, Medientransformation, Symbolik und tragische Erlösung definieren.

Warum wird Draculas Motivation im Film anders dargestellt als im Buch?

Während Dracula im Roman als rein böses Monster konzipiert ist, erhält er im Film durch eine eingeführte tragische Liebes-Vorgeschichte eine menschlichere Motivation.

Welche Rolle spielt die Farbsymbolik in Coppolas Film?

Die Farbsymbolik, insbesondere die Verwendung von Rot für Leidenschaft und Aggression sowie Schwarz für den Tod, unterstützt massiv die emotionale Erzählweise des Films.

Was bedeutet das "Erlösungs-Thema" für das Ende der Geschichte?

Das Thema der Erlösung sorgt im Film für ein Ende, das Dracula vom "abgrundtief bösen Monster" zum tragischen Helden macht, der durch die Liebe zu Mina Frieden im Tod findet.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Bram Stoker's "Dracula"
Subtitle
Die Titelfigur im Wandel vom Roman zum Film
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Literaturverfilmungen – Theorien und Beispiele zur Intermedialität von Buch und Film
Grade
1,7
Author
Norman Bos (Author)
Publication Year
2011
Pages
27
Catalog Number
V197022
ISBN (eBook)
9783656230649
ISBN (Book)
9783656231400
Language
German
Tags
Bram Stoker Dracula Coppola Literaturverfilmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Norman Bos (Author), 2011, Bram Stoker's "Dracula", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197022
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