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Die erste Ölkrise 1973/74 und der neue Wachstumspfad

Ursachen, Verlauf und Folgen der Ölkrise sowie andere Gründe für das Ende des „Wirtschaftswunders“

Titel: Die erste Ölkrise 1973/74 und der neue Wachstumspfad

Hausarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1

Autor:in: Maximilian Ambros (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Man wird ohne nennenswerten Widerspruch feststellen können, daß Ende 1973 und hinübergreifend ins Jahr 1974 ein Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte stattgefunden hat. Nichts wird wieder ganz so sein, wie es vorher war.“ (Willy Brandt)

Der Ölpreisschock von 1973/74 ist einem Großteil der Bevölkerung auch heute noch in lebhafter Erinnerung. Autofreie Sonntage, Energieferien und die Angst vor einem kalten Winter trugen dazu bei, dass sich die Ölkrise in den Köpfen festsetzte. Zudem markiert sie einen Wendepunkt der Wirtschaftsentwicklung: Die mit Euphorie verbundenen Wachstumsraten der Jahre des Wirtschaftswunders ebbten ab und mündeten in eine instabile Phase mit gemäßigtem Wachstum, steigender Arbeitslosigkeit – aber auch eine Phase des Neu-­‐ und Umdenkens.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Folgen der Ölkrise von 1973/74, zeigt aber auch andere Gründe für das Ende des Wirtschaftswunders auf. Hierbei wird zuerst die auf die wirtschaftliche und politische Vorgeschichte eingegangen. Es folgt eine Analyse der Folgen steigender Ölpreise, sowohl theoretisch im Modell als auch durch eine Auswertung der wirtschaftlichen Kenndaten der Jahre ab 1970. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise in Westdeutschland und Österreich diskutiert. Weitere Gründe für das Eintreten eines neuen Wachstumspfades ab 1970 werden diskutiert. Abschließend folgt ein Vergleich mit neueren Ölpreisschocks sowie die Antwort auf die Frage, warum Ölpreisschocks heutzutage nicht notwendigerweise in einer Krise enden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vorgeschichte

2.1 Das Wirtschaftswunder

2.2 Erste Wachstumseinbrüche

2.3 Gründung der OPEC und Jom-Kippur-Krieg

3. Verlauf der Ölkrise

3.1 Ablauf der Ereignisse 1973/74

3.2 Wirtschaftliche Folgen eines Ölpreisschocks

3.3 Entwicklung von Ölpreis, Arbeitslosenquote, Inflation und Wirtschaftswachstum

3.4 Maßnahmen in Westdeutschland

3.5 Maßnahmen in Österreich und Austrokeynesianismus

4. Andere Gründe für den wirtschaftlichen Wandel

4.1 Der Anstieg von Löhnen und Preisen

4.2 Steigende Budgetdefizite

4.3 Das Ende des Bretton-Woods-Währungssystems

4.4 Bewusstseinswandel der Bevölkerung

4.5 Vergleich mit anderen Ölpreisschocks

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Ursachen und wirtschaftlichen Auswirkungen der ersten Ölkrise 1973/74 sowie deren Rolle als Wendepunkt für das Ende der Ära des sogenannten „Wirtschaftswunders“. Ziel ist es, neben der Ölkrise weitere maßgebliche Faktoren für den Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu identifizieren und die Unterschiede zu späteren Ölpreisschocks aufzuzeigen.

  • Wirtschaftliche und politische Vorgeschichte ab 1970
  • Theoretische Analyse und empirische Daten zu Ölpreisen, Inflation und Arbeitslosigkeit
  • Vergleichende Darstellung der Krisenbewältigung in Westdeutschland und Österreich
  • Analyse struktureller wirtschaftlicher Veränderungen wie Budgetdefizite und Währungssysteme
  • Untersuchung des langfristigen Bewusstseinswandels in Bezug auf Energie und Wachstum

Auszug aus dem Buch

3.2 Wirtschaftliche Folgen eines Ölpreisschocks

Ursprünglich befindet sich das Gleichgewicht in Punkt A mit einem Produktionsniveau von Yn und Preisen Pe. Vereinfachend wird angenommen, dass der steigende Ölpreis sich nicht auf die aggregierte Nachfrage (AD-Kurve) auswirkt. Der Rohölpreis kommt jedoch auch nicht in der aggregierten Angebotsfunktion vor. Es ergibt sich jedoch ein Anstieg des Gewinnaufschlagsfaktors μ. Bei konstantem Löhnen w führt das zu einem Anstieg der Produktionskosten und somit zu einer Verschiebung der AS-Kurve nach oben (1). Somit kommt es zu einem neuen kurzfristigen Gleichgewicht B mit einem niedrigeren Produktionsniveau Y´ und höheren Preisen P´.

Da Y´>Yn´, setzt sich ein Preisanpassungsprozess in Gang, der mit einer Bewegung entlang der AD-Kurve von B nach C einhergeht (2). Mittelfristig erreicht die Wirtschaft im Punkt C das neue, niedrigere natürliche Produktionsniveau Yn´ mit Preisen P´´.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Ölpreisschock von 1973/74 als Zäsur der Nachkriegsgeschichte und beschreibt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Die Vorgeschichte: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Entwicklung während des Wirtschaftswunders, erste Wachstumsschwankungen und die geopolitischen Hintergründe wie die OPEC-Gründung und den Jom-Kippur-Krieg.

3. Verlauf der Ölkrise: Der Abschnitt skizziert den zeitlichen Ablauf, analysiert die theoretischen Folgen eines Ölpreisschocks mittels AS-AD-Modell und diskutiert die politischen Krisenbewältigungsmaßnahmen in Westdeutschland und Österreich.

4. Andere Gründe für den wirtschaftlichen Wandel: Hier werden komplementäre Ursachen für den wirtschaftlichen Wandel analysiert, darunter Lohn-Preis-Spiralen, Budgetdefizite, das Ende von Bretton-Woods und ein allgemeiner Bewusstseinswandel.

5. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont, dass die Ölkrise zwar eine Zäsur darstellt, aber nicht als alleiniger Grund für das Ende des Wirtschaftswunders zu sehen ist.

Schlüsselwörter

Ölkrise, Ölpreisschock, Wirtschaftswunder, Wirtschaftswachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit, OPEC, Jom-Kippur-Krieg, Bretton-Woods, Budgetdefizite, Stagflation, Austrokeynesianismus, Energieferien, Energieeinsparung, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die erste Ölkrise von 1973/74 und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftssysteme sowie ihre Rolle als Wendepunkt am Ende der Zeit des „Wirtschaftswunders“.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die wirtschaftliche Vorgeschichte der 1970er Jahre, die Dynamik der Ölpreisschocks, die Bewältigungsstrategien in Deutschland und Österreich sowie weitere ökonomische Faktoren wie Inflation und Währungsstabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die Ursachen des wirtschaftlichen Wandels in den 1970er Jahren zu zeichnen und zu zeigen, dass die Ölkrise eine wesentliche, aber nicht die einzige Ursache für das Ende des Nachkriegsbooms war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus ökonomischer Theorie (wie das AS-AD-Modell), historischer Kontextualisierung und einer Auswertung wirtschaftlicher Kenndaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Ablauf der Krise, die Folgen für Produktion und Preise, spezifische nationale Maßnahmen und weitere Strukturprobleme wie Haushaltsdefizite und das Ende von Bretton-Woods detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Ölpreisschock, Stagflation, Austrokeynesianismus und den strukturellen Bewusstseinswandel der Bevölkerung charakterisieren.

Was unterscheidet den ersten Ölpreisschock von späteren Ereignissen?

Der Autor zeigt auf, dass spätere Schocks weniger gravierende Folgen hatten, da sich die Arbeitsmärkte flexibilisierten und Geldpolitik sowie Energieeffizienz als bessere Puffer fungierten.

Welche Rolle spielte der "Austrokeynesianismus" in der Krisenbewältigung?

Der Begriff beschreibt die spezifische österreichische Fiskalpolitik unter Bruno Kreisky, die durch deficit spending versuchte, die Rezession zu mildern und die Arbeitslosigkeit niedrig zu halten.

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Details

Titel
Die erste Ölkrise 1973/74 und der neue Wachstumspfad
Untertitel
Ursachen, Verlauf und Folgen der Ölkrise sowie andere Gründe für das Ende des „Wirtschaftswunders“
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Maximilian Ambros (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V197029
ISBN (eBook)
9783656230977
ISBN (Buch)
9783656231578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ölkrise ölkrise 73 Ölpreisschock blanchard illing wirtschaftswunder 2. weltkrieg ölpreis opec jom-kippur-krieg oecd energiewende umweltbewusstsein wachstum Ölembargo israel ägypten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Ambros (Autor:in), 2012, Die erste Ölkrise 1973/74 und der neue Wachstumspfad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197029
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Leseprobe aus  18  Seiten
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