In meiner Facharbeit "Lesen in der Freizeit" habe ich mithilfe von Fragebögen eine empirische Untersuchung über das Leseverhalten meiner Mitschüler, welche die Jahrgangsstufe Q1 auf dem Beethoven-Gymnasium in Bonn besuchen, durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Leseverhalten bei Jugendlichen
2.1 Unterschiede im Leseverhalten von Jungen und Mädchen
2.2 Die Rolle des Buches in der heutigen Mediengesellschaft
3 Empirische Untersuchung in der Q1 des Beethoven-Gymnasiums
3.1 Aufbau des Fragebogens
3.2 Meine Erwartung an das Umfrageergebnis
4 Auswertung der Umfrageergebnisse
4.1 Darstellung, Interpretation, Begründung der Ergebnisse
4.2 Vergleich mit anderen Studien zum Leseverhalten
5 Diskussion der Untersuchungen zum Leseverhalten
5.1 Fazit
5.2 Ausblick auf eine mögliche zukünftige Entwicklung des Leseverhaltens von Jugendlichen
6 Literatur- und Quellenverzeichnis
6.1 Sekundärliteratur
6.2 Internetquellen
7 Anhang
7.1 Fragebogen
7.2 Tabelle mit den Ergebnissen meiner empirischen Untersuchung
7.3 Graphen zu meiner empirischen Untersuchung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das aktuelle Leseverhalten von Schülern der Q1 am Beethoven-Gymnasium, um zu prüfen, ob die weit verbreitete Annahme, dass Jugendliche aufgrund moderner Medien kaum noch lesen, zutrifft. Dabei steht die Frage im Zentrum, welchen Stellenwert das Buch im Vergleich zu Internet und Fernsehen einnimmt und ob geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen.
- Analyse der Lesegewohnheiten im Kontrast zu modernen Medien.
- Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Präferenzen und Leseintensität.
- Evaluierung des Einflusses des sozialen Umfelds (Elternhaus) auf die Lesemotivation.
- Vergleich der eigenen empirischen Daten mit überregionalen Studien zur Mediennutzung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Unterschiede im Leseverhalten von Jungen und Mädchen
Wie viele Untersuchungen zum Leseverhalten belegen, unterscheidet sich das Leseverhalten von Jungen und Mädchen erheblich, besonders im Hinblick auf „Leseintensität, Lesefreude, Beziehung zu Büchern, Lektürepräferenzen und Funktionen des Lesens“. Mädchen gelten als die wahren Leseratten. Laut der Leseforscherin Priska Bucher lesen sie „länger, lieber und häufiger“ als Jungen, „und zwar unabhängig von Alter, Bildung und Schicht“. Schon vom Kindesalter an lesen Mädchen mehr als gleichaltrige Jungen und haben eine größere Freude am Lesen. Jungen dagegen verspüren im Kindesalter häufig eine starke Leseunlust, viele fühlen sich vielmehr zum Fernseher hingezogen. Der Fernseher nämlich ist ein einfaches Medium, er erfordert im Gegensatz zum Buch keine besondere Konzentration. Außerdem werden viele von ihren Eltern eher dazu motiviert, draußen Sport zu treiben.
Im Allgemeinen lesen Mädchen bzw. Frauen lieber und auch mehr als Jungen bzw. Männer. Dies liegt daran, dass die Bücher für Mädchen eine andere Funktion als für Jungen erfüllen. Bei Mädchen liegt die Hauptfunktion von Büchern nämlich in der Unterhaltung, Entspannung und Ablenkung. Daher hat das Lesen auch einen größeren Stellenwert in ihrer Freizeit – für 41% der Mädchen ist das Lesen ein Hobby, jedoch nur für 17% der Jungen. Dies hat den Grund, dass Jungen hauptsächlich lesen um sich zu informieren, für sie ist das Buch vielmehr ein Mittel zum Zweck.
Mädchen bzw. Frauen dagegen lesen „stärker lustorientiert und mit größerer emotionaler Anteilnahme als Jungen und Männer.“ Dementsprechend sind auch die Genrevorlieben der beiden Geschlechter sehr unterschiedlich: Mädchen bevorzugen Belletristik und ihre beliebtesten Genres sind Liebesromane sowie Problemliteratur. Jungen dagegen lesen am liebsten Sachbücher, und wenn sie Belletristik lesen, greifen sie am häufigsten zu Abenteuer- und Actionromanen. Insgesamt lesen Mädchen schneller als Jungen und besitzen eine stärkere Auffassungskompetenz.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung vor, inwiefern die verbreitete These des sinkenden Leseinteresses bei Jugendlichen durch moderne Medien zutrifft.
2 Leseverhalten bei Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Forschungsstand zu geschlechtsspezifischen Differenzen beim Lesen und zur Rolle des Buches in der Mediengesellschaft.
3 Empirische Untersuchung in der Q1 des Beethoven-Gymnasiums: Hier werden der Aufbau des verwendeten Fragebogens sowie die Erwartungen an die Ergebnisse der Befragung dargelegt.
4 Auswertung der Umfrageergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Erhebung werden detailliert interpretiert und in einen Kontext mit existierenden externen Studien gesetzt.
5 Diskussion der Untersuchungen zum Leseverhalten: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Lesekultur im Kontext fortschreitender Medialisierung.
6 Literatur- und Quellenverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Sekundärquellen und Internetquellen aufgelistet.
7 Anhang: Dieser Teil enthält das verwendete Fragebogen-Exemplar, ergänzende Ergebnistabellen und die grafische Auswertung der Daten.
Schlüsselwörter
Leseverhalten, Jugendliche, Lesekompetenz, Mediengesellschaft, Geschlechterunterschiede, Leseintensität, Empirische Untersuchung, Fragebogen, Freizeitgestaltung, PISA-Studie, Buchkultur, Mediennutzung, Lesemotivation, Belletristik, Lesesozialisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung des Leseverhaltens von Schülern der Q1 am Beethoven-Gymnasium und analysiert, wie diese ihre Freizeit zwischen Büchern und neuen Medien wie dem Internet aufteilen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Lesemotivation, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Genrewahl und die Konkurrenz zwischen gedruckten Büchern und digitalen Medien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die weit verbreitete Annahme, dass moderne Medien das Lesen bei Jugendlichen verdrängen, auch auf die untersuchte Schülerschaft zutrifft.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine quantitative Methode in Form einer anonymen Fragebogen-Umfrage, die unter den Schülern der Q1 durchgeführt und anschließend statistisch ausgewertet wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Leseverhaltens, die Vorstellung des Forschungsdesigns, die Darstellung der eigenen Ergebnisse und deren kritischen Vergleich mit publizierten Studien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lesekompetenz, Lesesozialisation, geschlechtsspezifische Unterschiede, Mediennutzung und Lesemotivation.
Wurde durch die Umfrage die These bestätigt, dass Jugendliche das Lesen aufgeben?
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass der Großteil der Mitschüler sehr gerne liest und das Buch weiterhin einen hohen Stellenwert in ihrer Freizeit hat.
Welchen Einfluss haben Eltern auf das Leseinteresse laut dieser Arbeit?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein positives Lesebild im Elternhaus eine entscheidende Voraussetzung für die Lesemotivation der Kinder ist.
Warum interessieren sich die Schüler der Q1 laut Umfrage kaum für eBooks?
Die Umfrage ergab, dass eBooks bei den Schülern derzeit noch kaum auf Resonanz stoßen, da sie keine echte Alternative zum klassischen gedruckten Buch darstellen.
- Quote paper
- Julia Kravcikova (Author), 2012, Lesen in der Freizeit , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197052