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Die Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes und seiner Nachfolgeverträge für das Baltikum

Eine Analyse der zwischen 1939 und 1941 geschlossenen Verträge

Titel: Die Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes und seiner Nachfolgeverträge für das Baltikum

Seminararbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 5,5 von 6 (CH)

Autor:in: Alexander Delgado (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Folgen der deutsch-sowjetischen- und ihrer Nachfolgeverträge sind bis in die heutige Zeit zu erkennen. Diese Arbeit setzt sich daher mit der Frage auseinander, welchen Inhalt diese Verträge behandeln und welche Bedeutung ihnen für die baltischen Staaten zugeschrieben werden kann. Im ersten Teil werden hierzu die Verträge grammatikalisch untersucht. Im zweiten Teil wird erforscht, welche Auswirkungen die Verträge auf das Baltikum hatten. Es wird erkannt, dass die Verträge für das Baltikum weitreichende innen- und aussenpolitische Konsequenzen hatten, zu Umsiedlungen und Deportationen führten und letzten Endes die Sowjetisierung der baltischen Staaten zur Folge hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK

2 DIE DEUTSCH-SOWJETISCHEN- UND IHRE NACHFOLGEVERTRÄGE

2.1 DIE DEUTSCH-SOWJETISCHEN VERTRÄGE

2.1.1 Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt

2.1.1.1 Inhalt des Vertrages

2.1.1.2 Geheimes Zusatzprotokoll

2.1.2 Der deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag

2.1.2.1 Inhalt des Vertrages

2.1.2.2 Die Zusatzprotokolle

2.2 DIE DEUTSCH-BALTISCHEN UMSIEDLUNGSPROTOKOLLE

2.3 DIE BALTISCH-SOWJETISCHEN BEISTANDSPAKTE

3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE BALTISCHEN STAATEN

3.1 AUSWIRKUNGEN AUF STAATSEBENE

3.2 AUSWIRKUNGEN AUF DIE BALTISCHE BEVÖLKERUNG

3.2.1 Umsiedlung der Baltendeutschen

3.2.2 Sowjetisierung des Baltikums

4 RESUMÉ UND ABSCHLIESSENDE GEDANKEN

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Inhalte der zwischen 1939 und 1941 geschlossenen deutsch-sowjetischen Verträge sowie deren weitreichende innen- und außenpolitische Konsequenzen für die baltischen Staaten und deren Bevölkerung.

  • Grammatikalische Analyse der Verträge und ihrer Zusatzprotokolle
  • Untersuchung der Konsequenzen auf staatlicher Ebene (Grenzverläufe, Militär, Politik)
  • Analyse der Umsiedlung der Baltendeutschen („Diktierte Option“)
  • Darstellung der Sowjetisierung des Baltikums inklusive Deportationen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Umsiedlung der Baltendeutschen

Im vertraulichen Protokoll des deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrages wird erstmalig eine Umsiedlung der im Baltikum lebenden Baltendeutschen vertraglich angesprochen. Das Vorgehen und die Folgen der Umsiedlung lassen sich sehr gut anhand der Erzählung des lettischen Zeitzeugen Hirscheydt aufzeigen:

So wurden beispielsweise die Letten zunächst über das Radio und über die Zeitungen zur Umsiedlung aufgerufen. Hirscheydt weist darauf hin, dass die Reaktion der Deutschbalten sehr unterschiedlich war (229) und zählt folgende Verhaltensmuster nicht abschliessend auf:

1. Es gab einige, die glaubten, dass der Aufruf nicht an sie gerichtet sei und diesen ignorierten (229).

2. Ein Grossteil fürchtete einen sowjetischen Einmarsch in die baltischen Staaten und nahmen die Umsiedlungsaufrufe als Chance wahr (229).

3. Viele Baltendeutsche sahen keine Bedrohung in der Sowjetunion und fürchteten sich vielmehr davor in ein kriegführendes Land zu ziehen (229).

4. Einige Baltendeutsche befürworteten die Handlungen des NS-Regimes und pflegten die Aussicht auf bessere Berufschancen im Deutschen Reich (229).

Hirscheydt weißt ausdrücklich darauf hin, dass Umzusiedelnde keinem „physischem Zwang“ (230) ausgesetzt waren. Hingegen wurde dieser indirekt ausgeübt (230). Loeber spricht deshalb von einer „Diktierten Option“. Der Betrieb von zahlreichen deutschen Einrichtungen wurde eingestellt, womit viele Baltendeutsche ihre „Arbeitsstelle und [...] Lebensgrundlage“ (230) verloren. Des Weiteren waren diese einer sehr hohen psychischen Belastung ausgesetzt. Umsiedlungsunwillige wurden von der deutschen Reichsregierung als „Volksfeinde“ und „Schädlinge“ (230), von der litauischen Regierung als „vaterlandslose Opportunisten“ (231) bezeichnet. Der Gebrauch der deutschen Sprache wurde in Lettland fast vollständig eingestellt (230). Der in den Umsiedlungsprotokollen verankerte, absolute Charakter der Umsiedlung beunruhigte viele Baltendeutsche (230).

Die Unfreiwilligkeit der Umsiedlung manifestiert sich auch darin, dass viele Deutsche auf den Lettland verlassenden Schiffen die lettische Nationalhymne sangen (233).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK: Definition der Fragestellung und der methodischen Herangehensweise zur Untersuchung der Verträge zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion.

2 DIE DEUTSCH-SOWJETISCHEN- UND IHRE NACHFOLGEVERTRÄGE: Analyse des Hitler-Stalin-Paktes, des Grenz- und Freundschaftsvertrages sowie der nachfolgenden Umsiedlungs- und Beistandsprotokolle.

3 AUSWIRKUNGEN AUF DIE BALTISCHEN STAATEN: Untersuchung der Folgen für die staatliche Souveränität sowie der sozialen Auswirkungen durch Umsiedlung und Sowjetisierung.

4 RESUMÉ UND ABSCHLIESSENDE GEDANKEN: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen zur Konsolidierung der baltischen Bevölkerung.

Schlüsselwörter

Hitler-Stalin-Pakt, Baltikum, Sowjetisierung, Umsiedlung, Baltendeutsche, Beistandspakte, Souveränität, Deportation, Molotow-Ribbentrop-Pakt, Grenzverlauf, Nationalsozialismus, Interessensphären, Diktierte Option, Geheimes Zusatzprotokoll.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen und historischen Auswirkungen der deutsch-sowjetischen Verträge zwischen 1939 und 1941 auf die baltischen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die vertragliche Aufteilung Osteuropas, die erzwungene Umsiedlung der Baltendeutschen und die militärische sowie politische Übernahme der baltischen Staaten durch die Sowjetunion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, welchen Inhalt diese Verträge hatten und welche weitreichenden Konsequenzen für die staatliche Ordnung und die Bevölkerung im Baltikum daraus resultierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine grammatikalische Analyse des Wortlauts der Primärverträge sowie eine Untersuchung historischer Folgen anhand von Primär- und Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vertragstexte, die Umsiedlungsprotokolle, die Beistandspakte sowie deren praktische Umsetzung, insbesondere Deportationen und innenpolitische Einflussnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hitler-Stalin-Pakt, Baltikum, Umsiedlung, Sowjetisierung und territoriale Interessensphären.

Was bedeutete die "Diktierte Option" für die Baltendeutschen?

Dieser Begriff beschreibt, dass die Umsiedlung zwar formal freiwillig erschien, aber durch massiven indirekten Zwang, den Verlust der Lebensgrundlage und soziale Ausgrenzung erzwungen wurde.

Welche Rolle spielten die Beistandspakte konkret?

Sie ermöglichten der Sowjetunion die militärische Stationierung im Baltikum, was in der Folge zur Okkupation und zur Unterwanderung der staatlichen Souveränität der baltischen Länder führte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes und seiner Nachfolgeverträge für das Baltikum
Untertitel
Eine Analyse der zwischen 1939 und 1941 geschlossenen Verträge
Hochschule
Universität St. Gallen
Veranstaltung
Geschichte des Baltikums
Note
5,5 von 6 (CH)
Autor
Alexander Delgado (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V197140
ISBN (eBook)
9783656232117
ISBN (Buch)
9783656233138
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler-Stalin-Pakt Baltikum Folgen Auswirkungen Deportation Umsiedlung deutsch sowjetische Nichtangriffspakt deutsch sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag deutsch baltische Umsiedlungsprotokolle baltisch sowjetische Beistandspakte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Delgado (Autor:in), 2011, Die Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes und seiner Nachfolgeverträge für das Baltikum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197140
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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