Ich vermute, die meisten Berichte sehen etwas anders aus. Erwartungs- gemäß haben die Praktikanten unglaublich viel oder glaubhaft wenig zu berichten. Dementsprechend ist der Bericht zusammengestaucht oder aus- geschmückt, um den Bericht irgendwie in die Seitenvorgabe von sechs bis acht Seiten zu quetschen. Der Bericht ergibt damit den mühsamen Abschluss einer langwierigen BOGY-Phase.
Anders ist es bei mir – Auswertung und Ausarbeitung sind erst der Anfang für die weitere Berufsorientierung. Wirklich viel gebracht hat mir die BOGY-Woche nicht. Das, was viel gebracht hat, ist viel mehr die ganze Zeit um die Woche herum, weshalb ich mich auch für diese Form des BOGY-Berichts entschieden habe.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
1. Akt
2. Akt
3. Akt
1. Tag
2. Tag
3. Tag
4. Tag
5. Tag
4. Akt
5. Akt
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses BOGY-Berichts ist die detaillierte Reflexion und Auswertung der einwöchigen Berufserkundung in einer Zeitungsredaktion. Der Autor untersucht dabei nicht nur den praktischen Redaktionsalltag, sondern ordnet das Praktikum in den Kontext seiner persönlichen beruflichen Orientierung und seiner weiteren Entwicklung im Bereich des Journalismus ein.
- Vorbereitung auf das Praktikum und Bewerbungsprozess
- Einblicke in den Redaktionsalltag und technische Arbeitsabläufe
- Reflexion der erworbenen Erfahrungen und persönlichen Entwicklung
- Bedeutung von Zusatzqualifikationen und Netzwerken in der Medienbranche
- Perspektiven für eine berufliche Zukunft im Journalismus
Auszug aus dem Buch
3. Akt
1. Tag
Ich fahre extra ein wenig früher [zur Redaktion], schließlich weiß man nie, ob die Bus- und Bahnfahrten ohne Komplikationen ablaufen und ob sich die Redaktion auf Anhieb finden lässt. Es ist 9 Uhr – die Sekretärin [Name 2] ist als einzige da, die anderen kommen gegen 9.30 Uhr. Das Warten kann ich mit dem Lesen der Zeitung verbringen, die täglich morgens druckfrisch auf dem Tisch liegt. Es sind nicht viele, die bei der Bruchsaler Rundschau als feste Mitarbeiter angestellt sind. Neben der Sekretärin, treffe ich auf „die alten Hasen“ – [Name 3] und der stellvertretende Chefredakteur [Name 4] – und [Name 6]. Sie wird mir für die BOGY-Woche als Betreuer zugeteilt. Der ursprünglich gedachte Betreuer, Chefredakteur [Name 1], ist im Urlaub. Daher ist zu vermuten, dass es in der Redaktion aufgrund der fehlenden Arbeitskraft besonders stressig wird und ich als unerfahrener BOGY-Praktikant wohl eher zusätzliche Arbeit für die Redakteure bin. Außerdem arbeitet [Name 5] in der Redaktion mit. Sie ist in momentan in ihrer dritten oder vierten Woche eines sechswöchigen Praktikums ohne Bezahlung während ihrer Semesterferien.
Anfangs werde ich mit dem Redaktionssystem der [Tageszeitung] namens „alfa“ vertraut gemacht. Dazu gehören Dinge, wie das Einsehen der Artikelliste, das Erstellen und Bearbeiten von Artikeln, sowie wie das mit dem Korrekturlesen durch die anderen Redakteure abläuft. [Kasten: Beispiel für Meldung inkl. Format] Allerdings hat das nur wenige Minuten in Anspruch genommen, meine Hauptaufgabe war es, Texte, die mir [Name 6] ausgesucht hat, in Meldungen für den Lokalteil umzuschreiben. Das heißt: möglichst knappe und objektive Texte ohne Adjektive und Wertungen. Den ganzen ersten Tag lang. Die Meldungen zu verfassen, waren kein Problem für mich. Aber dennoch fühlte ich mich unsicher. Ich hatte das Gefühl, dass sich keiner um mich bemühen wollte beziehungsweise, dass ich nur als zusätzliche Last empfunden wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Der Autor erläutert seinen persönlichen Ansatz des Berichts, der nicht nur das Praktikum selbst, sondern auch die Vor- und Nachbereitungsphase sowie die berufliche Orientierung umfasst.
Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage des Autors vor dem Praktikum, die skeptische Haltung gegenüber BOGY und die Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle.
1. Akt: Behandelt die Vorbereitungsphase, die eigene Analyse von Interessen und Fähigkeiten sowie den Bewerbungsprozess bei der Lokalredaktion.
2. Akt: Dokumentiert die Zeit des Wartens auf die Zusage, die Teilnahme an den Jugendmedientagen sowie die ersten Schritte in der aktiven journalistischen Tätigkeit für ein Online-Magazin.
3. Akt: Schildert detailliert den täglichen Ablauf der Praktikumswoche, inklusive der Arbeit mit dem Redaktionssystem und der Übernahme erster Aufgaben.
4. Akt: Reflektiert die Zeit nach dem Praktikum und die kontinuierliche Arbeit an der eigenen journalistischen Weiterentwicklung.
5. Akt: Zieht ein abschließendes Resümee über den Erkenntnisgewinn des Praktikums und die Bedeutung dieser Erfahrung für den weiteren Lebensweg des Autors.
Schlüsselwörter
BOGY, Praktikum, Journalismus, Redaktion, Tageszeitung, Berufsfindung, Medien, Schülerzeitung, Jugendmedientage, Artikel, Redaktionssystem, Berufsorientierung, Lokalredaktion, Schreibtechniken, Medienbranche
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen des Autors während seiner einwöchigen Berufserkundung (BOGY) in einer Zeitungsredaktion und ordnet diese in seine persönliche berufliche Entwicklung ein.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben dem eigentlichen Redaktionsalltag stehen die Berufsorientierung, der Bewerbungsprozess, die Arbeit mit journalistischen Formaten und die Bedeutung außerschulischer Aktivitäten wie Jugendmedientagen im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage des Autors?
Der Autor möchte den Wert des Praktikums kritisch reflektieren und herausfinden, inwieweit die Arbeit in einer Lokalredaktion seinen Zielen einer journalistischen Laufbahn entspricht.
Welche wissenschaftliche oder methodische Herangehensweise wird verwendet?
Es handelt sich um einen persönlichen Erfahrungsbericht, der chronologisch in fünf Akte gegliedert ist, um eine strukturierte Reflexion und Auswertung der erlebten Ereignisse zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Vorbereitung des Praktikums, die täglichen Aufgaben und Herausforderungen während der Woche in der Redaktion sowie die nachfolgende Auswertung der gesammelten Erfahrungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Journalismus, BOGY, Berufsorientierung, Redaktionsalltag und Medienkompetenz.
Warum war der dritte Tag des Praktikums für den Autor besonders bedeutend?
Der Autor bezeichnet diesen Tag als den Höhepunkt der Woche, da er an einer Redaktionskonferenz teilnehmen konnte und Einblicke in aktuelle Projekte, wie den Schaufensterwettbewerb, erhielt.
Welche Rolle spielen technische Probleme bei der Arbeit in der Redaktion?
Serverausfälle des Redaktionssystems „alfa“ werden als prägende Erfahrung beschrieben, die den Arbeitsablauf massiv störten und dem Autor die Abhängigkeit von technischer Infrastruktur verdeutlichten.
Wie bewertet der Autor seine eigene Rolle als Praktikant am Ende des Berichts?
Er erkennt, dass das Praktikum trotz anfänglicher Zweifel und Langeweile eine wichtige Erfahrung war, die ihm half, seine beruflichen Visionen zu schärfen und die Komplexität des journalistischen Arbeitsalltags besser zu verstehen.
- Arbeit zitieren
- Kevin Weber (Autor:in), 2010, Praktikum bei der XXX-Rundschau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197228