Relational Contracts And The Theory of the Firm

Baker , Gibbons , Murphy


Seminararbeit, 2012

15 Seiten, Note: 2,3


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Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relationale Verträge

3. Das Modell .
3.1 Modelleinstellungen (Economic Environment)
3.2 Analyse der vier Organisationsstrukturen
3.2.1 Spot Outsourcing (SO)
3.2.2 Spot Employment (SE)
3.2.3 Relational Employment (RE)
3.2.4 Relational Outsourcing (RO)
3.3 Komparative Statik

4. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Die Vier Governancestrukturen

Abb.2: Vertragstypen

Abb.3: Vier Organisationsstrukturen im Modell

Abb.4: Effiziente Organisationsform als Funktion von r und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]p

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Kaum ein anderer Konzern ist in so viele Wirtschaftssparten diversifiziert, wie der japanische Unterhaltungskonzern Sony. In der Filmindustrie ist der Konzern mit seinem eigenständigen Filmstudio vertreten und betreibt so kostenloses Product Placement für die Elektronikartikel seines Mutterkonzerns. Ferner ist Sony insbesondere in der Videospieleindustrie (Playstation) , der Musikindustrie und der Unterhaltungselektronikindustrie (Fernseher, Tablets, Mobiltelefone etc.) stark vertreten.

Die unterschiedlichen und wirtschaftlich eigenständigen Tochtergesellschaften können jedoch nicht nur negative externe Effekte aufeinander ausüben. Aus dieser Überlegung heraus resultiert das Koordinationsproblem, „der Überwindung des Nichtwissens hinsichtlich dessen, was zu tun ist.“1 Dieser Problematik wird angegangen, indem durch Arbeitsteilung und Spezialisierung der effizienteste Output generiert wird. Weiterhin bleibt zu klären, ob die einzelnen Akteure innerhalb einer Organisation die an sie gerichteten Aufgaben auch mit der notwendigen Arbeitsanstrengung bewerkstelligen. Diesen Motivationsproblemen, die von Picot et al. als die „Überwindung des Nichtwollens“,1 bezeichnet werden, soll durch Anreizmechanismen entgegengewirkt werden. Letztere werden von Baker, Gibbons und Murphy in ihrem Modell im Paper: „Relational Contracts and The Theory Of The Firm“ wieder aufgegriffen. Es werden vier Governancestrukturen analysiert und untersucht, unter welchen Umständen relationale Verträge einen höheren Überschuss erzeugen als Spot-Verträge, sowohl in Bezug auf vertikaler Integration als auch unter Nicht-Integration.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1 : Die Vier Governancestrukturen Quelle : Bannier, C. (2005), S.193

2. Relationale Verträge

Zentraler Aspekt in der Betrachtung der vier unterschiedlichen Governancestrukturen ist der Begriff des relationalen Vertrags. Ein relationaler Vertrag ist ein unvollständiger Vertrag, der auf eine langfristige Beziehung der Vertragsparteien ausgelegt ist, z.B. Kooperationen zwischen Unternehmen oder ein unbefristeter Vertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.2 Obwohl bei dieser Form von Verträgen die Gefahr von Hold-Up besteht, bilden Sie in der Praxis die häufigste Form von Kontrakten. Durch die wirtschaftspolitische

Maßnahme der Zeitarbeit z.B. wurde den Unternehmen die Möglichkeit der Flexibilisierung gegeben, die nun von vielen Unternehmen zur Imitierung von Spotkontrakten genutzt wird. So findet unverkennbar eine Tendenz weg von relationalen Kontrakten hin zu kurzfristigen Verträgen in der Praxis statt.3 Spotverträge hingegen sind kurzfristige Verträge, die durch Dritte z.B. Gerichte durchgesetzt werden.2 Meinungsverschiedenheiten zweier Parteien bei einem Kaufvertrag werden i.d.R. durch die Auslegung des Bürgerlichen Gesetzbuches und des Handelsgesetzbuches in Deutschland geklärt. Abbildung 2 veranschaulicht die unterschiedlichen Vertragstypen wobei die neoklassische Variante im Modell keine Beachtung findet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2: Vertragstypen

Quelle : Picot et al. (2002) , S.19

3. Das Modell

Baker et al. gehen in ihrem Modell der Frage nach ob und unter welchen Umständen relationale Verträge selbstdurchsetzend sind, d.h. ob keine der Vertragsparteien einen Anreiz hat vom relationalen Kontrakt abzuweichen, im Falle von integrierten als auch nicht-integrierten Organisationsstrukturen. Formal wird dies in Form eines unendlich wiederholten Spiels dargestellt.4

3.1 Modelleinstellungen (Economic Environment)

Baker et al. unterscheiden zwei Vertragsparteien. Einen Downstream (D) als Auftraggeber und einen Upstream (U) als Hersteller. Der Upstream produziert ein Gut und verkauft dieses an den Downstream, der das Gut für seinen Produktionsprozess weiterverwenden kann. Für die Produktion des Gutes wird ein Asset benötigt. Verfügt nun der Downstream über die Eigentumsrechte am Asset, so spricht man von Integration. In dem Fall ist der Upstream ein Arbeitnehmer. Liegt das Eigentum am Asset jedoch beim Upstream so spricht man von Outsourcing - der Upstream ist ein unabhängiger Unternehmer.5 Daraus lassen sich folgende vier Organisationsformen abbilden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Vier Organisationstrukturen im Modell

Quelle : Baker et al. (2002) , S.46

Das erzeugte Gut hat für den Downstream einen spezifischen Wert Q in jeweils zwei Ausprägungen[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]das von der Wahrscheinlichkeit[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] abhängt mit [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] sowie einen alternativen Marktwert P, ebenfalls in unterschiedlicher Qualität,[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] und Wahrscheinlichkeit[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] abhängt. Somit hängt der Wert des erzeugten Gutes maßgeblich vom Anstrengungsvektor[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] des Herstellers ab.

[...]


1 Picot et al. (2002), S.8

2 Picot et al. (2002), S.19

3 Vgl. http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/arbeit-immer-mehr- zeitarbeit_aid_647177.html (02.03.2012)

4 Vgl. Bannier, C. (2005) , S.193

5 Vgl. Baker et al. (2002) , S.41

15 von 15 Seiten

Details

Titel
Relational Contracts And The Theory of the Firm
Untertitel
Baker , Gibbons , Murphy
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V197251
Dateigröße
1086 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
relational, contracts, theory, firm, baker, gibbons, murphy
Arbeit zitieren
Farid Sayed (Autor), 2012, Relational Contracts And The Theory of the Firm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197251

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