Zahlungssysteme im Internet

Systematik und beispielhafte Transaktionsabläufe


Projektarbeit, 2011

47 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zahlungssysteme im Internet
2.1 Unterteilung nach dem Zeitpunkt der Zahlung

3. Zahlungssysteme aus Sicht der Käufer

4. Zahlungssysteme aus Sicht der Händler

5. Sicherheit bei Zahlungssystemen
5.1 Secure Socket Layer
5.2 Secure Electronic Transactions

6. Welche Arten von Zahlungssystemen gibt es und wie funktionieren diese
6.1 Überweisung…
6.2 Elektronischer Lastschrifteinzug
6.3 Nachnahme
6.4 Kreditkarte
6.5 Micro/Macropayment
6.6 PayPal
6.7 Paysafecard
6.8 ClickandBuy
6.9 Bewertung der Zahlungssysteme

7. Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1. Genutzte Zahlungsarten für Einkäufe im Internet

Abbildung 2. Kategorisierung von Internet-Zahlungssystemen

Abbildung 3. Kriterien zur Auswahl eines Zahlungssystems

Abbildung 4. Zahlungsausfallsicherheit und Geschwindigkeit

Abbildung 5. Akzeptanz und Abbruchquoten der unterschiedlichen zahlungssysteme

Abbildung 6. Forderungen von Verbrauchern an Händlern mit EPS

Abbildung 7. Sicherheitsprofil von SSL

Abbildung 8. Transaktionsablauf einer Überweisung

Abbildung 9. Transaktionsablauf eines Lastschrifteinzugs

Abbildung 10. Transaktionsablauf bei Nachnahme

Abbildung 11. Gebühren für GeschäftskundenS

Abbildung 12. Gebühren für Privatkunden

Abbildung 13. Kaufprozess mit PayPal Express

Abbildung 14. Transaktionsablauf PayPal

Abbildung 15. Transaktionsablauf Paysafecard

Abbildung 16. Gebühren ClickandBuy

Abbildung 17. Bewertung der Zahlungssysteme

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Einleitung

Seit Jahren setzt sich der Trend fort, dass immer mehr Menschen einen Computer für private, als auch berufliche Zwecke nutzen und immer öfter ins Internet gehen. So wurden im ersten Quartal 2009 über 29,5 Millionen Einkäufe im Internet getätigt.[1] Viel häufiger nutzen die Menschen das Internet zum Einkaufen, so auch viele Unternehmen, die über den Onlinevertrieb ihre Waren und Dienstleistungen veräußern. Dies hat zu Folge, dass viele Unternehmen immer mehr Wert auf den Onlinevertrieb setzen undteilweise ihre Waren und Dienstleistungen nur noch Online vertreiben. Der Online Einkauf ist so manchen Verbrauchern viel bequemer als das übliche Einkaufen im Geschäft. Oft gibt es Waren im Internet günstiger zu kaufen als im Handel und die Ware wird bis vor die Haustür geliefert. Für viele Unternehmen bietet der Onlinehandel eine zusätzliche Möglichkeit den Umsatz zu steigern. Durch schnellere Zahlungsmöglichkeiten und dadurch schnelleren Versand, sind Kunden zufriedener und die Unternehmen verkaufen mehr Waren. Je attraktiver der Internetauftritt des Unternehmens dabei ist, desto höher sind auch dessen Chancen zusätzliche Gewinne durch den Onlineverkauf zu erwirtschaften.

Dabei gibt es verschiedene Wege die Ware zu bezahlen. Die traditionellen Zahlungssysteme sind Zahlung auf Rechnung, Zahlung per Nachnahme, Vorkasse durch Überweisung und die Zahlung mit der Kreditkarte. In den letzten Jahren sind aber neue elektronische Zahlungssysteme (Electronic Payment Systems; im weiteren Verlauf der Arbeit mit EPS abgekürzt) erschienen und haben sich erfolgreich durchgesetzt. Diese Zahlungsweise heißt ePayment. Dazu zählen unter anderem PayPal, ClickandBuy oder Zahlen mit der Kreditkarte. Die EPS verfolgen Ziele wie Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und geringe bzw. keine anfallenden Kosten für den Nutzer.

In dieser Projektarbeit wird auf die Zahlungssysteme im Internet aus Sichtweise der Unternehmen und Privatverbraucher,die verschiedenen Zahlungssysteme und deren Funktionsweise, sowie die Vor- und Nachteile samt Risiken und Sicherheiten der Zahlungssystemeeingegangen.

Für viele Verbraucher stellt sich immer wieder die Frage ob EPS wirklich sicher sind und welcher Nutzen gezogen werden kann. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden wirauf verschiedene Faktoren der EPS eingehen und auch Beispiele aufzeigen, um die theoretischen Inhalte mit Situationen aus der Praxis zu bereichern.

2. Zahlungssysteme im Internet

Der Vertrieb von Waren im Internet hat sich in den letzten Jahren gesteigert und gewinnt immer mehr an Popularität. Zum einem weil es die Waren dort meistens günstiger gibt als im Einzelhandel, aber auch weil diese bequem nach Hause geliefert werden. Oft bieten die Online-Händler sogar einen Kostenlosen Versand an, sobald eine bestimmte Einkaufssumme erreicht wird. Die Zeit für die Fahrt zum Einzelhandel und den Transport nach Hause fällt damit weg, was zu einer Minderung der Opportunitätskosten führt und vor allem bei großen Haushaltsgeräten viel Aufwand erspart.

Vor der Einführung von EPS wurden die Einkäufe im Internet über die traditionellen Zahlungsmöglichkeiten abgewickelt. Hierzu zählen, wie bereits erwähnt, Zahlung per Nachnahme, Zahlung auf Rechnung, Zahlung per Vorkasse durch Überweisungund die Zahlung mit der Kreditkarte. Viele Verbraucher empfinden diese Arten der Zahlung, z.B. Nachnahme oder Zahlung auf Rechnung als sehr sicher, da man dadurch seine Kontodaten nicht ins Internet stellen muss. Der Käufer tätigt entweder eine Überweisung bei der Hausbank, oder bezahlt den Lieferanten, sobald dieser die bestellte Ware anliefert.

Heutzutage werden jedoch immer öfters EPS für die Zahlungen im Internet genutzt. Diese haben gegenüber den traditionellen Zahlungssystemen oft geringere Kosten. Für den Kauf einiger Produkte, wie z.B. einem MP3 Lied, welches ca.80 Cent kostet, würde sich eine Zahlung mit einer Kreditkarte gar nicht lohnen, da hier die Transaktionskosten viel zu hoch wären.Auf der einen Seite muss der Händler die Transaktionskosten tragen und der Verbraucher trägt die Zinsen für die Kreditkartenausschöpfung.[2]

Johannes Hanschke verdeutlichte dies in seinem Buch mit folgendem Zitat: „Möchte ein Leser beispielsweise eine neuartige multimediale Zeitschrift mit seiner Kreditkarte erwerben, in der Audioaufnahmen von Interviews enthalten sind, wäre dieser Vorgang nicht möglich, da die Transaktionskosten höher wären als der angebotene Preis zum Erwerb der Zeitschrift. Hätte der Zeitungsverleger die Absicht, einzelne Seiten oder ganze Artikel zu veräußern, wären diese Verkäufe nur auf Basis von Cent-Beträgen möglich, welche einen Kauf über die Kreditkarte von vornherein ausschließen würde“.[3]

Durch die Entwicklung neuer EPS sinken diese Transaktionskosten erheblich, so dass sich auch Zahlungen mit geringen Beträgen lohnen. Durch das rasante Wachstum an Online Shops wurden neue Zahlungssysteme für das Internet entwickelt. Viele Kunden, vor allem Neukunden, wollen auch nicht ihre Kreditkarten- bzw. Kontodaten preisgeben oder einem Lastschrifteinzug zustimmen, da es oft zum Missbrauch der Daten führt und man bei der nächsten Kreditkartenabrechnung Beträge von Einkäufen aufgelistet bekommt, die man nie getätigt hat. Durch die speziellen Zahlungssysteme muss der Kunde seine Bankdaten nicht an den Online Händler weiter geben. Damit die Zahlungssysteme jedoch erfolgreich etabliert werden, müssen Komfort, Sicherheit und Schnelligkeit gewährleistet sein. Die Erfüllung dieser Gewährleistungen ist Grundvoraussetzung für das Bestehen am Markt.

Obwohl es immer mehr verschiedene Zahlungssysteme im Internet gibt, zählt die traditionelle Überweisung noch zur meistgenutztenMethode der Zahlung. Bei einer von der BITKOM und Forsa durchgeführten statistischen Erhebung für Zahlungsarten im Internet nutzten im Jahr 2010 immer noch 41% der befragten die Zahlung auf Rechnung, während36% der Verbraucher Zahlung per Vorkasse nutzten.Internetbezahlsysteme nutzen bereits 17% der Verbraucher. Im Jahr 2008 waren es nur 11%.[4] Die Zahlung durch Internetbezahlsysteme ist zwar gestiegen, jedoch wickelt die Mehrheit der Verbraucher ihre Zahlungenüberwiegend noch über die traditionellen Bezahlmethoden ab.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1. Genutzte Zahlungsarten für Einkäufe im Internet (Quelle: www.statista.com)[5]

2.1 Unterteilung nach dem Zeitpunkt der Zahlung

Zahlungssysteme werden aufgeteilt in sogenannte „Pay now“, „Pay later“ und „Pre-Paid (auch Pay before genannt)“ Systeme. Diese Systeme unterscheiden sich in der Art des Zeitpunkts der Zahlung.[6]

- Pay now: Beim Pay now System wird das Konto genau zu dem Zeitpunkt belastet, indem der Einkauf getätigt wird. Ein Beispiel dafür ist der Anbieter PayPal. Nach dem Einkauf wird das PayPal Konto des Kunden belastet. Anschließend wird der belastende Betrag mittels Lastschrifteinzug von der Bank abgebucht.
- Pay later: Beim Pay later System wird das Geld erst nach einer bestimmten Zeit vom Konto abgebucht. Als Beispiel für dieses System kann die Kreditkartenzahlung herangezogen werden. Der Einkauf wird mit der Kreditkarte bezahlt und die Karte wird mit der Summe belastet. Am Ende des Monats erfolgt dann die gesamte Begleichung der Ausgaben.
- Pre-Paid (Pay before): Beim Pre-Paid System wird eine Guthabenkarte, z.B. Paysafecard, mit einem Geldbetrag nach Wahl aufgeladen. In Online Shops kann diese Zahlungsmethode dann z.B. mit der Paysafecard durchgeführt werden. Mit einem 16-stelligen Pin-Code wird die Karte beim Einkauf autorisiert. Das Guthaben der Paysafecard reduziert sich dann um den Kaufpreis der Ware. Um Einkäufe zu tätigen, muss die Karte immer über ein Guthaben verfügen. Reicht das Guthaben einer Karte nicht aus, so kann man auch mehrere Paysafecards verwenden, wenn diese über ein Guthaben verfügen.[7]

Abbildung 2stellt die drei Kategorien der Zahlungssysteme dar und zeigt, welche Systeme in der jeweiligen Kategorie auftauchen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2. Kategorisierung von Internet-Zahlungssystemen (Quelle: Lammer, 2007)[8]

3. Zahlungssysteme aus Sicht der Käufer

Schon im Jahr 2008 beliefsich der Gesamtwert für Bestellungen von Modeartikeln im Internet auf 4,6 Milliarden Euro in Deutschland. Im Vorjahr waren es 3,9 Milliarden Euro und somit ergab sich eine Steigerung von 18,2% gegenüber dem Jahr 2007.[9] Diese Umsätze sind aber nur möglich, wenn der Käufer dem Online-Shop vertraut. Dazu gehört auch das richtige Zahlungssystem, damit der Kunde sich bei der Bezahlung auch sicher fühlt. Die Zahlungssysteme im Internet müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, damit der Verbraucherdiese auch benutzen wird. Diese sind Sicherheit,Benutzerfreundlichkeit, geringe Kosten, Anonymität und Authentizität. Diese Anforderungen unterscheiden sich aus der Sicht der Käufer und der Händler. In diesem Kapitel wird auf die Sicht der Käufer eingegangen. Die Sicht der Händler folgt im nächsten Kapitel.

Die Sicherheit ist für die meisten Nutzer von Zahlungssystemen die größte Anforderung, die das System erfüllen muss. Die Weitergabeder Bankdaten ist oft ein Punkt, bei dem sich die Nutzer gegen das Zahlungssystem entscheiden, da sie Angst vor dem Missbrauch der Bankdaten im Internet haben und durch die Weitergabe der Bankdaten auch deren Anonymität nicht gewährleistet wird.[10] E-Payment Produkte, wie die Paysafecard, sind daher sehr gut angesehen, dadie Nutzer keine Bankdaten veröffentlichen müssen. Wie bereits erwähnt, kanndie Paysafecard im Einzelhandel erworben werden und die Transaktion mittels des 16-stelligen Pinserfolgen.Dabei ist keine Angabe der Bankverbindung über das Internet erforderlich. Auch ein Treuhand-Service und Käuferschutz bietet dem Anwender einen zusätzlichen Schutz. Einige Anbieter wie z.B. PayPal bieten solch einen Käuferschutz an. Sollte die bestellte Ware z.B. nicht verschickt oder nicht ordnungsgemäß der Beschreibung entsprechen, so erstattet PayPal dem Käufer den vollen Kaufpreis und die Versandkosten.[11]

[...]


[1] Vgl. Destatis (2010) - Fast 30 Millionen Menschen kaufen über das Internet ein; URL: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2010/PD10__010__p002.psml [Stand: 10.04.2011; Erstellung: 09.03.2010]

[2] Vgl. SRBG - Kreditkarte und Gebühren – Welche können anfallen?; URL: http://srbg.de/kreditkarte-und-gebuehren-welche-koennen-anfallen.html [Stand 13.04.2011; Erstellung: o.J.]

[3] Hanschke, Johannes (2007): Zahlungsverkehr im Internet, S.5, 2. Auflage, GRIN-Verlag

[4] Vgl. Statista (2010) – Welche Zahlungsarten nutzen Sie für Einkäufe im Internet; URL: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2631/umfrage/genutzte-zahlungsarten-fuer-einkaeufe-im-Internet/ [Stand: 16.04.2011; Erstellung: 19.05.2010]

[5] Statista (2010) – Welche Zahlungsarten nutzen Sie für Einkäufe im Internet; URL: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2631/umfrage/genutzte-zahlungsarten-fuer-einkaeufe-im-internet/ [Stand: 16.04.2011; Erstellung: 19.05.2010]

[6] Vgl. Lammer, Thomas (2007): Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, S.60, 1.Auflage, Physica-Verlag

[7] Vgl. Meier/Stormer (2009): eBusiness & eCommerce: Management der digitalen Wertschöpfungskette, S.160 ff, 2.Auflage, Berlin: Springer Verlag

[8] Lammer, Thomas (2007): Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, S.59, 1.Auflage, Physica-Verlag

[9] Vgl. Angeli, Susanne / Kundler, Wolfgang (2009): Der Online-Shop – Handbuch für Existenzgründer – Business-Plan, eShop-Systeme, ePayment, Behörden, Online-Recht, Marketing u.v.m., S.240ff, 3.Auflage, München: Markt+Technik Verlag

[10] Vgl. Haftmann, Andreas (2009): Die Bedeutung von Zahlungssystemen im Internet: Eine Analyse des Einflusses der zahlungsverfahren im B2C-E-Commerce, S.15, München: GRIN-Verlag

[11] Vgl. PayPal: PayPal-Käuferschutz, URL: https://www.paypal-deutschland.de/sicherheit/schutzprogramme/kaeuferschutz.html [Stand: 17.04.2011; Erstellung:o.J.]

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Zahlungssysteme im Internet
Untertitel
Systematik und beispielhafte Transaktionsabläufe
Hochschule
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen
Veranstaltung
E-Business
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
47
Katalognummer
V197294
ISBN (eBook)
9783656235378
ISBN (Buch)
9783656238959
Dateigröße
1085 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Business, E-Commerce, E-Payment, PayPal, Zahlungssysteme
Arbeit zitieren
Peter Gwiozda (Autor), 2011, Zahlungssysteme im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197294

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