Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der inneren Differenzierung von Stadtregionen. Als Beispiel dient das europäische Stadtbild. Im ersten Kapitel wird der Begriff der „Stadtregion“ in Bezug auf physiognomische und funktionelle Merkmale erläutert. Danach wird ein allgemeines Modell zur Strukturierung und Differenzierung einzelner Stadtregionen aufgezeigt, und dessen einzelne Zonen genau erläutert. Da bei diesem Modell keine eindeutige Zuweisung von den spezifischen Stadtregionen möglich ist, wird im weiteren Verlauf der Hausarbeit ein zweites, präziseres Modell aufgeführt, Dieses dient der detaillierteren Unterscheidung innerstädtischer und innerregionaler Raumstrukturen. Daraufhin werden die einzelnen Regionen einer Stadt, zum Beispiel die City, Wohngebiete, Industriegebiete und städtische Grünflächen genau untergliedert und beschrieben. Zum Schluss der Arbeit werden die zwei aufgeführten Modelle noch einmal kurz gegenübergestellt, woraufhin dann eine abschließende Einschätzung erfolgen wird, um festzustellen, welches der beiden Modelle für den täglichen Gebrauch besser geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der Stadtregion
3. Allgemeines Modell der Stadtregion der europäischen Stadt
3.1. Kerngebiet
3.2. Umlandzone
3.3. Außenzone und Trabant
4. Spezifisches Modell der Stadtregion der europäischen Stadt
4.1. Central Business District und City
4.2. Wohngebiete
4.2.1. Altstadtwohngebiete
4.2.2. Neustadtwohngebiete
4.3. Industriegebiete
4.4. Grün- und Brachflächen
5. Gegenüberstellung/Vergleich
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die innere Differenzierung von Stadtregionen am Beispiel des europäischen Stadtbildes. Ziel ist es, zwei unterschiedliche theoretische Modelle zur Raumstrukturierung zu erläutern, ihre Anwendbarkeit zu prüfen und eine Einschätzung zu geben, welches Modell sich für den praktischen Gebrauch besser eignet.
- Grundlagen der Definition von Stadtregionen
- Analyse des allgemeinen Modells nach Olaf Boustedt
- Analyse des spezifischen Modells nach Elisabeth Lichtenberger
- Detaillierte Untersuchung städtischer Teilräume wie City, Wohn- und Industriegebiete
- Vergleichende Bewertung der Modelle hinsichtlich ihrer Aussagekraft
Auszug aus dem Buch
4.1. Central Business District und City
Das Stadtzentrum ist ein System, welches politische, kulturelle und ökonomische Funktionen besitzt. Außerdem ist es der Punkt einer Stadt mit dem größten Prestigewert, der besten Erreichbarkeit und den höchsten Bodenpreise (Fassmann:2004, S. 33).
Die Altstadt steht für den historischen Kern einer Stadt und stammt meistens noch aus dem Mittelalter. Umgeben wird diese durch die Innenstadt und andere angrenzende Stadtviertel.
Der innerste Kern einer Stadt kann in die Stadtmitte als ein neutraler Begriff, den Stadtkern als physiognomischer Kernbereich oder das Stadtzentrum als funktionaler Kernbereich, aufgegliedert werden. Oft wird Das Stadtzentrum als sogenannte „City“ bezeichnet. Im deutschen Sprachgebrauch besitzt die City den Teilbereich der Stadt mit der größten Bebauungs- und Arbeitsplatzdichte. Außerdem entspricht sie dem Central Business District, aus dem amerikanischen Gebrauch stammend (Fassmann:2004, S.125/Hofmeister:1993, S.161-164). Die Hauptnutzungskategorien des CBD (Central Business District) sind die Verwaltungs und Wirtschaftscity. Zur Verwaltungscity gehören, Ministerien, Gerichte, Universitäten, Banken und Kultureinrichtungen. Diese besetzen den zentralen Standort da sie Besitzer dieser Flächen sind und so für keinerlei Mieten aufkommen müssen. Für diese Einrichtungen sind die Fühlungsvorteile und die gute Verkehrsanbindung von Bedeutung. Die Wirtschaftscity, welche von erstklassigen Einrichtungen des Einzelhandels und des Dienstleistungsbereiches gebildet wird, bevorzugt diesen Standort aufgrund seiner zentralen Lage. Nur so sind sie in der Lage hohe Umsätze zu erwirtschaften, um die hohen Miet- und Flächenpreise bezahlen zu können (Hofmeister:1993, S.161-164/Wagner:1998, S. 80).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der inneren Differenzierung von Stadtregionen ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die verwendeten Modelle.
2. Definition der Stadtregion: Dieses Kapitel definiert die Stadtregion als funktionsräumliche Einheit und erläutert wesentliche Bestimmungsmerkmale wie Pendlerwesen und Bevölkerungsdichte.
3. Allgemeines Modell der Stadtregion der europäischen Stadt: Hier wird das Modell von Olaf Boustedt vorgestellt, welches die Stadt in konzentrische Ringe wie Kerngebiet, Umlandzone und Außenzone unterteilt.
3.1. Kerngebiet: Dieser Abschnitt beschreibt das Zentrum und das Ergänzungsgebiet der Stadt mit hoher Bebauungs- und Arbeitsplatzdichte.
3.2. Umlandzone: Der Fokus liegt auf der verstädterten Zone und der Randzone, die durch pendlerorientierte Erwerbsstrukturen geprägt sind.
3.3. Außenzone und Trabant: Dieses Kapitel behandelt die äußeren Bereiche der Stadtregion und die Funktion eigenständiger Trabantenstädte.
4. Spezifisches Modell der Stadtregion der europäischen Stadt: Es erfolgt die Einführung des Modells von Lichtenberger, das eine präzisere räumliche Erfassung verschiedener Nutzungsformen erlaubt.
4.1. Central Business District und City: Eine detaillierte Betrachtung des Stadtzentrums, seiner Funktionen und der ökonomischen Bedeutung von CBD und City.
4.2. Wohngebiete: Das Kapitel differenziert Wohngebiete nach historischen und baulichen Kriterien in geplante und gewachsene Strukturen.
4.2.1. Altstadtwohngebiete: Beschreibung der historischen Bausubstanz, der hohen Bebauungsdichte und der sozialen Durchmischung in alten Stadtkernen.
4.2.2. Neustadtwohngebiete: Analyse der schachbrettartigen Strukturen und der hohen Wohngebäudedichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
4.3. Industriegebiete: Betrachtung des Standortverhaltens von Industrie und Gewerbe unter Berücksichtigung infrastruktureller Faktoren.
4.4. Grün- und Brachflächen: Erläuterung der ökologischen und hygienischen Funktionen von Grünanlagen sowie der Chancen durch Nachnutzung von Brachflächen.
5. Gegenüberstellung/Vergleich: Ein direkter Vergleich der Modelle von Boustedt und Lichtenberger hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Anwendbarkeit.
6. Fazit: Die abschließende Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass das Modell von Lichtenberger aufgrund der höheren Differenzierung besser für den Alltag geeignet ist.
Schlüsselwörter
Stadtregion, Europäische Stadt, Olaf Boustedt, Elisabeth Lichtenberger, Stadtmodell, Kerngebiet, Umlandzone, Central Business District, City, Wohngebiete, Industriegebiete, Flächennutzung, Stadtgeographie, Stadtentwicklung, Raumstruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der inneren Differenzierung von Stadtregionen, wobei das europäische Stadtbild als zentrales Beispiel dient.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Modellierung von Stadtstrukturen, der Differenzierung von städtischen Zonen und der funktionalen Analyse städtischer Teilgebiete.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Gegenüberstellung zweier stadtgeographischer Modelle, um deren Eignung für eine präzise räumliche Analyse zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturgestützte Analyse und ein Vergleich zweier etablierter stadtgeographischer Modelle (Boustedt und Lichtenberger) angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des allgemeinen Modells der Stadtregion, das spezifische Modell der europäischen Stadt und die detaillierte Beschreibung einzelner Zonen wie City, Industrie- und Wohngebiete.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Stadtregion, Stadtmodell, City, Flächennutzung und Stadtgeographie geprägt.
Warum wird das Modell von Lichtenberger für den täglichen Gebrauch als besser geeignet angesehen?
Lichtenberger ermöglicht eine detailliertere Erfassung spezifischer Zonen wie Innenstadt, Industriegebiete und Grünflächen, was eine genauere Analyse der funktionalen Verbindungen erlaubt als die rein administrative Einteilung bei Boustedt.
Welche Bedeutung haben Brachflächen laut der Arbeit?
Brachflächen werden als Überreste der industrialisierten Stadt betrachtet, die jedoch eine große Chance zur Modernisierung und Verbesserung der Wohnviertelstrukturen bieten.
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- Erik Schrenner (Author), 2010, Innere Differenzierung von Stadtregionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197339