Innere Differenzierung von Stadtregionen


Hausarbeit, 2010

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Stadtregion

3. Allgemeines Modell der Stadtregion der europäischen Stadt
3.1. Kerngebiet
3.2. Umlandzone
3.3. Außenzone und Trabant

4. Spezifisches Modell der Stadtregion der europäischen Stadt
4.1. Central Business District und City
4.2. Wohngebiete
4.2.1. Altstadtwohngebiete
4.2.2. Neustadtwohngebiete
4.3. Industriegebiete
4.4. Grün- und Brachflächen

5. Gegenüberstellung/Vergleich

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der inneren Differenzierung von Stadtregionen. Als Beispiel dient das europäische Stadtbild. Im ersten Kapitel wird der Begriff der „Stadtregion“ in Bezug auf physiognomische und funktionelle Merkmale erläutert. Danach wird ein allgemeines Modell zur Strukturierung und Differenzierung einzelner Stadtregionen aufgezeigt, und dessen einzelne Zonen genau erläutert. Da bei diesem Modell keine eindeutige Zuweisung von den spezifischen Stadtregionen möglich ist, wird im weiteren Verlauf der Hausarbeit ein zweites, präziseres Modell aufgeführt, Dieses dient der detaillierteren Unterscheidung innerstädtischer und innerregionaler Raumstrukturen. Daraufhin werden die einzelnen Regionen einer Stadt, zum Beispiel die City, Wohngebiete, Industriegebiete und städtische Grünflächen genau untergliedert und beschrieben. Zum Schluss der Arbeit werden die zwei aufgeführten Modelle noch einmal kurz gegenübergestellt, woraufhin dann eine abschließende Einschätzung erfolgen wird, um festzustellen, welches der beiden Modelle für den täglichen Gebrauch besser geeignet ist.

2. Definition Stadtregion

Die Stadtregion bezeichnet eine funktions- räumliche und sozio- ökonomische Raumeinheit. Das von Olaf Boustedt entwickelte, und im darauffolgenden Kapitel erläuterte Modell, geht von einer Kernstadt, Großstadt oder auch von dicht benachbarten Städten und deren Umlandbereich, aus. Dabei werden die verschiedenen Regionen einer Stadt durch die ringförmige Anordnung gekennzeichnet. Dadurch gehen die Grenzen einer Stadt nahtlos in die ländlichen Räume über (Fassmann:2004, S.53/Gaebe:1987, S.17-19/Leser:2005, S.882).

Zu Strukturen und Funktionen von Stadtregionen lassen sich einige allgemein gültige Bestimmungsmerkmale festlegen. Darunter zählen die Bebauungsstruktur, Einwohnermerkmale, Lagekriterien, Geschäfts- und Industriedichte und möglicherweise die Bodenpreise. Spezifische Kriterien zur Abgrenzung der Regionen einer Stadt stellt die allgemeine Erwerbsstruktur und die Verkehrsbeziehungen zum Umland, dass sogenannte Pendlerwesen und die Einwohner- Arbeitsplatzdichte dar, welche von Olaf Boustedt aufgestellt wurde. Dadurch wird deutlich, dass zu einer inneren und äußeren Gliederung von Stadtregionen nicht nur Verdichtungsmerkmale sondern auch raumverflechtende Gefüge-muster und Prozesse zugeordnet werden können (Gaebe:1987, S.177/Temlitz:1975, S. 51-53/Zehner:2001, S. 32-33).

3. Allgemeines Modell der Stadtregion einer europäischen Stadt

Das Modell der Stadtregionen von Olaf Boustedt ist eine allgemein geltende Einteilung einer Stadt in mehrere Raumeinheiten oder Zonen. Als Vorbild dienen dem Modell Gliederungen aus dem amerikanischen Raum. Die administrative Teilung der Bundesrepublik Deutschland in einzelne Kommunen wird durch das Raumbezugssystem dargestellt. Desweitern gibt es nicht nur starre konzentrische Kreisringe, sondern äußere als auch innere unregelmäßige Gemeindegrenzen in Stadtregionen (Heineberg:2001, S. 55-58/Zehner:2001, S.33).

Die Stadtregion gliedert sich in mehrere Teilräume ( Abbildung 1 ). Im Mittelpunkt befindet sich die Kernstadt als Verwaltungsgebiet der zentralen städtischen Gemeinde. Daran angrenzend findet sich das Ergänzungsgebiet, welches gemeinsam mit der Kernstadt als Kerngebiet der Stadtregion zusammengefasst wird. Danach folgen die verstädterte Zone und die Randzone, welche wiederum vom Umland umschlossen wird (Heineberg:2001, S. 55-58).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 : Schema der Stadtregion(Boustedt:1775, S. 344)

3.1. Kerngebiet

Das Kerngebiet (A, Abbildung 1) der Stadt setzt sich aus dem Ergänzungsgebiet und der Kernstadt zusammen. Die Kernstadt besitzt eine hohe Bebauungsdichte und liefert einer Vielzahl von Einrichtungen den nötigen Platz, wodurch sich hier die meisten administrativen und zentralen Einrichtungen, Unternehmen und Behörden ansiedeln. Weiterhin liegt eine große Auswahl an Arbeitsplätzen in den unterschiedlichsten Kategorien vor. Im Ganzen ist der Stadtraum komplex und das Beziehungsgeflecht sehr verzweigt, wogegen das einzelne Individuum in diesem Gebiet anonym bleibt. Ein negativer Aspekt der Kernstadt ist der Mangel an Umweltqualität, ebenso wie die Einschränkung bei der Gestaltung des persönlichen Wohnumfeldes.

Das Ergänzungsgebiet setzt sich aus den Gemeinden zusammen, welchen bis an die Kernstadt reichen. Diese Gemeinden ähneln weitestgehend in ihrer funktionalen und struktureller Hinsicht sowie im Siedlungscharakter der Kernstadt (Heineberg:2001, S. 55-58/Lichtenberger:1998, S. 42/Zehner:2001, S. 33).

3.2. Umlandzone

Wie das Modell zeigt, fügen sich an das Kerngebiet noch andere konzentrische Ringe an. Die Umlandzone (D) wird in die verstädterte Zone (B) und die Randzonen (C1, 2) untergliedert. In der verstädterten Zone ist die Siedlungsstruktur im Gegensatz zum Kerngebiet nicht mehr so dicht aufgebaut. Die hier lebende Bevölkerung pendelt zum größten Teil täglich in das Kerngebiet um ihrer Arbeit nachzugehen, woraus ersichtlich wird, dass die Erwerbsstruktur zum größeren Teil gewerblich ist.

Die Randzone gliedert sich noch einmal in zwei separate Ringe auf. Diese differenzieren sich durch die Einordnung der Bevölkerung nach der Erwerbsstruktur. So entstehen die innere Randzone (C1) und die äußere Randzone (C2). In der inneren Randzone ist der Anteil an Erwerbspersonen aus der Landwirtschaft wesentlich geringer als in der äußeren Randzone, an welche sich das Umland anschließt (Boustedt:1975, S. 344/Zehner:2001, S. 33).

3.3. Außenzone und Trabant

Die Außenzone (E) folgt der äußeren Randzone einer Stadtregion und schließt sich dem Ende der dichten Bebauungsstruktur des Kerngebietes an. Zu dieser Außenzone zählen nicht nur die Randzone und das anliegende Umland sondern auch das Ergänzungsgebiet und die verstädterte Zone. Im Verlauf der letzten Jahre hat sich die Außenzone zu einem wesentlichen Bestandteil einer Stadtregion entwickelt. Dabei lässt sie sich durch physiognomische und funktionelle Merkmale gut abgrenzen. Das erhöhte Flächenangebot führt zu einer geringeren Bebauungsdichte, wodurch die meisten flächenintensiven Nutzungen (große Industriebetriebe, Flughäfen, Parkplätze, Bahnhöfe und Friedhöfe) an den Rand der Stadt verlagert werden. Hinzu kommen noch Großformen des Handels und der Freizeit, sowie das Vorhandensein eines Grüngürtels, da auch die Wohnfunktion einen immer größer werdenden Stellenwert in der Außenzone einer Stadtregion zu verzeichnen hat.

Die Trabantenstadt (F) bildet eine städtebauliche und eigenständige Einheit, die sich in der Nähe einer Großstadt, innerhalb einer Stadtregion, befindet. Funktional ist sie eng mit der Kernstadt verbunden, besitzt aber einen eigenständigen Pendler- und Wirtschaftsbereich. Circa die Hälfte der Auspendler pendelt in das Kerngebiet einer Stadtregion (Fassmann:2004, S. 131-132/Leser:1997, S. 897/Lichtenberger:1998, S. 43).

4. Spezifisches Modell der Stadtregion der europäischen Stadt

Das Stadtmodell nach Elisabeth Lichtenberger bietet im Gegensatz zum Modell der Stadtregionen von Olaf Boustedt, der nur eine genaue Klärung der administrativen Bereiche zulässt, eine bessere Möglichkeit zur genauen Erfassung der Lage von Innenstadt, Industriegebiet, Wohnviertel, Grünanlagen und weiteren besonderen Zonen einer Stadt. Wie in Abbildung 2 gut erkennbar ist, liegt im Zentrum der Central Business District (CBD), der sich bei wirtschaftlichem Wachstum durch einen zweiten Ring erweitern kann. Im Anschluss daran befinden sich Wohngebiete, Industriegebiete und Freiflächen. Außerdem gibt es noch weitere Nutzungsformen, auf welche im Rahmen dieser Hausarbeit aber nicht weiter eingegangen wird (Fassmann:2004, S. 140).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Innere Differenzierung von Stadtregionen
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V197339
ISBN (eBook)
9783656235637
ISBN (Buch)
9783656240563
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innere Differenzierung von Stadtregionen, Definition der Stadtregion, Modell der Stadtregion, Außenzone und Trabant, Kerngebiet, Umlandzone, Central Business District und City, Wohngebiete, Industriegebiete, Grün- und Brachflächen
Arbeit zitieren
Erik Schrenner (Autor), 2010, Innere Differenzierung von Stadtregionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197339

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