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Anthropologien im Vergleich: Thomas Hobbes und Helmuth Plessner

Titel: Anthropologien im Vergleich: Thomas Hobbes und Helmuth Plessner

Seminararbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Severin (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Von den verschiedenen Ansätzen, die im Verlauf der Geschichte der Anthropologie entstanden sind, sollen hier nur zwei bearbeitet werden. Zum einen die Auffassung von Thomas Hobbes, wie er sie im Leviathan dargestellt hat, zum anderen die von Helmuth Plessner, die aus seiner philosophischen Anthropologie herausgearbeitet werden soll. Im Einzelnen wird es dabei um die beiden Schriften Die Stufen des Organischen und der Mensch und Macht und menschliche Natur gehen.
Die anthropologischen Theorien von Thomas Hobbes (1711 - 1776) und Helmuth Plessner (1882 - 1985) lassen sich insgesamt inhaltlich, schon aufgrund der zeitlichen Differenz, nur schlecht vergleichen. Allein die wissenschaftlichen Grundlagen der jeweiligen Zeit sind ganz verschieden. Im Speziellen ist ein Vergleich schwierig, weil sich die beiden Theorien auf verschiedene Grundlagen stützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anthropologie von Thomas Hobbes

2.1 Einführung

2.2 Die Bestimmung des Menschen im Leviathan

2.3 Naturzustand und Staatsbildung

3. Die Anthropologie von Helmuth Plessner

3.1. Einführung

3.2 Die Bestimmung des Menschen in Die Stufen des Organischen und der Mensch

3.2.1 Die exzentrische Position

3.2.2 Das Gesetz der natürlichen Künstlichkeit

3.2.3 Gesetz der vermittelten Unvermittelbarkeit. Immanenz und Expressivität

3.2.4 Das Gesetz des Utopischen Standortes. Nichtigkeit und Transzendenz

3.3 Macht und menschliche Natur

3.3.1 Unergründlichkeit

3.3.2 Der Mensch als Macht

4. Auswertung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die anthropologischen Theorien von Thomas Hobbes und Helmuth Plessner einander gegenüberzustellen, um ihre unterschiedlichen Auffassungen vom menschlichen Wesen, dessen Handlungsantrieben und der Entstehung von Kultur zu untersuchen. Trotz der erheblichen zeitlichen und wissenschaftstheoretischen Differenzen wird analysiert, inwieweit beide Ansätze den Menschen durch seine Fähigkeiten und die Einbeziehung verschiedener Wissensdisziplinen definieren.

  • Vergleich des Naturalismus bei Thomas Hobbes und der philosophischen Anthropologie bei Helmuth Plessner.
  • Analyse des menschlichen Handelns, der Selbsterhaltung und des Machtstrebens im Leviathan.
  • Untersuchung der "exzentrischen Position" des Menschen sowie der anthropologischen Grundgesetze bei Plessner.
  • Diskussion der Bedeutung von Kultur, Geschichte und Religiosität als menschliche Selbstschöpfung.
  • Kritische Gegenüberstellung des Menschen als "Was" (objektive Bestimmung) gegenüber dem Menschen als "Wie" (unbestimmbare Freiheit).

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die exzentrische Position

In den Stufen des Organischen und der Mensch wird die besondere Position des Menschen im Vergleich zum Pflanzen- und Tierreich dargelegt. Für diese Arbeit soll es genügen, die wichtigsten Grundzüge dessen, v.a. im Bezug auf den Menschen, darzustellen.

Kennzeichen des lebendigen Körpers ist nun nach Plessner [...] Positionalität, die ein spezifisches Verhältnis des Körpers zu seiner Grenze ermöglicht: Diese Grenze hat beim lebendigen Körper vermittelnde Funktion: sie fungiert als Medium zwischen Organismus und Umfeld [...].

Das Tier ist nicht selbstreflexiv. „Es erlebt Inhalt im Umfeld, Fremdes und Eigenes, [...] aber es erlebt nicht – sich.“ Es existiert im Hier-Jetzt, geht in ihm auf und ist damit in seine eigene Mitte (zentrische Position) gesetzt.

Der Mensch allerdings hat die Fähigkeit das, was sein Leben ausmacht, zu sich selbst in Beziehung zu setzten; „er lebt und erlebt nicht nur, sondern er erlebt sein erleben.“ Er weiß um seine Mitte, „[...] erlebt sie, und ist deshalb über sie hinaus.“ Seine Existenz ist daher von Extrentrizität geprägt. Diese exzentrische Position bezeichne „[...] den ortlosen Ort der Selbstgegebenheit als Selbstdistanz, der nicht durch Reflexion einholbar ist, sondern erst in dieser reflexiven Rückbezüglichkeit entsteht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Anthropologie als die Lehre von der Natur des Menschen und führt in die Vergleichsthematik zwischen Hobbes und Plessner ein.

2. Die Anthropologie von Thomas Hobbes: Dieses Kapitel erläutert Hobbes' mechanistisches Menschenbild im Leviathan, in dem Sinne, Leidenschaften und Selbsterhaltung das Handeln determinieren.

3. Die Anthropologie von Helmuth Plessner: Hier werden Plessners theoretische Grundlagen dargelegt, insbesondere die exzentrische Position, die anthropologischen Grundgesetze und die Unergründlichkeit des Menschen.

4. Auswertung: Das abschließende Kapitel kontrastiert die Ansätze: Während Hobbes den Menschen als determiniertes System begreift, betont Plessner die prinzipielle Unbestimmtheit und die ständige Selbstgestaltung des Menschen.

Schlüsselwörter

Anthropologie, Thomas Hobbes, Helmuth Plessner, Leviathan, exzentrische Position, Naturzustand, Macht, Selbsterhaltung, Philosophie, Naturalismus, Unergründlichkeit, Kultur, Handlung, Vernunft, Mensch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die anthropologischen Ansätze von Thomas Hobbes und Helmuth Plessner im Hinblick auf deren Definition des menschlichen Wesens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die menschliche Natur, das Handeln aus Trieb und Leidenschaft bei Hobbes sowie die exzentrische Existenzweise und die daraus resultierende kulturelle Schöpferkraft bei Plessner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und vor allem die grundlegenden Unterschiede zwischen einer naturalistischen und einer philosophisch-anthropologischen Deutung des Menschen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein vergleichender Ansatz gewählt, der die zentralen Schriften der Autoren, insbesondere den Leviathan und Die Stufen des Organischen und der Mensch, analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Hobbes' System von Körper und Bewegung sowie Plessners anthropologische Gesetze, wie die exzentrische Position und die natürliche Künstlichkeit, detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Anthropologie, Macht, Selbsterhaltung, exzentrische Position und Unergründlichkeit definieren.

Warum betrachtet Plessner den Menschen als unergründlich?

Weil Plessner den Menschen als ein Wesen versteht, das sich durch sein Handeln und seine Kultur stets neu bestimmt, anstatt durch eine statische Eigenschaft wie "Vernunft" oder "Trieb" endgültig definiert zu sein.

Wie unterscheidet sich Hobbes' Machtverständnis von dem Plessners?

Bei Hobbes ist Macht primär ein Mittel zur Selbsterhaltung im Kriegszustand aller gegen alle; bei Plessner hingegen ist der Mensch nicht nur im Besitz von Macht, er existiert selbst als Macht.

Welche Rolle spielt die Kultur bei Plessner?

Kultur fungiert bei Plessner als notwendiges Komplement zur menschlichen Exzentrizität, da der Mensch durch seine Position zur Welt gezwungen ist, sich durch Werke eine stabile Mitte zu schaffen.

Was bedeutet das "Gesetz der natürlichen Künstlichkeit"?

Es besagt, dass der Mensch von Natur aus künstlich ist, da er sich aufgrund seiner exzentrischen Daseinsweise durch Kulturleistungen ausgleichen und seine Lebenswirklichkeit aktiv gestalten muss.

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Details

Titel
Anthropologien im Vergleich: Thomas Hobbes und Helmuth Plessner
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Seminar für Philosophie)
Veranstaltung
Helmuth Plessner: Macht und menschliche Natur
Note
2,0
Autor
Sandra Severin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V197407
ISBN (eBook)
9783656235989
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anthropologie Thomas Hobbes Helmuth Plessner
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Severin (Autor:in), 2009, Anthropologien im Vergleich: Thomas Hobbes und Helmuth Plessner, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197407
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