Unterrichtseinstiege - Theorie und praktische Analyse eines Unterrichtseinstiegs


Hausarbeit, 2012
10 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Anfangssituationen, Stundeneröffnung und Unterrichtseinstieg

3. Didaktische Funktion und Merkmale von Unterrichtseinstiegen

4. Analyse eines Unterrichtseinstieg aus Praktikum

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einführung

„Der Lehrer betritt den Klassenraum. Es geht drunter und drüber. Lautstark unterhalten sich die Schüler. Einige springen über die Tische, andere spielen „Ringen auf dem Boden“, eine weitere Gruppe singt einen aktuellen Chart-Hit. Der Lehrer wird bemerkt, aber ignoriert. Er bittet lautstark um Ruhe. Die Schüler setzen sich langsam und auffallend träge auf ihre Plätze. Der Lehrer beginnt mit dem Unterricht.“[1]

Diese exemplarische Szene zeigt, wie der Unterrichtsalltag in Klassenzimmer oftmals aussieht. Die Institution Schule ist der Ort, an dem soziales Geschehen und Kommunikation im Vordergrund der Schüler steht. Der Lehrer unterbricht mit seinem Unterricht gewissermaßen diese Handlungen. Desinteresse und mangelnde Lernbereitschaft können die Folge sein und den Stundenbeginn zur Qual machen.[2]

Wie umschifft der Lehrer diese heiklen Punkte ohne dabei Zeit zu vergeuden und schafft es, dass die Schüler umschalten und mit Interesse seinem Unterricht folgen? Diese Hausarbeit wird sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Kriterien und Funktionen ein gelungener Unterrichtseinstieg erfüllen muss und sie an einem Beispieleinstieg analysieren.

Zu Beginn werden drei Definitionen zu verschiedenen (Unterrichts-)Begriffen abgegeben. Allgemein was unter Anfangssituationen verstanden wird, sowie um einen Schulbezug herzustellen, die Unterschiede zwischen einer Stundeneröffnung und dem Unterrichtseinstieg.

Im Anschluss werden die didaktische Funktion und Merkmale von Unterrichtseinstiegen genauer betrachtet und herausgearbeitet, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um von einem gelungen Einstieg sprechen zu können.

Mit dem bisher zusammengetragenen Wissen vergleicht die Hausarbeit im folgenden Abschnitt den Unterrichtsentwurf eines Studenten und misst ihn an den Kriterien eines guten Unterrichtseinstiegs, um festzustellen, was daran gelungen war und welche Aspekte zu kurz kamen oder vergessen wurden.

Abschließend wird anhand des Beispiels ein Fazit gezogen, was man bei einem Unterrichtseinstieg beachten muss, was genau einen gelungenen Einstieg ausmacht und ob es sich hierbei um einen solchen handelt.

2. Anfangssituationen, Stundeneröffnung und Unterrichtseinstieg

Anfangssituationen knüpfen an kulturspezifische, gemeinsame Bedeutungen an, welche auf vergleichbaren Erfahrungen beruhen. Die Situation hat etwas Überindividuelles, also Allgemeines, wie ein von vielen Beteiligten feststellbares Interaktionsmuster, zum Beispiel Erheben vor Unterrichtsbeginn. Auf der anderen Seite besitzt sie aber auch etwas Individuelles, da unterschiedliche Subjekte in ihr aktiv sind.[3]

Situationen sind als Prozesse zu verstehen und stellen keine Tatbestände dar. Soziale Situationen stellen sich erst durch die unterschiedlichen Blickwinkel und Interessen der darin involvierten Handlungspartner her. Sie sind für alle darin Beteiligte besondere Gegebenheiten, also sowohl „deine“, als auch „meine“ Anfangssituation.[4] Nicht nur der Ort bestimmt eine Situation, sondern auch die Zeiten, finanzielle Bedingungen und Lehr-/Lernstrukturen.[5] Jedes beteiligte Individuum soll als aktiv situationsgestaltend verstanden werden, da es Anpassungsleistungen erbringt und gleichzeitig seine Umwelt damit verändert.[6]

Stundeneröffnungen sind nicht gleichzusetzen mit Unterrichtseinstiegen. Sie fallen zwar manchmal zeitlich zusammen, jedoch nur dann, wenn der Stundenbeginn auch der Beginn eines neuen Themas ist. Die Stundeneröffnung beschreibt wie der Lehrer handelt, wenn er den Raum betritt. Sie hat die Funktion, dass alle Beteiligten sich auf den Unterricht vorbereiten und eine angemessene Lernatmosphäre schaffen. In dieser Phase werden zudem wichtige Anliegen geklärt und eine kurze Wiederholung des Stoffes durchgeführt. Rituale nehmen in der Stundeneröffnung eine wichtige Funktion ein, da sie eine beruhigende und disziplinierende Wirkung auf Schüler haben.[7]

[...]


[1] vgl. Thömmes, A.: Produktive Unterrichtseinstiege. 100 motivierende Methoden für die Sekundarstufen. Mühlheim an der Ruhr, 2005, S.8.

[2] vgl. ebd. S.10.

[3] vgl. Geißler, K.: Anfangssituationen: was man tun kann und besser lassen sollte. 3.Aufl.. Weinheim u.a., 1989, S.48.

[4] vgl. ebd., S.49.

[5] vgl. ebd., S.50.

[6] vgl. ebd., S.51.

[7] vgl. http://www.studienseminar-lueneburg.de/fach/musik/musik/Fachsitzungen_files/unterrichtseinstieg.pdf (05.02.2012).

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Unterrichtseinstiege - Theorie und praktische Analyse eines Unterrichtseinstiegs
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Unterricht beobachten, rekonstruieren, initiieren
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V197428
ISBN (eBook)
9783656236627
ISBN (Buch)
9783656237709
Dateigröße
451 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtseinstiege
Arbeit zitieren
Clemens Wandke (Autor), 2012, Unterrichtseinstiege - Theorie und praktische Analyse eines Unterrichtseinstiegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197428

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