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Zu "Hans und Heinz Kirch"

Erzähltheorie, Interpretationsansätze und mögliche Einbindung in den Deutschunterricht

Titel: Zu "Hans und Heinz Kirch"

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 12

Autor:in: Tanja Bierau (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Begriffe "Novelle" und "Bürgerlicher Realismus" werden kurz erläutert. Anschließend werden die beiden Protagonisten vorgestellt und der Aufbau skizziert. Interpretationsansätze werden vorgestellt und es folgt eine kleine didaktische Analyse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

2.1 Die Novelle

2.2 Der Bürgerliche Realismus

3. Hans und Heinz Kirch

3.1 Hauptfiguren

3.2 Erzähltheorie

3.3 Aufbau

3.4 Dingsymbol und unerhörte Begebenheit

3.5 Interpretationsansätze

4. Hans und Heinz Kirch für Schülerinnen und Schüler

4.1 Verortung der Novelle im Hessischen Lehrplan

4.2 Mögliche Einbindung in den Deutschunterricht

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Theodor Storms Novelle "Hans und Heinz Kirch" sowohl literaturwissenschaftlich zu analysieren als auch didaktische Wege für den Einsatz im Deutschunterricht zu explorieren, wobei insbesondere der Vater-Sohn-Konflikt und der sozio-historische Kontext im Realismus im Fokus stehen.

  • Analyse der Erzählstruktur und der zentralen Charaktere
  • Untersuchung der Rolle des Dingsymbols und der unerhörten Begebenheit
  • Interpretation des Vater-Sohn-Konflikts vor dem Hintergrund bürgerlicher Normen
  • Didaktische Konzepte zur Motivierung und Erschließung der Novelle im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.3 Aufbau

Entgegen des eigentlichen Novellenaufbaus mit Rahmen- und Binnenerzählung gibt es bei Hans und Heinz Kirch keine Rahmenerzählung. Die Handlung der Novelle spielt im Heiligen Römischen Reich. Zeichen hierfür sind die Reichspost (vgl. Storm 2010, 24) und der große Fisch am Rathaus (vgl. ebd., 29), welcher laut Scholtzens Chronik bei der Flut 1742 in Heiligenhafen gefangen wurde (vgl. Laage 1977, 72f).

Die Novelle ist in 17 Abschnitte gegliedert, welche jeweils ein Thema, bzw. einen Lebensausschnitt beschreiben. Nach einer bündigen Beschreibung der Stadt und deren Umgebung folgt eine kurze Schilderung des Protagonisten Hans Adam Kirch.

Im weiteren Verlauf kommt es zu insgesamt fünf Brüchen zwischen dem Vater Hans Adam und dem Sohn Heinz Kirch. Der erste Bruch vollzieht sich bereits als Heinz sechs Jahre alt ist und mit ansehen muss, wie sein Freund und des Vaters Schiffsjunge Jürgen „[…] von seinem Vater auf das Grausamste gezüchtigt wurde.“ (Storm 2010, 9). Als Heinz erst nach dem Läuten der Bürgerglocke heimkehrt und die Mutter ihm die verschlossene Tür öffnen muss, was der Vater mitbekommt, kommt es zum zweiten Bruch mit dem Vater. Ein dritter Bruch zwischen den beiden entsteht durch einen Brief an Heinz, „[…], in welchem […] sich der jähe Zorn [des Vaters, T.B.] ergoss, […]“ (ebd., 19). Dass Hans den unfrankierten Brief des Sohnes abweist stellt den vierten Bruch dar. Der fünfte und letzte Bruch entsteht schließlich dadurch, dass Hans Kirch seinen Sohn auszahlen und somit loswerden will. Von Bruch zu Bruch wird eine Versöhnung immer unwahrscheinlicher. Die Brüche stellen außerdem eine Steigerung des Vater-Sohn-Konfliktes dar, wobei der vierte Bruch die erste und der letzte Bruch die zweite Verstoßung bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das Vorhaben, die Novelle sowohl narratologisch und thematisch zu untersuchen als auch einen didaktischen Leitfaden für deren Behandlung in der Schule zu entwickeln.

2. Begriffsbestimmung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Gattung Novelle sowie die spezifischen Merkmale des Bürgerlichen Realismus als literarische Epoche definiert.

3. Hans und Heinz Kirch: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Novelle, von der Figurenkonstellation und Erzählstruktur über die Symbolik bis hin zu tiefgreifenden Interpretationsansätzen des Konflikts.

4. Hans und Heinz Kirch für Schülerinnen und Schüler: Dieses Kapitel verortet das Werk im Hessischen Lehrplan und entwirft praktische methodische Ansätze, um die Novelle in einer neunten Klasse motivierend zu behandeln.

5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf offene Forschungsfragen zur Symbolik und Figurenzeichnung der Novelle.

Schlüsselwörter

Theodor Storm, Hans und Heinz Kirch, Bürgerlicher Realismus, Vater-Sohn-Konflikt, Novelle, Erzähltheorie, Dingsymbol, Schuld, Entfremdung, Didaktik, Hessischer Lehrplan, Literaturunterricht, Gesellschaftskritik, Moral, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Novelle "Hans und Heinz Kirch" von Theodor Storm unter besonderer Berücksichtigung ihrer narrativen Struktur, der sozialen Konflikte und ihrer didaktischen Verwendbarkeit im Deutschunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen der Vater-Sohn-Konflikt, der Einfluss bürgerlicher Normen und materieller Werte auf das Familienleben sowie die Frage nach der Identität und Entfremdung der Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Novelle durch eine literaturwissenschaftliche Analyse zu erschließen und fundierte Vorschläge für eine didaktische Einbindung in den Schulunterricht der neunten Klasse abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Textanalyse, zieht ausgewählte Fachliteratur zur Interpretation heran und verbindet dies mit didaktischen Methoden zur Unterrichtsgestaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Hauptfiguren, die Erzählstruktur, die Bedeutung von Dingsymbolen wie dem Ring und den Briefen sowie die zentralen Interpretationsansätze zur Verstoßung des Sohnes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind: Bürgerlicher Realismus, Vater-Sohn-Konflikt, Dingsymbolik, soziale Aufstiegsmanie, literarische Didaktik und Kommunikation zwischen den Generationen.

Welche Rolle spielt das Dingsymbol in der Novelle laut der Autorin?

Dingsymbole wie der Ring und die Briefe werden als Indikatoren für das Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation und als Ausdruck der Verfestigung des Vater-Sohn-Konflikts gedeutet.

Wie begründet die Autorin die didaktische Eignung der Novelle?

Sie hält das Werk für geeignet, da es trotz des historischen Kontexts zeitlose Fragen zum Erwachsenwerden und zu familiären Erwartungshaltungen aufwirft und durch die Liebesgeschichte zwischen Heinz und Wieb einen Lebensweltbezug bietet.

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Details

Titel
Zu "Hans und Heinz Kirch"
Untertitel
Erzähltheorie, Interpretationsansätze und mögliche Einbindung in den Deutschunterricht
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Germanistik)
Veranstaltung
Novellen im Bürgerlichen Realismus
Note
12
Autor
Tanja Bierau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V197433
ISBN (eBook)
9783656998648
ISBN (Buch)
9783656998891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hans und Heinz Kirch Theodor Storm Novelle Bürgerlicher Realismus Vater-Sohn-Konflikt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Bierau (Autor:in), 2012, Zu "Hans und Heinz Kirch", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197433
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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