Diese Erörterung systematisiert transkulturelle Heilsysteme in einer dreifältigen rational, prärationalen, suprarationalen Systematik und integriert sie in die Einheit ihrer interdependenten Ganzheit. Die Silbe „Heil-“ kann etymologisch auf germanische und griechische Wurzeln („holos“), mit der Bedeutung von Ganzheit und Einheit zurückgeführt werden. Sie sind ein Aspekt des Geheimnisses des Lebens, das sich nicht aus der Summe der Komponenten erklären lässt. Die diversen Heilssysteme suchen die Einheit und Integrität unter ihrem jeweiligen Blickwinkel zu erhalten oder wiederherzustellen: die rationalistische Medizin von ihrer bekannteren Warte her, die prärational basierte Sichtweise von der Basis des Menschen her und die suprarationale von seinen höheren Integrationsfunktionen her. Indes, die Synergie der Systeme eröffnet neue Horizonte.Somit ist diese Erörterung eher strategischer und systemischer, als operativer Natur, die darauf abzielt, das Heilwesen des individuellen und des sozialen Organismus in die Integralität der Integrität der Schöpfung des alles bedingenden Feldes, das hin und wieder als Quantenfeld oder Matrix, etc. bezeichnet wird, einzubinden.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort: Integrales Gesundheitsmanagement 8
Teil 1 DAS HEILWESEN DES INDIVIDUELLEN ORGANISMUS 11
Abschnitt 1 Das rationalistisch basierte Heilwesen 12
Kapitel 1: Gesundheit und Leben: Die wertvollsten Schätze des Menschen und der Gesellschaft 12
Kapitel 2: Die Allopathie 17
Kapitel 3: Die Homöopathie 23
Abschnitt 2 Das suprarational basierte Heilswesen 40
Kapitel 1: Die Axiomatik einer ganzheitlichen Wissenschaft vom Menschen basierend auf der Kardiologin und Universalgelehrten Dr. Thérèse Brosse, Paris, Frankreich 40
Abschnitt 3 Das prärational basierte Heilwesen 79
Kapitel 1: Das System des Seitai (Normalisiertes Terrain) 79
Kapitel 2: Eine transkulturelle Psychophysiologie 85
Teil 2 DAS HEILWESEN DES SOZIALEN ORGANISMUS 96
Kapitel 1: Aspekte der wirtschaftlichen und finanziellen Integrität des lokal-global vernetzten sozialen Organismus: 97
Kapitel 2: Politische Dimensionen von Krieg und Frieden im sozialen Organismus 101
Kapitel 3: Soziokulturelle Heilung 114
Teil 3 AD INTEGRUM: Die Integration des individuellen und sozialen Organismus in der Integrität der Schöpfung 115
A. Die Integrität der Schöpfung 119
1. Kulturelle Identität und Ethik im Kontext der Integrität der Schöpfung 119
B. Fundamente und Grundlagen der Kultur 131
1. Die Kultur und die Schöpfungsordnung 131
C. Das religiöse Bewusstsein als einheitsstiftendes Prinzip der Menschheit 141
1. Menschliche Defizite hinsichtlich der komplementären Erkenntnis der Einheit und der Diversität 143
a. Auf der individuellen Ebene
b. Auf der kollektiven Ebene
2. Grundlagen und Weg der Einheit 153
D. Metaphysik und Kultur 160
1. Der Primat Gottes 160
2. Die biologische, die psychologische und die geistige Natur ganzheitlicher menschlicher Kultur 170
Teil 4 Das Management interkultureller Transitionen und Schnittstellen 183
Kapitel 1: Diagnostisch-therapeutische Aspekte von Auslandsentsendungen 184
Kapitel 2: Psychophysiologische Aspekte der kulturellen Diversität 190
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, transkulturelle Heilsysteme in einer dreifältigen Systematik (rational, prärational, suprarational) zu systematisieren und in eine übergeordnete, integrative Einheit einzubetten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Möglichkeit, individuelles und soziales Heilwesen als komplementäre, interdependent vernetzte Prozesse innerhalb der Integrität der Schöpfung zu begreifen, um eine ganzheitliche Managementstrategie für globale, kulturelle Diversität zu entwickeln.
- Systematisierung transkultureller Heilsysteme
- Integration rationaler, prärationaler und suprarationaler Aspekte
- Konzeptualisierung eines integralen Gesundheitsmanagements
- Analyse soziokultureller Heilungsprozesse in globalen Kontexten
- Entwicklung des transkulturellen "DOME-Modells" als Diagnostik- und Profiling-Instrument
Auszug aus dem Buch
Kap. 2: Die Allopathie: Gespräch in Berlin mit Prof. Dr. Joseph Murray, Nobelpreisträger der Medizin der Harvard University, USA
G.D.: Ihre herausragende Karriere als Mediziner umspannt mehr als ein halbes Jahrhundert und wurde durch den Nobelpreis der Medizin gekrönt. Herzlichen Glückwunsch! - Könnten Sie bitte einige Erkenntnisse und Einsichten aus ihrem Lebenswerk mit uns teilen?
Prof. Murray: Ja, ich glaube schon. Wenn ich auf die sechsundsiebzig Jahre meines Lebens zurückblicke, so bezieht sich eine meiner wichtigsten Einsichten auf die Bedeutung einer stabilen Familie, mit elterlicher Liebe, die Liebe meiner Gattin, Kinder, Freunde... und Lehrer. Ich denke das war die stabilisierende Kraft in meinem Leben. Ich wurde - um die spirituelle Seite miteinzubeziehen - römisch katholisch erzogen, was mein ganzes Leben hindurch eine stabilisierende und informationsreiche Quelle des Wissens und der Kraft war.
G.F. Welche Gedanken und Gefühle bewegen Sie, wenn Sie die gegenwärtige Medizin betrachten? Wie bewerten sie den medizinischen Sektor an der Schwelle des einundzwanzigsten Jahrhunderts?
Prof. Murray: Die heutige Medizin ist besser als je zuvor in der Geschichte. Wir können heute Krankheiten diagnostizieren und behandeln, wie wir es niemals zuvor konnten.
G.D.: Teilen Sie die Sorge vieler Mitmenschen, die der Ansicht sind, dass die heutige Medizin zu technisch und finanziell orientiert ist und deshalb der primären zwischenmenschlichen, altruistischen Eigenschaften entbehrt?
Prof. Murray: Nein, ich teile diese Sorge nicht. Die Medizin ist ein Beruf, eine Berufung, wenn sie möchten, deren Ziel es ist, dem Mitmenschen zu helfen. In jeder Generation und in jedem Jahrhundert gab es stets Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen Heilendem und Patienten, aber heute sind wir dazu in der Lage, dem Patenten besser zu helfen als je zuvor.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Gesundheit und Leben: Die wertvollsten Schätze des Menschen und der Gesellschaft: Dieses Kapitel erörtert die grundlegende Bedeutung von Gesundheit als vitales Gut und beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel der medizinischen Rolle vom gottähnlichen "Gott in Weiß" hin zur zunehmenden Bürokratisierung und Ökonomisierung.
Kapitel 2: Die Allopathie: In diesem Gespräch reflektiert Prof. Dr. Joseph Murray über die Fortschritte der modernen Medizin, die Bedeutung menschlicher Werte und die Rolle der Technik, wobei er betont, dass eine technisierte Medizin nicht zwingend an Humanität verlieren muss.
Kapitel 3: Die Homöopathie: Dr. Rajan Sankaran erläutert den ganzheitlichen Ansatz der Homöopathie, die den Menschen nicht als Summe von Bestandteilen, sondern als Ausdruck einer immateriellen Lebenskraft (Dynamis) betrachtet, und stellt die Kooperation verschiedener medizinischer Schulen als notwendigen Schritt zur Heilung des Ganzen dar.
Schlüsselwörter
Transkulturelle Medizin, Integrales Gesundheitsmanagement, Heilwesen, Ganzheitlichkeit, Schöpfungsordnung, Interkulturelles Management, Psychophysiologie, Seitai, Homöopathie, Allopathie, Bewusstseinslogik, Diversität, Integration, Kulturkonflikt, Transkultureller Profiler
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht transkulturelle Heilsysteme und deren Integration in ein ganzheitliches, auf der "Integrität der Schöpfung" basierendes Gesundheits- und Kulturmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Systematisierung medizinischer Weltanschauungen, die psychophysiologischen Grundlagen kultureller Diversität sowie Strategien für interkulturelle Transitionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein erkenntnistheoretisches Fundament für eine transkulturell-integrative Medizin zu legen, um Gesundheit und gesellschaftliches Zusammenleben durch ein besseres Verständnis des menschlichen Bewusstseins zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein systemischer und interdisziplinärer Ansatz gewählt, der Erkenntnisse aus der Managementforschung, Psychologie, Biologie, Philosophie und interkulturellen Studien synthetisiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Heilwesen des individuellen und sozialen Organismus durch Gespräche mit Experten aus verschiedenen Fachrichtungen und erarbeitet Modelle zur Integration von Gegensätzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Transkulturalität, Integrale Medizin, Schöpfungsordnung, Quantenphysikalische Metaphern der Medizin und Bewusstseinsmanagement.
Was verbirgt sich hinter dem "Dom-Modell"?
Das Dom-Modell ist ein von Gebhard Deißler entwickeltes transkulturelles Managementmodell (auch 12-Oktaven-Modell genannt), das eine dreifache Ebenenstruktur zur Visualisierung menschlicher Bewusstseinsarchitektur im globalen Managementkontext nutzt.
Welche Rolle spielt die "Quantenkultur" in der Arbeit?
Die Quantenkultur wird als Metapher verwendet, um die Komplementarität der Wirklichkeit zu verdeutlichen und aufzuzeigen, dass die Wahrnehmung des Beobachters das kulturelle Umfeld und somit das Ergebnis des Heilungs- oder Managementprozesses mitbestimmt.
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- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Author), 2012, Transkulturelle Medizin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197441