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Demokratie und Machtpolitik im antiken Athen

Eine Untersuchung des Verhältnisses von Innenpolitik und Außenpolitik im vierten Jahrhundert vor Christus

Titel: Demokratie und Machtpolitik im antiken Athen

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Steffen Rudolph (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Die athenische Demokratie im vierten Jahrhundert v. Chr. war die erste demokratische Weltmacht der Geschichte. Die Reformen des Kleisthenes (ca. 508 v. Chr.) wurden von der Bürgerschaft getragen und Athen gilt als Wiege der Demokratie.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen über die Ausprägung der
Demokratie, Theater und Philosophie. Später verlagerte sich der Fokus in der Forschung auf machtpolitische Aspekte und die großen Kriege. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt diese Arbeit, die sich fragt, in welchem Verhältnis die innere Verfasstheit des Athener Gemeinwesens mit der Dynamik der attischen Expansion steht. Dazu wird der Zusammenhang zwischen Demokratie im Inneren und
außenpolitischer Planung führender Repräsentanten bzw. Entscheidungsfindung in der Athener Volksversammlung beleuchtet. Wie ist unter diesen Gesichtspunkten die attische Expansion, der delisch-attische Seebund und der Peloponnesische Krieg zu sehen?

Dies sind die zentralen Fragen dieser Arbeit. Meier führt dazu an, dass Krieg und Demokratie die Voraussetzung der Dynamik der attischen Expansion waren. Sie stärkte nach seiner Auffassung zwar die Demokratie, führte aber häufig zu Kriegen. In die gleiche Kerbe schlägt Bachteler, der am Beispiel Athens seine These zu verifizieren
versuchte, dass griechische Demokratien genauso aggressiv waren, wie andere Staatsformen dieser Zeit. In dieser Arbeit wird in Ergänzung dazu die These vertreten, dass der Zusammenhang von Machtpolitik und Demokratie im klassischen Athen in einem größeren Rahmen betrachtet werden muss. Nur im Rahmen der Konkurrenz im gesamten griechischen Siedlungsgebiet und der angrenzenden Territorien werden die
Entscheidungen der Athener verständlich.

Im ersten Abschnitt wird dazu von den Reformen des Kleisthenes ausgehend, das Verhältnis von innerer Konsolidierung und dem Aufstieg Athens zur Großmacht skizziert. Im zweiten Abschnitt wird auf Basis der Fragestellung auf den delischattischen Seebund und die Art der Herrschaft Athens eingegangen. Der dritte Abschnitt
betrachtet den Peloponnesischen Krieg gemäß der Zielsetzung dieser Arbeit. Ziel ist dabei jeweils nicht die Darstellung aller Gescheh-nisse, sondern lediglich die Betrachtung der für die Frage-stellung relevanten Entwicklungen. Die Ergebnisse werden in einem kurzen Fazit zusammen gefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Aufstieg zur Großmacht

II. Athens Herrschaft über den Seebund

III. Der Peloponnesische Krieg

IV. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen der inneren demokratischen Verfasstheit Athens im vierten Jahrhundert vor Christus und seiner machtpolitischen Dynamik nach außen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern demokratische Entscheidungsprozesse innerhalb der Volksversammlung mit der athenischen Expansionspolitik, dem delisch-attischen Seebund und dem Verlauf des Peloponnesischen Krieges korrespondieren.

  • Wechselwirkung zwischen athenischer Innen- und Außenpolitik
  • Die Dynamik der attischen Expansion und deren innenpolitische Triebkräfte
  • Strukturanalyse des delisch-attischen Seebundes und der athenischen Hegemonie
  • Ursachen, Phasen und Auswirkungen des Peloponnesischen Krieges
  • Historische Einordnung der athenischen Demokratie in den Kontext der antiken Staatenwelt

Auszug aus dem Buch

I. Aufstieg zur Großmacht

Der Sturz der Tyrannis der Peisistratiden durch die Intervention der Spartaner im Jahr 510 v. Chr. leitete nach Welwei eine neue Epoche ein. Die Reformen des Kleisthenes vollendeten die Demokratie und wurden von einer breiten Bürgerschaft getragen. Dank der inneren Konsolidierung und der Stärke der neuen Ordnung konnten die Athener einen wichtigen Beitrag zur Abwehr der Perser leisten. Wie Smith erkennt, wurde das Ende der Tyrannis erst durch die Präsenz der spartanischen Truppen ermöglicht, einen großen Volksaufstand gab es in der gesamten Dauer der Tyrannis nicht. Dennoch hatte die Tyrannis letztendlich dazu beigetragen, dass demokratische Denken in Athen zu stärken, die Tyrannis blieb nur ein Zwischenspiel.

Die innere Konsolidierung führte auch zu neuen Zielvorstellungen in der Bürgerschaft. Die Befriedigung sozialer und wirtschaftlicher Bedürfnisse war mit den Mitteln innerer Reformen nicht mehr möglich, wie Wirth ausführt. Die logische Folge war die Unterwerfung auswärtiger Territorien zugunsten der eigenen Wohlfahrt. Dabei war die Wohlfahrt der Unterworfenen nicht ausgeschlossen. Später wurde zur Rechtfertigung des athenischen Imperialismus meist der Panhellenismus und die Perserabwehr vorgebracht, dies erscheint jedoch als Propaganda. Vielmehr stellt das Verhalten der Athener die Einordnung in das Machtgefüge des Mittelmeerraumes dar. Dieses erlaubte die Vielfalt kleiner heterogener Stadtstaaten schlichtweg nicht mehr. Da es keine anerkannte Ordnungsmacht gab, blieb den Athenern nur die Wahrnehmung der eigenen Interessen. Dies ist nach machtpolitischen Gesichtspunkten vor allem durch die eigene Hegemonie möglich, wie die Staatenwelt des 20. Jahrhunderts ja noch zeigte. Die vielfachen Wechselwirkungen zwischen Innen- und Außenpolitik bedingten sich gegenseitig und standen in enger Kausalität.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie die athenische Demokratie mit ihrer expansiven Außenpolitik und den machtpolitischen Dynamiken des antiken Griechenlands zusammenhängt.

I. Aufstieg zur Großmacht: Dieses Kapitel skizziert die Phase der inneren Konsolidierung nach den Reformen des Kleisthenes und analysiert, wie diese zu einem machtpolitischen Aufstieg und zur ersten Koloniegründung Athens führte.

II. Athens Herrschaft über den Seebund: Hier wird die Transformation des Seebundes von einem Defensivbündnis hin zu einem athenischen Imperium sowie die Ausübung athenischer Herrschaft und deren innenpolitische Legitimation untersucht.

III. Der Peloponnesische Krieg: Das Kapitel behandelt die Phasen des Krieges, die Kriegsschuldfrage und die Rolle führender Repräsentanten wie Perikles im Kontext der athenischen Demokratie.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Verhalten Athens historisch ein, indem es die Aggressivität der athenischen Demokratie als Spiegelbild der damaligen Staatenwelt interpretiert.

Schlüsselwörter

Athen, Demokratie, Machtpolitik, Kleisthenes, Seebund, Peloponnesischer Krieg, Perikles, Imperialismus, Hegemonie, Außenpolitik, Innenpolitik, Bürgerschaft, Expansion, Antike, Staatsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Innen- und Außenpolitik des antiken Athens im vierten Jahrhundert v. Chr. und analysiert, wie das demokratische System mit der expansiven Machtpolitik der Stadt interagierte.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Publikation behandelt?

Zentrale Themen sind die Entstehung und Konsolidierung der athenischen Demokratie, die Strukturen des delisch-attischen Seebundes, die Dynamiken des Peloponnesischen Krieges sowie die Rolle athenischer Strategen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, in welchem Verhältnis die innere demokratische Verfassung des Athener Gemeinwesens zu seiner außenpolitischen Dynamik und den militärischen Entscheidungen stand.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung der einschlägigen Fachliteratur und antiken Quellen basiert, um machtpolitische Entwicklungen in den Kontext der demokratischen Strukturen zu setzen.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert den Aufstieg zur Großmacht, die zunehmend hegemoniale Herrschaft über den Seebund sowie die Ursachen und den Verlauf des Peloponnesischen Krieges.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen zählen athenische Demokratie, Machtpolitik, Imperialismus, Seebund, Hegemonie und der historische Kontext der antiken griechischen Staatenwelt.

Inwiefern beeinflusste der Seebund die Wahrnehmung der athenischen Demokratie?

Die Herrschaft der Volksversammlung über den Seebund wurde von den Athenern als Ausdruck ihrer Demokratie verstanden, wobei die Ausbeutung von Verbündeten zur Sicherung des eigenen Lebensstandards und des sozialen Aufstiegs in Kauf genommen wurde.

Welche Rolle spielte Perikles bei der Ausformung der athenischen Expansion?

Perikles agierte als Stratege, dessen außenpolitische Konzepte – erst der Ausgleich, später die wirtschaftliche Expansion – in weiten Teilen vom Willen der Volksversammlung getragen wurden, wobei er eine entscheidende, aber nicht alleinige Rolle bei der Eskalation zum Krieg spielte.

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Details

Titel
Demokratie und Machtpolitik im antiken Athen
Untertitel
Eine Untersuchung des Verhältnisses von Innenpolitik und Außenpolitik im vierten Jahrhundert vor Christus
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Seminar für Didaktik der Geschichte )
Veranstaltung
Antike und moderne Demokratie“
Note
1,7
Autor
Steffen Rudolph (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V197470
ISBN (eBook)
9783656236238
ISBN (Buch)
9783656238362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antike Demokratie Macht Innenpolitik Außenpolitik Dynamik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffen Rudolph (Autor:in), 2012, Demokratie und Machtpolitik im antiken Athen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197470
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Leseprobe aus  14  Seiten
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