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Höheres Wachstumspotential durch gebildete Frauen?

Über die Auswirkungen geschlechterdiskriminierender Bildung in Entwicklungs- und Schwellenländern

Titel: Höheres Wachstumspotential durch gebildete Frauen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Fanny Schories (Autor:in)

VWL - Konjunktur und Wachstum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

“[We believe] in full and equal opportunities for educa-tion for all, in the unrestricted pursuit of objective truth, and in the free exchange of ideas and knowledge”

Schon 1945 schrieb die Unesco sich diesen Satz in ihre Verfassung. Dieses Ziel muss auch mehr als 60 Jahre später weiterhin als ambitioniert gelten, denn noch immer hat die Völ-kergemeinschaft die “full and equal opportunities for education for all“ noch nicht erreicht. Gleichheit allgemein und Gleichheit in Bildung sind nicht nur Werte an sich, sondern auch instrumentell wichtig, wenn Armut reduziert und Wachstum gefördert werden soll. Mit steigender Bildung werden zahlreiche Faktoren assoziiert, die positive Auswirkungen auf Wohlfahrt und Lebensqualität eines Landes mit sich bringen: Steigendes Humankapital steigert die Produktivität, stimuliert daher Investitionen und erhöht das Einkommen. Die Bildung von Frauen ist aber auch eng mit sozialen Fortschritten wie sinkender Fertilität und Kindersterblichkeit verknüpft. Diese Variablen möchte ich im ersten Teil meiner Ar-beit auf dem theoretischen Fundament des Solow-Modells betrachten und so die Kosten der Bildungsungleichheit für Entwicklungs- und Schwellenländer beleuchten. Ich benutze im Zuge dessen u.a. die Arbeiten von Stephan Klasen, der die Folgen geschlechterdiskri-minierender Bildung für die Wachstumsdeterminanten Investitionen und Bevölkerungs-wachstum untersucht hat. Dabei wird sich zeigen, dass geringeres Humankapital durch Ungleichheit in Bildung tatsächlich direkt und indirekt für Wachstumsverluste verantwort-lich ist. Zunächst möchte ich nun kurz feststellen, ob überhaupt geschlechtsspezifische Ungleichheit in Bildung besteht, um dann auf ihre Auswirkungen auf Humankapital, In-vestitionen, Fertilität und Kindgesundheit einzugehen. Im darauf folgenden Kapitel der Arbeit zeige ich politische Maßnahmen zur Reduktion von Ungleichheit und beleuchte die praktische Seite des Themas anhand einer Fallstudie über Indien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bildung als Faktor für Wachstum: eine theoretische Annäherung

2.1 Das Solow-Modell mit Humankapital

2.2 Existiert Ungleichheit in Bildung?

2.3 Kosten der Ungleichheit – wie mehr Bildung für Frauen die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben könnte

2.3.1 Humankapital und Investitionsraten

2.3.2 Fertilität und Kindgesundheit

2.4 Ursachen und Gegenmaßnahmen

3 Case Study: Der Zusammenhang zwischen Bildung und Bevölkerungswachstum in Indien

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen geschlechterdiskriminierender Bildungssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dabei wird analysiert, wie sich der Zugang zu Bildung für Frauen direkt und indirekt auf das Humankapital, das Bevölkerungswachstum sowie das allgemeine Wirtschaftswachstum auswirkt.

  • Bedeutung von Humankapital im Solow-Wachstumsmodell
  • Messung und Auswirkungen von Bildungsungleichheit
  • Zusammenhang zwischen weiblicher Bildung, Fertilität und Kindgesundheit
  • Ursachen für Bildungsdiskriminierung und politische Handlungsoptionen
  • Empirische Analyse des Falls Indien hinsichtlich Bildungsrenditen

Auszug aus dem Buch

2.3 Kosten der Ungleichheit – wie mehr Bildung für Frauen die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben könnte

Paul Schultz (2002, S.207) stellt fest, dass Länder, die ein hohes Wirtschaftswachstum aufweisen, meist geringe Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen besitzen und umgekehrt. Wie kommt diese Verknüpfung zustande? Ich möchte in diesem Abschnitt erörtern, auf welchem Wege und in welcher Höhe ein Land mit ausgeprägter Ungleichheit in der Bildung auf Wohlstand und Wachstum verzichten muss.

Das in 2.1 beschriebene Solow-Modell und weitere empirische und theoretische Arbeiten (s. Barro (1991) und Mankiw et al. (1992)) implizieren folgende Erwartungen über die Faktoren, die auf Wachstum wirken: Investitionen in Humankapital und die Handelsoffenheit eines Landes führen zu höheren Wachstumsraten, während Bevölkerungswachstum die ökonomische Entwicklung bremst. Die Erwartungen über den Zusammenhang zwischen Bildung und diesen Faktoren sind, dass bestehende Ungleichheiten in einem Land zu höheren Geburtenraten, niedrigerem Humankapital und schlechterer Gesundheit führen und so auf mehreren Kanälen Wachstum ausbremsen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der globalen Bildungsungleichheit ein und formuliert die Zielsetzung, die negativen Folgen geschlechterdiskriminierender Bildung auf die wirtschaftliche Entwicklung zu untersuchen.

2 Bildung als Faktor für Wachstum: eine theoretische Annäherung: Dieses Kapitel legt den theoretischen Grundstein durch das Solow-Wachstumsmodell und erörtert, warum Bildungsungleichheit ein Hindernis für ökonomische Prosperität darstellt.

3 Case Study: Der Zusammenhang zwischen Bildung und Bevölkerungswachstum in Indien: Anhand einer Fallstudie wird der theoretische Zusammenhang zwischen weiblicher Bildung und demografischen Variablen sowie der Fertilität in Indien empirisch untermauert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Investition in weibliche Bildung signifikante positive Effekte auf das Humankapital und die wirtschaftliche Entwicklung hat und politische Reformen zur Gleichstellung dringend erforderlich sind.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Humankapital, Solow-Modell, Wirtschaftswachstum, Schwellenländer, Fertilität, Geschlechterdiskriminierung, Indien, Entwicklungshilfe, Kindersterblichkeit, Investitionsraten, Bildungsrendite, soziale Entwicklung, Bevölkerungswachstum, ökonomische Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie geschlechterspezifische Benachteiligungen im Bildungsbereich das ökonomische Wachstumspotenzial von Entwicklungs- und Schwellenländern einschränken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Wachstumstheorie, den Einfluss von Humankapital auf die Volkswirtschaft, demografische Entwicklungen und geschlechterbasierte Bildungsbarrieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Gleichstellung der Geschlechter im Bildungswesen nicht nur ein ethisches Gebot, sondern eine ökonomische Notwendigkeit für ein effizientes Wirtschaftswachstum ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus theoretischer Modellierung (Solow-Wachstumsmodell) und einer literaturbasierten Fallstudie zur empirischen Überprüfung der Zusammenhänge im indischen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der Kosten von Bildungsungleichheit, die Analyse von Ursachen für diese Disparitäten sowie die Untersuchung politischer Gegenmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Humankapital, Bildungsrendite, Fertilitätsrate, Bildungsungleichheit und wirtschaftliche Entwicklung definieren.

Warum spielt die Fertilitätsrate in der Arbeit eine zentrale Rolle?

Die Fertilitätsrate ist ein entscheidender Faktor, da höhere weibliche Bildung oft mit niedrigeren, ökonomisch vorteilhafteren Geburtenraten korreliert, was wiederum die Ressourcenallokation im Haushalt verbessert.

Welche spezifische Erkenntnis liefert die Fallstudie zu Indien?

Die Fallstudie zeigt, dass weibliche Bildung in Indien signifikant zur Senkung der Kindersterblichkeit und Fertilitätsrate beiträgt, während die Bildung von Männern diesen Effekt in der Analyse nicht zeigt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Höheres Wachstumspotential durch gebildete Frauen?
Untertitel
Über die Auswirkungen geschlechterdiskriminierender Bildung in Entwicklungs- und Schwellenländern
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Professur für Entwicklungsökonomik)
Note
1,0
Autor
Fanny Schories (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V197473
ISBN (eBook)
9783656236214
ISBN (Buch)
9783656239932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Gender Fertilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fanny Schories (Autor:in), 2012, Höheres Wachstumspotential durch gebildete Frauen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197473
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Leseprobe aus  16  Seiten
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