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Wertschöpfungsstrukturen von traditionellen Flughäfen und Low-Cost-Airports in Deutschland

Title: Wertschöpfungsstrukturen von traditionellen Flughäfen und Low-Cost-Airports in Deutschland

Diploma Thesis , 2003 , 147 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andrea Köhler (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die deutsche Flughafenbranche befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Bedingt durch veränderte wirtschaftliche, gesellschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr, werden hohe Anforderungen an Flughäfen gestellt, die als Schnittstelle zwischen Luft- und Landtransport dienen. Flughäfen müssen sich aufgrund des steigenden Wettbewerbs- und Rentabilitätsdrucks von reinen Infrastrukturanbietern zu modernen, privatisierten Dienstleistungsunternehmen wandeln. Die deutsche Flughafenbranche ist noch sehr stark durch öffentliche Gesellschafterstrukturen gekennzeichnet, die meist mit staatlichen Subventionen an Flughäfen einhergehen.
Diese Arbeit untersucht die Wertschöpfungsstrukturen von Flughäfen in Deutschland. Anhand der Wertkette von Porter wird das Geschäftsmodell eines "traditionellen Flughafens" betrachtet und dessen Kosten- und Erlösstruktur untersucht. Dieses Geschäftsmodell wird unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklung und vor allem im Hinblick auf zunehmende Kooperationen und Beteiligungen zum Geschäftsmodell einer "Global Airport Company" weiterentwickelt.
Im Anschluss daran wird die Reaktion der Flughäfen auf den Markteintritt der Low-Cost-Carrier betrachtet. Es werden vier Typen von Flughäfen entwickelt, die das schwierige Verhältnis zwischen Flughäfen und Low-Cost-Airlines in Deutschland widerspiegeln. Als Idealfall ergibt sich das Geschäftsmodell eines "Low-Cost-Airports". Dieser wird durch eine Differenzierung der Wertschöpfungsstufen auf seine Profitabilität untersucht. Die Gewinne eines Low-Cost-Airports werden demnach fast ausschließlich aus dem Non-Aviation-Bereich generiert. Ob es Low-Cost-Airports in Deutschland gibt und ob diese eine Zukunft haben, ist fraglich. Sie könnten als Entlastungsflughäfen für Großflughäfen dienen und/oder im Netzwerk einer Global Airport Company den Geschäftsbereich Low-Cost abdecken.
Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass Flughäfen und Fluggesellschaften in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten müssen, um profitabel wirtschaften zu können. Flughäfen müssen flexiblere Gebührenstrukturen und eine schlankere Abfertigung anbieten, die den Anforderungen der (Low-Cost-)Airlines entsprechen. Dies ist nur durch eine entsprechende Symbiose und ein offenes Entgegenkommen beider Seiten möglich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik und Aufbau der Arbeit

2 Grundlegende Definitionen

2.1 Definition und Einteilung von Flughäfen

2.1.1 Juristische Einteilungskriterien

2.1.2 Funktionale Einteilungskriterien

2.1.3 Übersicht und Zuordnung deutscher Flughäfen

2.2 Klassische Geschäftsbereiche von Flughäfen

2.2.1 Aviation

2.2.2 Groundhandling

2.2.3 Non-Aviation

2.3 Flughafenentgelte und -gebühren

3 Entwicklung der Luftverkehrsbranche: Airports & Airlines

3.1 Neuregelungen des europäischen Luftverkehrs

3.1.1 Liberalisierung der Flugmärkte

3.1.2 Deregulierung der Bodenverkehrsdienste

3.2 Aktuelle Entwicklung und Problematik des deutschen Flugmarktes

3.2.1 Veränderungen im Passagier- und Frachtaufkommen

3.2.2 Die Low-Cost-Revolution

3.2.3 Privatisierung von Flughäfen

3.3 Subventionierung von Flughäfen

3.3.1 Möglichkeiten der Subventionierung

3.3.2 Quersubventionierung von Low-Cost-Airlines durch die Flughäfen in Deutschland?

3.3.3 Trend und zukünftige Entwicklung der Subventionierung in Deutschland

3.4 Konsequenzen dieser Entwicklung für die Flughäfen

4 Zum Verständnis des Begriffs Geschäftsmodell – State of the Art

4.1 Unterschiedliche Definitionen in der gängigen Literatur

4.2 Kombination verschiedener Ansätze von Bieger

5 Geschäftsmodell eines traditionellen Flughafens unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation

5.1 Wertschöpfungskette

5.1.1 Traditionelle Wertkette

5.1.2 Weiterentwicklung der traditionellen Wertkette

5.2 Kosten- und Erlösstruktur

5.2.1 Kostenstruktur

5.2.2 Erlösstruktur

5.3 Gegensätzliche Trends: Spezialisierung versus Kooperation

5.3.1 Spezialisierung und Auslagerung einzelner Bereiche

5.3.2 Kooperationen und Beteiligungen

5.3.3 Spezialfall: „Global Airport Company”

6 Strategische Ausrichtung und Reaktion der Flughäfen im Hinblick auf den Markteintritt der Low-Cost-Carrier

6.1 Schwieriges Verhältnis: Low-Cost-Carrier und Flughäfen

6.1.1 Low-Cost-Carrier aus Sicht der Flughäfen

6.1.2 Erwartungen der Low-Cost-Carrier von Flughäfen

6.2 Unterschiedliche Reaktion der Flughäfen: Entwicklung von Flughafen-Typen

6.2.1 „Die großen Traditionellen“

6.2.2 „Die Partizipanten“

6.2.3 „Die abhängigen Billigen“

6.2.4 „Die kleinen Möchtegerne“

6.2.5 Zukünftige Entwicklungsperspektiven

6.3 Idealfall: Low-Cost-Airport

6.3.1 Merkmale

6.3.2 Differenzierung der Wertschöpfungsstufen und Profitabilität

6.3.3 Low-Cost-Airports in Deutschland?

7 Zukünftige Entwicklung der Flughafenbranche und Vergleich der Geschäftsmodelle

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Strukturwandel der deutschen Flughafenbranche, der maßgeblich durch ökonomische, gesellschaftliche und regulatorische Veränderungen sowie den Markteintritt von Low-Cost-Carriern vorangetrieben wird. Das zentrale Ziel besteht darin, die Notwendigkeit einer Anpassung der Geschäftsmodelle von Flughäfen zu analysieren und zu bewerten, wie Flughäfen auf die neuen Herausforderungen der Luftverkehrsbranche reagieren können.

  • Analyse der Wertschöpfungsstrukturen traditioneller Flughäfen mittels Porter-Wertkette
  • Untersuchung des veränderten Airline-Airport-Verhältnisses im Low-Cost-Segment
  • Klassifizierung deutscher Flughäfen nach ihrer Reaktion auf Low-Cost-Carrier
  • Evaluation der Profitabilität von Low-Cost-Airports und der Rolle von staatlichen Subventionen
  • Synthese von Geschäftsmodellen zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

6.3.1 Merkmale

Ziel eines Low-Cost-Airports muss es sein, die „No-Frills“-Philosophie in den gesamten Flughafen und das Flughafenmanagement zu implementieren. Effektivität und Effizienz sind unumgänglich und führen notwendigerweise zu geringeren Kosten.

Ein „Low-Cost-Airport” kann anhand von vier Merkmalen charakterisiert werden:

- effiziente Kostenstruktur, d. h. niedrige Investitionen, die schnell amortisiert werden können, niedrige Flughafenentgelte, bedarfsorientierte Ausstattung und kein Angebot an Zusatzdienstleistungen (No Frills), wie z. B. Lounges, Catering, etc.

- Schnelligkeit, d. h. kurze Bodenzeiten, schlanke bedarfsorientierte Prozesse und kurze Wege, die hohe Flugfrequenzen ermöglichen.

- Flexibilität und Adaptionsfähigkeit, d. h. variable Gebühren, die sich nach der Anzahl der Passagiere richten, Modularität im Produkt- und Leistungsangebot, damit die Airlines nicht das komplette Angebot in Anspruch nehmen müssen, sondern gezielt einzelne Module kaufen können.

- Zugang zu Verkehrsvolumina, d. h. Nähe zu großen Wirtschaftszentren und Agglomerationsräumen, einhergehend mit freien Slots, Expansionsmöglichkeiten und freien Terminalkapazitäten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik und Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert den Strukturwandel im Luftverkehr und definiert den Ausgangspunkt der Untersuchung bezüglich der Flughafen-Geschäftsmodelle.

2 Grundlegende Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Flughafentypen, Geschäftsfelder (Aviation, Groundhandling, Non-Aviation) und Gebührenstrukturen theoretisch fundiert.

3 Entwicklung der Luftverkehrsbranche: Airports & Airlines: Dieses Kapitel analysiert die Liberalisierung des Luftverkehrs, die Marktentwicklung durch Low-Cost-Carrier sowie die Bedeutung von Subventionen und Privatisierung.

4 Zum Verständnis des Begriffs Geschäftsmodell – State of the Art: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs „Geschäftsmodell“ und die Anwendung des Modells von Bieger als Analysebasis.

5 Geschäftsmodell eines traditionellen Flughafens unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation: Dieses Kapitel beschreibt die klassische Wertschöpfungskette und die notwendigen Anpassungen an aktuelle Marktbedingungen.

6 Strategische Ausrichtung und Reaktion der Flughäfen im Hinblick auf den Markteintritt der Low-Cost-Carrier: Hier werden das Konfliktpotential mit Airlines, die Typisierung von Flughäfen und der Idealfall eines Low-Cost-Airports untersucht.

7 Zukünftige Entwicklung der Flughafenbranche und Vergleich der Geschäftsmodelle: Abschließend werden die erarbeiteten Geschäftsmodelle gegenübergestellt und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur kritischen Bewertung des Low-Cost-Segments und der Notwendigkeit für Flughäfen zusammen, ihre Geschäftsmodelle flexibler zu gestalten.

Schlüsselwörter

Flughafen, Wertschöpfungskette, Low-Cost-Carrier, Geschäftsmodell, Groundhandling, Non-Aviation, Luftverkehrsmarkt, Subventionierung, Privatisierung, Infrastruktur, Wettbewerb, Konzessionsmanagement, Flughafenentgelte, Konsolidierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den tiefgreifenden Strukturwandel der deutschen Flughafenbranche infolge von Liberalisierung und dem Aufstieg von Billigfluggesellschaften (Low-Cost-Carriern) und untersucht, wie Flughäfen ihre Geschäftsmodelle anpassen müssen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Geschäftsmodellen für Flughäfen, die Kosten- und Erlösstrukturen (Aviation vs. Non-Aviation), die Auswirkung der Low-Cost-Revolution sowie die Rolle von staatlichen Subventionen und Privatisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Strategien und Geschäftsmodellen für Flughäfen, um unter erhöhtem Wettbewerbs- und Rentabilitätsdruck profitabel zu bleiben und auf die Anforderungen der Low-Cost-Airlines zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Neben einer tiefgehenden theoretischen Literaturanalyse führte die Autorin Expertengespräche mit Geschäftsführern und Verantwortlichen von dreizehn deutschen Flughäfen durch, um einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Geschäftsmodellen, die detaillierte Analyse der Wertschöpfungskette eines traditionellen Flughafens, die Reaktion der Branche auf Low-Cost-Airlines und die Entwicklung von Flughafen-Typen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf Begriffe wie Flughafenmanagement, Low-Cost-Carrier, Wertschöpfungskette, Infrastruktur, Profitabilität, Subventionierung und strategische Kooperationen.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen den verschiedenen Reaktionstypen der Flughäfen?

Die Autorin unterscheidet basierend auf den Dimensionen "freie Kapazitäten" und "Einsatz von Low-Cost-Carriern" vier Typen: „Die großen Traditionellen“, „Die Partizipanten“, „Die abhängigen Billigen“ und „Die kleinen Möchtegerne“.

Warum spielt der Non-Aviation-Bereich für Flughäfen eine so entscheidende Rolle?

Da der Erlösanteil aus dem klassischen Aviation-Bereich (Landeentgelte etc.) aufgrund des Kostendrucks sinkt, müssen Flughäfen ihren Non-Aviation-Bereich (Gastronomie, Einzelhandel, Immobilien) massiv ausbauen, um die Rentabilität zu sichern.

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Details

Title
Wertschöpfungsstrukturen von traditionellen Flughäfen und Low-Cost-Airports in Deutschland
College
University of Trier  (Lehrstuhl für Organisation und Strategisches Management)
Grade
1,7
Author
Andrea Köhler (Author)
Publication Year
2003
Pages
147
Catalog Number
V19748
ISBN (eBook)
9783638237987
ISBN (Book)
9783656271840
Language
German
Tags
Wertschöpfungsstrukturen Flughäfen Low-Cost-Airports Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Köhler (Author), 2003, Wertschöpfungsstrukturen von traditionellen Flughäfen und Low-Cost-Airports in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19748
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