Grenzenloser Spaß oder endlose Langeweile?

Sexualität in der Erlebnisgesellschaft


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Erlebnisgesellschaft

2. Sexualität: Natur oder Kultur?

3. Pluralisierung, Emanzipation und nie gekannte Freiheiten

4. Wohllust statt Wollust: Der Verlust des Anderen

5. Erlebnissexualität in Beispielen: Die Erotik-Ratgeber von Bild.de
5.1. „Raus aus dem Bett! 10 Anzeichen, dass ER eine Sex-Niete ist“
5.2. „Morgens, mittags oder abends:Sex geht immer, aber wann am besten?“
5.3. „Langweilig ist es am schönsten.Warum Sex auch mal unaufregend sein darf“

Fazit

Bibliographie

Einleitung

Die Rolle der Sexualität in unserer Gesellschaft scheint schwer zu bestimmen. Einerseits erleben wir Emanzipation, sexuelle Aufklärung, die zunehmende Achtung sexueller Minderheitengruppen, denen immer mehr Rechte zugesprochen werden, die Allgegenwart erotischer Reize in der Werbung und den Medien, die Enttabuisierung der Pornographie, und wir kommen zu dem Ergebnis, dass heute alles erlaubt ist, was den selbstbestimmten Beteiligten gefällt.

Andererseits aber steigt die Zahl der Singlehaushalte stetig, die Auflagen von Sexratgebern scheinen zu explodieren, die schreienden medialen Aufforderungen zu ständiger Aktivität rufen Resignation hervor und zwischen den Verheißungen der Sexshops und Tantrakurse und der real gelebten Sexualität im Alltag scheint sich ein nahezu unüberwindlicher Abgrund aufzutun. Führt unsere gegenwärtige Freiheit und Multioptionalität zu Orientierungsschwierigkeiten, selbst im intimen Bereich von Sexualität und Erotik? Sind wir tatsächlich „oversexedandunderfucked“[1] ? Und wie kommt es überhaupt zu solchen Paradoxien?

Um diesem Widerspruch von Spaß-Sexualität und Langeweile auf den Grund zu gehen, bietet sich die soziologische Theorie der „Erlebnisgesellschaft“[2] Gerhard Schulzes als analytisches Instrumentarium zur Beschreibung gegenwärtiger gesellschaftlicher Tendenzen an. Zwar zielt Schulzes Untersuchung auf die bundesdeutsche Gesellschaft Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts ab, wesentliche Prämissen können aber einen Geltungsanspruch über diese Zeit hinaus beanspruchen, da die zugrundliegende Entwicklung der Gesellschaft als prozessual aufgefasst wird.[3] Demzufolge lassen sich die beschriebenen Trends heute weiter fortschreiben und aktualisieren.

Entsprechend werden in der vorliegenden Arbeit zunächst die zentralen Grundzüge der Theorie Schulzes nachgezeichnet. Anschließend wird der Frage nachgegangen, weshalb und ob die Erlebnisgesellschaft als kulturelle Erscheinung überhaupt Einfluss auf die menschlicheSexualität haben kann oder ob diese nicht eher biologisch determiniert ist.Dann werden positive und negative Aspekte der Sexualität in der Erlebnisgesellschaft in Rückgriff auf die Theorie genauer untersucht und abschließend durch Beispiele von Erotikratgeber-Artikeln des Nachrichtenportals bild.de veranschaulicht.

1. Die Erlebnisgesellschaft

Schulze konstatiert, dass durch den gestiegenen Lebensstandard in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft, die zunehmende Freizeit, die Auflösung starrer gesellschaftlicher Konventionen und Restriktionen sowie durch gestiegene Bildungsniveaus und technischen Fortschritt die Wahlmöglichkeiten des Individuums heute ein vorher nie gekanntes Ausmaß an Vielfalt erreicht haben.[4] Mit dieser Entwicklung geht ein grundlegender Paradigmenwechsel in Bezug auf die Gestaltung eines sinnvollen Lebens einher: Die Individuen sind immer weniger damit beschäftigt, ihr Glück im Vermeiden von Unglück zu suchen, sich also auf konkrete äußere Gegebenheiten zu konzentrieren und objektiv bestehende Umstände so zu ändern, dass die Risiken für Armut, Unfreiheit oder Krankheit möglichst minimiert werden. In Zeiten gestiegenen Wohlstandsund der umfassenden Sicherung der grundlegenden ökonomischen Bedürfnisse stünden die Menschen nun vor der Herausforderung, wirklich glücklich zu werden, ihr nun gesichertes Leben mit Sinn zu füllen.[5] „Die Problemperspektive des Lebens verlagert sich von der instrumentellen auf die normative Ebene; an die Stelle der technischen Frage ‚Wie erreiche ich X‘ tritt die philosophische Frage ‚Was will ich eigentlich?‘.“[6] An die Stelle vormals feststehender, normativer gesellschaftlicher Strukturen tritt eine rein subjektiv konstituierte Normativität, die nicht durch objektive Maßstäbe, sondern allein durch den Willen des Individuums gekennzeichnet ist. Dieses ist grundlegend auf Erlebnisse orientiert: „[…] der Sinn des Lebens [ist] durch die Qualität subjektiver Prozesse definiert […]. Man will ein schönes, interessantes, angenehmes, faszinierendes Leben.“[7] Die uns umgebende Realität wird nicht in ihrem objektiven Sosein wahrgenommen, sondern subjektiviert und in ihrer Bedeutung „für mich“ interpretiert.[8] Innenorientierung geht mit einer Ästhetisierung der gesamten Lebenswelt einher, insofern das Individuum auf das schöne Leben orientiert ist. „Schön“ sind in diesem Sinne laut Schulze alle Erlebnisse, die vom Individuum als positiv bzw. angenehm empfunden werden.[9] Ein Erlebnis aber lässt sich nicht objektiv feststellen oder produzieren, es entsteht durch gestaltende Aneignungsprozesse im Bewusstsein des Subjekts selbst. Ein bestimmtes Ereignis wird also nur dann als Erlebnis bewertet und empfunden, wenn es in den individuell-subjektiven Kontext des Ich integriert und reflexiv verarbeitet wird. Reflexion ist in diesem Zusammenhang als sekundäre Bewertung des ursprünglichen Erlebnisses zu verstehen, die die Bedeutung des Erlebnisses für das Subjekt konstruiert und dessen Selbstvergewisserung erlaubt. Das Reflektieren ist somit und ein unabdingliches Element des Erlebnisprozesses.[10]

Um also das bestehende Paradigma des sinnvollen Lebens, die Verwirklichung des Selbst zu realisieren, handelt das Subjekt erlebnisrational, indem es die äußeren Umstände so im Dienste des Innenlebens zu manipulieren versucht, dass es möglichst viele Erlebnisse empfindet.[11] Dabei instrumentalisiert das Individuum nicht nur äußere Bedingungen, die es als Mittel zur Erlebnisgenerierung nutzt, es objektiviert sich auch selbst, insofern es sein eigenes Selbst im Sinne des Erlebnisvermögens zurichtet: „Der Mensch wird zum Manager seiner eigenen Subjektivität, zum Manipulator seines Innenlebens.“[12] Erlebnisse stellen sich nun nicht mehr als kontingente Begleiterscheinungen von Handlungen dar, sondern werden zum planbaren Selbstzweck.[13] Dabei bleibt die Erlebnisorientierung nicht auf den Konsum von Verbrauchsgegenständen, Dienstleistungen oder Unterhaltungsangeboten beschränkt: „Sie kann das ganze Leben erfassen, auch die Partnerbeziehung, die Elternrolle, den Beruf, die Teilnahme am politischen Leben, das Verhältnis zum eigenen Körper, die Beziehung zur Natur.“[14] Alles erscheint dem Subjekt als gestalt- und revidierbar, nichts scheint sich der umfassenden Subjektzentrierung und dessen Indienstnahme zu widersetzen.[15] Der Körper fungiert als Instrument, als „Erlebnismedium“[16]. Dies beschränkt sich jedoch nicht nur auf den eigenen: auch die Mitmenschen, unsere Beziehungen zu ihnen, werden mit ich-zentrierten Erlebnisansprüchen besetzt, für deren Konstitution sie als Mittel dienen.[17] Diese Entwicklungen beeinflussen und verändern in besonderer Weise auch die sexuellen Beziehungen, wie im weiteren Verlauf der Untersuchung gezeigt werden wird.

„Erlebe dein Leben“ lautet der bestimmende Leitspruch[18], wobei das Erfolgskriterium im Erleben und dessen Bewertung durch das Subjekt selbst liegt. Dieses kreist im Zuge der Selbstkonstruktion gleichsam um sich selbst.[19] Dem entspricht die im Zuge der Veränderung der materiellen Lebensverhältnisse entstandene Erweiterung der individuellen Entscheidungsmöglichkeiten, die sich in einer nahezu explosive Vermehrung der Konsumgüter und Dienstleistungen manifestiert. Das Phänomen der Ausdifferenzierung des Angebots geht dabei mit einer gesteigerten Nachfragekapazität und dem Abbau von Zugangsbarrieren einher.[20] „Die Manipulation von Situationen vollzieht sich etwa durch Aneignung von Waren, Besuch von Veranstaltungen, Inanspruchnahme von Dienstleistungen, Herstellen oder Abbrechen von Kontakten.“[21] Einerseits erfordert die enorme Vielfalt der Wahl eine umfassende Rationalisierung und Professionalisierung des Erlebens, damit das zunehmend desorientierte Selbst die für es richtigen Erlebnisse zur richtigen Zeit arrangieren kann. Permanent muss sich das Individuum die Frage stellen, was es eigentlich wirklich will, worauf es Lust hat und wie sich das persönliche Glück effektiv herstellen lässt.[22] Andererseits entsteht ein ungeheurer Erwartungsdruck nach intensiven Erlebnissen, der fast zwangsläufig enttäuscht werden muss.

„Je vorbehaltloser Erlebnisse zum Sinn des Lebens schlechthin gemacht werden, desto größer wird die Angst vor dem Ausbleiben von Erlebnissen. Zur Angst vor Langeweile gesellt sich die Angst, etwas zu versäumen. So groß die Zahl der Angebote auch ist, im Konsum des Erlebnisses liegt unvermeidlich eine Festlegung. […] Vielleicht hätte mir ein anderer Mensch mehr zu bieten, als der, auf den ich mich eingelassen habe? Gewählt zu haben, bedeutet immer auch, andere Möglichkeiten ausgeschlagen zu haben.“[23]

Zu dieser Enttäuschung gesellt sich die Tendenz, dass das erlebnisorientierte Handeln im Alltag zur routinierten Anwendung bewährter Zweck-Mittel-Relationen wird. Die Paradoxie besteht darin, dass ursprünglich temporär befriedigende Erlebnisse durch geplante Wiederholung im Namen der Erlebnisrationalität in Langeweile münden[24]: „Der erlebnisorientierte Mensch gerät in ein instrumentelles Dilemma. Gibt er dem Streben nach Sicherheit nach, beginnt er, sich zu langweilen, tut er etwas gegen die Langeweile, verunsichert er sich.“[25] Befriedigung scheint in diesem Teufelskreis nur punktuell möglich. Hinzu kommen Unübersichtlichkeit und Orientierungsprobleme angesichts des immensen Möglichkeitsspielraumes und der Überforderung durch die Flut an Informationen.[26]

Im Hinblick auf die persönlichen Beziehungen sind in der Erlebnisgesellschaft einschneidende Neuerungen festzustellen: Selbstbestimmung und Wahlfreiheit führen zur Ausbildung neuer sozialer Netzwerke, die mit dem zunehmenden Bedeutungsverlust von Herkunfts- bzw. Großfamilien und dem Verschwinden alter Klassen- und Schichtbindungen korrespondieren: „Neue, psychisch schwierigere Formen von Gesellschaft kristallisieren sich heraus: gewählte Beziehungen, regional und temporal punktualisierte Kontakte, revidierbare Koexistenzen, fluktuierende Zeichenkosmen, indirekte Gemeinsamkeiten, wie sie etwa durch ähnlichen Konsum konstituiert werden, […] durch Vorführung von Gesellschaft in den Medien.“[27] Die Ablösung früherer Beziehungsvorgaben erlaubt die Pluralisierung der Stile, da persönliche Eigenarten nun betont und inszeniert werden.[28] Punktualität und Unbeständigkeit dieser neuen Wahlbeziehungen resultieren jedoch aus der umfassenden Zentrierung auf das eigene Ich und die tendenzielle Instrumentalisierung der Mitmenschen um des Erlebens willen. Daraus resultieren einerseits emotionale Leere, Einsamkeit, Atomisierung, Kontaktverluste und Aggression[29], andererseits erwächst aus Erlebnisdruck bei gleichzeitiger Orientierungslosigkeit eine neue Konformitätsbereitschaft, die ohne äußere Sanktionsinstanzen auskommt. Unsicherheiten, die mit der Ausdifferenzierung der Optionen einhergehen, führen zur Suche nach sicherheitsgebender Klassifikation, die im Hinblick auf die Möglichkeiten reduzierend wirken.[30] Gemeint ist damit die Ausbildung weitgehend homogener Subgruppen bzw. Milieus oder Szenen, in denen die Individuen fragile, nicht selten temporär begrenzte Wahl-Beziehungen eingehen und sich trotz aller Individualität als soziale Wesen erfahren.[31] „Selbst evidente Entstandardisierung, der Versuch völliger Eigenständigkeit, schlägt in eine neue Gemeinsamkeit um – Individualisierung wird in paradoxer Weise zur uniformen Ungleichartigkeit.“[32]

Diese Feststellung verweist auf die grundsätzlich paradoxe Verfassung der Erlebnisgesellschaft: Die Menschen suchen ständig nach dem Glück, sind aber nicht glücklich, sie inszenieren absoluten Individualismus mit Hilfe uniformer Erzeugnisse der Massenkultur, sie sind atomisiert und definieren sich gleichzeitig über Gruppenzugehörigkeiten. Diese Paradoxien setzen sich auf der Ebene des Sexuellen fort.

2. Sexualität: Natur oder Kultur?

Ist es aber tatsächlich möglich, dass gesellschaftliche Entwicklungen auch auf die Sexualität einwirken, sie sogar grundlegend beeinflussen und verändern können? Ist nicht gerade das Sexuelle grundlegend biologisch durch das Vorhandensein der zwei Geschlechter und die Bedingungen der Fortpflanzung determiniert, ungeachtet aller eventuellen Spielarten und „Launen der Natur“? Und gestaltet sich das Sexualleben nicht in allen Kulturen mehr oder weniger ähnlich?

Bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen scheinen diese Annahmen in Frage zu stellen, wie beispielsweise die „Sexuelle Revolution“ der 60er und 70er Jahre, die mit einer signifikanten Liberalisierung im Hinblick auf die Sexualität einherging und bestimmte, vorher gültige Moralvorstellungen als obsolet erklärte.[33] Heute haben sich diese Tendenzen weiter verstärkt, die frühere Auffassung, wonach Sexualität moralisch auf die Interaktion des heterosexuellen, verheirateten Paares zum Zwecke der Fortpflanzung festgelegt war, gilt in unserer Gesellschaft als überwunden: „Ob hetero-, homo- oder bisexuell, ehelich oder außerehelich, genital, anal oder oral, zart oder ruppig, bieder oder raffiniert, sadistisch oder masochistisch – all das ist moralisch ohne Belang.“[34] Das ehemals homogene Verständnis von Sexualität wurde durch eine Vielzahl heterogener Sexualitäten abgelöst.[35] Dieses Phänomen legt den Schluss nahe, dass die menschliche Sexualität kulturell determiniert ist. Aber wie stellt sich das Verhältnis von Natur und Kultur im Hinblick auf die Sexualität konkret dar?

Die Antwort auf die obigen Fragen liegt in der besonderen „Natur“ des Menschen. Schon Aristoteles definierte den Menschen sowohl als zoonlogonechon als auch alszoonpolitikon[36], als ein gesellschaftliches Wesen, dessen Existenz außerhalb der Gesellschaft weder praktisch möglich noch theoretisch denkbar ist. Die Existenz des Menschen ist immer schon gesellschaftlich vermittelt. Kultur stellt die einzige Wirklichkeit des Menschen dar und ist nicht von seiner natürlichen bzw. biologischen Bedingtheit zu trennen. Der Zugang zur Welt ist dem Menschen nur mittels symbolischer, kultureller Formen möglich, die sprachlich erzeugt, also mit Anderen geteilt werden.[37] Insofern kann von einer der Kultur vorgängigen Biologie nicht sinnvoll gesprochen werden:

„Der Mensch ist von Natur gesellschaftlich und seine Sexualität ist es auch. Das natürliche Moment am Sexuellen lässt sich vom gesellschaftlichen prinzipiell nicht abscheiden – im Sinne von primär und sekundär, von vorausgegeben und gemacht, von richtig und falsch. […] Denn jede Aussage über die zentralnervöse Steuerung der Sexualität, über die Physiologie der Fortpflanzung, über Sexualhormone und dergleichen ist durch die jeweils in gesellschaftlichem Maßstab regierende Art und Richtung sowie Vollständigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis, durch das jeweilige Bild vom Menschen, das jeweilige Naturbewusstsein, die jeweilige Naturideologie hindurchgegangen […].“[38]

[...]


[1] Osswald-Rinner, Iris: Oversexed and underfucked. Über die gesellschaftliche Konstruktion der Lust.

[2] Schulze Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart.

[3] Vgl. ebd., S. 29f.

[4] Vgl. Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, S. 33.

[5] Vgl. Schulze, Gerhard: Kulissen des Glücks, S. 9f. Dabei sind objektive Probleme wie Armut oder Krankheit keineswegs verschwunden, sie werden jedoch subjektiv interpretiert: „Reale Knappheit in unserer eigenen Gesellschaft oder gar außerhalb davon kommt im typischen Entwurf der Existenz nicht als primärer Bezugspunkt vor […]. An die Stelle der altgewohnten situativ definierten Lebensprobleme treten subjektive Lebensprobleme.“ Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, S. 22.

[6] Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, S. 33.

[7] Ebd., S. 22.

[8] Vgl. ebd., S. 22; 35ff.

[9] Vgl. ebd., S. 39.

[10] Vgl. ebd., S. 39; 44f.

[11] Vgl. ebd., S. 40.

[12] ebd., S. 40.

[13] Vgl. ebd., S. 41.

[14] ebd., S. 42.

[15] Vgl. ebd., S. 58.

[16] ebd., S. 59.

[17] Vgl. ebd., S. 59.

[18] ebd., S. 33; vgl. auch Schulze, Gerhard: Kulissen des Glücks, S. 9.

[19] Vgl. Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, S. 52; 56.

[20] Vgl. ebd., S. 56ff.

[21] ebd., S. 60.

[22] Vgl. ebd., S. 14.

[23] ebd., S. 65.

[24] Vgl., ebd., S. 40; 69. „Strategien zur Erhöhung der Sicherheit verschärfen das Enttäuschungsrisiko; umgekehrt wirken Strategien gegen Enttäuschung verunsichernd. Die Ängste vor Unsicherheit und Enttäuschung stimulieren sich gegenseitig. […] Unsicherheit verlangt nach stabilisierenden Handlungsstrategien: Anlehnung an kollektiv eingefahrene Muster, Wiederholung, alltagsästhetische Traditionsbildung.“ ebd., S. 68f.

[25] ebd., S. 69.

[26] Vgl. ebd., S. 72.

[27] ebd., S. 77; vgl. auch ebd., S. 73.

[28] Vgl. ebd., S. 75.

[29] Vgl. ebd., S. 18; 75.

[30] Vgl. ebd., S. 76.

[31] Schulze konstatiert die Herausbildung individueller und zugleich gruppenkonstituierender Stiltypen. Er beschreibt fünf Milieus, die die bundesdeutsche Gesellschaft zu Anfang der 90er Jahre klassifizieren und mehr oder weniger homogene gesellschaftliche Gruppen anhand der Merkmale Alter, Bildung und Lebensstil bilden, vgl. ebd., S. 9-218; 277-333. Mittlerweile kann in Erweiterung der Theorie Schulzes eine fortlaufende Ausdifferenzierung und Vermehrung dieser identitätsstiftenden Milieus festgestellt werden, vgl. Sinus-Institut Heidelberg: Sinus-Milieus. Auf der Ebene der sexuellen Minderheitengruppen wird im Verlauf der Untersuchung eine ähnliche Tendenz zu konstatieren sein.

[32] ebd., S. 77.

[33] Vgl. etwa Schmidt, Gunter: Sexuelle Verhältnisse. Über das Verschwinden der Sexualmoral, S. 8; 180f.

[34] ebd., S. 11f.

[35] Vgl. ebd., S. 12.

[36] Vgl. Aristoteles: Politik, 1253a2ff, 1253a9f.

[37] Vgl. Cassirer, Ernst: Versuch über den Menschen, S. 221.

[38] Sigusch, Volkmar: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit, S. 43.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Grenzenloser Spaß oder endlose Langeweile?
Untertitel
Sexualität in der Erlebnisgesellschaft
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Kultur- und Medienmanagement)
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V197497
ISBN (eBook)
9783656236528
Dateigröße
659 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grenzenloser, spaß, langeweile, sexualität, erlebnisgesellschaft
Arbeit zitieren
Vera Ohlendorf (Autor), 2012, Grenzenloser Spaß oder endlose Langeweile?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197497

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