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Grundrecht auf den Tod?

Verfassung und aktive Sterbehilfe

Title: Grundrecht auf den Tod?

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl.Volkswirt Stefan Berger (Author)

Law - Public Law / Constitutional Law / Basic Rights
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In den letzten Jahren wird der Problemkreis der aktiven Sterbehilfe aufgrund technisch medizinischer Möglichkeiten der „künstlichen“ Lebensverlängerung und dem gestiegenen Durchschnittalter nach dem seit 1945 herrschendem Euthanasietabu wieder zum Gegenstand allgemeiner, vor allem auch juristischer Diskussionen gemacht. Soll es gesetzlich erlaubt werden, einen Menschen auf seinen eigenen Wunsch hin zu töten?

Gehört die Entscheidung über Leben oder Tod zu den verfassungsrechtlich geschützten Gütern Selbstbestimmung, freie Entfaltung der Persönlichkeit oder Gewissensfreiheit? Ist diese Entscheidung Ausdruck der Menschenwürde oder gerade nicht? Lässt sich aus unserem Grundgesetz, speziell aus wenigstens einem Grundrecht der Artikel 1 bis 4, ein Recht auf Selbsttötung ableiten? Wenn ja, wie lässt sich im weiteren Schritt die aktive Sterbehilfe als Tötung auf Verlangen, d. h. die Delegation der Handlung der Selbsttötung auf einen anderen, mit dem Grundgesetz vereinbaren?

Nach einer kurzen Begriffsklärung soll in dieser Arbeit also zunächst die Stellung von Suizid und Todeswunsch zur Verfassung erörtert werden, um dann im 2. Schritt die Tötung auf Verlangen als aktive Sterbehilfe verfassungsmäßig einzuordnen. Kann unter bestimmten Bedingungen aktive Sterbehilfe durch den Staat grundrechtlich geboten sein oder wäre eine solche aktive Sterbehilfe gerade [...]

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Gliederung

I. Einführung

a) Einleitung

b) Begriffsklärung

II. Recht über das eigene Leben

a) Selbsttötung und Lebensrecht

b) Selbsttötung und Tötungsverbot vs. Lebensgebot

c) Selbsttötungsrecht als Grundrecht

1. Menschenwürde Art. 1

2. Freie Entfaltung der Persönlichkeit Art. 2

3. Glaubens- und Gewissensfreiheit Art. 4

d) Zwischenergebnis

e) Einordnung der aktiven Sterbehilfe (als Tötung auf Verlangen)

III. Rechtssprechung

IV. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland, insbesondere die Frage, ob sich aus dem Grundgesetz ein Recht auf Selbsttötung ableiten lässt.

  • Verhältnis von Selbsttötung zum Grundrecht auf Leben
  • Analyse der Menschenwürde und freien Entfaltung der Persönlichkeit im Kontext des Lebensendes
  • Rechtliche Einordnung der Tötung auf Verlangen (§ 216 StGB)
  • Diskussion der aktuellen Rechtsprechung und verfassungsrechtliche Grenzen

Auszug aus dem Buch

b) Begriffsklärung

Sterbehilfe ist die Sammelbezeichnung für Maßnahmen, die von der Sterbebegleitung (schmerzlindernde pflegerische Versorgung und menschliche Zuwendung für Sterbende) über das Unterlassen lebensverlängernder Handlungen (passive Sterbehilfe, Sterben lassen) bis zu aktiven Lebensverkürzung (aktive Sterbehilfe) reichen. Sterbehilfe im eigentlichen Sinne betrifft somit Situationen, in denen ein Sterbeprozess bereits unumkehrbar begonnen hat und/oder der Tod (definiert als Hirntod, d. h. der irreversible und totale Ausfall aller Gehirnfunktionen) nahe bevorsteht.

Sterbehilfe kann vielfach unterteilt werden in:

1. die sanfte Form der Sterbebegleitung Todgeweihter, welche die nötige lindernde ärztliche wie pflegerische Versorgung und mitmenschliche Betreuung Sterbender umfasst,

2. den Abbruch einer Behandlung (z. B. das Abstellen eines Beatmungsgerätes) oder Behandlungsverzicht bei Schwerstkranken als passive Sterbehilfe, d. h. hier wird der in kürzester Zeit tödliche Verlauf der Krankheit akzeptiert,

3. die Beschleunigung des Todes durch Medikamentengabe, d. h. die Gabe schmerz oder leidenslindernder Mittel unter Inkaufnahme einer möglichen Lebensverkürzung als indirekte Sterbehilfe. Sie ist eine mildere Unterform der

4. aktiven Sterbehilfe. Sie ist die stärkste Form der Sterbehilfe, also die Tötung auf Verlangen zum Beispiel durch Giftspritze.

5. die Teilnahme am Suizid und die Beihilfe zum Suizid. Hier wird einer Person die Möglichkeiten für einen Selbstmord gegeben, doch der letzte Schritt obliegt dem potentiellen Suizidenten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Definition der Problematik der aktiven Sterbehilfe und Erläuterung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe.

II. Recht über das eigene Leben: Untersuchung, ob das Grundgesetz ein Recht auf Selbsttötung enthält und wie sich die Tötung auf Verlangen verfassungsrechtlich einordnen lässt.

III. Rechtssprechung: Analyse der Rolle des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs im Umgang mit Sterbehilfe und Lebensschutz.

IV. Zusammenfassung: Fazit zur aktuellen Gesetzeslage und Ausblick auf die Debatte um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland.

Schlüsselwörter

Aktive Sterbehilfe, Tötung auf Verlangen, Grundgesetz, Selbsttötung, Menschenwürde, Freie Entfaltung der Persönlichkeit, Lebensrecht, Strafgesetzbuch, Rechtssprechung, Verfassungskonformität, Sterbebegleitung, passive Sterbehilfe, indirekte Sterbehilfe, Suizid, Beihilfe zum Suizid.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verfassungsrechtliche Stellung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland und prüft, ob die geltende Gesetzeslage mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Recht auf Leben, die Menschenwürde, das Selbstbestimmungsrecht sowie die Abgrenzung von aktiver Sterbehilfe zur straffreien Selbsttötung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu erörtern, ob sich aus den Artikeln 1 bis 4 des Grundgesetzes ein Recht auf Selbsttötung ableiten lässt und unter welchen Bedingungen aktive Sterbehilfe verfassungsrechtlich betrachtet werden könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die Fachliteratur, Kommentare zum Grundgesetz, Gerichtsurteile und gesetzliche Bestimmungen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lebensrecht und Selbsttötung, die Herleitung eines möglichen Grundrechts auf Tod aus verschiedenen Verfassungsartikeln sowie die rechtliche Einordnung der aktiven Sterbehilfe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind aktive Sterbehilfe, Menschenwürde, Grundgesetz, Tötung auf Verlangen und Selbstbestimmungsrecht.

Wie unterscheidet der Autor zwischen passiver und aktiver Sterbehilfe?

Während passive Sterbehilfe den Abbruch von lebensverlängernden Maßnahmen bei unumkehrbarem Sterbeprozess umfasst, definiert der Autor aktive Sterbehilfe als die stärkste Form, bei der eine Lebensverkürzung durch Dritte (Tötung auf Verlangen) erfolgt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur aktuellen Rechtsprechung?

Der Autor stellt fest, dass es bislang keine eindeutige höchstrichterliche Entscheidung zur aktiven Sterbehilfe gibt und die Rechtsprechung zu anderen Sterbehilfeformen uneinheitlich wirkt.

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Details

Title
Grundrecht auf den Tod?
Subtitle
Verfassung und aktive Sterbehilfe
College
University of Hamburg
Grade
2,0
Author
Dipl.Volkswirt Stefan Berger (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V19750
ISBN (eBook)
9783638238007
ISBN (Book)
9783656074069
Language
German
Tags
Grundrecht Sterbehilfe Verfassung Grundgesetz Sterbehilfe Euthanasie Tod
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Volkswirt Stefan Berger (Author), 2003, Grundrecht auf den Tod?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19750
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