Ich möchte in dieser Arbeit auf das Wesen der PISA-Studie eingehen. Ziel soll es sein, in anschaulicher und verständlicher Weise darzustellen, was PISA ist, wie die PISA-Tests beziehungsweise -Studien inhaltlich und methodisch aufgebaut sind und wie hier die verschiedenen Fach-Kompetenzen der Schüler gemessen werden.
Abschließen werde ich diese Hausarbeit mit einem kurzen persönlichen Resümee der hier dargelegten Fakten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung in das Thema
2. PISA Grundwissen – Strukturen und Ziele
3. Was erfasst PISA – Die Grundkompetenzen
3.1. Leseverständnis
3.2. Mathematik
3.3. Naturwissenschaftliche Fähigkeiten
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Analyse der PISA-Studien, um deren inhaltlichen und methodischen Aufbau transparent darzustellen und zu erläutern, wie die verschiedenen Fachkompetenzen von Schülern in diesem Rahmen gemessen werden.
- Grundlagen, Geschichte und Ziele der PISA-Studien
- Aufbau der internationalen Erhebungsstandards
- Definition und Messmethodik von Basiskompetenzen (Literacy)
- Differenzierung der Testbereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
- Einfluss der Ergebnisse auf bildungspolitische Steuerungsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung in das Thema
Was ist eigentlich PISA? Eine Stadt in Italien? Nein, ganz sicher ist diese hier nicht gemeint! Seit dem „PISA – Schock“, nach der Auswertung der ersten PISA – Studie von 2000, ist diese Abkürzung so gut wie jedem deutschen Staatsbürger geläufig. Die Nachrichten und Tageszeitungen berichteten wochenlang über die für Deutschland so negativen Ergebnisse. Man fühlte sich aufgrund der schlechten Platzierung ähnlich wie bei einer Niederlage der deutschen Nationalmannschaft bei einer Fußball-Weltmeisterschaft in seiner nationalen Ehre verletzt. Niemand wollte glauben, dass das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich der OECD von 2000 so schlecht abschnitt. Es konnte ganz einfach nicht so sein.
Seitens der Politik wurde nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse viel geredet und diskutiert. Abgeordnete und Wissenschaftler in allen Bundesländern stellten sich die Frage, wie so etwas passieren konnte und was jahrelang falsch gemacht wurde. Einige zweifelten sogar die Aussagekraft der Studie an. Man war in der deutschen Bildungspolitik immer der Annahme gewesen, deutsche Schüler seien leistungsmäßig die Spitze Europas.
Als „Gewinner“ der ersten Studie von 2000 galten die skandinavischen Länder wie Finnland und Schweden. Dementsprechend entstand bei den „Verlierern“ der ersten PISA – Studie ein wahrer „Finnland - Hype“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung in das Thema: Das Kapitel führt in die PISA-Problematik in Deutschland ein, thematisiert den historischen „PISA-Schock“ und definiert das Ziel der Arbeit als verständliche Darstellung der PISA-Struktur und Messmethodik.
2. PISA Grundwissen – Strukturen und Ziele: Hier werden die organisatorischen Grundlagen der OECD-Studie, die Auswahlverfahren der Stichproben und das übergeordnete Ziel der System-Optimierung durch Monitoring erläutert.
3. Was erfasst PISA – Die Grundkompetenzen: Dieser Hauptteil beschreibt das Konzept der „literacy“ und erläutert, wie Kompetenzen für lebensnahe Situationen definiert und in den verschiedenen Fachbereichen praktisch geprüft werden.
3.1. Leseverständnis: Das Kapitel definiert Lesekompetenz als verstehenden Umgang mit Texten und erläutert die drei Aspekte Informationsermittlung, Interpretation sowie Reflexion und Bewertung.
3.2. Mathematik: Es werden die Leitideen der mathematischen Grundbildung sowie die Kategorisierung der Aufgaben in technische, modellbildende und begriffliche Bereiche dargelegt.
3.3. Naturwissenschaftliche Fähigkeiten: Dieser Abschnitt definiert wissenschaftliche Kompetenz als Fähigkeit, Wissen anzuwenden, um Schlussfolgerungen aus Belegen zu ziehen und Entscheidungen über die natürliche Welt zu treffen.
4. Resümee: Der Autor zieht ein persönliches Fazit zur Wirkung der PISA-Ergebnisse auf das deutsche Schulsystem und kritisiert die mangelnde Einbeziehung der Lehrkräfte in die Reformprozesse.
Schlüsselwörter
PISA-Studie, OECD, Bildungsmonitoring, Leseverständnis, Mathematische Grundbildung, Scientific Literacy, Basiskompetenz, Bildungsreform, Schulsystem, Leistungsvergleich, Bildungsforschung, Kompetenzmessung, Schulleistung, Bildungsstandard
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in das Wesen, die Struktur und die methodischen Ansätze der PISA-Studien mit Fokus auf den deutschen Bildungskontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Historie der Studien, die statistische Repräsentativität, das Kompetenzverständnis sowie die Auswirkungen der PISA-Ergebnisse auf bildungspolitische Entscheidungen.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Das Ziel ist es, dem Leser anschaulich und verständlich darzulegen, wie PISA inhaltlich aufgebaut ist und wie die verschiedenen Fachkompetenzen von Schülern methodisch gemessen werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und Fachmanuale, um die theoretischen und methodischen Rahmenbedingungen der PISA-Erhebungen zusammenzufassen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Definition der „literacy“-Kompetenzen und der differenzierten Betrachtung der Testbereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind PISA-Studie, Bildungsmonitoring, Kompetenzmessung, Bildungsstandard und Systemvergleich.
Wie definiert PISA den Begriff „literacy“ in diesem Zusammenhang?
„Literacy“ wird hier nicht als reines Faktenwissen verstanden, sondern als Fähigkeit, erworbenes Wissen in alltagsähnlichen Situationen zur Bewältigung von Problemen anzuwenden.
Welche Kritik übt der Autor an der Umsetzung der PISA-Ergebnisse?
Der Autor kritisiert, dass Lehrkräfte oft zu reinen Befehlsempfängern der Bildungsministerien degradiert werden, statt ihre Eigeninitiative und Kompetenz in den Reformprozess einzubinden.
- Quote paper
- Stephan Janzyk (Author), 2010, Worüber sprechen wir, wenn von PISA die Rede ist, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197540