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Zur Vorschulerziehung in der Deutschen Demokratischen Republik

Titel: Zur Vorschulerziehung in der Deutschen Demokratischen Republik

Hausarbeit , 2009 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stephan Janzyk (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte in dieser Hausarbeit versuchen, die Erziehung und Sozialisation in dem sozialistischen Staatssystem der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zu erläutern. Ich will versuchen, ihre damaligen Methoden, Ziele und Strukturen aufzuzeigen, aber auch versuchen, den „Kindergartenalltag“ ein wenig zu beleuchten.
War der Sinn und Zweck der sozialistischen Vorschulerziehung einzig und allein die Herausbildung der sozialistischen Persönlichkeit?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung der Themenwahl und Fragestellung

2. Definition

3. Rückblickende Herleitung und Rahmenbedingungen

4. Ziele der sozialistischen Vorschulerziehung

5. Alltag in der Kinderbetreuung

6. Arten der Erziehungseinrichtungen

7. Mögliche Alternativen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Struktur, Methoden und Ziele der Vorschulerziehung in der Deutschen Demokratischen Republik mit dem Ziel zu ergründen, ob diese primär der Herausbildung einer sozialistischen Persönlichkeit diente.

  • Historische Rahmenbedingungen der DDR-Vorschulerziehung
  • Die Rolle des "Blauen Buches" als curriculare Grundlage
  • Analyse des Alltags in staatlichen Kindertagesstätten
  • Vergleich zwischen staatlichen und konfessionellen Einrichtungen
  • Sozialisation und politische Indoktrination im Kindesalter

Auszug aus dem Buch

4. Ziele der sozialistischen Vorschulerziehung

In diesem Teil meiner Hausarbeit möchte ich nun auf die allgemeinen Ziele der Vorschulerziehung der Deutschen Demokratischen Republik eingehen. Diese sollen wirklich kurz, knapp und universell die sozialistischen Erziehungsgedanken über den kompletten Zeitraum der Existenz dieses Systems aufzeigen.

Am 1. September 1985 wurde von Margot Honecker, der damaligen Ministerin für Volksbildung, das sogenannte „Blaue Buch“ herausgegeben. Dieses trat für alle staatlichen Kindergärten mit sofortiger Wirkung verbindlich in Kraft. Dieses „Blaue Buch“ war der Meilenstein der Kindergartenpädagogik in der Deutschen Demokratischen Republik. Hier wurde schriftlich fixiert, dass das Kind der sozialistischen Arbeiter- und Bauernfamilie von klein auf zu einem sozialistischen Staatsbürgern zu erziehen sei. (vgl. Kosubeck 1987, 699)

In diesem „Regelwerk“ wurde ein ausdifferenziertes Curriculum mit genauen Anweisungen für die Erzieherin ausformuliert. Es wurden unter anderem Lernziele, Inhalte, Förderungen und Methoden für die Erziehung der Kinder festgelegt. (vgl. Kosubeck 1987, 700)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung der Themenwahl und Fragestellung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation durch eigene Kindheitserinnerungen in der DDR und stellt die Forschungsfrage nach dem ideologischen Gehalt der frühen Erziehung.

2. Definition: Es erfolgt eine neutrale Definition der Vorschulerziehung sowie die Einordnung des Kindergartens als Sozialisationsinstanz jenseits des Elternhauses.

3. Rückblickende Herleitung und Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel skizziert die historischen Umstände nach 1945 und die schnelle Etablierung erster Kindergärten in der sowjetischen Besatzungszone zur Entlastung der Bevölkerung.

4. Ziele der sozialistischen Vorschulerziehung: Die Arbeit analysiert das "Blaue Buch" von 1985 als zentrales Instrument zur Erziehung der Kinder zu sozialistischen Staatsbürgern.

5. Alltag in der Kinderbetreuung: Ein exemplarischer Tagesablauf verdeutlicht die straffe Struktur und die Verbindung von Betreuung mit gezielten pädagogischen Beschäftigungen.

6. Arten der Erziehungseinrichtungen: Hier werden die verschiedenen Trägerstrukturen wie kommunale und betriebliche Kindergärten sowie die sogenannten Kinderkombinationen beschrieben.

7. Mögliche Alternativen: Der Autor betrachtet konfessionelle Einrichtungen und das 1976 eingeführte bezahlte Babyjahr als existierende Gegenentwürfe oder ergänzende Lösungen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die DDR-Vorschulerziehung bewusst als politische Pädagogik gestaltet war, um Kleinkinder in das sozialistische System einzugliedern.

Schlüsselwörter

DDR, Vorschulerziehung, Sozialistische Persönlichkeit, Blaues Buch, Sozialisation, Kinderkrippe, Kindergarten, Erziehungseinrichtungen, Margot Honecker, politische Pädagogik, staatliche Erziehung, Kindertagesstätte, DDR-Bildungssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das System der Vorschulerziehung in der ehemaligen DDR und analysiert, inwieweit diese auf die Formung der kindlichen Persönlichkeit nach sozialistischen Idealen ausgerichtet war.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den historischen Rahmenbedingungen, dem offiziellen Curriculum ("Blaues Buch"), dem Kindergartenalltag und den verschiedenen Arten der damaligen Betreuungseinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob der Zweck der Vorschulerziehung rein in der Betreuung lag oder ob die Herausbildung einer sozialistischen Persönlichkeit das eigentliche Hauptziel darstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, ergänzt durch die reflektierte Verknüpfung der theoretischen Inhalte mit persönlichen Erfahrungen des Autors.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die inhaltliche Ausrichtung durch staatliche Vorgaben, den strukturierten Tagesablauf der Kinder sowie einen Vergleich staatlicher und konfessioneller Träger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind DDR, Sozialistische Persönlichkeit, Blaues Buch, Sozialisation, Kindergartenpädagogik und politische Indoktrination.

Welche Rolle spielte das "Blaue Buch" für die Kindergärten?

Das "Blaue Buch" diente als verbindliches Regelwerk und Curriculum, welches genaue Lernziele und Methoden für die Erzieherinnen festlegte, um Kinder frühzeitig an die sozialistische Gesellschaft heranzuführen.

Gab es neben staatlichen auch andere Betreuungsmöglichkeiten?

Ja, es existierten konfessionelle Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft, wenngleich diese nur einen kleinen Prozentsatz ausmachten und vom Staat nicht subventioniert wurden.

Wie bewertet der Autor die Kinderfreundlichkeit des Systems?

Der Autor erkennt einerseits die gelungene und sichergestellte Tagesbetreuung als kinderfreundlich an, betont jedoch andererseits die schwerwiegende politische Einflussnahme und die ideologische Formung als negativen Aspekt.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Vorschulerziehung in der Deutschen Demokratischen Republik
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,7
Autor
Stephan Janzyk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V197541
ISBN (eBook)
9783656236429
ISBN (Buch)
9783656237761
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorschulerziehung deutschen demokratischen republik DDR Vorschule Sozialisation Kinder Kindergarten KITA Krippe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Janzyk (Autor:in), 2009, Zur Vorschulerziehung in der Deutschen Demokratischen Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197541
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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