Bei der Eingabe der Abkürzung Neurolinguistischen Programmierens (NLP) erhält der Leser in der Internetsuchmaschine Google 52.300.00 Ergebnisse. Die hohe Ergebniszahl ist damit zu begründen, dass die Abkürzung in der englischen Sprache (neurolinguistic programming), als auch in der deutschen Sprache (Neurolinguistisches Programmieren), verwendet wird und ursprünglich ein reines Instrument der Persönlichkeitsentwicklung war. Das Neurolinguistische Programmieren zählt zu den Kognitions- und Verhaltenswissenschaften und beschreibt das Zusammenspiel von Geist und Sprache. Es ist eine Methode, um Marken langfristig in den Köpfen der Konsumenten zu festigen. In der Werbung wird diese Methode zur Individualisierung einer Marke genutzt.
Konsumenten werden tagtäglich mit Informationen und Kaufanreizen über und für Produkte überflutet. Unternehmen und ihre Marken müssen sich in einem hyperkompetitiven und gesättigten (oder zum Teil überfüllten) Markt gegenüber einer hinsichtlich der Produkteigenschaften sehr heterogenen Konkurrenz hervorheben, um langfristig bestehen zu können. Doch wie lässt sich eine Marke von den konkurrierenden Marken abgrenzen? Kann eine Marke bei den Konsumenten positive Emotionen auslösen und so das Kaufverhalten anregen? Wie muss eine Markenstrategie ausgelegt sein, um langfristig von Konsumenten als attraktive und wohltuende Marke gesehen zu werden? Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage der Auswirkung von Markenkommunikation auf Konsumenten unter Verwendung Neurolinguistischer Programmierung. Zu Beginn wird der Begriff Neurolinguistisches Programmieren definiert. Im Anschluss wird der aktuelle Forschungsstand wird zudem untersucht und dargestellt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in einem Teilbereich der Neurolinguistischen Programmierung, der Ankertechnik. Es werden die verschiedenen Arten eines Ankers in der Werbung, inklusive ihrer Wirkung, untersucht und mithilfe der modernen Hirnforschung wissenschaftlich erklärt. Ferner wird auf die Möglichkeiten der Verstärkung der Ankerwirkung eingegangen und das Neurolinguistische Programmieren als Wissenschaft kritisch durchleuchtet. Der Einfachheit halber wird der Begriff „Neurolinguistisches Programmieren“ mit der Abkürzung NLP in der Hausarbeit benannt.[...]
Inhaltsverzeichnis
2. Abbildungsverzeichnis
3. Einleitung
4. Einführung in das Neurolinguistische Programmieren
4.1. Begriffsdefinition
4.2. Pawlowsche Hund
4.3. Aktueller Forschungsstand
5. Anker: Ein wirkungsvolles NLP-Instrument in der Werbung
5.1. Arten der Anker
5.1.1. Visueller Anker
5.1.2. Auditiver Anker
5.1.3. Kinästhetischer, gustatorischer und olfaktorischer Anker
5.2. Wie kann die Wirkung der Anker gezielt verstärkt werden?
6. Grenzen der Wissenschaft NLP
7. Fazit
8. Glossar
9. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist Neurolinguistisches Programmieren (NLP)?
NLP ist eine Methode aus den Kognitions- und Verhaltenswissenschaften, die das Zusammenspiel von Geist (Neuro), Sprache (Linguistisch) und Verhaltensmustern (Programmieren) beschreibt.
Was versteht man unter der "Ankertechnik" in der Werbung?
Ankern ist ein Prozess, bei dem ein Reiz (z.B. ein Logo oder Jingle) mit einer bestimmten emotionalen Reaktion verknüpft wird, um Marken im Gedächtnis zu festigen.
Welche Arten von Ankern werden in der Werbung genutzt?
Man unterscheidet visuelle Anker (Bilder), auditive Anker (Töne/Slogans) sowie kinästhetische, gustatorische und olfaktorische Anker (Gefühle, Geschmack, Geruch).
Was hat der "Pawlowsche Hund" mit NLP zu tun?
Die klassische Konditionierung nach Pawlow bildet die wissenschaftliche Grundlage für das Verständnis, wie Reize und Reaktionen miteinander verknüpft werden.
Wie kann die Wirkung eines Werbeankers verstärkt werden?
Die Wirkung wird durch die Intensität des Erlebnisses, den Zeitpunkt der Reizsetzung und die regelmäßige Wiederholung (Reinforcement) gesteigert.
Wird NLP wissenschaftlich kritisch betrachtet?
Ja, die Arbeit beleuchtet auch die Grenzen des NLP als Wissenschaft und hinterfragt die empirische Belegbarkeit einiger Ansätze.
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- Fadoua Al Barkani (Author), 2012, Die Ankertechnik des Neurolinguistischen Programmierens in der Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197600