Ziel dieser Arbeit ist es, einen allgemeinen Überblick über Mobile Games, deren Erfolgsfaktoren und besonderen Inhalte – die mithilfe dieser neuaufkommenden Art von Spielen vermittelt werden können – zu geben.
Im ersten Teil dieser Arbeit werden die theoretischen Grundlagen von Spielen, deren Elemente und verschiedenste Ausprägungen erörtert. Im Anschluss werden neben der Entwicklung von Spielen in der Gesellschaft, allgemeine Aspekte die zum Aufkommen von Mobile Games führten, wie technische und gesellschaftliche Trends, Computer- oder Videospiele, digitales Storytelling und die Medienkonvergenz näher betrachtet.
Im Folgenden wird das Game Mister X Mobile, seine Entwicklungen, ludischen Charakteristika, Funktionen und technischen Hintergründe erläutert.
Im empirischen Teil dieser Arbeit werden anhand qualitativer Interviews und Sekundärliteratur die Erfolgsfaktoren, welche in die technische, inhaltliche, ganzheitliche sowie gamespezifische Dimensionen untergliedert sind, identifiziert. Ferner werden mögliche Bestandteile von Mobile Games und ihre diversen Ausprägungen herausgefiltert.
Im letzten Teil fasst der Autor die Arbeit zusammen, gibt einen Ausblick und stellt weiteren Forschungsbedarf dar.
Wichtig: Mobile Games, wie in dieser Arbeit betrachtet, dürfen jedoch nicht mit Handy-Games, also digitalen Spielen, verwechselt werden, deren Spieloberfläche rein auf konventionellen Mobiltelefonen oder Smartphones Anwendung findet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung dieser Arbeit
1.4. Relevanz
1.5. Aktueller Forschungsstand und theoretischer Bezugsrahmen
1.6. Methodische Vorgehensweise
1.7. Aufbau
2. Das Spiel
2.1. Entwicklung von Spielen in der Gesellschaft
2.2. Elemente von Spielen
2.3. Arten von Spielen
3. Entwicklungen, die zur Verbreitung von Mobile Games führten
3.1. Technische Entwicklung
3.2. Computer- und Videospiele
3.3. Digitales interaktives Storytelling
3.4. Medienkonvergenz
3.5. Gesellschaftliche Trends
4. Fallbeispiel Mister X Mobile
5. Findung der Erfolgsfaktoren für die Konzeption von Mobile Games
5.1. Erfolgsfaktoren auf technischer Dimension
5.2. Erfolgsfaktoren der inhaltlichen Dimension
5.3. Erfolgsfaktoren der ganzheitlichen Dimension
5.4. Weitere gamespezifische Erfolgsfaktoren
5.5. Zentrale Erkenntnisse zu den forschungsleitenden Fragen
6. Zusammenfassung
6.1. Fazit
6.2. Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über das Feld der Mobile Games zu geben, ihre Erfolgsfaktoren zu identifizieren und aufzuzeigen, welche inhaltlichen Potenziale diese Spieleform besitzt. Dabei wird insbesondere untersucht, wie technische und gesellschaftliche Entwicklungen das Entstehen von Mixed Reality Spielen begünstigt haben und welche speziellen Bestandteile für deren erfolgreiche Konzeption notwendig sind.
- Theoretische Grundlagen von Spielen und deren gesellschaftliche Entwicklung.
- Analyse der technischen und medialen Faktoren, die Mobile Games erst ermöglicht haben.
- Fallstudie zum Spiel "Mister X Mobile" hinsichtlich technischer und spielerischer Aspekte.
- Identifikation und Kategorisierung von Erfolgsfaktoren für Mobile Games mittels Experteninterviews.
- Potenziale von Mobile Games zur Wissensvermittlung und im Marketing.
Auszug aus dem Buch
3.3. Digitales interaktives Storytelling
„Das Universum besteht aus Geschichten, nicht aus Atomen.“ Muriel Rukeyser, Amerikanische Dichterin
Storytelling, die Vermittlung narrativer Inhalte und der Aufbau von Dramaturgie ist für die Entwicklung von Spielen essenziell (vgl. Sander, 2008, S. 8). Historisch gesehen gelten Spiele als große Vorläufer des Storytellings. Traditionelles Storytelling erfolgt in analoger Form. Mündlich übermittelte Geschichten mit der menschlichen Stimme oder Schauspielern, auf Papier gedruckte Geschichten sowie Aufnahmen auf Audio- oder Videotapes sind Beispiele für das Analoge. (Vgl. Miller, 2008, S. 4 ff.)
Merkmale des traditionellen analogen Storytellings sind laut Miller (2008, S. 19)
das starre Konstrukt und die nicht Veränderbarkeit der Geschichte,
die gleichbleibende lineare Erzählform,
der Autor, der alleiniger Erfinder der Story ist,
das passive Erlebnis,
und das bestehende und unveränderbare Ende der Geschichte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage, der Problemstellung sowie der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Untersuchung von Mobile Games.
2. Das Spiel: Erläuterung der theoretischen Grundlagen von Spielen, ihrer gesellschaftlichen Bedeutung und ihrer Elemente.
3. Entwicklungen, die zur Verbreitung von Mobile Games führten: Untersuchung technischer Fortschritte, medienkonvergenter Entwicklungen und gesellschaftlicher Trends, die mobile Spiele ermöglicht haben.
4. Fallbeispiel Mister X Mobile: Analyse eines konkreten Mixed Reality Spiels hinsichtlich seiner Entwicklung, technischen Struktur und Spielmechanik.
5. Findung der Erfolgsfaktoren für die Konzeption von Mobile Games: Identifikation relevanter Erfolgsfaktoren basierend auf Experteninterviews, gegliedert in technische, inhaltliche und ganzheitliche Dimensionen.
6. Zusammenfassung: Resümee der zentralen Ergebnisse, eine abschließende Bewertung der Forschungsfrage sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Mobile Games, Pervasive Gaming, Mixed Reality, Mister X Mobile, Erfolgsfaktoren, Storytelling, Medienkonvergenz, Geocaching, Augmented Reality, Spielmechanik, Nutzerakzeptanz, technisches Design, Erlebnisgesellschaft, Wissensvermittlung, Experteninterviews
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse von Mobile Games, speziell im Bereich der Mixed Reality, und untersucht die Erfolgsfaktoren, die für die Konzeption dieser neuartigen Spielformen entscheidend sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Spielens, der technische Fortschritt (GPS, mobile Endgeräte), die Rolle von Medienkonvergenz und Storytelling sowie die Bedeutung gesellschaftlicher Trends für neue Spieleformate.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren der Konzeption von Mobile Games zu identifizieren und zu klären, welche speziellen Bestandteile und Besonderheiten in ein Konzept für Mobile Games integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus sekundären Datenerhebungen (Literaturanalyse) und qualitativen Experteninterviews mit Entwicklern und Anbietern aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Spiel "Mister X Mobile" als Fallstudie und identifiziert Erfolgsfaktoren, die in technische, inhaltliche, ganzheitliche und gamespezifische Dimensionen unterteilt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mobile Games, Pervasive Gaming, Mixed Reality, Erfolgsfaktoren, Storytelling, Geocaching und Augmented Reality.
Warum ist "Mister X Mobile" ein zentraler Bestandteil der Untersuchung?
Das Spiel dient als Fallstudie, da es erfolgreich technische Möglichkeiten (GPS, mobiles Internet) mit dem klassischen Brettspielprinzip von "Scotland Yard" verbindet und somit ein ideales Beispiel für die Umsetzung von Mixed Reality ist.
Welchen Stellenwert nimmt die Storyline ein?
Die Storyline wird als essenziell erachtet; sie ist oft wichtiger als die reine Technik, da sie den Spieler emotional bindet und motiviert, tiefer in das Spielgeschehen einzutauchen.
Wie spielen soziale Netzwerke in die Konzeption hinein?
Soziale Netzwerke fungieren als Nährboden für die Spielerakquise, fördern den sozialen Zusammenhalt und ermöglichen den Wettbewerb unter Spielern, was die Bindung an das Spiel signifikant erhöht.
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- M.A. Isabell Kram (Autor), 2012, Vom Brettspiel zum Mobile Game, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197647