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Der Pädagoge Célestin Freinet

Title: Der Pädagoge Célestin Freinet

Presentation (Elaboration) , 2003 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christina Schulz (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die Pädagogik erweist sich immer wieder als ein Fachgebiet, innerhalb dessen, Reformen
und Weiterentwicklungen, unabdingbar sind. Heute im Jahre 2002 wird es unter anderem die
PISA – Studie sein, die pädagogische Reformen zur Folge haben wird. In der Vergangenheit
ließen große Ereignisse, wie der 1. und 2. Weltkrieg, die Menschen umdenken, umdenken
auch innerhalb der Pädagogik. Die Pädagogik ist also ständiger Entwicklung und
Überarbeitung ausgesetzt. So wie sich das Lebensumfeld des Menschen ändert, so ändert er
sich daraus wiederum selbst. Diese Veränderung des Menschen fordert so auch die
Anpassung des pädagogischen Bereiches an ihn. Eine große „Anpassungsperiode“ stellte die
Zeit der europäischen Reformpädagogik dar. Große Reformpädagogen, wie Adolphe
Ferrière, Peter Petersen, Maria Montessori und Célestin Freinet traten aus ihr hervor. Auf der
Suche nach neuen Ideen, greift man gerne auf „altbewährtes“ zurück um dies, der aktuellen
Zeit angepasst anwenden zu können. Im folgenden Beitrag soll das Konzept des
französischen Reformpädagogen Célestin Freinet, näher erläutert werden. Freinet, Pädagoge
und Politiker, widmete sein Leben der Pädagogik und der Politik, zwei großen Gebieten, die
es im Folgenden einzugrenzen galt. Ingrid Dietrich beschreibt ihn in ihrem Werk „Politische
Ziele der Freinet-Pädagogik“ als politischen Pädagogen (Ingrid Dietrich 1982). Den
Schwerpunkt des folgenden Beitrages wird jedoch „der Pädagoge Freinet“ sein. Es sollen
neben seinem Lebensweg, vor allem seine Beweggründe, und anschließend der Weg der
Entwicklung seines Konzeptes aufgezeigt werden. Den Abschluss bildet, den
Seminarinhalten „Schriftspracherwerb und Leselehrgänge“ entsprechend, ein Kapitel über
die Lese- und Schreiblehrmethoden nach Célestin Freinet innerhalb der Primarstufe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer war Célestin Freinet?

2.2. Ein „pädagogischer Lebenslauf“

3. Die „Freinet–Pädagogik“

3.1. Freinets Beweggründe nach neuen pädagogischen Wegen zu suchen

3.2. Célestin Freinet entwickelt sein eigenes Konzept

3.3. Merkmale der „Freinet–Pädagogik“

4. Lese- und Schreiblehrmethoden der „Freinet-Pädagogik“

4.1. ... im 1. Schuljahr

4.2. ... im 2. Schuljahr

4.3. Vorteile

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich dem Leben und dem pädagogischen Wirken von Célestin Freinet mit dem Ziel, seine Reformansätze und deren Relevanz für den Schriftspracherwerb in der Primarstufe zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Freinets Methoden die kindliche Motivation fördern und die traditionelle Hierarchie zwischen Lehrkraft und Schüler aufbrechen.

  • Biografische Einordnung von Célestin Freinet als Reformpädagoge
  • Analyse der Beweggründe für die Entwicklung der Freinet-Pädagogik
  • Die drei zentralen Elemente: Klassenversammlung, Klassenkorrespondenz und Schuldruckerei
  • Methoden des Lese- und Schreiblehrgangs im 1. und 2. Schuljahr
  • Die Rolle des Lehrers als Begleiter statt als Machtinstanz

Auszug aus dem Buch

3.2. Célestin Freinet entwickelt sein eigenes Konzept

Gelangweilten, unzufriedenen Schülern, die nur aus der Angst heraus, die sich wider rum aus der Hierarchie zwischen Schüler und Lehrer ergab, stand Freinet zu Anfang gegenüber. Die Schulbücher gaben den Ton an. Sie gaben die Thematik an, die zu behandeln war und das Wissen, welches zu verdauen war durch den Schüler, und vermittelt werden musste durch den Lehrer. Nach Interessen, Begabungen oder der realen Lebenswelt der Schüler wurde hierbei nicht gefragt. Freinet erkannte dies und als er über, ebenfalls unzufriedene Lehrer, die sich in der „Fédération de l`Enseignement“ zusammengeschlossen hatten, erste Erfahrungen mit der „classes promenades“ machte, war dies für ihn der erste Anstoß zu einer Reform innerhalb seiner pädagogischen Entwicklung.

In der Idee der „classes promenades“ fand Freinet den ersten Schritt, hin zu einer Lehrform, die er vermisste, führte diese doch die Schüler in ihre eigene Lebenswelt, raus aus der Schule. Die Schüler begegneten der Natur, den Pflanzen und Tieren oder besuchten einen Schmied bei seiner Arbeit (Klaus Zehrfeld 1977, S.16). Heute würde man hierbei von der „Öffnung der Schule“ und dem „Lernen mit allen Sinnen“, zwei wichtigen Aspekten der Pädagogik sprechen. Schüler lernten und lernen über ihre eigene Lebenswelt, dies bedeutet ein höheres Maß an Motivation, die Grundlage für effektives Lernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Notwendigkeit pädagogischer Reformen dar und führt in das Leben und Wirken von Célestin Freinet als Reformpädagogen ein.

2. Wer war Célestin Freinet?: Hier wird der biografische Werdegang von Freinet nachgezeichnet, wobei besonders seine prägenden Erlebnisse während der Schulzeit und des Ersten Weltkriegs beleuchtet werden.

3. Die „Freinet–Pädagogik“: Dieses Kapitel analysiert die Motive Freinets für seine Reformbemühungen und definiert die Kernmerkmale seines pädagogischen Konzepts.

4. Lese- und Schreiblehrmethoden der „Freinet-Pädagogik“: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Anwendung des Freinet-Konzepts im Lese- und Schreibunterricht der Primarstufe, unterteilt in das erste und zweite Schuljahr.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst die Bedeutung von Freinets Ansatz für die freie Entfaltung des Kindes zusammen und reflektiert über die Rolle der Lehrkraft sowie eigene praktische Erfahrungen.

Schlüsselwörter

Célestin Freinet, Reformpädagogik, Freinet-Pädagogik, Schuldruckerei, Klassenkorrespondenz, Klassenversammlung, freies Schreiben, Schriftspracherwerb, Leselehrgänge, offener Unterricht, Schülermotivation, ganzheitliches Lernen, Primarstufe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Célestin Freinet und seinem reformpädagogischen Ansatz, der darauf abzielt, Unterricht lebensnah und schülerorientiert zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Mittelpunkt stehen die biografischen Grundlagen Freinets, die theoretischen Merkmale seiner Pädagogik sowie deren praktische Umsetzung im Lese- und Schreibunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Freinets Methoden, insbesondere die Arbeit mit der Schuldruckerei und freien Texten, die Motivation der Schüler steigern und ein demokratisches Lernklima schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Reflexion von Unterrichtsbeispielen und eigenen pädagogischen Erfahrungen der Autorin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Freinets Beweggründen, die Erläuterung seines pädagogischen Konzepts und eine detaillierte Beschreibung der Lese- und Schreiblehrmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reformpädagogik, Schülerorientierung, freier Ausdruck und Klassenkorrespondenz definiert.

Warum ist die „Schuldruckerei“ für Freinet so wichtig?

Die Schuldruckerei ist ein Kernelement, da sie die Kinder aktiv in den Produktionsprozess einbindet, soziale Kooperation fordert und den Unterricht mit der Lebenswelt der Kinder verbindet.

Wie verändert sich die Lehrerrolle im Freinet-Konzept?

Der Lehrer wandelt sich von einer autoritären Machtinstanz hin zu einem beratenden Begleiter, der das Lernklima fördert und die Kinder bei ihren individuellen Vorhaben unterstützt.

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Details

Title
Der Pädagoge Célestin Freinet
College
University of Koblenz-Landau  (Grundschulpädagogik)
Course
Seminar: 'Schriftspracherwerb und Leselehrgänge'
Grade
1,3
Author
Christina Schulz (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V19766
ISBN (eBook)
9783638238120
Language
German
Tags
Pädagoge Célestin Freinet Seminar Leselehrgänge“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Schulz (Author), 2003, Der Pädagoge Célestin Freinet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19766
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