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Schlesien und Polen unter friderizianischer Herrschaft

Der Umgang Friedrichs II. mit den christlichen Konfessionen in seinen neuen Territorien

Título: Schlesien und Polen unter friderizianischer Herrschaft

Trabajo , 2012 , 22 Páginas

Autor:in: Sebastian Großhans (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Nach der Eroberung Schlesiens garantierte Friedrich der Große im Breslau-er Präliminarfrieden zwischen Preußen und Österreich vom 11. Juni die Rechte und Privilegien der katholischen Bevölkerung in Schlesien zu erhalten. Diese Zusicherung ließ der König weitestgehend unangetastet, selbst als der Krieg um Schlesien zwei Jahre später wieder ausbrach.
Auch bei der ersten Teilung Polens ging es für den König Fridrich II. darum, sich um einen großen Bevölkerungsanteil von Katholiken zu kümmern. Der preußische Monarch erhielt das Bistum Ermland, Westpreußen, sowie das Kulmer Land, jedoch nicht die bedeutende Hafenstadt Danzig und Thorn. Zwar erhielt Friedrich II. nur 1/5 der Teilungsmasse, Kaiser Joseph II. und die Zarin Katharina II. erhielten weit mehr an Landmasse oder Bevölkerung, das strategisch wichtige, sogenannte „Königliche Preußen“, verband jedoch die Kernlande der Hohenzollern-Dynastie endlich mit Ostpreußen und schuf ein großes, weitestgehend zusammenhängendes Staatsgebilde. Juristisch konnte die Annektierung kaum gerechtfertigt werden, auch wenn Ansprüche mit einem lang verlorenen Erbe oder Erbrechten aufgrund der Deutschenor-densritter propagiert wurden. Um einen möglichst großen Nutzen der menschlichen und materiellen Ressourcen von dieser neuen Provinz zu haben, über die strategische Bedeutung hinaus, ließ der preußische König die Verwaltung stark zentralisieren – weit stärker als in der Adelsrepublik zuvor üblich gewesen war.

Die Arbeit beschreibt zuerst die sehr abschätzige Meinung Friedrichs II. zur Religion, sowie die Bevölkerungszahlen von Protestanten und Katholiken in seinem Reich während der verschiedenen Expansionsphasen. Es wird gezeigt, wie der König als toleranter Herrscher mit der schlesischen und westpreußischen Bevölkerung und deren Geistlichkeit umging. Im dritten Kapitel befasst sich diese Arbeit mit der Ausgangslage der Protestanten in Schlesien und Polen bevor Friedrich II. von dort Gebiete in sein Territorium integrierte, um anschließend zu beschreiben welche Veränderungen sich für Angehörige dieser Konfession nach der Integration in den preußischen Staat ergaben. Das fünfte Kapitel und seine Unterkapitel befassen sich vorwiegend mit der katholischen Bevölkerung in Schlesien und der Provinz Westpreußen und der Schwierigkeit diese zahlenmäßig sehr große Gruppe in das vormals überwiegend protestantische Königtum einzugliedern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Einstellung Friedrichs II. zur Religion

3. Die Ausgangslage der Protestanten in Schlesien und Polen

4. Schlesische und polnische Protestanten unter preußischer Herrschaft

5. Die neuen katholischen Minderheiten in Preußen

5.1. Kirchenverwaltung und -struktur unter Friedrich II.

5.2. Die katholische polnische Bevölkerung und der Adel

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die religiöse Integrationspolitik Friedrichs II. in den nach 1740 eroberten schlesischen Gebieten sowie den ab 1772 annektierten polnischen Territorien, wobei der Fokus auf dem Umgang mit katholischen und protestantischen Konfessionen liegt.

  • Religiöse Integrationsstrategien unter Friedrich II.
  • Konfessionelle Dynamiken in Schlesien und Westpreußen
  • Administrative und bildungspolitische Maßnahmen gegenüber Minderheiten
  • Soziale und politische Einbindung des polnisch-katholischen Adels

Auszug aus dem Buch

5.2. Die katholische polnische Bevölkerung und der Adel

Ein wichtiger Aspekt bei der Verwaltung der neuen Provinz war die Peuplierung des relativ dünn besiedelten Gebiets. 15.000 Menschen ließ Friedrich II. in 50 Dörfern ansiedeln und förderte den Ausbau der Städte. Eine Ungleichbehandlung zwischen den Konfessionen gab es in allen Schichten, angefangen von den Bauern, bis zum polnischen Adel. Die verbesserte Lage der Bauern betraf wohl vor allem die von protestantischem Glauben, denn die stark abwertenden Äußerungen Friedrichs des Großen über die Polen färbten auf seine Beamten in Westpreußen ab und führten unter anderem zu einer starken Diskriminierung des katholischen Bauernstandes, über die sich der Bischof von Kulm, Johann Karl Graf von Hohenzollern mehrfach beschwerte.

Daneben war ein wichtiger Aspekt den der General Gouverneur von West und Ostpreußen, Joachim Friedrich von Domhardt, zu bewältigen hatten, wie mit dem polnischen Adel umzugehen war. Aus dem in preußischen Adel der in Polen Land besaß bezog Preußen Teile seines Offizierskorps, der polnische Adel ließ sich dafür jedoch anfangs kaum erwärmen. Die Angehörigen der Szlachta fühlten sich durch diese Forderung und die Pflicht nun Steuern zu bezahlen beleidigt. Das kam nicht von ungefähr:

La noblesse [Pologne] est fier[e] autant qu’arogante dans sa prospérité, lache dans l’infortunne, avide de coruptions, ausi incapable de prendre des partis vigoureux que de les soutenir. En un mot, c’est celon moy la derniere nation de l’Europe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsrahmen zur religiösen Integration eroberter Gebiete unter Friedrich II. mit Fokus auf die großen christlichen Konfessionen.

2. Die Einstellung Friedrichs II. zur Religion: Dieses Kapitel beschreibt das pragmatische, von der Aufklärung beeinflusste, aber auch durch religiöse Abschätzigkeit geprägte Verhältnis Friedrichs II. zur Religion.

3. Die Ausgangslage der Protestanten in Schlesien und Polen: Hier wird die konfessionelle Situation und der Religionsfrieden in den Gebieten vor der preußischen Übernahme beleuchtet.

4. Schlesische und polnische Protestanten unter preußischer Herrschaft: Das Kapitel analysiert die Integration der Protestanten sowie die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen auf ihr kirchliches Leben.

5. Die neuen katholischen Minderheiten in Preußen: Dieses Kapitel untersucht die Herausforderungen bei der Integration der großen katholischen Bevölkerungsgruppe in den preußischen Staat.

5.1. Kirchenverwaltung und -struktur unter Friedrich II.: Fokus auf administrativen Eingriffen in die katholische Kirchenhierarchie und das Bildungswesen.

5.2. Die katholische polnische Bevölkerung und der Adel: Dieses Kapitel beleuchtet das schwierige Verhältnis zum polnischen Adel und die Maßnahmen zu dessen Einbindung in den preußischen Staatsapparat.

6. Resümee: Das Resümee bewertet die Integrationspolitik als überwiegenden Erfolg, trotz anhaltender Spannungen und Misstrauens gegenüber den polnischen Eliten.

Schlüsselwörter

Friedrich II., Preußen, Schlesien, Westpreußen, Religionspolitik, Konfessionalisierung, Integration, Toleranz, Katholizismus, Protestantismus, Aufklärung, Polen, Adelsrepublik, Kirchenverwaltung, Schulwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die religiöse Integrationspolitik von König Friedrich II. in den durch Kriege und Gebietsabtretungen neu erworbenen Regionen Schlesien und Westpreußen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen das Verhältnis des preußischen Königs zu den christlichen Konfessionen, die administrative Eingliederung katholischer Minderheiten und die Interaktion mit dem polnischen Adel.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Friedrich II. seine religiös tolerante, aber pragmatisch-staatsorientierte Politik nutzte, um unterschiedliche Konfessionen in den preußischen Staat zu integrieren und deren Loyalität zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten historisch-analytischen Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger geschichtswissenschaftlicher Fachliteratur zur preußischen Geschichte des 18. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der religiösen Grundhaltung Friedrichs, die Ausgangslage der Protestanten, die administrativen Maßnahmen zur Kontrolle der katholischen Kirche sowie die sozio-politische Integration des polnischen Adels.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die friderizianische Toleranz, der preußische Staatsabsolutismus, die schlesische Kirchengeschichte und die polnisch-preußischen Beziehungen im 18. Jahrhundert.

Wie ging Friedrich II. mit dem Jesuitenorden um?

Der König schätzte den Orden als illoyal ein, beschränkte dessen Einfluss im Bildungswesen und nutzte die päpstliche Jesuitenaufhebung zur Durchführung eigener bildungspolitischer Reformen.

Welche Rolle spielte der polnische Adel bei der Integration?

Der Adel war anfangs skeptisch und leistete Widerstand, wurde jedoch schrittweise durch ökonomischen Druck und Bildungsangebote – wie die Kadettenanstalt in Kulm – in das preußische Offizierskorps eingebunden.

Wie reagierte Friedrich II. auf den Widerstand des Klerus?

Bei illoyalem Verhalten, wie etwa während des Siebenjährigen Krieges, griff der Monarch zu repressiven Mitteln, entzog Privilegien oder erhob Sondergebühren zur Deckung seiner Kriegskosten.

Was bewirkte das General-Land-Schul-Reglement?

Dieses Reglement zielte auf eine Zentralisierung und staatliche Aufsicht über das Volksschulwesen sowie auf die sprachliche und bildungspolitische Angleichung der Bevölkerung in den neuen Provinzen ab.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Schlesien und Polen unter friderizianischer Herrschaft
Subtítulo
Der Umgang Friedrichs II. mit den christlichen Konfessionen in seinen neuen Territorien
Universidad
University of Stuttgart
Autor
Sebastian Großhans (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V197671
ISBN (Ebook)
9783656238027
ISBN (Libro)
9783656238775
Idioma
Alemán
Etiqueta
Friedrich II. Friedrich der Große Preußen Polen Schlesien Frühe Neuzeit Geschichte Religion Westpreußen Kirche Adel Katholiken Protestanten 18. Jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Großhans (Autor), 2012, Schlesien und Polen unter friderizianischer Herrschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197671
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