Richtig essen und trinken bei erhöhten Blutfettwerten - erhöhtem Cholesterin

Ernährungstherapie bei erhöhtem Cholesterinspiegel


Ausarbeitung, 2012
13 Seiten

Leseprobe

Einleitung: Ernährung bei erhöhten Cholesterinwerten

Zu viel Cholesterin im Blut kann sich an den Wänden der Arterien ablagern, so dass sie sich verengen und verstopfen können. Die bekanntesten und am meisten gefürchteten Folgen eines erhöhten Cholesterinspiegels sind Herz-Kreislauf-Erkran- kungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Mediziner verschreiben bei erhöhtem Cholesterinspiegel häufig Medikamente, die wirkungsvoll, aber häufig auch schlecht verträglich und mit Nebenwirkungen belastet sind.

Eine fettmodifizierte Ernährung mit weniger gesättigten, aber bevorzugt einfach und ausreichend mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie mehr Bewegung bildet die Grundlage einer herzgesunden Lebensweise. Eine wirksame natürliche Ergänzung stellen Plantago ovata-Samenschalen dar. Plantago ovata sind überwiegend in Indien und Pakistan beheimatete Pflanzen, deren Samenschalen zu 71 Prozent aus wasserlöslichen Ballaststoffen bestehen. Zahlreiche Studien belegen, dass diese wasserlöslichen Ballaststoffe den Cholesterinspiegel gut verträglich um 10 bis 15 Prozent senken können.

Plantago ovata-Samenschalen als tägliche Ergänzung zur Nahrung helfen, das Herz durch gesunde Blutfettwerte zu schützen.

Gefahren für das Herz

Arteriosklerotische Veränderungen in den Blutgefäßen können ihre Ursache sowohl in Verhaltensweisen der Lebensführung haben als auch genetisch bedingt sein. Beeinflussbare und nicht beeinflussbare Faktoren wirken bei der Entstehung der degenerativen Veränderungen der Blutgefäße mit. Der Faktor mit der größten Bedeutung bei den beeinflussbaren Risiken sind erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte. Darüber hinaus begünstigen Bluthochdruck, Zigarettenkonsum, Diabetes mellitus und Übergewicht die Gefäßveränderungen. Wie stark diese Risiko- faktoren die Gefäßwände des Einzelnen schädigen, ist genetisch bedingt. Daraus resultiert die familiär unterschiedlich starke Neigung zu arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen trotz annähernd identischer Risikofaktoren.

Beeinflussbare Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung:

- Erhöhte Blutfettwerte
- Bluthochdruck
- Zigarettenkonsum
- Diabetes mellitus
- Übergewicht
- Erhöhtes Homozystein

Treffen mehrere Faktoren zusammen, steigt das Risiko. Umso schlimmer ist die Tatsache, dass 87 Prozent der Deutschen die Höhe ihres Cholesterinspiegels nicht kennen! Männer sollten ab dem 35., Frauen ab dem 40. Lebensjahr alle 5 Jahre Ihre Blutfettwerte überprüfen lassen. Bei erhöhten Gesamtcholesterin empfiehlt sich auch die gesonderte Bestimmung des HDL- und des LDL-Wertes.

Stellt der Arzt erhöhte Blutfettwerte fest, ist dies ein ernst zu nehmendes Zeichen. Ignorieren wäre fatal und ginge mit einer weiteren Verschlechterung der Blutgefäße einher. Vielen Menschen erscheint eine medikamentöse Behandlung der gesundheitlichen Probleme als einfachste Lösung, da sie zuverlässig und bequem ist. Die zur Cholesterinsenkung verordneten Medikamente lösen jedoch häufig Unverträglichkeiten und negative Langzeitwirkungen aus. Ein Skandal um einen der erfolgreichsten und weltweit verordneten Lipidsenker zeigte die Zweiseitigkeit solcher Produkte. Dieser Vorfall hat viele Menschen aufgerüttelt. Sie machen sich auf die Suche nach alternativen, schonenden und natürlichen Möglichkeiten, den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen. Diese Broschüre möchte Ihnen dabei helfen! Der Naturstoff Plantago ovata-Samenschalen bietet die Möglichkeit, die Einnahme von Lipidsenkern in ihrer Dosis zu vermindern oder sogar ganz zu vermeiden.

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein Stoff, der ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Es ist im menschlichen Organismus für die Bildung von Sexualhormonen, Gallensalzen und Vitamin D unentbehrlich. Cholesterin ist wie Fett wasserunlöslich. Damit es im Blut transportiert werden kann, wird es an Eiweißbestandteile gekoppelt. Die dadurch entstehenden Lipoproteine enthalten in ihrer Mitte das Cholesterin und andere Fett- substanzen, die Außenschicht besteht vor allem aus wasserlöslichem Protein. Der Serumcholesteringehalt des Menschen setzt sich aus der Zufuhr cholesterinhaltiger tierischer Lebensmittel sowie der körpereigenen Cholesterin-Synthese in der Leber zusammen.

Was bedeutet „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin?

Der Gesamtcholesteringehalt setzt sich aus zwei verschiedenen Fraktionen zusammen: dem HDL (= high density lipoprotein, Lipoproteine mit hoher Dichte) und dem LDL (= low density lipoprotein, Lipoproteine mit niedriger Dichte). Das HDL transportiert freies Cholesterin aus dem Blut zurück zur Leber und schützt so die Adern. HDL wird daher als gutes Cholesterin bezeichnet. Das LDL enthält wesentlich mehr Cholesterin als das HDL. Bei hohem LDL-Vorkommen befinden sich auch vermehrt freie Cholesterinmoleküle im Blut, die sich als Ablagerungen an den Gefäßwänden absetzen können. Bei der Beurteilung des Cholesterinspiegels spielt das Verhältnis dieser beiden Cholesterinfraktionen eine wichtige Rolle. Viel HDL im Blut kann auch eine große Menge freies Cholesterin „einsammeln“ und die Blutgefäße sauber halten. Ein hohes HDL kann somit einen hohen LDL-Spiegel zum Teil ausgleichen. Das Ziel muss sein:

LDL senken und HDL erhöhen!

Denn HDL rauf und LDL runter hält Herz und Gefäße frei und munter!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Was geschieht, wenn die Blutfettwerte zu hoch sind?

Die erhöhte LDL-Konzentration in den Blutbahnen führt zu dauerhaften Beschädigungen (Läsionen) der Gefäßwände. Kalkablagerungen verringern den Durchmesser der Arterien. Daraus resultiert eine schlechtere Durchblutung des Herzmuskels und es kommt zu einer verminderten Versorgung des Herzens mit energieliefernden Substraten und Sauerstoff. Ein erhöhter Blutdruck ist ebenfalls Folge einer eingeschränkten Durchflussmöglichkeit. Wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, kommt es zum akuten Herzinfarkt, Angina pectoris oder Sekundenherztod. Wird dagegen die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen, erleidet der Betroffene einen Schlaganfall.

Wie kann man die Blutfettwerte senken?

Zunächst sollte jeder Betroffene seine Ernährungsweise kritisch hinterfragen. Vor allem die Art und Menge der verzehrten Fette beeinflusst den Cholesterinspiegel.

Was sind Fettsäuren und wie unterscheiden sie sich?

Das typische Fettmolekül ist aus einem Glyzerinteil und drei Fettsäuren zusammengesetzt. Der Aufbau der Fettsäuren ist entscheidend für ihren Effekt auf die Blutfette. Man unterscheidet die Fettsäuren nach ihrer Länge und der Anzahl der Doppelbindungen im Molekül. Liegen keine Doppelbindungen vor, spricht man von gesättigten Fettsäuren. Einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben dagegen eine bzw. mehrere Doppelbindungen.

Gesättigte Fettsäuren: Möglichst meiden!

Hohe Cholesterinwerte stehen in engem Zusammenhang mit einem hohen Verzehr tierischer Fette mit reichlich gesättigten Fettsäuren in Fleisch und Wurstwaren, Butter, Sahne, aber auch anderen fettreichen Milchprodukten wie Joghurt, Quark und Käse. Diese Produkte sollten nur sparsam verzehrt werden.

Einfach ungesättigte Fettsäuren: Schutz für das Herz

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind reichlich in Oliven- und Rapsöl enthalten. Sie senken das LDL-Cholesterin und die Triglyzeridwerte, außerdem erhöhen sie das schützende HDL-Cholesterin. Doch auch diese Öle sind im Übermaß eher schädlich! Also verwenden Sie sie in Maßen!

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Lebenswichtig

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper nicht oder nur in eingeschränkter Menge selbst herstellen. Sie müssen daher in der täglichen Nahrung enthalten sein. Besonders günstig auf die Blutfette wirken langkettige, mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren (= Eicosane), die in fetten Fischen wie Lachs, Hering, Makrele und Thunfisch vorkommen. Eicosane senken insbesondere den Triglyzeridspiegel. Inzwischen gibt es in Apotheken Eicosane als Arzneimittel (beispielsweise Eicosan® 500 oder Eicosan® 750), die die Triglyzeride wirksam senken und für den Einsatz bei Hypertriglyzeridämie zugelassen sind.

Transfettsäuren: Schädlich

Bei der chemischen Fetthärtung entstehen Transfettsäuren. Es handelt sich dabei um ungesättigte Fettsäuren, die sich aber in ihrer Struktur von natürlichen ungesättigten Fettsäuren unterscheiden. Auch ihr Einfluss auf die Blutfettwerte ist völlig anders: Sie erhöhen das gefäßschädigende LDL-Cholesterin und senken die HDL-Werte, sollten daher möglichst vermieden werden. Transfettsäuren sind in größeren Konzentrationen in Fetten enthalten, die chemisch gehärtet wurden. Achten Sie also auf die Zutatenliste! Diät- und Reformmargarine sind frei von Transfettsäuren. Vor allem Fertigprodukte und Frittiertes sind reich an Transfettsäuren; auch Butter trägt beträchtlich zur Transfettsäure-Zufuhr bei.

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Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Richtig essen und trinken bei erhöhten Blutfettwerten - erhöhtem Cholesterin
Untertitel
Ernährungstherapie bei erhöhtem Cholesterinspiegel
Autor
Jahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V197792
ISBN (eBook)
9783656243748
ISBN (Buch)
9783656245025
Dateigröße
418 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cholesterin, Hypercholesterinämie, Plantago ovata Samenschalen, Psyllium, Ballaststoffe, Naturstoffe, Quellstoff, Sven-David Müller, Diätassistent, Ernährungsmedizin, Diätetik, Diät
Arbeit zitieren
M.Sc. Sven-David Müller (Autor), 2012, Richtig essen und trinken bei erhöhten Blutfettwerten - erhöhtem Cholesterin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197792

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