Greenpeace als Beispiel einer Non-Governmental Organisation


Essay, 2010
8 Seiten, Note: 3,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Non-Governmental Organisation

3. Was ist Greenpeace

4. Die Struktur von Greenpeace

5. Aufgaben/Tätigkeiten von Greenpeace und deren Anpassung an die fortschreitende Globalisierung

6. Bedeutung von Greenpeace

7. Schlussbemerkung

1. Einleitung

In einer sich wandelnden Weltpolitik nimmt der Einfluss der Gesellschaftswelt gegenüber der Staatenwelt zu. Immer mehr verlagert sich die Politik in komplexe Mehrebensysteme, die von der lokalen bis zur internationalen Ebene reichen. Vor diesem Hintergrund sind Themen wie die Formen der Globalisierung und Transnationalisierung sowie die Herausbildung globaler NGO-Netzwerke und einer internationalen Zivilgesellschaft mit Ansätzen zur Entstehung einer Weltöffentlichkeit und Global Governance zu betrachten. Genauer wird eingegangen auf Greenpeace als Beispiel einer NGO, die den Globalisierungsprozess nicht nur verfolgen, sondern auch versuchen einen Einfluss darauf zu nehmen und somit selbst zum Teil des Prozesses werden. Das Hauptaugenmerk wird auf der zeitgemäßen Anpassung der sich selbst gesetzten Aufgaben der NGO liegen und auf erfolgreichen Kampagnen und was mit dieses erreicht wurde, so dass in der Schlussbetrachtung die Frage, ob der Einsatz und das Engagement von Greenpeace lohnenswert ist, beantwortet werden kann.

2. Was ist eine NGO

Der Begriff NGO (Non-Governmental Organization) bezeichnet zivilgesellschaftlich angebundene Organisationen, die sich in Abgrenzung zu Staat und Markt verstehen. Ihr wesentliches Merkmal besteht darin, dass sie nicht regierungsabhängig, also gegenüber dem Staat autonom sind und nicht profitorientiert arbeiten, also nicht von kommerziellen Interessen geleitet werden. Diese Organisationen umfassen Gruppierungen, Vereine, Gesellschaften, Organisationen, juristische Personen etc., die auf private Initiative gegründet werden und bilden konkrete Organisationsstrukturen, genau durch diese Strukturen grenzen sie sich von Bürgerinitiativen und sozialen Bewegungen ab. Die wohl bekanntesten Beispiele für NGOs sind Amnesty International und Greenpeace.1

3. Kurzer historischer Abriss zur Gründung von Greenpeace

Motiviert von der Vision einer grünen und friedvollen (green + peace = Greenpeace) Welt, segelte ein kleines Team von Aktivisten (u.a. Irwing Stowe, Jim Bohlen und Paul Cote waren der Kern des „Don’ t Make A Wave Committee“) 1971 von Vancouver in Canada in einem alten Fischerboot los. Diese Aktivisten waren die Gründer von Greenpeace, sie glaubten daran, dass selbst wenige Individualisten eine Veränderung bewirken können. Sie machten sich zur Mission einen Atomtest der United States auf Amchitka, einer kleinen Insel vor der Westküste Alaskas, zu stoppen. Amchitka war der letzte Zufluchtsort für 3000 gefährdete Meeresotter, und das Zuhause von einigen Weißkopfseeadlern, Wanderfalken und andere wildlebende Tierarten.

Obwohl das alte Boot schon vor der Ankunft auf Amtchitka abgefangen wurde, löste die Reise eine Welle des öffentlichen Interesses aus. Die United States zündeten die Bombe dennoch, aber die Stimme der Vernunft wurde erhört. Die nuklearen Versuche stoppten noch im selben Jahr und die Insel wurde zum Vogelschutzgebiet erklärt.2

4. Die Struktur von Greenpeace

Greenpeace ist eine globale Umweltorganisation, die aus Greenpeace International mit Hauptsitz in Amsterdam und 28 nationalen und regionalen Büros über die ganze Welt verteilt, die eine Präsenz in über 40 Ländern gewährleistet, besteht. Die Einrichtungen sind weitestgehend autonom was das Austragen von gemeinsam vereinbarten globalen Einsatzstrategien und das Finden von finanzieller Unterstützung von Spendern die die Arbeit finanzieren, angeht.

Die Entwicklung und Koordination der globalen Einsatzstrategien ist die Aufgabe von Greenpeace International. Das wird von einem beratenden internationalen Entscheidungsfindungsprozess, in dem die nationalen/regionalen Büros die Hauptinteressensgruppe darstellen, unterstützt. Alle Länder, in denen es ein Greenpeace-Büro gibt, treffen sich 1x jährlich zum so genannten Council-Meeting (Generalversammlung), das das oberste politische Organ der Organisation ist. Dabei sind die stimmberechtigten Länder durch einen so genannten "trustee", die nicht stimmberechtigten Länder durch einen "repräsentative" vertreten. Folgende Länder sind momentan am Council-Meeting stimmberechtigt:

Australien, Kanada, Dänemark, BRD, Niederlande, Neuseeland, Österreich, Schweiz, Schweden, Spanien, United Kingdom und die USA. Das Council wählt überdies das Board (Vorstand), das aus jeweils zwei europäischen und zwei nicht-europäischen (Rest of the World) Vertretern gebildet wird. Die Funktionsdauer beträgt zwei Jahre, wobei jährlich ein europäischer und ein ROW-Vertreter gewählt werden (Teilrotation). Die vier vom Council gewählten Vorstandsmitglieder wählen ihrerseits einen Vorstandsvorsitzenden; seit Jahren nimmt David McTaggart diese Position ein. der Vorstand hat eine allgemeine Kontrollfunktion und setzt überdies das Council-Office ein. Der internationale Geschäftsführer (executive director) ist derzeit Steve Saywer, der das Council-Office mit Sitz in Amsterdam leitet. Greenpeace International koordiniert weltweite Kampagnen und überwacht die Entwicklung und Leistung der nationalen/regionalen Greenpeace- Büros. Diese sind fest verankert innerhalb der lokalen Umweltvereinigungen rund um den Globus in den Ländern, in denen Greenpeace agiert. Sie halten den direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit aufrecht, alle Einrichtungen können

unmittelbar per Telefon oder E-Mail kontaktiert werden.

Greenpeace International ist die Einheit, die den Kontakt mit Unterstützern und Spendern in Ländern in denen keine Büros vorhanden sind, aufrecht erhält. Außerdem bieten sie ihren nationalen/regionalen Einrichtungen eine Auswahl an Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Wartung der Greenpeace- Schiffe, oder die Gründung neuer Einrichtungen, Erstellung verbundener finanzieller Vorhersagen und Strategien für die weltweite Organisation, bieten den Büros Unterstützung bei der Sammlung von Spenden an, stellen kosteneffiziente globale IT-Serviceleistungen und Internethandwerkszeug zur Verfügung und schützen das Greenpeace Markenzeichen.

[...]


1 Vgl. Nohlen Dieter; Grotz Florian (Hrsg.), Kleines Lexikon der Politik

2 Vgl. Bob Hunter, Warriors of the Rainbow, a chronicle of the Greenpeace Movement

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Greenpeace als Beispiel einer Non-Governmental Organisation
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar Globalisierung und Global Governance
Note
3,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V197896
ISBN (eBook)
9783656237846
Dateigröße
569 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
greenpeace, beispiel, non-governmental, organisation
Arbeit zitieren
Tina Wirth (Autor), 2010, Greenpeace als Beispiel einer Non-Governmental Organisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197896

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