1. Einleitung
Im Leben muss man sich immer wieder bestimmten Übergangen stellen, die mit einem neuen Schritt im Leben verbunden sind. Gerade der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für viele junge Menschen eine große Herausforderung dar.
Die Arbeit soll dem Leser einen Einblick geben, wie Jugendliche und junge Erwachsene mit der Übergangssituation von der Schule in den Beruf umgehen und was mit diesem noch unbekannten Weg in die Berufswelt alles verbunden ist. Es wird beleuchtet, auf welche Weise hier die Soziale Arbeit eingreifen kann und wo sie ansetzen muss, um für die Schülerinnen und Schüler in dieser Lebensphase eine wichtige Stütze zu sein.
Des Weiteren wird sich mit der Arbeit und speziellen Aufgabengebieten der Jugendberufshilfe auseinandergesetzt. Im Hinblick auf die Berufsvorbereitung bzw. den bevorstehenden Berufseinstieg hat sie das Potenzial, als Schlüssel zum Erfolg bei der Übergangsbewältigung zu dienen.
Der Forschungszweck dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, inwieweit sich Schüler in dieser Lebensphase mit den gewünschten Ausbildungsberufen auseinandersetzten und welche Berufsbilder sich gegenwärtig entwickeln. Daher sollte die Soziale Arbeit die Berufsbilder von Schülern kennen und zu verorten wissen, um ihnen eine lebensweltorientierte Arbeit zu garantieren.
Im ersten Kapitel wird sich mit dem Thema Übergänge befasst und zuerst beschrieben, was für eine große Herausforderung Übergänge im Leben darstellen und welchen besonderen Einfluss sie auf unseren Lebensweg haben. Daran anschließend wird der Fokus konkret auf den Bereich des Übergangs Schule-Beruf gerichtet.
Im letzten Kapitel der Arbeit soll anhand einer Schülerbefragung, in Form eines Gruppeninterviews, empirisch untersucht werden, wie sich die Berufsbilder von Schülern und Schülerinnen aus dem Übergangssystem konkret zusammensetzen.
Hier sollte möglichst beleuchtet werden, welche Daten die Befragung geliefert hat und welche Schlussfolgerungen aus der Untersuchung gezogen werden können. Daraufhin soll das Ergebnis Aufschluss darüber geben, ob die Schülerbefragung die im Vorfeld aufgestellte Annahme untermauern kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Übergänge
2.1 Bedeutung und Bewältigung von Übergängen
2.2 Besonderheiten des Übergangs Schule-Beruf
2.3 Aufgabenschwerpunkte der Jugendberufshilfe beim Übergang Schule-Beruf
2.4 Anforderungen an die Jugendberufshilfe bei der Übergangsbewältigung
2.5 Umsetzung von Übergangshilfen am Standort Berufsschule
3. Jugendliche und Berufstätigkeit
3.1 Begriffsklärung Berufsbild
3.2 Erwartungen/Anforderungen an die „heutige“ Jugend
3.3 Auseinandersetzung der Jugend mit Berufstätigkeit
3.4 Gestaltung der beruflichen Wege in der Schülerschaft
4. Schülerbefragung zu Berufsbildern
4.1 Das Gruppeninterview als Erhebungsverfahren
4.2 Entwicklung eines Leitfadens
4.3 Beschreibung der Stichprobe
4.4 Auswertung und Reflexion
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf ihre Berufsbilder entwickeln und mit der Herausforderung dieser Lebensphase umgehen, um der Sozialen Arbeit eine lebensweltorientierte Unterstützung zu ermöglichen.
- Herausforderungen des Übergangs Schule-Beruf
- Die Rolle der Jugendberufshilfe bei der Übergangsbewältigung
- Entwicklung und Wandel von Berufsbildern bei Jugendlichen
- Empirische Analyse der Berufswahlvorstellungen mittels Gruppeninterviews
Auszug aus dem Buch
2.1 Bedeutung und Bewältigung von Übergängen
Jeder von uns hat es schon erlebt. Den Weg ins neue, oftmals auch Ungewisse – fast nie freiwillig, sondern durch Etappen im Leben vorherbestimmt. Für einige ist es vielleicht nur ein kleiner Spaziergang, für andere hingegen ein weiter und vor allem strapazenreicher Weg, der mit Sicherheit bei den Beteiligten Spuren hinterlässt.
Übergänge sind als latent ereignisreich zu betrachten und sie sind aus biographischer und gesellschaftlicher Sicht zudem von großer Relevanz, da junge Erwachsene in Übergangszeiten Lebensentwürfe entwickeln und soziale Beziehungen gestalten.
Wenn es nur so einfach wäre, wie es sich anhört. Man geht über. Allerdings lässt man etwa hinter sich, was bestimmt lange Gewohnheit und auch strukturgebend für das Leben eines jeden Einzelnen war.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen von Übergängen im Leben und definiert den Forschungszweck zur Untersuchung der Berufsbilder von Jugendlichen.
2. Übergänge: Analysiert die Bedeutung von Lebensübergängen und detailliert die Aufgaben sowie die Umsetzung der Jugendberufshilfe im Übergang von der Schule in den Beruf.
3. Jugendliche und Berufstätigkeit: Beleuchtet das Verständnis von Berufsbildern und die spezifischen Anforderungen und Erwartungen an Jugendliche in der heutigen Arbeitswelt.
4. Schülerbefragung zu Berufsbildern: Dokumentiert das methodische Vorgehen bei der empirischen Untersuchung und präsentiert die Ergebnisse der Befragung von Jugendlichen aus einer Jugendwerkstatt.
5. Resümee: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer lebensweltorientierten Unterstützung durch die Soziale Arbeit.
Schlüsselwörter
Übergangsmanagement, Jugendberufshilfe, Übergang Schule-Beruf, Berufsbild, Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Berufsorientierung, Gruppeninterview, Jugendsozialarbeit, Ausbildung, Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, Ausbildungsreife, Berufsfindung, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Jugendlichen, die den Übergang von der Schule in das Berufsleben bewältigen müssen, und untersucht dabei insbesondere deren Berufsbilder und Orientierungsprozesse.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die strukturellen Herausforderungen des Übergangssystems, die unterstützende Rolle der Jugendberufshilfe sowie die subjektive Sicht und die beruflichen Vorstellungen der Jugendlichen selbst.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die aktuellen Berufsbilder von Schülern zu erforschen und zu verorten, damit Soziale Arbeit lebensweltorientierte Angebote gestalten kann, die benachteiligte Jugendliche effektiv unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?
Zur Datengewinnung wurden qualitative Gruppeninterviews mit Schülern einer Jugendwerkstatt durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Übergangsproblematik, eine Analyse der Anforderungen der Arbeitswelt an Jugendliche und eine empirische Studie zu den Berufsbildern der befragten Schüler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Übergangsmanagement, Jugendberufshilfe, Berufsbild, Lebensweltorientierung und Ausbildungsreife.
Warum spielt die Jugendberufshilfe eine so wichtige Rolle?
Sie fungiert als Bindeglied zwischen Schule und Arbeitsmarkt und bietet individuelle Unterstützung für Jugendliche, die aufgrund sozialer Benachteiligungen oder fehlender Ausbildungsreife sonst Gefahr laufen, im Übergangssystem zu scheitern.
Welche Erkenntnisse lieferte die Befragung zur Rolle der Familie?
Die Interviews deuteten darauf hin, dass die Familie bei den befragten Jugendlichen eine eher untergeordnete Rolle bei der konkreten Berufswahlentscheidung spielt, da andere Faktoren wie Geld oder Autonomie wichtiger erscheinen.
Wie gehen die Jugendlichen mit der Forderung nach Mobilität um?
Die Befragten zeigten unterschiedliche Einstellungen; während einige Mobilität (z. B. durch einen Führerschein) als Chance für den Berufseinstieg begreifen, ist die Bereitschaft, das heimische Umfeld für eine Ausbildung zu verlassen, individuell stark unterschiedlich ausgeprägt.
Was ist das „Doppelte Mandat“ im Kontext der Jugendberufshilfe?
Das „Doppelte Mandat“ beschreibt den Konflikt zwischen dem Hilfeauftrag für den Einzelnen und der Kontrollfunktion, die oft mit der Vermittlung in den Arbeitsmarkt einhergeht.
- Arbeit zitieren
- Lucas Stippel (Autor:in), 2012, Schüler und Ihre Berufsbilder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197924