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Grundlagen der Bilanzpolitik - Begriff, Arten, Bedeutung und Ziele

Inklusive eines Ausblicks in Anbetracht der Rechnungslegungsnormen

Title: Grundlagen der Bilanzpolitik - Begriff, Arten, Bedeutung und Ziele

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Hütter (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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„Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass man mit Bilanzen so ziemlich alles machen kann, die Commerzbank hat ihn nun geliefert. Sie meldet für 2011 sowohl einen Gewinn von 638 Millionen Euro als auch einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro – was stimmt denn nun? Beides. Alles eine Frage der Methode. Der Gewinn steht unter dem Strich jener Bilanz, die die Bank nach den internationalen Bilanzierungsvorschriften IFRS aufgestellt hat. Der Multimilliardenverlust ergibt sich in einer zweiten Bilanz nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).“ Gründe für diese Bilanzgestaltungen können zum einen die Koppelung der zu zahlenden Zinsen an das Ergebnis nach HGB sein. Hierbei muss die Commerzbank für die Inanspruchnahmen staatlicher Hilfen nur Zinsen zahlen wenn Gewinn erwirtschaftet wird. Zum anderen plant der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Martin Blessing, eine Kapitalerhöhung und möchte in diesem Zusammenhang im internationalen Licht, nach IFRS, gut dastehen. „Schöner kann man es gar nicht zeigen, wie man … Bilanzpolitik machen kann.“

Man erkennt, dass Bilanzpolitik dem Unternehmen gewisse Freiheiten und Möglichkeiten gewährt. Im Rahmen der vorliegenden Seminararbeit soll ein grundlegender und wissenschaftlich basierter Überblick des Themenbereichs Bilanzpolitik gegeben werden. Dabei wird im folgenden Kapitel erläutert, was unter dem Begriff der Bilanzpolitik zu verstehen ist und woraus er abgeleitet wurde. Im darauf folgenden Kapitel wird beschrieben warum Bilanzpolitik betrieben wird und welche Bedeutung ihr zuzurechnen ist. Des Weiteren werden in diesem Kapitel kurz die bilanzpolitischen Ziele und mögliche Zielkonflikte zusammengefasst. In Kapitel vier erfolgt ein systematischer Überblick der Arten bilanzpolitischer Instrumente und ihre Wirkungsweise. Zum Abschluss dieser Arbeit folgt ein Fazit mit den wesentlichen Erkenntnissen und einem Ausblick bezogen auf die Wahl der Rechnungslegungsnorm und die Änderungen für die Bilanzpolitik durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Aktueller Bezug und Abgrenzung der Thematik

2 Der Begriff der Bilanzpolitik

3 Bedeutung und Ziele

4 Arten bilanzpolitischer Instrumente

4.1 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

4.2 Sachverhaltsabbildende Maßnahmen

4.2.1 Materielle bilanzpolitische Instrumente

4.2.2 Formelle bilanzpolitische Instrumente

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Überblick über das Themenfeld der Bilanzpolitik zu geben. Dabei soll erörtert werden, welche Spielräume Unternehmen bei der Gestaltung ihres Jahresabschlusses im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben besitzen und welche instrumentellen Ansätze zur zielgerichteten Einflussnahme auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage genutzt werden.

  • Grundlagen und Definition der Bilanzpolitik
  • Bedeutung der Bilanzpolitik für verschiedene Anspruchsgruppen
  • Systematik der bilanzpolitischen Zielsetzungen und Zielkonflikte
  • Unterscheidung zwischen sachverhaltsgestaltenden und sachverhaltsabbildenden Maßnahmen
  • Auswirkungen von materiellen und formellen Bilanzierungsinstrumenten

Auszug aus dem Buch

4.1 Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Derartige Maßnahmen werden auch als Maßnahmen vor dem Bilanzstichtag bezeichnet, um auszudrücken, dass hierbei, auf die wirtschaftlichen Tatbestände während des Geschäftsjahres Einfluss genommen wird. Dies erfolgt mit dem Ziel, durch bilanzpolitisch motivierte Transaktionen, ein vom Management gewünschtes Bild der wirtschaftlichen Situation zu erhalten und/oder Möglichkeiten für sachverhaltsabbildende Maßnahmen zu schaffen. Küting, K. unterteilt diese Maßnahmen wie folgt: *Zeitliche Vor- und Nachverlagerung von Geschäftsvorfällen (z.B. verzögerte Fertigstellung von langfristigen Bauprojekten zur Verlagerung der Gewinnrealisierung in späteren Perioden); *Einleitung von Maßnahmen, die nach dem Bilanzstichtag wieder rückgängig gemacht werden (z.B. Rückzahlung eines Bankkredits und spätere Wiederaufnahme); *Durchführung bilanzpolitisch motivierter Handlungen, die nach dem Bilanzstichtag nicht umkehrbar sind (z.B. Verkauf einer Anlage oder Maschine und spätere Wiederaufnahme durch Leasing). Zu beachten ist hierbei, dass durch das meistens gültige Kongruenzprinzip eine gegenläufige Folgewirkung entwickeln kann. Aber auch die Wahl der Rechtsform oder des Bilanzstichtages und die Gewinnverwendung an sich, werden zur sachverhaltsgestaltenden Bilanzpolitik gezählt. Für den Bilanzleser oder -adressaten ist es sehr schwer bilanzpolitisch motivierte Geschäftsvorfälle von üblichen Geschäftsvorfällen zu unterscheiden. Zudem ist eine Beschränkung durch die Rechnungslegung kaum möglich, was insgesamt zu einem hohen Störpotenzial bei der Bilanzanalyse führt. Hierdurch charakterisieren sich die sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen als Instrument „erster Klasse“ für die Bilanzpolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Aktueller Bezug und Abgrenzung der Thematik: Dieses Kapitel führt anhand aktueller Praxisbeispiele in die Thematik der Bilanzpolitik ein und definiert den wissenschaftlichen Rahmen der Arbeit.

2 Der Begriff der Bilanzpolitik: Hier wird der Terminus der Bilanzpolitik erläutert, von verwandten Begriffen wie Jahresabschlusspolitik abgegrenzt und in den Kontext der Rechnungslegung eingeordnet.

3 Bedeutung und Ziele: Das Kapitel beleuchtet die Motivation hinter bilanzpolitischen Maßnahmen und zeigt auf, wie Unternehmen gezielt versuchen, ihre Lage gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen zu gestalten.

4 Arten bilanzpolitischer Instrumente: Es erfolgt eine systematische Differenzierung in sachverhaltsgestaltende und sachverhaltsabbildende Maßnahmen sowie eine Unterteilung in materielle und formelle Instrumente.

5 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Sektion fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die zukünftige Entwicklung der Bilanzpolitik unter dem Einfluss neuer gesetzlicher Reformen wie dem BilMoG.

Schlüsselwörter

Bilanzpolitik, Jahresabschluss, Bilanzanalyse, Sachverhaltsgestaltung, Rechnungslegung, HGB, IFRS, BilMoG, materielle Bilanzpolitik, formelle Bilanzpolitik, Wahlrechte, Ermessensspielräume, Gewinnrealisierung, Anspruchsgruppen, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Instrumente der Bilanzpolitik im deutschen Handelsrecht und analysiert, wie Unternehmen den Jahresabschluss zielgerichtet beeinflussen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition der Bilanzpolitik, die Ziele der Unternehmensführung, die Abgrenzung zwischen sachverhaltsgestaltenden und -abbildenden Maßnahmen sowie die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Erstellung eines wissenschaftlich basierten Überblicks, der die Freiheiten und Möglichkeiten aufzeigt, die Unternehmen bei der Gestaltung ihrer Bilanz innerhalb des gesetzlichen Rahmens nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf einschlägigen betriebswirtschaftlichen Standardwerken und aktuellen gesetzlichen Vorschriften basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einordnung, die Analyse der Ziele und Anspruchsgruppen sowie eine detaillierte systematische Darstellung der verfügbaren bilanzpolitischen Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzpolitik, Wahlrechte, Ermessensspielräume, HGB und BilMoG charakterisiert.

Wie unterscheidet der Autor zwischen sachverhaltsgestaltenden und -abbildenden Maßnahmen?

Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen beeinflussen Geschäftsvorfälle vor dem Bilanzstichtag, während sachverhaltsabbildende Maßnahmen lediglich an bereits getätigten Geschäftsvorfällen zur Darstellung im Abschluss anknüpfen.

Welchen Einfluss hat das BilMoG auf die Bilanzpolitik?

Das BilMoG führt zu einer Annäherung an die IFRS-Rechnungslegung, beseitigt bestehende Wahlrechte und schafft gleichzeitig neue Ermessensspielräume, was die Transparenz für den Bilanzleser beeinflussen kann.

Warum wird Bilanzpolitik oft als "Dilemma" bezeichnet?

Es entstehen Zielkonflikte durch widersprüchliche Interessen der Bilanzadressaten, wie etwa zwischen dem Fiskus, der steuerliche Interessen vertritt, und anderen Stakeholdern, die eine hohe Bonität oder gute Ertragslage erwarten.

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Details

Title
Grundlagen der Bilanzpolitik - Begriff, Arten, Bedeutung und Ziele
Subtitle
Inklusive eines Ausblicks in Anbetracht der Rechnungslegungsnormen
College
Heilbronn University
Course
Wissenschaftliches Arbeiten/ Proseminar
Grade
1,0
Author
Andreas Hütter (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V197948
ISBN (eBook)
9783656239741
ISBN (Book)
9783656240303
Language
German
Tags
grundlagen bilanzpolitik begriff arten bedeutung ziele inklusive ausblicks anbetracht rechnungslegungsnormen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Hütter (Author), 2012, Grundlagen der Bilanzpolitik - Begriff, Arten, Bedeutung und Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/197948
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