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The Responsibility to Protect - Der UN-Sicherheitsrat, R2P und humanitäre Interventionen

Titel: The Responsibility to Protect - Der UN-Sicherheitsrat, R2P und humanitäre Interventionen

Essay , 2012 , 13 Seiten

Autor:in: Martina Leser (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Organisationen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem 17. Januar 1946 fungiert eines der wichtigsten Organe der UNO – der Security Council. Der UN Security Council ist dabei rechtlich an die Grundlagen der UNO-Charta gebunden. Die beiden obengenannten Hauptaufgaben gilt es in erster Linie mit Hilfe friedlicher Mittel zu sichern (z.B. durch wirtschaftliche Sanktionen); ist dies nicht (mehr) möglich, können aber auch militärische Mittel zum Einsatz kommen. Im vorliegenden Essay wird die Frage aufgegriffen, wie der UN-Sicherheitsrat seine „Schutzverantwortung“ (R2P) wahrnimmt und ob humanitäre Interventionen des Security Councils generell zu befürworten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „The Responsibility to Protect“ – Zusammenfassung

3. R2P und humanitäre Intervention

3.1 Begriffsklärung

3.2 R2P und „Recht“ auf humanitäre Intervention des UN Sicherheitsrats

4. Kritik an Interventionen des Security Councils

5. Fazit und Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle des UN-Sicherheitsrates bei der Wahrnehmung der „Schutzverantwortung“ (Responsibility to Protect, R2P) und analysiert, inwiefern humanitäre Interventionen unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und struktureller Herausforderungen des Sicherheitsrates zu befürworten sind.

  • Die theoretische Einordnung und Herleitung des R2P-Konzepts nach Evans und Sahnoun.
  • Die rechtliche und begriffliche Analyse humanitärer Interventionen im Kontext der UNO-Charta.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Entscheidungspraxis des Sicherheitsrates anhand historischer Fallbeispiele wie Ruanda oder Syrien.
  • Die Problematik der Vetomächte und die daraus resultierende Handlungsunfähigkeit des Sicherheitsrates.

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsklärung

Bei der Begriffsklärung von R2P greife ich auf eine Definition von Elis Scheer zurück. Sie sagt, dass Schutzverantwortung zweigeteilt ist: Erstens in die Souveränität der Nationalstaaten, was für die Staaten die Verantwortung mit sich bringt, die eigenen Staatsbürger vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Zweitens ist R2P die Residualverantwortung der internationalen Staatengemeinschaft.

Herfried Münkler und Karsten Malowitz betonen in ihrem Werk „Humanitäre Intervention“ zu Recht, dass im Begriff der humanitären Intervention zwei Begriffe miteinander verknüpft werden, die eigentlich aus zwei ganz unterschiedlichen Kontexten stammen:

„So verweist der heute geradezu inflationär gebrauchte Begriff „humanitär“ auf das Selbstverständnis und die karitative Praxis zahlreicher Hilfsorganisationen […]. Dagegen findet der Begriff der „Intervention“ seine Verwendung vornehmlich in der internationalen Politik, wo er dazu dient, eine gesteigerte Einflussnahme auf einen Staat bis hin zur direkten Einmischung in dessen innere und äussere Angelegenheiten durch einen anderen Staat zu beschreiben.“

In diesem Sinne bezeichnen Münkler und Malowitz die „humanitäre Intervention“ als „ein bestimmtes Mass an Druck ausgeübter Einflussnahme auf bzw. die Einmischung eines Staates in die politischen Entscheidungen eines anderen Staates, die mit dem Zweck der Durchsetzungen der humanitären Ziele unternommen wird.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgaben des Sicherheitsrates ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Umsetzung der Schutzverantwortung.

2. „The Responsibility to Protect“ – Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Kernpunkte von Evans und Sahnoun zusammen, insbesondere die Kritik am Fehlen eindeutiger Interventionsregeln und die Einführung der Schutzpflicht.

3. R2P und humanitäre Intervention: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Begriffe sowie eine Untersuchung der rechtlichen Grundlage für das Handeln des Sicherheitsrates nach der UNO-Charta.

4. Kritik an Interventionen des Security Councils: Dieser Abschnitt beleuchtet anhand aktueller und historischer Beispiele das Scheitern des Sicherheitsrates und die Rolle der Vetomächte.

5. Fazit und Schlusswort: Das Fazit reflektiert die Problematik der Handlungsfähigkeit des Sicherheitsrates und konstatiert, dass es keine einfachen Lösungen für komplexe menschenrechtliche Krisen gibt.

Schlüsselwörter

Responsibility to Protect, R2P, UN-Sicherheitsrat, humanitäre Intervention, Menschenrechte, UNO-Charta, Schutzverantwortung, Völkerrecht, Vetomächte, Souveränität, Intervention, Weltfrieden, Konfliktmanagement, internationale Staatengemeinschaft, Reformbedarf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Legitimation des UN-Sicherheitsrates bei humanitären Interventionen unter dem Aspekt der Schutzverantwortung (R2P).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von R2P, die rechtliche Auslegung der UNO-Charta sowie die politische Kritik an der Blockadehaltung des Sicherheitsrates.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, wie der Sicherheitsrat seine Schutzverantwortung wahrnimmt und ob die durchgeführten oder unterlassenen Interventionen rechtlich und moralisch zu rechtfertigen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, um die Konzepte von Politikwissenschaftlern und Juristen auf die Praxis des Sicherheitsrates anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die begrifflichen Grundlagen, die rechtlichen Probleme innerhalb der UNO-Charta und die kritische Performance des Sicherheitsrates anhand von Fallbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind R2P, Schutzverantwortung, UN-Sicherheitsrat, Menschenrechtsverletzungen und internationale Intervention.

Wie bewerten Evans und Sahnoun die Rolle der UN?

Sie kritisieren das Fehlen klarer Regeln für Interventionen, sehen den Sicherheitsrat jedoch trotz dessen Defiziten als das notwendige „kleinste Übel“ für globale Sicherheitsentscheidungen an.

Welches zentrale Problem identifiziert die Autorin bei der Handlungsfähigkeit der UNO?

Das Hauptproblem liegt in der unterschiedlichen Auslegung der UNO-Charta sowie im Blockadesystem durch das Veto-Recht der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates.

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Details

Titel
The Responsibility to Protect - Der UN-Sicherheitsrat, R2P und humanitäre Interventionen
Hochschule
Universität Basel  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Internationale Konflikte und Globalisierung
Autor
Martina Leser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
13
Katalognummer
V198018
ISBN (eBook)
9783656243571
ISBN (Buch)
9783656244653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
responsibility protect un-sicherheitsrat interventionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Leser (Autor:in), 2012, The Responsibility to Protect - Der UN-Sicherheitsrat, R2P und humanitäre Interventionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198018
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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