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Das familiäre System zur Zeit des Nationalsozialismus

Mit besonderer Betrachtung der Genderverständnisse und der Weitergabe dieser Vermächtnisse in die nächsten Generationen

Titel: Das familiäre System zur Zeit des Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2011 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Katharina Prügner (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Nach ihrer Heirat musste meine Mutter ihre Sekretärinnenstelle aufgeben, weil es sogenannte Doppelverdiener nicht geben durfte (…) Die Nazis machten eine Religion daraus, den Frauen die Rolle als Hausfrau und Mutter zuzuweisen. Meine Mutter hasste die ,Drei-K-Rolle‘ [Kinder-Küche-Kirche]. Als geselliger Mensch sehnte sie sich nach Kontakten mit anderen Menschen. Da sie sich weder der Nazi-Ideologie noch der Nachbarschaft, die dieser Ideologie mehr oder weniger verfallen waren, anfreunden konnte, blieben ihr nur Haushalt und Garten.“ (Sipos, 2009, S. 12).
Dieses Zitat macht sehr gut deutlich auf welche Problematik ich in dieser Arbeit abziele, das System Familie und dessen Rolleneinteilung im nationalsozialistischen Regime sowie die Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen.
Dementsprechend ist auch meine Gliederung aufgebaut, zunähst wird eine Begriffserklärung folgen, danach betrachte ich die Gesetze des Nationalsozialismus, im Besonderen die Gesetze, die sich auf die Familie beziehen. Im Hauptteil dieser Arbeit beleuchte ich die speziellen Rollen von Mutter, Vater und Kinder unter der Nazi-Diktatur. Im dritten Unterpunkt steht die Frage im Vordergrund, wie sich diese Ideologie auf die nächsten Generationen übertragen hat.
„Bedeutung der Familie spielt in der Geschichte schon immer eine wichtige Rolle. Doch in jeder Zeit wurde der Begriff ,Familie‘ anders definiert. (…) Im nationalsozialistischen Staat kam der Familie eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie war diejenige Instanz, die ausschließlich für die Fortpflanzung des deutschen Volkes zuständig war.“(ebd., S.3).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Begriffsklärung

1.1.1. Genderverständnisse

1.1.2. Familiäres System

1.1.3. Weitergabe von Vermächtnissen

1.2. Familiengesetze während des Nationalsozialismus

2. Rollenverteilung im 3. Reich

2.1. Mutterrolle – Mutter der Nation

2.2. Vaterrolle – der Kriegsheld

2.3. Kinder – zukünftige Soldaten und Mütter

2.4. Umsetzung dieser Rollen im Alltag

3. Weitergabe dieser Vermächtnisse in den nächsten Generationen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Struktur des familiären Systems während des Nationalsozialismus unter besonderer Berücksichtigung der Rollenverteilung von Mutter, Vater und Kind sowie der langfristigen Auswirkungen dieser ideologischen Prägung auf nachfolgende Generationen.

  • Analyse der nationalsozialistischen Familienpolitik und Gesetzgebung.
  • Untersuchung der ideologisch zugewiesenen Geschlechterrollen im Dritten Reich.
  • Darstellung des Alltagslebens und der familiären Konflikte im NS-Regime.
  • Erörterung der transgenerationalen Weitergabe von Traumata und Verhaltensmustern.

Auszug aus dem Buch

2.3 Kinder – zukünftige Soldaten und Mütter

„Wer die Jugend hat, hat die Zukunft; war ein wichtiger Satz der Nationalsozialisten. Die Jugend stellte den wertvollsten Besitz des Volkes dar. Sie war die Garantie für die Zukunft der deutschen Rasse. Hitlers Ziel war es zielstrebige, einsatzfähige aber vor allem gehorsame Jugendliche heranzuziehen, die so früh wie möglich mit der Ideologie der Nationalsozialisten vertraut gemacht wurden.“ (Sipos, 2009, S. 13).

Die Erziehung des NS-Regimes baute auf drei Säule auf: Familie, Schule und Hitlerjugend, in der Wertigkeit der Angabe steigend, die Eltern sollten den Grundstein legen, die Schule hierauf aufbauen und die Hitlerjugend rundete die Erziehung ab. „Nach dem 3-Säulen Prinzip war die Familie eine Instanz der Erziehung. Allerdings war sie diejenige Instanz, welche die Nationalsozialisten am schwierigsten kontrollieren konnte. Der Einfluss der Familie auf die Erziehung des Kindes war nicht immer im Sinne der Nationalsozialisten. Daher sollte sie die schwächste der drei Säulen bilden und die Erziehung sollte vor allem in der Hitlerjugend stattfinden.“ (ebd., S 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition der zentralen Begriffe und Einordnung der familiären Ideologie im Kontext des nationalsozialistischen Staates.

2. Rollenverteilung im 3. Reich: Detaillierte Betrachtung der ideologischen Erwartungen an Mutter, Vater und Kinder sowie deren praktische Umsetzung im Alltag.

3. Weitergabe dieser Vermächtnisse in den nächsten Generationen: Analyse der langfristigen Auswirkungen von Kriegstraumata und nationalsozialistischen Erziehungsmethoden auf das Leben der Nachkriegsgenerationen.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über die Zerstörung des familiären Systems zugunsten staatlicher Interessen und die Notwendigkeit der Aufarbeitung.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Familiensystem, Geschlechterrollen, Erziehung, NS-Ideologie, transgenerationale Weitergabe, Mutterrolle, Vaterrolle, Kriegstrauma, Bevölkerungspolitik, Rassenhygiene, Posttraumatische Belastungsstörung, Familienpolitik, Hitlerjugend, Aufarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das familiäre System während der Zeit des Nationalsozialismus und untersucht, wie staatliche Ideologien die Rollen innerhalb der Familie geformt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der nationalsozialistischen Familienpolitik, der spezifischen Rollenverteilung zwischen Männern, Frauen und Kindern sowie der transgenerationalen Wirkung dieser Ideologien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das NS-Regime die Familie als Instrument für seine Ziele nutzte und welche psychologischen Vermächtnisse dies in nachfolgenden Generationen hinterließ.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen, Fachliteratur und psychologischer Studien zu Familien- und Transgenerationsthemen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rollen von Mutter, Vater und Kind unter der Diktatur sowie die Analyse, wie diese Rollen in den Alltag integriert wurden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Nationalsozialismus, Geschlechterrollen, Familiensystem, transgenerationale Weitergabe und NS-Erziehungsideale.

Wie wirkte sich die Ideologie auf die Eltern-Kind-Beziehung aus?

Das Dokument legt nahe, dass die Beziehung oft pragmatisch und funktionsorientiert gestaltet war, wobei Gehorsam und Unterordnung über emotionaler Nähe standen.

Was bedeutet der Begriff der "Sprachlosigkeit" in Bezug auf die Vergangenheit?

Er beschreibt das Phänomen, dass in vielen Familien über die NS-Zeit nur oberflächlich oder gar nicht gesprochen wurde, was die notwendige psychologische Aufarbeitung behindert.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das familiäre System zur Zeit des Nationalsozialismus
Untertitel
Mit besonderer Betrachtung der Genderverständnisse und der Weitergabe dieser Vermächtnisse in die nächsten Generationen
Hochschule
SRH Hochschule für Gesundheit Gera
Note
2,3
Autor
Katharina Prügner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V198030
ISBN (eBook)
9783656240747
ISBN (Buch)
9783656242635
Sprache
Deutsch
Schlagworte
system zeit nationalsozialismus betrachtung genderverständnisse weitergabe vermächtnisse generationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Prügner (Autor:in), 2011, Das familiäre System zur Zeit des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198030
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Leseprobe aus  24  Seiten
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