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Eine Darstellung der Organisation "Lebensborn e.V." im Kontext der nationalsozialistischen Rassenideologie

A representation of Lebensborn e.V. organization in the context of the Nazi racial ideology

Título: Eine Darstellung der Organisation "Lebensborn e.V." im Kontext der nationalsozialistischen Rassenideologie

Tesis (Bachelor) , 2012 , 80 Páginas , Calificación: 1,4

Autor:in: Anne-Maria Lenhart (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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Die Bedeutung des Wortes Lebensborn kommt aus dem altdeutschen Wort Born = Quelle. Man kann demnach daraus „Lebensquelle“ oder „Quelle des Lebens“ ableiten. Rassenideologen erschufen dieses Wort, als sie einen Namen für ihren Verein suchten. Sie legten Wert darauf, dass eine positive Assoziation mit dem Namen verknüpft war, ohne viel über die eigentliche Organisation preiszugeben.1 Durch den Zusatz e.V.2 war es der Organisation möglich, Besitz zu erlangen. Heinrich Himmler selbst wählte das Motto des Lebensborn „Heilig soll uns sein jede Mutter deutschen Blutes“ aus.3 Als Kennzeichnung der Lebensbornheime wurde die Rune für „Leben“ gewählt, ein durchbohrtes V.
Schaut man sich die Ideologie der Nationalsozialisten an, so war sie gekennzeichnet durch die Vorstellung der Überlegenheit der arischen Rasse. Dies spiegelte sich zum einen durch die Ermordung von Millionen als minderwertigen deklarierten Menschen aber auch durch die Vermehrung sowie den Schutz der „wertvollen“ arischen Rasse wider.
Der Lebensborn e.V. war ein Instrument der nationalsozialistischen Rassenpolitik, diese bestand aus Euthanasie und Judenvergasung, aber auch aus Auslese und Förderung der Erbtüchtigen, der „hochwertigen Arier“. Die Arbeit des Lebensborn e.V. war stets von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben. Dies kam durch die bewusste reduzierte öffentliche Darstellung während des Nationalsozialismus. Erst nach Kriegsende durch die Nürnberger Prozesse wurde die Bevölkerung von dem Bestehen des Vereines informiert.
[...]
1Weisteiner 2008, S.4
2 Eingetragener Verein
3 Ebd. S.25
4 Abbildung 1: Bryant 2011, S.11

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen der nationalsozialistischen Rassenideologie

1.1 Die Eugenik

1.1.1 Der nordische Gedanke

1.2 Die Rassenideologie Hitlers

1.2.1 Das Verhältnis zwischen Hitler und Himmler

1.2.2 Die Rassenideologie von Himmler

1.3 Die Stellung der Frau im Nationalsozialismus

1.3.1 Kampf gegen Abtreibung

1.3.2 Der Befehl zur außerehelichen Zeugung

2 Gründung und Entwicklung des Lebensborn e.V. in Deutschland

2.1 Die Gründung des Lebensborn e.V.

2.2 Die Entwicklung der Entbindungs- und Kinderheime

2.3 Die Satzung und ihre Auslegung

2.4 Die Finanzierung des Lebensborn e.V.

2.5 Die Reorganisation des Vereins und Umstrukturierung des Vereins

2.5.1 Der Verwaltungsapparat

2.6 Das Personal des Lebensborn e.V.

2.6.1 Die Braunen Schwestern

2.6.2 Dr. Gregor Ebner

2.6.3 Inge Viermetz

2.7 Das Ende des Lebensborn in Deutschland

2.7.1 Die Vernichtung der Unterlagen

2.8 Der Lebensborn vor dem Nürnberger Gerichtshof

3 Betreuung von Mutter und Kind durch den Lebensborn e.V.

3.1 Die Auslesekriterien bei der Aufnahme in die Lebensborn Heime

3.2 Mütterfürsorge

3.2.1 Hilfe bei der Arbeitssuche

3.2.2 Zurücklassen der Kinder

3.2.3 Die Geburtenstatistik

3.3 Das Gebot der Geheimhaltung

3.4 Der Reichsführer-Fragebogen

3.5 Der Heimalltag

3.5.1 Rituale - Die Namensgebung

3.5.2 Weltanschauliche Schulungen

4 Die Ausdehnung des Lebensborn e.V. auf die besetzten Gebiete nach Nord- und Osteuropa

4.1 „Geraubte Identität“ – Der Kinderraub in Polen

4.2 Die deutschen Kinder in Norwegen

5 Das Ende des Lebensborn

5.1 Die Vernichtung der Unterlagen

5.2 Die Rückführung der norwegischen und polnischen Kinder in ihre Heimatländer

5.2.1 Die norwegischen Kinder

5.2.2 Die Repartriierung der Kinder aus den östlichen Ländern

6 Diskussion

6.1 Ein karitativer Verein?

6.2 Eine Zuchtanstalt?

6.3 Eine neue Definition

7 Die Lebensborn Kinder – heute

8 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Organisation Lebensborn e.V. im Kontext der nationalsozialistischen Rassenideologie und hinterfragt, ob es sich um eine karitative Einrichtung oder ein Instrument der rassenpolitischen Bevölkerungspolitik handelte. Ziel ist es, die Mythen um den Lebensborn zu dekonstruieren und die tatsächlichen Tätigkeiten sowie die Rolle des Vereins im NS-Machtgefüge wissenschaftlich einzuordnen.

  • Grundlagen der nationalsozialistischen Rassenideologie und Eugenik
  • Struktur, Gründung und Finanzierung des Lebensborn e.V.
  • Methoden der Auslese und ideologischen Betreuung von Müttern und Kindern
  • Die Auswirkungen der Besatzungspolitik auf Kinder in Polen und Norwegen
  • Nachkriegsaufarbeitung und das Schicksal der „Lebensborn-Kinder“

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Auslesekriterien bei der Aufnahme in die Lebensborn Heime

Jede werdende Mutter, die im Lebensborn ihr Kind zur Welt bringen wollte, musste sich einem strengen Ausleseverfahren unterziehen. Sie mussten verschiedene Dokumente vorlegen: „ a) eine Ahnentafel, die bis zum 1. Januar 1800 zurückreichen sollte;

b) ein Erbgesundheitsbogen mit Angaben zur erblichen Belastung der Familie;

c) ein ärztlicher Gesundheitsbogen zum Nachweis der Gesundheit und zur rassischen Beurteilung;

d) ein Fragebogen, in dem Fragen zur Person gestellt wurden: Krankenversicherung, Beruf, ob man eine Ehe mit dem Kindsvater beabsichtigte, welche Gründe einer Ehe mit dem Kindsvater im Wege stehen u.a.;

e) ein handgeschriebener Lebenslauf und ein Foto in Körpergröße;

f) eine eidesstattliche Versicherung der ledigen Mutter, dass, der von ihr bezeichnete Mann der Vater des Kindes sei.“

Zusammenfassung der Kapitel

Grundlagen der nationalsozialistischen Rassenideologie: Erläutert die ideologische Basis des Dritten Reiches, insbesondere die Eugenik und Himmlers Konzept der „Aufnordung“.

Gründung und Entwicklung des Lebensborn e.V. in Deutschland: Beschreibt die Entstehung des Vereins 1935, den Aufbau der Heime und die zentralistische Steuerung durch die SS.

Betreuung von Mutter und Kind durch den Lebensborn e.V.: Analysiert das strenge Selektionsverfahren für Mütter und den stark ideologisch geprägten Heimalltag.

Die Ausdehnung des Lebensborn e.V. auf die besetzten Gebiete nach Nord- und Osteuropa: Zeigt die unterschiedliche Ausgestaltung der Vereinsaktivitäten in Polen und Norwegen auf.

Das Ende des Lebensborn: Behandelt die Auflösung der Heime bei Kriegsende, die Flucht der Verantwortlichen und die Rückführungsversuche der verschleppten Kinder.

Diskussion: Hinterfragt kritisch die Mythen vom karitativen Verein oder der Zuchtanstalt und ordnet den Lebensborn als Instrument rassenpolitischer Bevölkerungspolitik ein.

Die Lebensborn Kinder – heute: Beleuchtet das Schicksal der ehemaligen Lebensborn-Kinder, ihre Suche nach Identität und die traumatischen Folgen ihrer Herkunft.

Schlussbemerkung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Einordnung des Lebensborn als Instrument zur Vergrößerung der „arischen“ Rasse.

Schlüsselwörter

Lebensborn e.V., Nationalsozialismus, Rassenideologie, Heinrich Himmler, Eugenik, SS, Bevölkerungspolitik, Aufnordung, rassenhygienische Auslese, Zwangsgermanisierung, Kinderraub, Norwegen, Polen, Nürnberger Prozesse, Identitätsverlust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Organisation „Lebensborn e.V.“ und untersucht deren Rolle als Instrument der nationalsozialistischen Rassenpolitik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Entstehungsgeschichte des Vereins stehen die rassenideologischen Grundlagen, das Selektionsverfahren, die Rolle der Frauen und das Schicksal der Kinder nach dem Krieg im Zentrum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin möchte klären, ob der Lebensborn ein karitativer Verein war oder ein Instrument zur Umsetzung der nationalsozialistischen Rassenideologie und Bevölkerungspolitik.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse historischer Primär- und Sekundärquellen, unter anderem aus dem Bundesarchiv und Prozessakten der Nürnberger Prozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Gründung und Struktur des Vereins, die Aufnahmebedingungen, den Heimalltag, die internationale Expansion (insb. Polen und Norwegen) sowie das Ende und die juristische Aufarbeitung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensborn, Rassenideologie, Eugenik, SS, Aufnordung, Zwangsgermanisierung und rassenhygienische Auslese.

Inwieweit spielte Norwegen für den Lebensborn eine besondere Rolle?

Norwegen galt aufgrund der hohen Übereinstimmung mit dem nationalsozialistischen Idealbild der „nordischen Rasse“ als besonders erfolgreich für die Expansionspläne des Vereins.

Was passierte mit den Kindern nach Kriegsende?

Viele der Kinder, insbesondere die aus dem Ausland verschleppten, litten unter Identitätsverlust, wurden traumatisiert und von ihrer Herkunft entfremdet, während die Aufarbeitung durch die Gesellschaft oft verzögert stattfand.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Eine Darstellung der Organisation "Lebensborn e.V." im Kontext der nationalsozialistischen Rassenideologie
Subtítulo
A representation of Lebensborn e.V. organization in the context of the Nazi racial ideology
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Allgemeine Erziehungswissenschaften)
Calificación
1,4
Autor
Anne-Maria Lenhart (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
80
No. de catálogo
V198040
ISBN (Ebook)
9783656240976
ISBN (Libro)
9783656242314
Idioma
Alemán
Etiqueta
eine darstellung organisation lebensborn kontext rassenideologie nazi
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anne-Maria Lenhart (Autor), 2012, Eine Darstellung der Organisation "Lebensborn e.V." im Kontext der nationalsozialistischen Rassenideologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198040
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Extracto de  80  Páginas
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