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Die antidemokratischen Umstürze in Athen und die Rolle Spartas 404 v. Chr.

Titel: Die antidemokratischen Umstürze in Athen und die Rolle Spartas 404 v. Chr.

Hausarbeit , 2007 , 23 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Danielle Klußmann (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es gibt wohl keine andere antike griechische Stadt, die so mit einer Demokratie in Verbindung gebracht wird wie Athen. Und dennoch gab es auch in dieser ‚Hochburg’ demokratischen Denkens Phasen, in denen andere Verfassungsformen regierten. Mit den beiden wohl bekanntesten Unterbrechungen während der klassischen Zeit im Jahr 411 v. Chr. und nach der Niederlage im Peloponnesischen Krieg in den Jahren 404/403 v. Chr. will ich mich in dieser Arbeit beschäftigen. Bei der Beschäftigung mit diesem Thema werfen sich zwei Fragen auf: Wie konnte es überhaupt zu einem oligarchischen Umsturz kommen, in einem Staat, der für seine Demokratie bekannt war? Und wie gelang es nach dem Sturz der Oligarchie so schnell wieder eine Demokratie herzustellen und diese so zu konstituieren, dass die Zeiten antidemokratischer Regierungen keine Spuren hinterließen und fast in Vergessenheit gerieten?
Ich beginne mit dem Umsturz von 411 v.Chr. und versuche hierbei die Fragen zu klären, wie der Umsturz begann, wer die Drahtzieher waren und warum. Anschließend gebe ich einen kurzen Ausblick, wie die Gegenrevolution verlief und wie es schließlich zum Sturz der Oligarchie kam. Im zweiten Teil der Arbeit werde ich in einem ausgewählten Beispiel auf die Problematik der unterschiedlichen Quellen von Thukydides und Aristoteles eingehen. Im letzten Teil werde ich mich, nach einer kurzen Einführung in die Zeit der Dreißig Tyrannen, mit der Frage beschäftigen wie es möglich war, dass Athen nach deren Sturz schnell wieder eine gefestigte Demokratie war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Der Begriff ‚Oligarchie’

2.2 Der oligarchische Umsturz des Jahres 411 v. Chr.

2.2.1 Die Einsetzung der zehn Probouloi

2.2.2 Der Beginn der Oligarchenverschwörung

2.2.3 Peisandros in Athen

2.2.4 Die Machtergreifung der Vierhundert

2.3 Ausblick: Wie ging es weiter mit der Oligarchie?

2.3.1 Die Gegenrevolution auf Samos

2.3.2 Der Sturz der Vierhundert

2.3.3 Die Herrschaft der Fünftausend

2.4 Fazit: Wie konnte es zum antidemokratischen Umsturz kommen?

2.5 Thukydides vs. Aristoteles

2.5.1 Version des Thukydides

2.5.2 Version des Aristoteles

2.6 Vorgeschichte: Die Tyrannis der Dreißig

2.6.1 Einsetzung und Herrschaft der Dreißig

2.6.2 Das Ende der Dreißig

2.7 Die Rückkehr zur Demokratie

2.8 Fazit: Wie war es möglich, dass Athen schon kurz nach dem Sturz der Dreißig wieder eine gefestigte Demokratie besaß?

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für die antidemokratischen Umstürze in Athen im Jahr 411 v. Chr. sowie nach dem Peloponnesischen Krieg 404/403 v. Chr. und analysiert, wie es dem attischen Staat gelang, nach diesen Krisen schnell zu einer gefestigten demokratischen Ordnung zurückzukehren.

  • Analyse der Ursachen für oligarchische Umstürze in einer demokratischen Polis.
  • Vergleichende Untersuchung der historischen Quellen von Thukydides und Aristoteles.
  • Darstellung der Rolle Spartas und interner politischer Spannungen.
  • Bewertung der Stabilisierungsfaktoren der athenischen Demokratie nach Krisenphasen.

Auszug aus dem Buch

2.2.4 Die Machtergreifung der Vierhundert

Wie sich der Rat der Vierhundert zusammensetzte, darüber schweigen sich sowohl Thukydides, als auch Aristoteles aus. Sie gehen von der Beschlussfassung direkt zur Machtübernahme und zur Auflösung der demokratischen Verfassung über. Bei Thukydides klingt dies eher nach einem Staatsstreich. Er spricht davon, dass die Vierhundert bewaffnet zum Buleuterion zogen und die amtierenden Mitglieder der Bulé zum Abzug zwangen. Da die Masse keinen Widerstand leistete zogen die Vierhundert unblutig in das Buleuterion ein und losten ihren Vorsitzenden.

„Als diese so verteilt waren, kamen die Vierhundert, jeder mit einem versteckten Dolch, und mit ihnen die 120 Jünglinge zur Hilfe, falls irgendwo Hand anzulegen wäre, stellten sich vors Rathaus, wo die Ratsleute vom Bohnenlos versammelt waren, und hießen sie hinausgehen. […] Als auf diese Art der Rat ohne Widerspruch sich still verlaufen hatte und die andern Bürger nichts Gewaltsames unternahmen, sondern ruhig blieben, zogen die Vierhundert im Rathaus ein, und diesmal bestimmten sie nur aus ihrer Mitte den Ausschuß durch Los […]“

Aristoteles beschreibt die Umstände nicht ganz so dramatisch, er beschränkt sich darauf, zu berichten, dass die Bulé vor Ende ihrer Amtszeit aufgelöst wurde und die Vierhundert in das Buleuterion einzogen.

„Als diese Vorschläge von der Menge angenommen worden waren […] wurde der Rat, der im Jahre des Kallias amtierte, bevor er seine Amtszeit beendet hatte […] aufgelöst und die Vierhundert traten ihr Amt […] an.“

Allerdings ist festzuhalten, dass auch Aristoteles davon spricht, dass die amtierende Bulé vorzeitig aus ihrem Amt ausschied, was dafür sprechen würde, dass es sich um einen illegalen Akt handelte und Thukydides in seiner Staatsstreich-Theorie bestätigt wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zwei antidemokratischen Phasen Athens in der klassischen Zeit und stellt die Forschungsfragen nach den Ursachen und der schnellen Stabilisierung der Demokratie.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt beleuchtet den Begriff Oligarchie und analysiert detailliert die Umstürze von 411 v. Chr. und 404 v. Chr. unter Einbeziehung zeitgenössischer Quellen.

3. Schluss: Der Verfasser resümiert, dass die Kriegslage und soziale Unzufriedenheit die Umstürze ermöglichten, die athenische Demokratie jedoch aufgrund ihrer gefestigten Strukturen und Traditionen stets wieder stabilisiert werden konnte.

Schlüsselwörter

Athen, Sparta, Oligarchie, Demokratie, Peloponnesischer Krieg, Thukydides, Aristoteles, Vierhundert, Dreißig Tyrannen, Umsturz, Verfassung, Peisandros, Theramenes, Amnestie, Politische Stabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die antidemokratischen Umstürze in Athen während der klassischen Zeit, insbesondere im Jahr 411 v. Chr. und 404/403 v. Chr., sowie die Widerstandsfähigkeit der attischen Demokratie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Oligarchen, der Einfluss externer Mächte wie Sparta, die finanzielle Belastung durch den Krieg und die Bedeutung historischer Quellen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, wie es in einer dezidiert demokratischen Stadt zu oligarchischen Machtübernahmen kommen konnte und wieso die Demokratie danach so schnell wiederhergestellt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse der Berichte von Thukydides, Aristoteles und Xenophon, um historische Ereignisse zu rekonstruieren und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die Untersuchung der Umstürze von 411 v. Chr. und der Tyrannis der Dreißig, sowie einen direkten Vergleich der Quellenpositionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Athen, Oligarchie, Demokratie, Peloponnesischer Krieg und die verschiedenen oligarchischen Gremien wie die Vierhundert oder die Dreißig.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Peloponnesischen Krieges?

Der Autor sieht in der Niederlage und den finanziellen Lasten des Krieges einen entscheidenden Nährboden für soziale Unzufriedenheit und antidemokratische Bestrebungen.

Welche Bedeutung kommt der Amnestie zu?

Die allgemeine Amnestie nach dem Sturz der Dreißig Tyrannen war ein wesentliches Instrument zur Befriedung der Gesellschaft und zur Rückkehr zur demokratischen Stabilität.

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Details

Titel
Die antidemokratischen Umstürze in Athen und die Rolle Spartas 404 v. Chr.
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,7
Autor
Danielle Klußmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V198042
ISBN (eBook)
9783656240969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sparta Oligarchie Umstürze antidemokratisch 404 v. Chr.
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Danielle Klußmann (Autor:in), 2007, Die antidemokratischen Umstürze in Athen und die Rolle Spartas 404 v. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198042
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Leseprobe aus  23  Seiten
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