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Direkte Demokratie in Deutschland und der Schweiz

Title: Direkte Demokratie in Deutschland und der Schweiz

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Armbruster (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Die Arbeit liefert einen Vergleich darüber, wie die Institution der direkten Demokratie in den politischen Systemen Deutschlands und der Schweiz auf Bundes- wie auch auf Länderebene verankert ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Direkte Demokratie – Grundlagen

2.1. Was ist direkte Demokratie?

2.2. Verfahrenstypen der direkten Demokratie

2.3. Kernelemente direkter Demokratie

3. Direkte Demokratie im politischen System der Schweiz

4. Direkte Demokratie in Deutschland

4.1. Direktdemokratische Elemente auf Bundesebene

4.2. Direkte Demokratie auf Landesebene

4.3. Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – die kommunale Ebene

5. Direktdemokratie im europäischen Vergleich

6. Wirkungen direkter Demokratie

6.1. Mehr Partizipation und Information?

6.2. Mehr Effizienz durch direkte Demokratie? Der Fall Schweiz

7. Mehr direkte Demokratie für Deutschland?

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Umsetzung und Wirkung direktdemokratischer Instrumente in Deutschland und der Schweiz. Ziel ist es, die Unterschiede in der politischen Verankerung dieser Elemente herauszuarbeiten und auf Basis empirischer Erkenntnisse aus der Schweiz zu prüfen, ob eine stärkere Integration direkter Demokratie in das deutsche politische System sinnvoll und möglich ist.

  • Definition und Klassifizierung direktdemokratischer Verfahren
  • Vergleichende Analyse der politischen Systeme Deutschlands und der Schweiz
  • Empirische Untersuchung der Auswirkungen direkter Demokratie auf politische Effizienz
  • Diskussion über die Einführung direktdemokratischer Elemente auf Bundesebene

Auszug aus dem Buch

2.2. Verfahrenstypen der direkten Demokratie

Wie Wahlgesetze für einen ordnungsgemäßen Ablauf von Wahlen unabdingbar sind, so bedarf es auch für die Institution der direkten Demokratie an Regeln, die das Verfahren ordnen. In der direktdemokratischen Praxis sind dabei, ähnlich den unterschiedlichen Wahlsystemen in der repräsentativen Demokratie, mehrere Verfahrenstypen entstanden. Diese unterscheiden sich, wie oben bereits aufgezeigt, vor allem hinsichtlich des Auslösungsrechts direktdemokratischer Verfahren. Ferner spielen auch die Sachfragen, über die abgestimmt werden soll sowie der Grad an Verbindlichkeit der Entscheidung des direktdemokratischen Verfahrens eine Rolle. In der Regel unterscheidet man zwischen vier Verfahrenstypen: der Initiative, dem (fakultativen) Referendum, dem obligatorischen Referendum und dem Plebiszit (vgl. ebd.: 13f.).

Von einer Initiative, in Deutschland meist als Volksbegehren, dem ein Volksentscheid folgt, bezeichnet, spricht man wenn die Bürgerinnen und Bürger selbst das Heft in die Hand nehmen und den politischen Prozess in Gang setzten. Verfahren dieser Art, die ‚von unten’ ausgelöst werden, sind typisch für die direkte Demokratie (vgl. ebd.: 14). Um tatsächlich Einzug in den politischen Prozess zu erhalten, ist für Initiativen bzw. Volksbegehren meist eine bestimmte Anzahl an Unterschriften notwendig. Wird die Initiative für zulässig befunden, folgt ein Volksentscheid, in dem über den von den Initiatoren vorgeschlagenen Entwurf (z.B. Gesetzesentwürfe) abgestimmt wird. Mit der Initiative beginnt also ein politischer Prozess, der in diesem Fall aus der Mitte des Volkes entspringt. Initiativen und Volksbegehren, selbst wenn sie in einer anschließenden Abstimmung scheitern sollten, kann darüber hinaus eine gewisse Agenda-Setting-Funktion zugeschrieben werden, da sie politische Themen erst in das Bewusstsein der politischen Klasse oder anderer gesellschaftlicher Segmente rufen (vgl. Erne 2002: 80f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende Interesse an direkter Demokratie in der Politikwissenschaft und skizziert die wissenschaftliche Relevanz im Kontext der schweizerischen und deutschen Systeme.

2. Direkte Demokratie – Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, differenziert Verfahrenstypen wie Initiative und Referendum und erläutert die institutionellen Basismerkmale.

3. Direkte Demokratie im politischen System der Schweiz: Es wird die historische und aktuelle Verankerung direktdemokratischer Instrumente im Schweizer Föderalismus und der Konkordanzdemokratie beschrieben.

4. Direkte Demokratie in Deutschland: Das Kapitel analysiert die schwache Ausprägung auf Bundesebene im Vergleich zu den weitreichenden Instrumenten auf Landes- und Kommunalebene.

5. Direktdemokratie im europäischen Vergleich: Einordnung der Schweiz und Deutschlands in eine internationale Typologie direktdemokratischer Systeme.

6. Wirkungen direkter Demokratie: Untersuchung der Auswirkungen auf Partizipation, Information der Bürger und die wirtschaftliche sowie fiskalische Effizienz am Beispiel der Schweiz.

7. Mehr direkte Demokratie für Deutschland?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Debatte über die Einführung direktdemokratischer Elemente auf Bundesebene zur Stärkung der Legitimität.

8. Schluss: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Schlussfolgerung zur Übertragbarkeit direktdemokratischer Erfahrungen.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Schweiz, Deutschland, Volksentscheid, Volksbegehren, Initiative, Referendum, Partizipation, Politische Systeme, Legitimationskrise, Föderalismus, Konkordanzdemokratie, Politische Effizienz, Grundgesetz, Stimmbürger

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Verankerung, Anwendung und Wirkung direktdemokratischer Instrumente im Vergleich zwischen dem politischen System der Schweiz und dem der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Verfahrenstypen der direkten Demokratie, die institutionelle Einbettung dieser Instrumente, ihre Auswirkungen auf politische Prozesse sowie die Frage nach mehr direkter Demokratie in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der schweizerischen Erfahrungen zu bewerten, ob und in welcher Form eine stärkere Nutzung direktdemokratischer Elemente das Repräsentativsystem in Deutschland bereichern oder stabilisieren könnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende politikwissenschaftliche Untersuchung, die auf Basis von Literaturstudien und der Analyse bestehender empirischer Daten zu direktdemokratischen Verfahren erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung, eine detaillierte Analyse der Systeme in der Schweiz und Deutschland sowie eine Untersuchung der Auswirkungen direkter Demokratie auf Effizienz und Partizipation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie direkte Demokratie, Volksentscheid, Partizipation, Politische Systeme, Legitimationskrise und Konkordanzdemokratie charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von der Schweiz?

Während die direkte Demokratie in der Schweiz ein zentrales, auf allen Ebenen ausgebautes Verfassungselement ist, spielt sie in Deutschland auf Bundesebene kaum eine Rolle und beschränkt sich primär auf Landes- und kommunale Ebene.

Was besagt die Sättigungstheorie im Kontext der Schweizer Demokratie?

Die Sättigungstheorie legt nahe, dass die hohe Frequenz an Volksabstimmungen in der Schweiz zu einer gewissen Wahl- und Abstimmungsmüdigkeit in der Bevölkerung führen kann, was sich in sinkenden Beteiligungsraten widerspiegelt.

Welche Rolle spielt das "Finanztabu" in deutschen Volksbegehren?

Das sogenannte Finanztabu, das den Parlamenten das alleinige Budgetrecht zuspricht, wirkt in Deutschland als eine der größten Hürden für Volksbegehren, da viele Initiativen aufgrund ihrer finanziellen Auswirkungen für unzulässig erklärt werden.

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Details

Title
Direkte Demokratie in Deutschland und der Schweiz
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaft )
Grade
1,3
Author
Martin Armbruster (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V198098
ISBN (eBook)
9783656241300
ISBN (Book)
9783656242444
Language
German
Tags
Direkte Demokratie Direkte Demokratie in Deutschland Direkte Demokratie in der Schweiz Direkte Demokratie auf Bundesebene Direkte Demokratie auf Landesebene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Armbruster (Author), 2007, Direkte Demokratie in Deutschland und der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198098
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