Vergleich der Studienrichtungen Heilpädagogik und Sonderpädagogik in Deutschland mit dem Studium der Sonder-Heilpädagogik in Österreich


Seminararbeit, 2003

30 Seiten, Note: Sehr gut (1)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik dargestellt an aus-gewählten deutschen Bundesländern
1. 1 Sonderpädagogik
1. 1. 1 Schleswig-Holstein
1. 1. 2 Niedersachsen
1. 1. 3 Bayern I
1. 1. 3. 1 Bayern II
1. 1. 3. 2 Bayern III
1. 1. 3. 3 Bayern VI
1. 1. 4 Rheinland-Pfalz
1. 1. 5 Mecklenburg-Vorpommern
1. 2 Studien der Heilpädagogik
1. 2. 1 Berlin
1. 2. 2 Nordrhein-Westfalen
1. 2. 3 Thüringen

2 Detaillierte Analyse der Studienfächer Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland
2. 1 Sonderpädagogik
2. 1. 1 Allgemeines
2. 1. 2 Berufsbild - Tätigkeitsfelder
2. 1. 3 Ausbildung
2. 1. 4 Ausbildungsinhalte
2. 1. 4. 1 Ohne Lehramt
2. 1. 4. 2 Mit Lehramt
2. 1. 5 Ausbildungsabschluss und Abschlussbe-zeichnung
2. 2 Heilpädagogik
2. 2. 1 Allgemeines
2. 2. 2 Berufsbild
2. 2. 3 Tätigkeitsfelder
2. 2. 4 Ausbildung
2. 2. 5 Ausbildungsinhalte
2. 2. 6 Erforderliche Prüfungen
2. 2. 7 Ausbildungsabschluss
2. 2. 8 Abschlussbezeichnung

3 Studium der Sonder- und Heilpädagogik in Österreich
3. 1 Der alte Studienplan
3. 1. 1 Allgemeines
3. 1. 2 Lehrangebot
3. 1. 3 Berufsfeld
3. 2 Der neue Studienplan
3. 2. 1 Das Diplomstudium Pädagogik
3. 2. 2 Die Prüfungsfächer

4 Vergleich der Ausbildungen in Deutschland und Österreich

Literatur

Anhang
Übersicht Deutschland – Österreich

0 Einleitung

Da das Studium der Sonder-Heilpädagogik und die daraus resultierenden offensichtlich dürftigen Berufsaussichten eines Sonder-Heilpädagogen für mich wenig zufrieden stellend waren entschloss ich mich, die gegebenen Studienmodi und Tätigkeitsfelder dieses Studiums mit den Studienbedingungen in Deutschland zu vergleichen.

Um richtige und vor allem verwertbare Auskünfte zu meinem gewählten Thema zu erhalten erschien es mir passend, Sekretariate und Professoren diverser Universitäten in Deutschland per E-Mail anzuschreiben und diese um Mithilfe zu bitten. Der Rücklauf der Anfragen war äußerst zufrieden stellend. Auch die Internetrecherchen zu den Studienrichtungen der Heilpädagogik und Sonderpädagogik an den einzelnen Universitäten/ Fachschulen (Homepages) verhalf zu wertvollen Informationen und Erkenntnissen.

Damit die Übersichtlichkeit der Thematik gewährleistet werden kann, werden die Studien in „Sonderpädagogik“ und „Heilpädagogik“ und jeweils in Bundesländer gegliedert.

Das erste Kapitel beinhaltet die Darstellung der Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik an ausgewählten deutschen Bundesländern. Hier wird auf die Studienmodi auf den einzelnen Universitäten eingegangen.

Im zweiten Kapitel wird eine detaillierte Analyse der Studienfächer unternommen. Berufsbilder, Tätigkeitsbereiche, Allgemeines zur Ausbildung und Ausbildungsinhalte werden auf Grund der im Kapitel eins gewonnenen Informationen gegliedert dargestellt.

Damit nun einen Vergleich mit dem Studium in Österreich angestellt werden kann, wird im dritten Kapitel auf die Studienmodi und das Berufsfeld eines Sonder-Heilpädagogen in Österreich eingegangen und anschließend im vierten Kapitel mit dem Studium der Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland verglichen.

Als Anhang wurde eine Übersichtstabelle der Studien in Deutschland und Österreich beigefügt. Aus dieser können in tabellarischer, übersichtlicher Form die Unterschiede „auf einen Blick“ herausgelesen werden.

1 Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik dargestellt an ausgewählten deutschen Bundesländern

1. 1 Sonderpädagogik

1. 1. 1 Schleswig-Holstein (Universität Kiel)

Im Rahmen des Pädagogikstudiums besteht die Möglichkeit eine vertiefende Schwerpunktsetzung aus „Sonderpädagogik“ im Grundstudium im Ausmaß von 16 SWS und im Hauptstudium von 25 SWS zu absolvieren. Das Studium dient dazu, Handlungskompetenzen unter anderen im Bereich der Sonderpädagogik zu erwerben. Fachkenntnisse werden so vermittelt, dass die Studenten zu wissenschaftlichem Arbeiten, zur Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden.

Im Laufe des Grundstudiums ist ein Wahlpflichtfach im Hinblick auf die gewählte Studienrichtung (Sonderpädagogik) auszuwählen und ein Grundpraktikum (2 Monate) zu absolvieren.

Im Hauptstudium werden für die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse und die entsprechenden Handlungskompetenzen erworben und die wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnisse selbstständig anzuwenden gelernt. Ein sechsmonatiges Hauptpraktikum findet im Hauptstudium ebenfalls statt.

Abgeschlossen wird das Hauptstudium durch die Diplomprüfung, die Diplomarbeit, vier mündliche Fachprüfungen und einer Klausur. Das Studium dauert 10 Semester und schließt bei der Diplomprüfung mit „Dipl. Päd.“ und bei Magisterprüfung mit „Mag. Artium“.

1. 1. 2 Niedersachsen (Universität Oldenburg)

Auf der Universität Oldenburg wird ein Studiengang für Sonderpädagogik geführt wobei ein Diplom oder der Titel „Magister“ erwerbbar sind. Dieses Studium berechtigt die Abgänger in sonderpädagogischen Einrichtungen (Schule, sonderpädagogische Zentren) zu unterrichten. Im Studium sind Fachrichtungen vorgesehen die man den zukünftigen Berufsvorstellungen angepasst auswählt (Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörten-pädagogik).

1. 1. 3 Bayern (Universität München) I

Es besteht die Möglichkeit Sonderpädagogik als Hauptstudium oder als Nebenfach zu belegen. Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester wobei eine schriftliche Arbeit im 9. Semester abgeschlossen sein soll.

Es werden folgende sonderpädagogische Fachrichtungen angeboten: Gehörlosenpädagogik, Geistigbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Schwerbehindertenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik und Verhaltensge-störtenpädagogik wobei für das Hauptfachstudium eine Schwerpunktfachrichtung ge-wählt werden muss.

Das Grundstudium dauert 4 Semester (34 bis 36 SWS) mit allgemeinen pädagogischen Grundlagen und Grundlagen der Sonderpädagogik. Am Ende dieses Abschnittes findet eine Zwischenprüfung statt. Das viersemestrige Hauptstudium beinhaltet 36 SWS und ist das Studium der sonderpädagogischen Fachrichtung. Abgeschlossen wird das Studium mit der Magisterprüfung: schriftliche Arbeit, vierstündige Klausur, drei mündliche Prüfungen.

Es muss ein 8-wöchiges Praktikum innerhalb der Studienzeit absolviert werden welches in 2 Einheiten aufgeteilt sein sollte.

1. 1. 3. 1 Universität München II

Beim Studium der Sonderpädagogik können vertiefende Gebiete wie Lernbehindertenpädagogik, Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik, Geistigbehinderten- und Verhaltensgestörtenpädagogik, Lernbehinderten- und Körperbehindertenpädagogik und Sprachbehindertenpädagogik studiert werden. Dieses Studium dient dazu Kompetenzen im vor- neben- und nachschulischen Bereich zu erlangen. Der Abschluss dieses Studiums erfolgt mit einer Magisterprüfung. Das neunsemestrige Magisterstudium beinhaltet 144 SWS die im Grundstudium und ihm Hauptstudium zu absolvieren sind.

1. 1. 3. 2 Bayern (Universität Würzburg)

Das Studium der Sonderpädagogik an der Universität Würzburg strebt das Lehramt an Sonderschulen mit Magisterabschluss an. Es ist dazu eine Vertiefung in einem Fachbereich zu wählen (Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörtenpädagogik, Sprachbehinderten-pädagogik).

1. 1. 3. 3 Bayern (Julius-Maximilians Universität Würzburg)

An dieser Universität dient der vertiefende Studiengang der sonderpädagogischen Fachrichtungen dazu künftige Sonderschullehrer für das Lehramt an Förderschulen zu befähigen. Es bereitet auf die vielfältigen Aufgaben in heilpädagogischen Handlungsfeldern (zum Beispiel Schule, Frühförderung, Schulvorbereitende Einrichtungen, Beratung, Arbeit mit Eltern, Diagnostik, Therapie, Heimerziehung, Erwachsenenbildung) vor.

Das Studium einer sonderpädagogischen Fachrichtung (Geistigbehinderten-pädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Verhaltens-gestörtenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik) muss entweder mit dem Studium der Didaktik der Grundschule oder der Hauptschule verbunden werden.

1. 1. 4 Rheinland-Pfalz (Universität Mainz)

Das Studium der Allgemeinen Sonderpädagogik an der Universität Mainz bietet Wahlpflichtfächer in Geistigbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörtenpädagogik und Sprachbehindertenpädagogik. Es dient dem Erwerb der Grundlagen der Allgemeinen Sonderpädagogik, speziellen Kenntnissen in den einzelnen Wahlpflichtfächern und den Erwerb sonderpädagogischer Handlungskompetenzen. Ziele sind die Studierenden zu befähigen, einen selbstbestimmten, kritischen Standort innerhalb der Sonderpädagogik zu beziehen und entsprechend diesem zu handeln.

Die Studieninhalte sind Kenntnisse aus dem Bereich der Allgemeinen Sonderpädagogik wie Geschichte, interkulturelle Sonderpädagogik, ethische Fragen, Methoden und Institutionen der Sonderpädagogik und Theorie der Sonderpädagogik.

Die Wahlpflichtfächer bilden eine Ergänzung zur Allgemeinen Sonderpädagogik, welche aber nicht isoliert studiert werden sollen sondern die Studenten sollen aus allen Bereichen Lehrveranstaltungen besuchen.

Berufsmöglichkeiten eröffnen sich den Absolventen in der Arbeit mit Menschen aller Altersstufen und aller Behinderungen. Für das Kinder- und Jugendalter sind Sonderpädagogen im Bereich der Frühförderung, der familienentlastenden Dienste, integrativen Kindergärten und Sonderkindergärten, in der Sonderschulsozialarbeit, in der Freizeitpädagogik und in Heimen tätig. Für das Erwachsenenalter liegen die Tätigkeitsfelder im Wohnbereich im Arbeitsbereich (Werkstätten, Arbeitsassistenz, …) und in der Erwachsenenbildung (speziell für Menschen mit geistiger Behinderung).

1. 1. 5 Mecklenburg-Vorpommern (Universität Rostock)

Neben dem Lehramtsstudium besteht die Möglichkeit im Rahmen des Diplomstudiums der Erziehungswissenschaft Sonderpädagogik als Studienrichtung (Hauptfach mit 40 – 48 SWS) oder als Wahlfach (Nebenfach mit 12 – 16 SWS) zu wählen. Der Abschluss qualifiziert die Diplompädagogen in erster Linie für außerschulische sonderpädagogische Handlungsfelder (Heime, Beratungsstellen, Organisationen der Behindertenhilfe, mit den Handlungsmerkmalen: fördern, beraten, planen).

Eine Vertiefung in den Bereichen „Geistige Behinderung“, „Sprachstörung“ und „Verhaltensstörung“ ist möglich. Ein Praxissemester ist in das Hauptstudium integriert.

Als Aufgabenfelder werden folgende angegeben:

- Prävention, Intervention, Rehabilitation in integrativen, kooperativen und segregativen schulischen Einrichtungen,
- Gestaltung der Schule als Lern und Lebensraum im Sinne einer ganzheitlichen und Ganztageserziehung,
- Früherkennung, Frühförderung und Frühberatung in außerschulischen Institutionen, im Elementar- und Primarbereich,
- Förderung des Berufserwerbs, Hilfe beim Eintritt in das Arbeitsleben,
- Unterstützung einer selbstständigen Lebensführung und Hilfe für Menschen mit Behinderungen in allen Lebensphasen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Vergleich der Studienrichtungen Heilpädagogik und Sonderpädagogik in Deutschland mit dem Studium der Sonder-Heilpädagogik in Österreich
Hochschule
Universität Wien  (Arbeitsgruppe der Sonder- und Heilpädagogik)
Veranstaltung
Praxisfelder der Sonder- und Heilpädagogik
Note
Sehr gut (1)
Autor
Jahr
2003
Seiten
30
Katalognummer
V19811
ISBN (eBook)
9783638238533
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich, Studienrichtungen, Heilpädagogik, Sonderpädagogik, Deutschland, Studium, Sonder-Heilpädagogik, Praxisfelder, Sonder-
Arbeit zitieren
Petra Becher (Autor), 2003, Vergleich der Studienrichtungen Heilpädagogik und Sonderpädagogik in Deutschland mit dem Studium der Sonder-Heilpädagogik in Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19811

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