Da das Studium der Sonder-Heilpädagogik und die daraus resultierenden offensichtlich dürftigen Berufsaussichten eines Sonder-Heilpädagogen für mich wenig zufrieden stellend waren entschloss ich mich, die gegebenen Studienmodi und Tätigkeitsfelder dieses Studiums mit den Studienbedingungen in Deutschland zu vergleichen.
Um richtige und vor allem verwertbare Auskünfte zu meinem gewählten Thema zu erhalten erschien es mir passend, Sekretariate und Professoren diverser Universitäten in Deutschland per E-Mail anzuschreiben und diese um Mithilfe zu bitten. Der Rücklauf der Anfragen war äußerst zufrieden stellend. Auch die Internetrecherchen zu den Studienrichtungen der Heilpädagogik und Sonderpädagogik an den einzelnen Universitäten/ Fachschulen (Homepages) verhalf zu wertvollen Informationen und Erkenntnissen.
Damit die Übersichtlichkeit der Thematik gewährleistet werden kann, werden die Studien in „Sonderpädagogik“ und „Heilpädagogik“ und jeweils in Bundesländer gegliedert.
Das erste Kapitel beinhaltet die Darstellung der Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik an ausgewählten deutschen Bundesländern. Hier wird auf die Studienmodi auf den einzelnen Universitäten eingegangen.
Im zweiten Kapitel wird eine detaillierte Analyse der Studienfächer unternommen. Berufsbilder, Tätigkeitsbereiche, Allgemeines zur Ausbildung und Ausbildungsinhalte werden auf Grund der im Kapitel eins gewonnenen Informationen gegliedert dargestellt.
Damit nun einen Vergleich mit dem Studium in Österreich angestellt werden kann, wird im dritten Kapitel auf die Studienmodi und das Berufsfeld eines Sonder-Heilpädagogen in Österreich eingegangen und anschließend im vierten Kapitel mit dem Studium der Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland verglichen.
Als Anhang wurde eine Übersichtstabelle der Studien in Deutschland und Österreich beigefügt. Aus dieser können in tabellarischer, übersichtlicher Form die Unterschiede „auf einen Blick“ herausgelesen werden.
Inhaltsverzeichnis
0 Einleitung
1 Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik dargestellt an ausgewählten deutschen Bundesländern
1. 1 Sonderpädagogik
1. 1. 1 Schleswig-Holstein
1. 1. 2 Niedersachsen
1. 1. 3 Bayern I
1. 1. 3. 1 Bayern II
1. 1. 3. 2 Bayern III
1. 1. 3. 3 Bayern VI
1. 1. 4 Rheinland-Pfalz
1. 1. 5 Mecklenburg-Vorpommern
1. 2 Studien der Heilpädagogik
1. 2. 1 Berlin
1. 2. 2 Nordrhein-Westfalen
1. 2. 3 Thüringen
2 Detaillierte Analyse der Studienfächer Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland
2. 1 Sonderpädagogik
2. 1. 1 Allgemeines
2. 1. 2 Berufsbild - Tätigkeitsfelder
2. 1. 3 Ausbildung
2. 1. 4 Ausbildungsinhalte
2. 1. 4. 1 Ohne Lehramt
2. 1. 4. 2 Mit Lehramt
2. 1. 5 Ausbildungsabschluss und Abschlussbezeichnung
2. 2 Heilpädagogik
2. 2. 1 Allgemeines
2. 2. 2 Berufsbild
2. 2. 3 Tätigkeitsfelder
2. 2. 4 Ausbildung
2. 2. 5 Ausbildungsinhalte
2. 2. 6 Erforderliche Prüfungen
2. 2. 7 Ausbildungsabschluss
2. 2. 8 Abschlussbezeichnung
3 Studium der Sonder- und Heilpädagogik in Österreich
3. 1 Der alte Studienplan
3. 1. 1 Allgemeines
3. 1. 2 Lehrangebot
3. 1. 3 Berufsfeld
3. 2 Der neue Studienplan
3. 2. 1 Das Diplomstudium Pädagogik
3. 2. 2 Die Prüfungsfächer
4 Vergleich der Ausbildungen in Deutschland und Österreich
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Studienmodi und Tätigkeitsfelder der Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland mit den entsprechenden Studienbedingungen in Österreich zu vergleichen, um Transparenz über die unterschiedlichen Berufsaussichten und Anforderungen zu schaffen.
- Darstellung der unterschiedlichen Ausbildungsprofile in ausgewählten deutschen Bundesländern.
- Detaillierte Analyse der Berufsfelder und Ausbildungsinhalte für Sonderpädagogen und Heilpädagogen in Deutschland.
- Untersuchung des Studienangebots und der Berufsrealität in Österreich (altes vs. neues System).
- Kritischer Vergleich der Qualifikationen und Berufschancen in beiden Ländern.
Auszug aus dem Buch
2. 1. 2 Berufsbild und Tätigkeitsfelder
Der Abschluss qualifiziert die Diplompädagogen in erster Linie für außerschulische sonderpädagogische Handlungsfelder (Heime, Beratungsstellen, Organisationen der Behindertenhilfe, mit den Handlungsmerkmalen: fördern, beraten, planen).
Eine Vertiefung in den Bereichen der Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörtenpädagogik, Gehörlosenpädagogik, Sehbehindertenpädagogik, Sprachgestörtenpädagogik ist möglich. Die Praxis ist in das Studium integriert.
Berufsmöglichkeiten eröffnen sich den Absolventen daher in der Arbeit mit Menschen aller Altersstufen und aller Behinderungen. Für das Kinder- und Jugendalter sind Sonderpädagogen im Bereich der Frühförderung, der familienentlastenden Dienste, integrativen Kindergärten und Sonderkindergärten, in der Sonderschulsozialarbeit, in der Freizeitpädagogik und in Heimen tätig.
Die Aufgabenfelder von Sonderpädagogen sind in Kindergärten, Kindertagesstätten, -horten und -heimen, in heilpädagogischen Einrichtungen oder auch in Einrichtungen für behinderte Erwachsene betreuen Sonderpädagogen körperlich, geistig oder seelisch beziehungsweise mehrfach behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu suchen.
Neben allgemeinen erzieherischen und pflegerischen Tätigkeiten übernehmen sie spezielle Aufgaben, die auf die besondere Behinderung zugeschnitten sind, zum Beispiel auf Seh-, Hör- oder Sprachstörungen, auf Verhaltensstörungen oder auf Körperbehinderungen. Darüber hinaus entwickeln sie zielgruppenorientierte Erziehungshilfen sowie Bildungsangebote und führen diese auch selbst durch. Für das Erwachsenenalter liegen die Tätigkeitsfelder im Wohnbereich (Wohnassistenz, ...) im Arbeitsbereich (Werkstätten, Arbeitsassistenz, ...) und in der Erwachsenenbildung (speziell für Menschen mit geistiger Behinderung).
Zusammenfassung der Kapitel
0 Einleitung: Die Autorin begründet ihre Untersuchung mit dem Ziel, die teils unklaren Berufsaussichten und Studienmodi der Sonder- und Heilpädagogik in Deutschland und Österreich wissenschaftlich vergleichbar zu machen.
1 Ausbildungsprofile aus Sonderpädagogik und Heilpädagogik dargestellt an ausgewählten deutschen Bundesländern: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über verschiedene Studienstandorte in Deutschland, inklusive spezifischer Schwerpunkte und Abschlussmöglichkeiten in diversen Bundesländern.
2 Detaillierte Analyse der Studienfächer Sonderpädagogik und Heilpädagogik in Deutschland: Es erfolgt eine tiefgehende Untersuchung der Inhalte, Berufsfelder und methodischen Ansätze der beiden Disziplinen, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen schulischer und außerschulischer Pädagogik beleuchtet wird.
3 Studium der Sonder- und Heilpädagogik in Österreich: Das Kapitel analysiert sowohl die alte Studienstruktur als auch das neue Diplomstudium Pädagogik in Österreich und hinterfragt deren Praxisbezug.
4 Vergleich der Ausbildungen in Deutschland und Österreich: Im abschließenden Vergleich werden die Unterschiede in der fachlichen Abgrenzung und der Arbeitsmarktsituation in beiden Ländern kritisch gegenübergestellt.
Schlüsselwörter
Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Diplomstudium, Berufsbild, Deutschland, Österreich, Studienplan, Behindertenhilfe, Frühförderung, Inklusion, pädagogische Handlungsfelder, Lehrerausbildung, Sonderpädagogische Einrichtungen, Rehabilitation, Vergleichsstudie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Studieninhalte, Ausbildungsstrukturen und resultierenden Berufsbilder für Sonder- und Heilpädagogen zwischen Deutschland und Österreich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die fachliche Ausrichtung der Studiengänge, die didaktischen Inhalte, die staatlichen Anerkennungen sowie die praktischen Einsatzmöglichkeiten in sozialen Einrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Analyse der unterschiedlichen Studienmodi und die Beantwortung der Frage, wie sich die Ausbildung auf die Berufschancen und die berufliche Praxis in den beiden Ländern auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, Web-Recherchen an Universitäten und einer systematischen Gegenüberstellung der Curricula und Handlungsfelder.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bestandsaufnahme der deutschen Ausbildungsprofile, eine Analyse der pädagogischen Fachrichtungen und einen Vergleich mit dem österreichischen Studienwesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sonderpädagogik, Heilpädagogik, Berufsbild, Behindertenhilfe und Studienstruktur geprägt.
Warum ist der Vergleich zwischen Deutschland und Österreich so schwierig?
Die Schwierigkeit liegt in der unterschiedlich starken Abgrenzung der Disziplinen und der Fragmentierung der Berufsfelder in Österreich, was die Vergleichbarkeit mit dem stärker spezialisierten deutschen System erschwert.
Wie bewertet die Autorin die Arbeitsmarktsituation in Österreich?
Die Autorin stellt fest, dass Sonder-Heilpädagogen in Österreich oft Schwierigkeiten haben, eine klare Anstellung zu finden, da die Berufsfelder weniger scharf definiert sind als in Deutschland.
- Quote paper
- Petra Becher (Author), 2003, Vergleich der Studienrichtungen Heilpädagogik und Sonderpädagogik in Deutschland mit dem Studium der Sonder-Heilpädagogik in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19811