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Stakeholder Management - Wertorientierte Steuerung als strategische Herausforderung für Kreditgenossenschaften

Title: Stakeholder Management - Wertorientierte Steuerung als strategische Herausforderung für Kreditgenossenschaften

Diploma Thesis , 2003 , 100 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Stützer (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Kreditinstitute befinden sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, welches geprägt ist von Kosten- und Wettbewerbsdruck auf der einen, und sich rasant verändernden gesellschaftlichen, technologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen auf der anderen Seite. Dabei steht die Bank als Unternehmung in ständigen Kontakt mit verschiedenen internen oder externen Personengruppen wie beispielsweise Kunden, Mitarbeitern oder Eigenkapitalgebern. Es lässt sich unterstellen, dass Banken, wie jedes Unternehmen, gegründet werden, um Werte zu schaffen. Bei Präzision dieser Funktion stellen sich allerdings die Fragen, welche Art von Wert für wen und auf welche Weise geschaffen werden soll. Bilden die Sicherung der Existenz und der ökonomische Erfolg für die Kreditinstitute die obersten Maximen, dann ergibt sich das Problem, dass die Personengruppen, die zur Erfüllung dieser Ziele beitragen, ganz unterschiedliche Vorstellungen von Wert für die Aufrechterhaltung ihrer Beziehungen zur Bank zugrunde legen. Soll der ökonomische Erfolg gesteigert werden und will sich ein Kreditinstitut entsprechend am Markt positionieren, dann wird die Analyse dieser Beziehungen sowie die Berücksichtigung der Wertvorstellungen dieser Gruppen in der Geschäftspolitik zum strategischen Erfolgsfaktor eines modernen Managements.

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des in der Betriebswirtschaftslehre bereits bekannten Stakeholder Ansatzes für die unternehmerische Neuorientierung und das Management komplexer Beziehungsnetzwerke aufzuzeigen sowie die Konzeption, angepasst auf institutsgruppenspezifische Belange, auf den Organisationstyp der Kreditgenossenschaft zu übertragen. Eine Analyse der strategisch relevanten Personengruppen sowie die Berücksichtigung deren Wertvorstellungen soll deren Erfolgs-steigerungspotential für die Genossenschaftsbank verdeutlichen. Das Stakeholder Konzept wird analog zur modernen Auslegung gängiger Literatur verstanden, wonach es dazu dient, durch strategisches Management von Beziehungsstrukturen den ökonomischen Erfolg der Bank zu sichern und zu steigern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Wertvorstellungen im Wandel – Notwendigkeit zur unternehmerischen Neuorientierung

2.1 Von der Industrie- zur Informationsgesellschaft – Die Herleitung des gesellschaftlichen Wandlungsprozesses

2.2 Bedeutung für die Unternehmung

3 Das Prinzip der wertorientierten Banksteuerung

3.1 Definition und Ziel der wertorientierten Banksteuerung

3.2 Objekt der wertorientierten Steuerung – Der Unternehmenswert der Kreditinstitute

3.2.1 Die interessenmonistisch-monetäre Wertauslegung

3.2.2 Die erweiterte, interessenpluralistische Wertdiskussion

3.3 Prozesse der wertorientierten Banksteuerung

4 Stakeholder Management

4.1 Das Stakeholder Konzept – Ein Analyseinstrument

4.1.1 Darstellung des Stakeholder Konzepts

4.1.2 Shareholder Value – Gegensatz oder Ergänzung

4.1.3 Die unterschiedlichen Auslegungen des Stakeholder Value

4.2 Repräsentative Identifikation bestimmter, strategischer Anspruchsgruppen für Kreditgenossenschaften

4.2.1 Vorstand

4.2.2 Mitarbeiter

4.2.3 Kunden

4.2.4 Mitglieder

4.2.5 Verbundpartner

4.3 Das Beziehungsnetzwerk der Stakeholder

4.4 Strategische Wertsteigerungsansätze für Kreditgenossenschaften

4.4.1 Erzeugung eines Member Value

4.4.2 Relationship-Banking

4.4.3 Human Resource Management

5 Institutsgruppenspezifische Beurteilung des Stakeholder Konzepts

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Arbeit ist es, das Stakeholder-Konzept auf Kreditgenossenschaften zu übertragen, um eine wertorientierte Neuorientierung unter Berücksichtigung komplexer Beziehungsnetzwerke zu ermöglichen und den ökonomischen Erfolg strategisch zu sichern.

  • Analyse des gesellschaftlichen Wandels und der Notwendigkeit einer unternehmerischen Neuorientierung.
  • Untersuchung des Prinzips und der Prozesse der wertorientierten Banksteuerung.
  • Systematische Identifikation und Analyse strategisch relevanter Anspruchsgruppen (Stakeholder) bei Kreditgenossenschaften.
  • Erarbeitung von Wertsteigerungsansätzen durch Relationship-Banking, Member-Value-Erzeugung und Human Resource Management.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Mitarbeiter

Um die Mitarbeiter als strategische Anspruchsgruppe für Kreditgenossenschaften zu identifizieren, bedarf es einer genaueren Betrachtung der bankbetrieblichen Wertschöpfung. Da es sich im Leistungsprozess der Banken nicht um die Produktion physischer Güter handelt, sind die Produkte von entsprechender Abstraktheit und Immaterialität gekennzeichnet. Die Erbringung von Dienstleistungen in Form von Beratung und Verwaltung ist somit wesentliches Element des bankbetrieblichen Wertschöpfungsprozesses. Legt man die Tatsache zugrunde, dass es sich um den Umgang mit Geld handelt, dann lässt sich die Bankdienstleistung außerdem als besonders erklärungsbedürftig und vertrauensempfindlich klassifizieren.

Die Dienstleistung als solche lässt sich mit Hilfe unterschiedlicher Betrachtungsweisen definieren. Bei einer phasenorientierten Begriffsauslegung können potential-, prozess- und ergebnisorientierte Wesensmerkmale der Dienstleistung unterscheiden werden. Im Rahmen dieser Analyse soll lediglich die potentialorientierte Definition Anwendung finden. Demnach ist die Dienstleistung im Sinne von Fähigkeit und Bereitschaft des Dienstleistungsanbieters zur Erbringung einer Leistung zu verstehen. Die Dienstleistung selbst stellt ein Leistungsversprechen dar, das aufgrund der geistigen Fähigkeiten des Dienstleistungsanbieters (z.B. Fachwissen der Mitarbeiter einer Bank) und dessen Bereitschaft zur Leistung (z.B. durch Motivation, Einstellung und Verhalten der Mitarbeiter) gegeben wird.

Diese Definition bringt bereits die Wesentlichkeit der Mitarbeiter als Träger des Potentials (Fähigkeiten und Bereitschaft) im bankbetrieblichen Wertschöpfungsprozess zum Ausdruck. Wird das Personal der Bank hingegen nur als Kostenfaktor betrachtet, geht dies oft mit der Annahme einher, Arbeit sei eine vom Mitarbeiter losgelöste, frei verfügbare Ware, die bei Bedarf jederzeit wiederbeschafft und bei Überhängen jederzeit freigesetzt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung des Kosten- und Wettbewerbsdrucks in der Bankenbranche und definiert das Ziel der Arbeit, das Stakeholder-Konzept für Kreditgenossenschaften nutzbar zu machen.

2 Wertvorstellungen im Wandel – Notwendigkeit zur unternehmerischen Neuorientierung: Analysiert den gesellschaftlichen Strukturwandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft und die daraus resultierenden Konsequenzen für Unternehmen.

3 Das Prinzip der wertorientierten Banksteuerung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung und deren Prozessgestaltung in Kreditinstituten.

4 Stakeholder Management: Detaillierte Untersuchung des Stakeholder-Konzepts, der Identifikation relevanter Anspruchsgruppen und der Strategien zur Wertsteigerung für Kreditgenossenschaften.

5 Institutsgruppenspezifische Beurteilung des Stakeholder Konzepts: Bewertet die Anwendbarkeit des Stakeholder-Managements speziell für den Organisationstyp der Genossenschaftsbank.

6 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, traditionelle genossenschaftliche Werte mit modernen Steuerungskonzepten zu verknüpfen.

Schlüsselwörter

Stakeholder Management, Kreditgenossenschaften, wertorientierte Banksteuerung, Unternehmenswert, strategische Anspruchsgruppen, Relationship Banking, Human Resource Management, Member Value, Dienstleistungsqualität, Wissensmanagement, Werttreiber, Genossenschaftsbank, Wettbewerbsvorteil, Interessenpluralismus, Bankenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kreditgenossenschaften unter dem Druck des sich wandelnden wirtschaftlichen Umfelds mittels eines strategischen Stakeholder-Managements ihren langfristigen ökonomischen Erfolg sichern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der wertorientierten Banksteuerung, der Identifikation strategischer Anspruchsgruppen (wie Vorstand, Mitarbeiter, Kunden und Mitglieder) sowie der Implementierung spezifischer Wertsteigerungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den betriebswirtschaftlich bekannten Stakeholder-Ansatz auf den spezifischen Organisationstyp der Kreditgenossenschaft zu übertragen und eine methodische Unterstützung für deren strategische Neuorientierung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse betriebswirtschaftlicher Theorien, insbesondere des Stakeholder-Konzepts, und verknüpft diese mit dem spezifischen genossenschaftlichen Förderauftrag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Stakeholder-Theorie, die Identifikation kritischer Anspruchsgruppen innerhalb von Kreditgenossenschaften und die Ableitung konkreter Strategien zur Nutzensteigerung für diese Gruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stakeholder Management, Kreditgenossenschaften, Wertorientierte Steuerung, Relationship Banking, Human Resource Management und Member Value.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Shareholder Value" und "Stakeholder Ansatz" in dieser Arbeit relevant?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da Kreditgenossenschaften aufgrund ihres Förderauftrags nicht rein auf eine kurzfristige Gewinnmaximierung für Eigentümer ausgerichtet sind, sondern einen Interessenausgleich verschiedener Anspruchsgruppen benötigen.

Welche Rolle spielt das "Relationship Banking" für den Erfolg einer Genossenschaftsbank?

Relationship Banking ist ein zentrales Instrument zur Erzeugung von Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität, indem es auf persönlicher Nähe und vertiefter Kenntnis der Kundenbedürfnisse basiert.

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Details

Title
Stakeholder Management - Wertorientierte Steuerung als strategische Herausforderung für Kreditgenossenschaften
College
Leibniz Academy Hanover - University of Cooperative Education Hanover
Grade
1,0
Author
Thomas Stützer (Author)
Publication Year
2003
Pages
100
Catalog Number
V19814
ISBN (eBook)
9783638238564
ISBN (Book)
9783638723466
Language
German
Tags
Stakeholder Management Wertorientierte Steuerung Herausforderung Kreditgenossenschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Stützer (Author), 2003, Stakeholder Management - Wertorientierte Steuerung als strategische Herausforderung für Kreditgenossenschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19814
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