Die Geschichte konservierter, das heißt auf Tonträgern festgehaltener Musik, begann vor mehr als einem Jahrhundert. Der Wegbereiter Thomas Alva Edison stellte, nachdem er bereits mit Telegraphie, Telefonen und Elektromagnetismus experimentiert hatte, 1877 einen zylindrischen Phonographen vor, bei dem Schallwellenschwingungen in die Oberfläche eines sich drehenden Zylinders geritzt wurden. Die erste Vorbedingung für das Zeitalter der massenhaften technischen Reproduktion von Schall und die damit verbundene Wandlung des musikalischen Kommunikationsprozesses war damit geschaffen.
Emil Berliner entwickelte das Prinzip der Edisonschen Schallaufzeichnung weiter und stellte im Jahre 1887 das Grammophon der Öffentlichkeit vor. Aufgenommene Töne wurden mechanisch in die weiche Oberfläche einer sich horizontal drehenden Scheibe geritzt. Die große Neuerung, die diese Erfindung nach sich zog, war neben der Möglichkeit, den wächsernen Tonträger mehrmals abspielen zu können, vor allem in der Vervielfältigung zu suchen. Die Schallplatte war geboren.
In den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende etablierten sich eine Reihe neuer Schallplattenfirmen, deren Konkurrenzkampf untereinander der stetig wachsenden Tonträgerindustrie zusätzliche Dynamik verlieh. Dies betraf nicht nur die Anzahl der Neuerscheinungen und den dadurch ständig steigenden Absatz, sondern auch die technischen Weiterentwicklungen.
In den ersten beiden Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts, als es noch kein kommerzielles Radio gab und die Filmindustrie in den Anfängen steckte, feierte die Schallplatte ihre goldenen Jahre. Diese Periode fand ein Ende mit der wachsenden Popularität des Radios.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Große Erfinder
2.1 Thomas Alva Edison
2. 1. 1 Biographie
2. 1. 1. 1 Die Sprechmaschine
2. 1. 1. 2 Weitere Erfindungen
2. 2 Emil Berliner
2. 2. 1 Biographie I
2. 2. 1. 1 Was die Kritiker vom Grammophon hielten
2. 2. 2 Biographie II
2. 2. 2. 1 Zitat Emil Berliners
2. 2. 3 Nipper
2. 2. 4 Die Schallplatte
2. 2. 4. 1 Wegbereiter der Schallplatte
2. 2. 5 Erfindungen
2. 2. 5. 1 Das Mikrophon
2. 2. 5. 2 Der Flugmotor
2. 2. 6 Caruso
2. 2. 7 Die Aufnahme
2. 2. 8 Kunststoff
3 Die digitale Ära
3. 1 Aufbau der CD
3. 2 Funktionsweise der CD
3. 3 Der Erfolg
3. 4 Geschichte
3. 4. 1 Foto, Film und Kopie
4 Didaktische Vermittlungselemente des Geschichtsunterrichts
5 Lernpsychologische Aspekte des Geschichtsunterrichts
6 Allgemeine Strukturierung der Geschichtsstunde
6. 1 Einstieg
6. 2 Erarbeitung
6. 3 Phase der Problemauswertung
6. 4 Phase der Anwendung
7 Fachspezifische Arbeitsweisen im Geschichtsunterricht nach GEILING
8 Das Projekt
8. 1 Beachtenswerte Punkte zur Durchführung
8. 2 Vorschlag für projektorientiertes Lernen basierend auf dem Thema „Vom Phonograph zum CD-Player“.
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der Tonträgertechnik vom Phonographen bis zur Compact Disc aufzubereiten und didaktisch für den Einsatz im Geschichtsunterricht, insbesondere für Sonderschulen (ASO) oder Integrationsklassen, zu adaptieren.
- Historische Entwicklung der Schallaufzeichnung
- Biographische Einblicke in das Leben von Thomas Alva Edison und Emil Berliner
- Technische Funktionsweisen von analogen und digitalen Tonträgern
- Didaktische Konzepte für den geschichtsorientierten Unterricht
- Praktische Umsetzung eines Unterrichtsprojekts
Auszug aus dem Buch
2. 1. 1 Die Sprechmaschine
Am 29. November 1877 zeichnete Edison die erste Skizze einer Sprechmaschine, die er Phonograph nannte, in sein Notizbuch. Sein Chefmechaniker John Krüsi - übrigens ein gebürtiger Schweizer - baute nach diesem Entwurf ein Modell. Das Gerät erhielt einen 9 cm dicken Zylinder auf einer Schraubenspindel, die mit einer Handkurbel gedreht werden konnte. Auf den gegenüberliegenden Seiten des Zylinders befand sich auf verstellbarer Halterung je eine Membrane mit einem Stift in der Mitte. Edison rezitierte den Anfang des Kinderliedes Mary had a little lamb auf die eine Membrane. Nach dem Zurückdrehen der Spindel zum Anfangspunkt löste er den Stift der Membrane, die er gerade besprochen hatte, von der Walze. Sodann setzte er den Stift der anderen Membrane auf die Walze und begann die Walze in die gleiche Richtung, wie bei der Aufnahme zu drehen. Der Kinderreim wurde verständlich wiedergegeben!
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Beginn der Geschichte der konservierten Musik vor über einem Jahrhundert und die Bedeutung der Erfindungen von Edison und Berliner.
2 Große Erfinder: Widmet sich den Biographien und Erfindungen von Thomas Alva Edison und Emil Berliner, die den Grundstein für die moderne Schallaufzeichnung legten.
3 Die digitale Ära: Erläutert den Übergang von analogen Tonträgern zur Compact Disc (CD) sowie deren technischen Aufbau und Erfolgsgeschichte.
4 Didaktische Vermittlungselemente des Geschichtsunterrichts: Diskutiert pädagogische Ansätze, wie historische Inhalte durch Personifizierung und moralische Dilemmata vermittelt werden können.
5 Lernpsychologische Aspekte des Geschichtsunterrichts: Beleuchtet die kognitive Strukturierung des Unterrichts, um über Faktenwissen hinauszugehen und Zusammenhänge verständlich zu machen.
6 Allgemeine Strukturierung der Geschichtsstunde: Skizziert den methodischen Aufbau einer Unterrichtsstunde von der Hinführung bis zur Sicherung der Ergebnisse.
7 Fachspezifische Arbeitsweisen im Geschichtsunterricht nach GEILING: Stellt einen Katalog von Arbeitstechniken für den Geschichtsunterricht vor, wie etwa die Arbeit mit Quellen, Karten und Statistiken.
8 Das Projekt: Bietet konkrete Handlungsempfehlungen und einen Entwurfsplan für die Durchführung eines Unterrichtsprojekts zum Thema Tonträgergeschichte.
Schlüsselwörter
Phonograph, Grammophon, Schallplatte, CD-Player, Thomas Alva Edison, Emil Berliner, Tonträger, Musikgeschichte, Geschichtsunterricht, Didaktik, Projektunterricht, Audiotechnik, Schallaufzeichnung, Analogtechnik, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung von Tonaufzeichnungsgeräten, angefangen beim ersten Phonographen von Edison bis zur digitalen Compact Disc.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die Geschichte der Technik, biographische Porträts bedeutender Erfinder und pädagogische Ansätze zur Vermittlung dieser historischen Inhalte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine historische Aufarbeitung der Tonträger-Entwicklung, die spezifisch für den Geschichtsunterricht an ASO-Schulen oder in Integrationsklassen didaktisch nutzbar gemacht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer historischen Recherche und der Verknüpfung dieser Fakten mit geschichtsdidaktischen Lehrmethoden nach Geiling und Süssmuth.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich zur Technikgeschichte und einen praktischen Teil, der methodische Anleitungen für den Unterricht bietet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Phonograph, Grammophon, Schallplatte, CD, Edison, Berliner sowie spezifische didaktische Begriffe des Geschichtsunterrichts.
Welchen Einfluss hatte der "Schalltrichter" auf das Markenlogo "His Master's Voice"?
Der ursprüngliche Trichter im Bild wurde als zu düster empfunden, weshalb der Maler einen moderneren Trichter der Grammophon-Gesellschaft einfügte, was zur endgültigen Markenform führte.
Warum musste der Durchmesser der CD auf 12 cm festgelegt werden?
Aufgrund des Wunsches, die 9. Symphonie von Beethoven (ca. 72-74 Min.) in voller Länge auf einen Tonträger zu bannen, wurde die ursprüngliche Kapazität vergrößert, was eine Anpassung des Durchmessers erforderte.
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- Petra Becher (Author), 2003, Vom Phonograph zum CD-Player. Eine geschichtliche Aufbereitung für den Unterricht der ASO oder Integrationsklasse., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19821