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Utilitarismus - Ein Konzept für die Zukunft?

Titel: Utilitarismus - Ein Konzept für die Zukunft?

Seminararbeit , 2009 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eric Kresse (Autor:in)

Philosophie - Epochenübergreifende Abhandlungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen von Globalisierung und Kapitalismus geprägten westlichen Welt, deren stringente Entwicklung in gewisser Weise vorgezeichnet, deren Richtung jedoch noch nicht eindeutig erkennbar ist, wird die Besinnung auf grundlegende Werte fundamental. Doch eine pluralistische Gesellschaft bietet hierzu unzählige Ansätze. Ist eine Rückbesinnung auf biblische Gebote die zukunftsweisende Antwort – wäre dies überhaupt mit der Macht des Geldes vereinbar? Diese bewusste Umwertung der Werte scheint kaum realisierbar.

Diese Ausarbeitung soll sich einem der Aspekte, der Betrachtung des Prinzips der Nützlichkeit, annehmen und diesen zunächst entwicklungs-historisch und folgend bewertend auf die moderne Gesellschaft betrachten. Somit wird dieser Arbeit neben dem sachlichen „Lexikon der Ethik“ das Hauptwerk des Utilitaristen John Stuart Mill „Utilitarismus“ sowie das interpretationsarme Buch „Zur Geschichte und Struktur der utilitaristischen Ethik“ von Wolfgang R. Köhler als Basisliteratur nutzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Utilitarismus – eine erste definierende Betrachtung

2.1 Zur Entstehung des Utilitarismus

2.1.1 Jeremy Bentham

2.1.2 John Stuart Mill

2.1.3 Bentham und Mill im Vergleich

2.2 Eine utilitaristische Gesellschaft?

3. Utilitarismus – ein zukunftweisendes Konzept?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das utilitaristische Prinzip der Nützlichkeit unter entwicklungsgeschichtlichen Aspekten und analysiert dessen Anwendbarkeit auf die Herausforderungen der modernen, globalisierten Gesellschaft.

  • Historische Entwicklung und Grundgedanken des Utilitarismus
  • Vergleich der philosophischen Ansätze von Jeremy Bentham und John Stuart Mill
  • Die Rolle des Individuums und ethische Implikationen der Nutzenmaximierung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzbarkeit auf gesellschaftlicher Ebene

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Jeremy Bentham

„Jeder zählt als einer und keiner als mehr für einen“ – dieses Zitat Benthams verdeutlicht seine utilitaristischen Grundgedanken und soll fortführend als Richtschnur zu Darlegung seiner Philosophie dienen.

Der englische Philosoph und Jurist (1748-1832) vertrat zur Zeit der industriellen Revolution radikale Ansichten nach juristischen, sozialen und wirtschaftlichen Reformen. In Anbetracht dieser politischen Gedanken ist die enorme Bedeutung des Glücks nachzuvollziehen. Leid und Freude sieht er als naturgegebene Konstanten des Menschen an und nimmt diese als Maß, da sie - gleich welcher soziale Stand - für jeden Menschen gleichsam gewichten.

Hieran definiert Bentham nun das Prinzip der Nützlichkeit anhand eines von ihm aufgestellten hedonistischen Nutzenkalküls, in dem er alle erdenklichen Empfindungen von Freude und Leid nach Stärke und Dauer gegeneinander aufrechnet und eine Gesamtbilanz des menschlichen Glücks aufstellt. Demnach operationalisiert er Empfindungen, um sie rechnerisch gegeneinander aufwiegen zu können. Ferner setzt er persönliches und allgemeines Wohlergehen gleich und schließt daraus das fundamentale Prinzip des größtmöglichen Glücks für die größtmögliche Zahl. An dieser Stelle ist ein demokratischer Grundgedanke kaum abzuweisen und geht einher mit der menschlichen Sittlichkeit, resultierend aus einem bewussten menschlichen Streben nach Glück.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf grundlegende Werte in einer globalisierten Welt und definiert den Utilitarismus als Untersuchungsgegenstand.

2. Utilitarismus – eine erste definierende Betrachtung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Utilitarismus, insbesondere das Nützlichkeitsprinzip und die Abkehr von reiner Handlungsdeontologie.

2.1 Zur Entstehung des Utilitarismus: Hier werden die historischen Wurzeln und die philosophischen Strömungen des Utilitarismus beleuchtet.

2.1.1 Jeremy Bentham: Das Kapitel analysiert Benthams hedonistisches Nutzenkalkül und seinen Fokus auf das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl.

2.1.2 John Stuart Mill: Fokus auf Mills Weiterentwicklung des Utilitarismus durch die Betonung qualitativer Aspekte des Glücks und geistiger Bildung.

2.1.3 Bentham und Mill im Vergleich: Eine Gegenüberstellung beider Philosophen verdeutlicht die Unterschiede zwischen quantitativer Nutzenmaximierung und aufgeklärtem Humanismus.

2.2 Eine utilitaristische Gesellschaft?: Dieses Kapitel hinterfragt die praktische Anwendbarkeit utilitaristischer Ansätze auf moderne gesellschaftliche Probleme wie Wirtschaftskrisen und soziale Ungleichheit.

3. Utilitarismus – ein zukunftweisendes Konzept?: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass der Utilitarismus zwar kein universelles politisches System darstellt, jedoch als wertvolles individuelles Gedankenmuster fungieren kann.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Nützlichkeitsprinzip, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Ethik, Nutzenkalkül, Glücksmaximierung, Gemeininteresse, Hedonismus, Konsequenzenprinzip, soziale Gerechtigkeit, moderne Gesellschaft, ökonomische Ethik, Individualismus, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der utilitaristischen Ethik, deren historischer Entwicklung und der Frage, inwieweit das Prinzip der Nützlichkeit heute als Orientierungshilfe für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Handeln dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die klassische utilitaristische Philosophie, der Vergleich zwischen Bentham und Mill, die kritische Beleuchtung des Nutzenkalküls sowie die Analyse gesellschaftlicher Strukturen unter utilitaristischen Gesichtspunkten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob sich der Utilitarismus als allgemein gültiges Konzept auf die moderne, globalisierte Gesellschaft übertragen lässt oder ob er eher als individuelles ethisches Leitbild taugt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf Basis klassischer Werke wie Höffes "Lexikon der Ethik" und den Schriften von Bentham und Mill arbeitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die historische Herleitung der Lehre, die Differenzierung zwischen den Ansätzen von Bentham und Mill sowie eine kritische Evaluation der utilitaristischen Konzepte in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Nützlichkeitsprinzip, Nutzenkalkül, Glücksmaximierung, Bentham, Mill, Ethik und soziale Gerechtigkeit geprägt.

Warum hält der Autor den Utilitarismus für gesamtgesellschaftlich nicht durchführbar?

Der Autor argumentiert, dass eine Operationalisierung von Lust und Unlust in einer komplexen Gesellschaft unmöglich ist und die Anwendung utilitaristischer Prinzipien auf staatlicher Ebene zu einer gefährlichen, propagandistischen Gleichmacherei führen würde.

Was bedeutet das Zitat von Bentham "Jeder zählt als einer und keiner als mehr für einen"?

Dieses Zitat unterstreicht den demokratischen Kernansatz Benthams, dass bei der Berechnung des Gesamtnutzens jede Person gleich gewichtet werden muss, unabhängig von ihrem sozialen Status.

Welchen Stellenwert räumt John Stuart Mill der Bildung ein?

Mill sieht in der geistigen Bildung die Basis für ein erfülltes Leben und die wahre menschliche Würde, was sein Konzept vom rein quantitativen Lustgewinn Benthams unterscheidet.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Utilitarismus - Ein Konzept für die Zukunft?
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Theologie und Ethik)
Veranstaltung
Einführung Ethik
Note
1,0
Autor
Eric Kresse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
10
Katalognummer
V198236
ISBN (eBook)
9783656242727
ISBN (Buch)
9783656243908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Utilitarismus Bentham Smith Adam Smith
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Kresse (Autor:in), 2009, Utilitarismus - Ein Konzept für die Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198236
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Leseprobe aus  10  Seiten
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