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Kinder aus alkoholbelasteten Familien

Diskussion theoretischer Ansätze und empirischer Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt der Folgen für das Erwachsenenalter

Title: Kinder aus alkoholbelasteten Familien

Diploma Thesis , 2003 , 95 Pages , Grade: 1

Autor:in: Britta Böhnki (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich mit möglichen Auswirkungen der Alkoholabhängigkeit von Eltern auf deren Kinder. Sie bietet einen Einblick in denkbare Folgen der elterlichen Alkoholkrankheit und widmet sich insbesondere dem Erwachsenenleben der Kinder. Daraus resultierenden Lebensbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder werden näher erläutert und sowohl anhand empirischer Ergebnisse als auch theoretischer Ansätze betrachtet und kritisch bewertet. Ziel dieser Ausführungen ist es, das bisherige Wissen über diese Kinder zu erweitern, um speziell im Bereich der Sozialarbeit/Sozialpädagogik zum Gedankenaustausch anregen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Grundlegende Begriffsbestimmung

1.1 Allgemeine Definition von Sucht

1.2 Das Suchtmittel Alkohol

1.2.1 Alkoholmissbrauch (bzw. Schädlicher Gebrauch von Alkohol) und Alkoholabhängigkeit

1.2.2 Alkoholismus als Krankheit

1.2.2.1 Alkoholismus als Familienkrankheit

1.2.2.2 Co-Abhängigkeit

1.3 Alkoholismus als soziales Problem

1.3.1 Normalität und Abweichung

1.3.2 Die Doppelwertigkeit der Alkoholwirkung

1.3.3 Definitionsänderungen im Alkoholismusbegriff

1.4 Fazit

2 Kinder aus alkoholbelasteten Familien

2.1 Vorbemerkung

2.2 Die Lebensbedingungen der Kinder aus alkoholabhängigen Familien

2.2.1 Familiäre Atmosphäre

2.2.2 Mangelnde Interaktion

2.2.3 Elterliches Erziehungsverhalten

2.2.4 Familienstruktur, Rollendynamik und Co-Abhängigkeit

2.2.5 Die Bedeutung der Geschwisterkonstellation

2.2.6 Vorherrschende Regeln in einer Alkoholikerfamilie

2.3 Das Gefühlsleben und Verhalten mitbetroffener Kinder

2.4 Außergewöhnliche Belastungskriterien für die Kinder

2.5 Mögliche Entwicklungsstörungen der Kinder

2.6 Rollenverhalten der Kinder als Bewältigungsstrategie

2.7 Das kindliche Erleben von Normalität

2.8 Resümee

3 Folgen des Aufwachsens in der Alkoholfamilie auf das Leben des erwachsenen Kindes

3.1 Mögliche Auswirkungen des Aufwachsens in einer alkoholgeprägten Familie auf das eigene Erwachsenenleben

3.1.1 Untersuchung von Rüdiger-Rolf Salloch-Vogel

3.1.2 Untersuchung von Robert J. Ackermann

3.1.3 Resümee

3.2 Das Gefühlsleben der EKA

3.3 Persönlichkeits- und Rollenkonzepte für Erwachsene Kinder Alkoholkranker

3.3.1 Persönlichkeitskonzepte

3.3.2 Rollenkonzepte

3.3.3 Charakteristische Rollen von (erwachsenen) Kindern alkoholabhängiger Eltern und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Persönlichkeit

3.3.3.1 Der/Die Verantwortungsbewusste

3.3.3.2 Der/Die Fügsame

3.3.3.3 Der/Die Friedensstifter

3.3.3.4 Das ausagierende Kind

3.4 Transmission von Alkoholismus

3.4.1 Untersuchungen an Zwillingen

3.4.2 Adoptionsstudien

3.4.3 Frühkindliche Faktoren, Familientradition und Familienbedingungen als Risikofaktoren

3.4.4 Protektive Faktoren

3.4.5 Einstellungen zum Alkohol und Gebrauch von Alkohol seitens der EKA

3.4.6 Diskussion der beschriebenen Untersuchungsfelder

3.5 Partnerwahl erwachsener Kinder aus alkoholbelasteten Familien

3.6 Beziehungsmuster von EKA (Forschungsergebnisse von Eike Christiane Schumann)

3.6.1 Geschlechtsspezifische Interpretation der aufgestellten Beziehungsmuster

3.6.2 Schlussfolgerung

3.7 Die Erziehung eigener Kinder

3.8 Positive Entwicklungsmöglichkeiten der EKA

3.9 Diskussion

4 Abschlussbetrachtung

5 Ausblick

Zielsetzung und thematischer Fokus

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die langfristigen Auswirkungen, die das Aufwachsen in einer alkoholgeprägten Familie auf das Erwachsenenleben der betroffenen Kinder hat. Ziel ist es, den bisherigen Forschungsstand zu Lebensbedingungen, Rollenkonzepten und möglichen Entwicklungsstörungen kritisch zu diskutieren, um im Bereich der Sozialarbeit ein besseres Verständnis für diese Klientel zu fördern.

  • Phänomenologie von Sucht und Alkoholismus als Familienkrankheit
  • Lebensbedingungen und kindliche Bewältigungsstrategien in Alkoholikerfamilien
  • Langzeitfolgen wie Persönlichkeitsstrukturen und Beziehungsmuster im Erwachsenenalter
  • Transmission von Sucht über Generationen sowie protektive Faktoren

Auszug aus dem Buch

Die Lebensbedingungen der Kinder aus alkoholabhängigen Familien

Bevor auf einzelne Familienmerkmale von suchtgeprägten Familien eingegangen wird, soll an dieser Stelle ein grober Überblick über die Lebenssituation der Kinder gegeben werden.

Das Erleben der Kinder alkoholabhängiger Eltern(teile) wird hauptsächlich von einer unsicheren und ungeordneten Familienatmosphäre beherrscht, welche sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

- Angst, Angespanntheit, Unruhe, Mangel an Beständigkeit;

- Unsicherheit, Täuschungen, Enttäuschungen;

- bedrohliche Unordnung, häufig durch die Familienangehörigen verdeckt;

- Auseinandersetzungen zwischen den Eltern, die Trennungsängste bei den Kindern hervorrufen und sie in Loyalitätskonflikte bringen;

- Fehlende oder sehr eingeschränkte Kommunikation, bei der das Alkoholproblem abgestritten wird (Vgl. Baumeister/Riedesser In: Krausz/Hassen 1996, S. 64).

Bei den Kindern entsteht eine Ambivalenz, da sie sich in hohem Ausmaß zwischen den Eltern befinden. Zum einen möchten sie den abhängigen Elternteil unterstützen, zum anderen muss dem co-abhängigen Part beigestanden werden. So führen die Kinder oftmals Vermittlungstätigkeiten durch.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas, da die Auswirkungen elterlicher Sucht auf Kinder und deren späteres Erwachsenenleben in der Literatur bisher kaum hinreichend gewürdigt wurden.

1 Grundlegende Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel definiert Sucht und Alkoholismus aus medizinischer und soziologischer Sicht und beleuchtet die Dynamik der Familienkrankheit sowie das Konzept der Co-Abhängigkeit.

2 Kinder aus alkoholbelasteten Familien: Hier werden die prekären Lebensbedingungen, die familiäre Atmosphäre, das kindliche Gefühlsleben sowie spezifische Rollenmuster als Bewältigungsstrategien detailliert dargelegt.

3 Folgen des Aufwachsens in der Alkoholfamilie auf das Leben des erwachsenen Kindes: Der Hauptteil untersucht auf Basis theoretischer Ansätze und empirischer Studien die langfristigen Auswirkungen, wie Beziehungsmuster, Partnerwahl und die Frage der Transmission von Alkoholismus.

4 Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Kinder aus suchtkranken Familien nicht nur defizitorientiert zu betrachten, sondern auch deren Resilienz und Bewältigungspotenziale zu erkennen.

5 Ausblick: Der Ausblick fordert eine stärkere pädagogische Auseinandersetzung und die Entwicklung spezifischer Hilfsangebote für diese Zielgruppe, die über eine bloße Stigmatisierung hinausgehen.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Familienkrankheit, Erwachsene Kinder von Alkoholikern, EKA, Sucht, Sozialpädagogik, Transmission, Resilienz, Rollenverhalten, Familienatmosphäre, Entwicklungsstörungen, Partnerwahl, Prävention, Lebensbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der elterlichen Alkoholabhängigkeit auf die Kinder und deren Entwicklung sowie deren späteres Leben im Erwachsenenalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Bestimmung von Sucht, die Analyse familiärer Dynamiken in Suchtfamilien, die Rolle der Kinder als Bewältigungsstrategie und die langfristigen Folgen für deren Persönlichkeit und Beziehungsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Wissen über Kinder aus alkoholbelasteten Familien zu erweitern, um in der Sozialarbeit eine empathische und fachlich fundierte Beratung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Diskussion existierender theoretischer Ansätze und empirischer Forschungsarbeiten aus dem psychologischen und klinischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Folgen des Aufwachsens in Suchtfamilien für das Erwachsenenalter, inklusive Persönlichkeitskonzepten, Beziehungsmustern und der Frage der Suchttransmission.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Typische Schlüsselwörter sind Alkoholabhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Familienkrankheit, EKA, Sozialpädagogik und Transmission.

Welche Rolle spielen die Geschwisterkonstellationen bei der Bewältigung?

Die Autorin verdeutlicht, dass die Geburtenreihenfolge oft spezifische Rollen wie den "Helden", den "Sündenbock" oder das "Maskottchen" bedingt, die als Überlebensstrategien im familiären System fungieren.

Warum werden Kinder aus Suchtfamilien von der Forschung oft übersehen?

Oftmals liegt dies an einer gesellschaftlichen Stigmatisierung und der Tendenz der Kinder, durch "Funktionieren" unsichtbar zu bleiben, um das Familiengeheimnis zu wahren.

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Details

Title
Kinder aus alkoholbelasteten Familien
Subtitle
Diskussion theoretischer Ansätze und empirischer Ergebnisse unter dem Gesichtspunkt der Folgen für das Erwachsenenalter
College
University of Applied Sciences Mittweida  (Soziale Arbeit)
Grade
1
Author
Britta Böhnki (Author)
Publication Year
2003
Pages
95
Catalog Number
V19827
ISBN (eBook)
9783638238687
ISBN (Book)
9783638700580
Language
German
Tags
Kinder Familien Diskussion Ansätze Ergebnisse Gesichtspunkt Folgen Erwachsenenalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Böhnki (Author), 2003, Kinder aus alkoholbelasteten Familien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19827
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