Das Exposé im Fremdsprachenunterricht


Forschungsarbeit, 2012

11 Seiten


Leseprobe

Abstract

Gegenstand dieser Arbeit ist die Textsorte Exposé im Fremdsprachenunterricht. Anliegen dieser Arbeit ist es, die Schreibkompetenz der Studenten beim Verfassen vom Exposé zu erfassen. Für diesen Zweck wurde eine schriftliche Befragung durchgeführt, um die Einstellung der Studierenden über diese Textsorte zu erfassen.

Zum Exposé

Das Exposé zielt vorrangig darauf ab, ein Arbeitsvorhaben klarzumachen und wie es durchgeführt wird. So Franck, A. u.a.[1] (2007, 147) Es kann weiterhin andere Ziele verfolgen wie z.B. das Aufzeigen, wie die geplante Arbeit wichtig und interessant sei. Somit gilt es eine Art Arbeitsplan. Das Exposé stellt die erste Inhaltsplanung und somit ein wichtiger Schritt bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit. In einem Expose wird der Aufbau der Arbeit vorgestellt. Nennenswert sei auch an dieser Stelle, dass es bei umfangreichen Arbeiten wie z.B. Doktorarbeiten vonnöten ist, um sich einen Überblick über die geplante Arbeit zu verschaffen.

Alemann, U.[2] (2006, S. 67) weist darauf hin, dass das Schreiben eines guten Exposés viele Zeit in Anspruch nimmt und zwar mehrere Tage. In diesem Sinne definiert Krechel, U.[3] (2003, 71) das Exposé als eine „gehärtete Außenabsicht eines noch im Fluss befindlichen Schreibprodukts“. Laut Schwarzer, G.[4] (2001, 144) gilt das Exposé als ein Bauplan für die geplante Forschungsarbeit. Ein Exposé muss nach Franck, A. u . a (2007, S.147). folgende Elemente beinhalten:

Ersteres muss das Thema der geplanten Arbeit benannt werden. Sodann steht die Fragestellung, die man behandeln möchte. Nachfolgend steht die Zielsetzung des Arbeitsvorhabens sowie welche Ergebnisse zu erwarten sind. Anschließend findet sich die Methode. Die Methoden sollen ferner erläutert und begründet. Als Nächstes ist der Forschungsstand zu erwähnen. Dazu wird das Material angeführt, das man verwendet. Darüber hinaus kann ein Exposé mit einem Zeitplan ausgestattet werden.

Ein Exposé kann weitere Punkte enthalten, wie die wissenschaftliche oder gesellschaftliche Relevanz der Forschungsarbeit. Darüber hinaus können die Vorarbeiten und Erfahrungen, die man an diesem Projekt heranbringt, erwähnt werden. Außerdem wird ein Plan über die Kosten thematisiert, wie z.B. Reisekosten für die Beschaffung von Literatur. So Franck, A. u . a (2007, S.147). Dem Exposé sei am Anfang eine kurze Zusammenfassung vorangestellt. Am Ende sollte ein Literaturverzeichnis stehen.

Das Exposé dient laut Franck, A. u . a (2007,147) zwei Zwecken. Erstens zielt das Exposé darauf ab, inhaltliche Fragen mit dem Betreuer über eine Forschungsarbeit zu klären.

Das Exposé für den Betreuer

Erstens wird gezeigt, ob das Vorhaben realisierbar ist. Zweitens wird dargelegt, inwiefern das Thema eingegrenzt wird. Drittens wird gezeigt, ob man die Fragestellung bzw. Arbeitshypothese erkennen kann, d.h. ob sie klar aufgestellt sind. Dann beschäftigt man sich damit, ob es machbar ist, die Fragestellung mit der erwähnten Literaturquellen und mit den angeführten Materialien zu bearbeiten. Abschließend befasst sich man damit, der Frage nachzugehen, ob die gewählte Literatur auszuwerten und dabei zeigt man, ob es zu viel oder zu wenig Literatur herangezogen wurde. So Franck, A. u . a (2007, S.147ff.).

Das Exposé in einem Projekt- und Stipendienantrag

Dabei geht es laut Franck, A. u . a (2007, S.147ff.) nicht nur um Inhalte zu klären, sondern andere zu überzeugen. Man muss zeigen, warum die Forschungsarbeit finanziell unterstützt werden sollte. In diesem Sinne sollte man offenbaren, dass man das Thema gut beherrscht und dass die Durchführung des Themas realisierbar sei. Außerdem sollte man adressatorientiert sein Forschungsvorhaben formulieren. In diesem Sinne orientiert sich das Exposé an der jeweiligen Ausschreibung oder an dem Profil der Einrichtung. In diesem Zusammenhang sollte man die Förderkriterien einer Organisation zur Beurteilung des Projektes kennen. Außerdem sollte man mit den Vorgaben zur Form des Antragstextes vertraut machen, wie z.B. Länge, Gliederung, Art, wie man zitiert usw.

Die Anforderungen für ein Exposé sollte man nicht außer Acht lassen. Ein Antragsexposé sollte folgende Qualitätsmerkmale aufweisen:

- Das Projekt orientiert sich an der Ausschreibung bzw. den Förderprogramm.
- Das Exposé bezieht sich auf die Terminologie der Ausschreibung bzw. den Förderprogramm
- Man soll zeigen, dass Projekt in der geplanten Zeit realisierbar sei.
- Der Zusammenhang der Fragestellung und Ziel des Projekts mit der aktuellen Forschung.
- Die Methoden sollten mit der Fragestellung entsprechen
- Fachspezifische Kompetenzen des Autors werden angeführt, wie z.B. die Publikationen. So Franck, A. u . a (2007, S.147ff.).

Das Exposé gibt in Anlehnung an Esselborn-Krumbiegel, H.[5] (2008, S.99) Informationen über ein geplantes Arbeitsprojekt. Ziel des Exposés ist es, einen Betreuer von einer Forschungsarbeit, wie Studienabschlussarbeit oder Dissertation zu überzeugen. Exposé hat weiterhin zum Ziel, ein Stipendium zu erhalten. Ein Exposé laut Esselborn-Krumbiegel, H. (2008, S.99) enthält folgende Komponenten

- Die Forschungsfrage
- Forschungsstand
- Vorgehensweise
- Vorläufiger Aufbau
- Vorläufige Hypothesen und offene Fragen

Ein Exposé für einen Stipendienantrag beinhaltet dazu

- Relevanz des Themas
- Eigene Vorleistung
- Vorläufige erwartete Ergebnisse
- Zeit und Arbeitsplan

Laut Bünting, K.D[6]. u.a. (2008, 41) enthält das Exposé folgende Bestandteile

- Das Thema, d.h. was behandelt wird
- Fragestellung, d.h. die Perspektive, aus der es betrachtet wird
- Zielsetzung, d.h. was der Text erreichen soll
- Methode
- Umfang und Zugänglichkeit der Quellen
- Die geplanten Arbeitsschritte

Zudem kann ein Exposé einen Zeitplan und ein vorläufiges Literaturverzeichnis umfassen. Bünting, K.D. (2008, 41) führt weiterhin aus, dass das Exposé nicht als ein endgültiger Plan gilt.

Bei Franck[7], N. (2007, S. 76) finden sich die Überlegungen, dass das Exposé viele Arten hat. Sie sind unterschiedlich aufgebaut und hängen mit dem Kontext und mit dem Adressaten zusammen. In diesem Sinne finden sich folgende Arten: das knappe Exposé für eine Hausarbeit, das ausführliche Exposé für eine Abschlussarbeit oder Dissertation, das umfangreiche Exposé für einen Stipendien- oder Projektantrag.

Ein Exposé für eine Hausarbeit enthält laut Franck, N. (2007, S. 80) weniger als zwei Seiten und es beinhaltet folgende Elemente:

- Den Arbeitstitel des Schreibprojekts mit der Fragestellung
- Die vorläufige Gliederung der Arbeit
- Eine vorläufige Einleitung, die folgende Bestandteile umfasst:
- Die Problemstellung
- Die Fragestellung
- Das Ziel der Arbeit
- Der Aufbau der Arbeit
- Die Quellen

In diesem Sinne führt Franck N. (2007, S. 76ff) aus, dass ein Exposé für eine Abschlussarbeit oder Dissertation fünf bis zwanzig oder mehr enthält und es beinhaltet folgende Elemente:

- Die Problemstellung des Schreibprojekts
- Den aktuellen Forschungsstand zum Thema
- Die Fragestellung
- Das Erkenntnisinteresse des Verfassers
- Das Ziel und Arbeitshypothese
- Die Theorie, auf die Bezug genommen werden soll
- Die Methode, nach der verfahren werden soll
- Die Quellen bzw. das Material, die benutzt werden soll
- Die vorläufige Gliederung
- Den Zeitplan bis zum Abgabetermin

Exposé über Forschungsanträge Franck Norbert (2007, S. 80) enthält weiterhin einen Überblick über die Mittel, die man benötigt, wie Sach, -Reise und Personalkosten.

In Anlehnung an Kruse,[8] O. (2007, 187) gilt das Exposé als ein vorläufiger Text oder ein Zwischenschritt in einem Schreibprojekt. Es fungiert als ein Plan für weitere Arbeitsschritte.

Laut Kruse (2007, 135) enthält das Exposé Folgendes:

- Das Problem
- Forschungsstand
- Wissenslücke
- Erkenntnisinteresse, d.h. die Motivation, Relevanz des Themas: Warum sollte die Wissenslücke geschlossen werden
- Fragestellung
- Zielsetzung
- Eigene theoretische Position, d.h. auf der Basis welcher Theorie will man die Fragestellung bearbeiten
- Methodisches Vorgehen
- Vorarbeiten
- Quellenlage
- Umfang der Material- oder Literaturrecherchen
- Vorläufige Gliederung
- Zeitplan
- Benötigte Mittel, wie z.B. materielle Ressourcen

[...]


[1] Frank, Andrea, u.a. , Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. Verlag J.B. Metzler. Stuttgart und Weimar. 2007

[2] Alemann, Ulrich von (2006, S. 67) „Exposé . ´ja mach nur einen Plan`…“ In: Koepernick, Claudia/ Moes, Johannes/Tiefel, Sandra (Hg.): GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive. Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen. Bielefeld. W. Bertelsmann Verlag. S. 64-76

[3] Krechel, Ursula (2003, 71). In Zukunft schreiben. Handbuch für alle, die schreiben wollen. Salzburg/Wien: Jung und Jung

[4] Schwarzer, Gudrun (2001): Forschungsanträge verfassen. Ein praktischer Ratgeber für Sozialwissenschaftler/-innen. In : Zeitschrift für Internationale Beziehungen 8. Jg., Heft 1, S. 141-156

[5] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008) Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage2008. Erste Auflage 2002. Padernborn. Schöningh UTB

[6] Bünting, K-D, (2008) u.a. Schreiben im Studium: mit Erfolg Ein Leitfaden. Cornelsen Scriptor. Berlin.. Siebte Auflage

[7] Franck, Norbert (2007, S. 76) Handbuch wissenschaftliches Arbeiten. 2. Auflage. Frankfurt am Main

[8] Kruse, Otto (2007) Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Campus Concept. Frankfurt am Main, New York

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Details

Titel
Das Exposé im Fremdsprachenunterricht
Hochschule
University of Oran  (fremdsprachen)
Autor
Jahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V198517
ISBN (eBook)
9783656247739
ISBN (Buch)
9783656248651
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
exposé, fremdsprachenunterricht
Arbeit zitieren
Mohamed Chaabani (Autor), 2012, Das Exposé im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198517

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