Ich habe mir für meine schriftliche Kurzdarstellung im Rahmen meiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger das Thema Patientenverfügung ausgesucht, weil ich finde, dass es sehr wichtig ist im Sinne des Patienten zu handeln und dessen Wünsche zu berücksichtigen, auch wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist sich zu äußern oder sein Selbstbestimmungsrecht in Gesundheitsangelegenheiten ausüben zu können.
Außerdem finde ich, dass die meisten Leute viel zu wenig über das Thema Patientenverfügung aufgeklärt sind und möchte daher den Lesern dieser Arbeit das Thema etwas näher bringen und aufzeigen wie wichtig es sein kann eine Patientenverfügung zu haben.
Wichtige Fragestellungen dabei sind, welche rechtlichen Grundlagen gibt es zum Thema Patientenverfügung, was muss man berücksichtigen und welche Auswirkung hat eine Patientenverfügung im Bezug auf die Pflege und medizinische Versorgung.
In der modernen Medizin gibt es immer bessere Verfahren das Leben zu Verlängern, manchmal jedoch mit der Konsequenz, dass die lebensverlängernden Maßnahmen zwar die Herztätigkeit wieder anregen, während die Gehirntätigkeit meist aber nicht wieder hergestellt werden kann.
Dabei stellt sich sie Frage, in welcher Form ein Mensch in dieser Situation Einfluss auf die medizinischen und pflegerischen Maßnahmen nehmen kann und ob es aus ethischer Sicht akzeptierbar ist, dass Menschen selber entscheiden können wann der Tod eintritt. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Patientenverfügung
2.1 Was ist eine Patientenverfügung?
2.2 Welche rechtlichen Grundlagen gibt es zum Thema Patientenverfügung und was beinhalten diese?
2.3 Was muss man beim Verfassen einer Patientenverfügung berücksichtigen?
3. Was ist eine Vorsorgevollmacht?
4. Welche Auswirkungen kann eine Patientenverfügung haben?
4.1 Auswirkungen für den Verfasser:
4.1.1 Der entscheidungsfähige Patient :
4.1.2 Der nichtentscheidungsfähige Patient
4.2 Auswirkung für Ärzte und Pflegekräfte:
5. Ist es in Anbetracht von ethischen Grundlagen vereinbar eine Patientenverfügung zu erstellen und somit Einfluss auf den eigenen Sterbeprozess zu nehmen.
6. Zusammenfassung/ Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, über die Bedeutung und rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen aufzuklären, um das Selbstbestimmungsrecht von Patienten in medizinischen Notfällen zu stärken und aufzuzeigen, wie Wünsche zur medizinischen Versorgung professionell dokumentiert werden können.
- Grundlagen und Definition der Patientenverfügung
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Gültigkeit
- Kombination mit einer Vorsorgevollmacht
- Auswirkungen auf Patienten, Ärzte und Pflegepersonal
- Ethische Aspekte der Einflussnahme auf den Sterbeprozess
Auszug aus dem Buch
2.1 Was ist eine Patientenverfügung?
Eine Patientenverfügung ist eine vorsorgliche Willenserklärung. Sie wird wirksam, wenn der betroffene Mensch nicht mehr in der Lage ist, seine notwendige Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlungsmaßnahme mitzuteilen. Eine Patientenverfügung enthält individuelle Wünsche, Wertvorstellungen und Bestimmungen zu Behandlungsmaßnahmen. Behandlungsmaßnahmen können in konkreten medizinischen Situationen eingefordert, eingeschränkt oder völlig abgelehnt werden.
Eine Patientenverfügung muss schriftlich sein, das ist mit Inkrafttreten des Patientenverfügungsgesetzes am 1. September 2009 im Betreuungsrecht verankert worden.
Eine Patientenverfügung ist verbindlich zu befolgen. Aber nur dann, wenn die PV sich konkret auf die dann eingetretenen Umstände beziehen lässt oder absolut geltende Anweisungen enthält.
Eine Patientenverfügung wird häufig in Kombination mit einer Vorsorgevollmacht (siehe S.6) erstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Wahl des Themas aus pflegefachlicher Sicht und stellt die zentrale Frage nach der ethischen Akzeptanz der Patientenautonomie am Lebensende.
2. Patientenverfügung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und formalen Grundlagen, die eine Patientenverfügung verbindlich machen.
3. Was ist eine Vorsorgevollmacht?: Es wird erklärt, warum eine Vollmacht notwendig ist, um den schriftlich niedergelegten Willen durch eine Vertrauensperson rechtssicher vertreten zu lassen.
4. Welche Auswirkungen kann eine Patientenverfügung haben?: Das Kapitel differenziert zwischen den Auswirkungen auf entscheidungsfähige und nicht entscheidungsfähige Patienten sowie der rechtlichen Bindungswirkung für medizinisches Personal.
5. Ist es in Anbetracht von ethischen Grundlagen vereinbar eine Patientenverfügung zu erstellen und somit Einfluss auf den eigenen Sterbeprozess zu nehmen.: Hier wird die Vereinbarkeit der Verfügung mit dem pflegerischen Ethikkodex und dem Respekt vor der Menschenwürde diskutiert.
6. Zusammenfassung/ Schlussfolgerung: Das Fazit unterstreicht die Wichtigkeit einer frühzeitigen und individuellen Auseinandersetzung mit der Patientenverfügung unabhängig vom Alter oder Gesundheitszustand.
Schlüsselwörter
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Selbstbestimmungsrecht, Sterbeprozess, medizinische Behandlung, Betreuungsrecht, Ethikkodex, Patientenwille, Pflege, Lebensverlängerung, Sterbehilfe, Notfallversorgung, Patientenrechte, Willenserklärung, Pflegeethik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Anliegen dieser Arbeit?
Die Arbeit soll aufzeigen, wie wichtig Patientenverfügungen für das Wahrung des Selbstbestimmungsrechts in Situationen sind, in denen Patienten ihren Willen nicht mehr selbst äußern können.
Welche Themenfelder werden primär abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die rechtliche Definition der Patientenverfügung, die notwendige Kombination mit einer Vorsorgevollmacht sowie die ethischen und praktischen Auswirkungen auf Ärzte und Pflegende.
Welche Forschungsfrage steht im Zentrum?
Es wird untersucht, welche rechtlichen Grundlagen gelten, was bei der Erstellung zu berücksichtigen ist und wie sich eine Patientenverfügung auf die medizinische und pflegerische Versorgung auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine juristische und ethische Informationsanalyse aktueller Gesetzeslagen (Betreuungsrecht) und berufsständischer Richtlinien (ICN-Ethikkodex).
Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Definition der Verfügung, die Unterschiede zwischen entscheidungsfähigen und nicht entscheidungsfähigen Patienten sowie die ethische Einordnung der Einflussnahme auf den Sterbeprozess.
Welche zentralen Schlüsselwörter definieren den Text?
Zentrale Begriffe sind Patientenverfügung, Selbstbestimmungsrecht, Vorsorgevollmacht und Pflegeethik.
Warum ist eine Vorsorgevollmacht laut dem Autor so essenziell?
Ohne eine Vorsorgevollmacht fehlt oft die rechtliche Handhabe, den Willen des Patienten durch eine vertraute Person durchzusetzen, was im Notfall zu gerichtlichen Betreuungsanordnungen führen kann.
Wie sieht der Autor die Rolle von Ärzten und Pflegepersonal im Umgang mit Patientenverfügungen?
Das Personal ist gesetzlich verpflichtet, den festgelegten oder mutmaßlichen Willen zu beachten; dies kann zu Gewissenskonflikten führen, wenn medizinische Maßnahmen gegen den Wunsch des Patienten abgelehnt werden müssen.
- Quote paper
- Peter Fehst (Author), 2008, Schriftliche Kurzdarstellung zum Thema "Patientenverfügung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198865