1. Einleitung
Dem wohl nach 1470 entstandenen, zuerst 1509 in Augsburg gedruckten Prosaroman „Fortunatus“ gilt der Forschung als „erster deutscher Originalroman“ 1, dessen Popularität sich nicht allein in zahlreichen Nachdrucken dokumentiert, sondern vor allem aich in einer Vielzahl von Übersetzungen, die im 16. und 17 Jahrhundert angefertigt sind, zeigt.
Im Roman herrschen zwar Motivkomplexe, die untersucht werden können, wie die Herkunft der Märchenmotive, die Fortunatus – Thematik, die These vom Glücksrad oder die Bedeutung christliche Motive, welche uns in dieser Arbeit weniger interessieren, jedoch dominiert eher die
Figurenkonsturktion der beiden Haupthandlungstäter, Fortunatus und Andolosia.
Die Situierung des Erzählten Geschehens spricht verschiedene Schichten an. Es setzt sich aus Adel, Stadtpatriziat und situiertem Bürgertum zusammen.
Der Sozialgeschichte muss allerdings – wenn auch im begrenztem Rahmen - gewisse Zuwendung zukommen. Die beiden Handlungsträger Fortunatus und Andolosia bringen bezüglich ihres Umfelds konträre Verhaltensweisen vor.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Figurenvergleich Fortunatus - Andolosia
- Die Aufbruchsmotivation - Beginn der Reisen
- Aufbruch Fortunati
- Vater Sohn – Konflikte
- Aufbruch Andolosia
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Roman „Fortunatus“ mit Fokus auf die Figuren Fortunatus und Andolosia. Sie analysiert deren unterschiedliche Aufbruchsmotivationen, Handlungsweisen und Konflikte mit ihren Vätern. Die Arbeit zielt darauf ab, die kontrastierenden Charaktere und ihre Positionierung innerhalb der gesellschaftlichen Strukturen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit zu beleuchten.
- Kontrastierende Figurenkonzeptionen von Fortunatus und Andolosia
- Untersuchung der Aufbruchsmotive und der sozialen Hintergründe der beiden Helden
- Analyse der Vater-Sohn-Beziehungen und der Konflikte zwischen den Generationen
- Die Bedeutung der gesellschaftlichen Strukturen und der sozialen Mobilität im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit
- Die Rolle von Glück und materiellen Besitz in der Lebensgestaltung der Figuren
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung bietet einen Überblick über den historischen und literarischen Kontext des Romans „Fortunatus“. Sie hebt die Bedeutung der Figurenkonstruktion und die gesellschaftlichen Strukturen des Romans hervor.
Das Kapitel „Figurenvergleich Fortunatus - Andolosia“ analysiert die unterschiedlichen Charakterzüge der beiden Protagonisten. Es wird die Aufbruchsmotivation beider Helden, sowie ihre soziale Herkunft und ihre Beziehungen zu ihren Vätern untersucht.
Schlüsselwörter
Roman, "Fortunatus", Figurenvergleich, Fortunatus, Andolosia, Aufbruchsmotivation, Vater-Sohn-Konflikt, Spätmittelalter, Frühe Neuzeit, Gesellschaftliche Strukturen, Soziale Mobilität, Glück, Materieller Besitz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Prosaroman „Fortunatus“?
„Fortunatus“ gilt als der erste deutsche Originalroman (gedruckt 1509). Er thematisiert den Aufstieg und die Reisen der Hauptfiguren Fortunatus und seines Sohnes Andolosia sowie den Umgang mit Glück und materiellem Besitz.
Wer sind die zentralen Figuren der Untersuchung?
Die Arbeit konzentriert sich auf den Vergleich der Figuren Fortunatus (der Vater) und Andolosia (der Sohn) und deren unterschiedliche Verhaltensweisen.
Welche Rolle spielt der Vater-Sohn-Konflikt in dem Werk?
Die Arbeit analysiert die gegensätzlichen Aufbruchsmotivationen der beiden Generationen und wie sie sich in ihren Handlungen und sozialen Hintergründen unterscheiden.
Welche gesellschaftlichen Schichten werden im Roman angesprochen?
Das Geschehen spiegelt die Strukturen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit wider, insbesondere den Adel, das Stadtpatriziat und das Bürgertum.
Was ist das Ziel des Figurenvergleichs zwischen Fortunatus und Andolosia?
Ziel ist es, die kontrastierenden Charakterkonzeptionen und deren Positionierung innerhalb der sozialen Mobilität und der Lebensgestaltung zu beleuchten.
- Arbeit zitieren
- Mina Elgun (Autor:in), 2009, Fortunatus und Andolosia: Gegensatz zwischen Vater und Sohn – Aufbruch in die Welt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198867