Ob sie möchten oder nicht, Verwalter sind für viele Lebensbereiche ihrer Kunden wichtig. Neben der eigentlichen Tätigkeit - die Verwaltung der Objekte -, fungieren Verwalter z.B. als `Eheberater´, `Jugendbetreuer´, `Altenbetreuer´, `Kindergärtner´ und als Konfliktlöser. Verwalter sollten die Fähigkeit besitzen, in ihren zu betreuenden Objekten, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und sie schnell und effizient zu lösen. Burghard Schneider und Rudolf Ridinger führen im Editorial des VerbandsMagazin Mai 2009 VdW Rheinland Westfalen,VdW südwest und VdW saar aus, dass die Anforderungen an die beruflichen Qualifikationen der Verwalter in starkem Maß zunehmen. Die Entwicklungen bei den technischen Anforderungen an die Gebäude und der Anstieg der Herausforderungen beim Mietmanagement tragen dazu bei.Auch die professionelle Konfliktbearbeitung ist eine berufliche Qualifikation, die immer mehr den Verwaltern abverlangt wird. Unternehmen fordern vermehrt diese Qualifikation, aber nicht immer sind sie sich darüber im klaren, dass Konfliktlösung Arbeitszeit kostet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konflikte
2.1 Begriff Konflikt
2.2 Konfliktarten
2.3 Präsenz von Konflikten in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung
2.3.1 Konflikte in der Wohnungseigentumsverwaltung
2.3.2 Konflikte in der Mietverwaltung
2.3.3 Konflikte im Unternehmen der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung
2.4 Konfliktauswirkungen in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung
2.4.1 Konfliktauswirkungen in der Wohnungseigentumsverwaltung
2.4.2 Konfliktauswirkungen in der Mietverwaltung
2.4.3 Konfliktauswirkungen im Unternehmen der Wohnungseigentumsverwaltung
3. Mediation
3.1 Begriff Mediation
3.2 Mediationsmodelle
3.3 Einsatzmöglichkeiten der Mediation in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung
4. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konfliktpotential in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung sowie die Eignung mediativer Ansätze, um diese Konflikte effizient zu lösen, zu minimieren oder präventiv zu vermeiden.
- Analyse der Konfliktentstehung und -arten in Immobilienverwaltungen
- Darstellung der ökonomischen und sozialen Auswirkungen eskalierender Konflikte
- Untersuchung von Mediationsmodellen und deren Anwendbarkeit im Arbeitsalltag
- Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für Verwalter zur professionellen Konfliktbewältigung
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
So oder ähnlich formuliert lauten Stellenausschreibungen für Miet- und Wohnungseigentumsverwalter. Verwalter haben nach Auffassung der Verfasserin einen der interessantesten und abwechslungsreichsten Berufe. Tagtäglich muss zu rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und technischen Angelegenheiten, qualifiziert Stellung genommen werden. Hinzu kommen soziale Aufgaben, die Verwalter zu leisten haben. Ob sie möchten oder nicht, Verwalter sind für viele Lebensbereiche ihrer Kunden wichtig. Neben der eigentlichen Tätigkeit - die Verwaltung der Objekte -, fungieren Verwalter z.B. als `Eheberater´, `Jugendbetreuer´, `Altenbetreuer´, `Kindergärtner´ und als Konfliktlöser. Verwalter sollten die Fähigkeit besitzen, in ihren zu betreuenden Objekten, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und sie schnell und effizient zu lösen. Burghard Schneider und Rudolf Ridinger führen im Editorial des VerbandsMagazin Mai 2009 VdW Rheinland Westfalen,VdW südwest und VdW saar aus, dass die Anforderungen an die beruflichen Qualifikationen der Verwalter in starkem Maß zunehmen. Die Entwicklungen bei den technischen Anforderungen an die Gebäude und der Anstieg der Herausforderungen beim Mietmanagement tragen dazu bei. Auch die professionelle Konfliktbearbeitung ist eine berufliche Qualifikation, die immer mehr den Verwaltern abverlangt wird. Unternehmen fordern vermehrt diese Qualifikation, aber nicht immer sind sie sich darüber im klaren, dass Konfliktlösung Arbeitszeit kostet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das vielschichtige Anforderungsprofil von Immobilienverwaltern und identifiziert die professionelle Konfliktbewältigung als zunehmend zentrale berufliche Qualifikation.
2. Konflikte: Dieses Kapitel definiert den Konfliktbegriff und klassifiziert verschiedene Konfliktarten, wobei die spezifische Präsenz und die Auswirkungen von Konflikten in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung detailliert analysiert werden.
3. Mediation: Hier werden der Begriff der Mediation und verschiedene Mediationsmodelle erläutert sowie Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Verfahren in der Immobilienverwaltung zur Konfliktlösung eingesetzt werden können.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass mediativ kompetente Verwalter durch eine frühzeitige Konflikterkennung und -lösung zur Reduzierung von Konfliktkosten und zur Verbesserung des Arbeitsklimas beitragen können.
Schlüsselwörter
Mediation, Konfliktmanagement, Wohnungseigentumsverwaltung, Mietverwaltung, Immobilienwirtschaft, Konfliktarten, Eskalationsstufen, Konfliktkosten, Interessenbasiertes Verhandeln, Kommunikation, Wirtschaftsmediation, Verwalterkompetenz, Konfliktprävention, Einvernehmliche Lösung, Mediationsmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Konfliktlandschaft in der professionellen Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung und prüft den Nutzen mediativer Methoden zur Bewältigung dieser alltäglichen Herausforderungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Konfliktbegriffs, die spezifische Eskalationsdynamik in der Immobilienverwaltung sowie die praktische Anwendung von Mediationskonzepten durch den Verwalter.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass ein Verwalter mit Mediationskompetenz Konflikte effizienter handhaben kann, um so Kosten zu senken und die Zufriedenheit aller Beteiligten zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine konflikttheoretische Fundierung, verknüpft mit praktischen Fallbeispielen, Tabellen zur Konflikterfassung und der Analyse verschiedener Mediationsmodelle.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die Klassifizierung von Konflikten, die Analyse ihrer Auswirkung auf die Verwaltungspraxis sowie die theoretische und praktische Einführung in die Mediation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Konfliktmanagement, Mediation, Immobilienverwaltung, Konfliktkosten und Verwalterkompetenz beschreiben.
Warum wird im Dokument zwischen intrapsychischen und interpersonellen Konflikten unterschieden?
Die Unterscheidung ist wichtig, da Verwalter häufig als "Blitzableiter" für externe Konflikte fungieren, was zu internen, persönlichen Belastungen und Stress führen kann.
Welche Rolle spielt das "Harvard-Konzept" in der Arbeit?
Das Harvard-Konzept dient als prominentes Beispiel für das sachbezogene Verhandeln, welches eine Win-Win-Lösung anstrebt und somit die langfristige Zusammenarbeit zwischen Konfliktparteien schont.
- Quote paper
- Diplom Immobilienwirtin (DIA) Bettina Hamm (Author), 2011, Mediationsansätze in der Miet- und Wohnungseigentumsverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/198869